CD m o ZOOLOQ1SCHES WORTERBUCH Erklarung der zoologischen Fachausdrucke. Zum Gebrauch beim Studium zoologischer, entwick- lungsgeschichtlicher und naturphilosophischer Werke verfaBt von Dr. E. Bresslau, Privatdozent in StraBburg i. E., Professor Dr. J. Eichler in Stuttgart, Professor Dr. E. Fraas in Stuttgart, Professor Dr. K. Lampert in Stuttgart, Dr. Heinrich Schmidt in Jena und Professor Dr. H. E. Ziegler in Jena, herausgegeben von Prof. Dr. H. E. Ziegler in Jena. Erste Lieferung. A-F. Mit 1Q6 Abbildungen im Text. Verlag von Gustav Fischer in Jena. 1907. Alle Rechte vorbehalten. Dem flndenken an Friedricb fllfted Krupp gewidmet. Vorrede. Zweck und Entstehung des Worterbuches. Viele Leser zoologischer Biicher haben \vohl die Schwierigkeiten unangenehm empfunden, welche durch unbekannte Fachausdriicke ent- stehen. Die Zahl der Termini technici ist in der Zoologie ziemlich groB, und ihre Kenntnis zum vollen Verstandnis zoologischer Werke unerlaBlich. Es besteht daher schon lange ein Bediirfnis nach einem nicht allzu umfangreichen und nicht allzu kostspieligen Worterbuch, in welchem die zoologischen Fachausdriicke in einer moglichst kurzen und moglichst treffenden Weise erklart sind. Dainit ist der Zweck und die Aufgabe des vorliegenden Buches bezeichnet. Dieses Worterbuch hat erne eigenartige Entstehungsgeschichte. Angefangen wurde es von einem Freunde der Zoologie, der trotz der groBen Berufsarbeit, welche die Lei tun g des bedeutendsten industriellen Unternehmens in Deutschland mit sich brachte, sich auch zoologischen Studien widmete und zu seinem eigenen Gebrauch ein Verzeichnis zoologischer Fachausdriicke mit beigefiigter Erklarung anlegte. Dieser Freund der Wissenschaft war der Wirkl. Geh.-Rat Friedrich Alfred Krupp in Essen a. d. Ruhr, welcher ja auch in anderer Weise, insbesondere durch seine erfolgreichen Tiefseeforschungen*), sich um die Zoologie verdient gemacht hat. Herr F. A. Krupp beauftragte vor acht Jahren Herrn Ernst Bresslau (damals Kandidat der Zoo- logie, jetzt Privatdozent in StraBburg) ein derartiges Worterbuch in An- lehnung an die gebrauchlichen Lehrbiicher zu seinem Privatgebrauche zu verfassen. Diese Bearbeitung wurde im Jahre 1901 gedruckt, war aber nicht fur den Buchhandel bestimmt. Der Entwurf wurde dann *) Die von F. A. Krupp gemachten Funde wurden von Dr. Sal vat ore Lo Bianco hearbeitet und sind in folgenden Schriften beschrieben: Lo Bianco, Le pesche pelagiche eseguite dal Maja nel anno 1901 nella vicinance di Capri. Mitteilungen der Zoolog. Station zu Neapel, Bd. XV, 1901. Ders., Le pesche abissali eseguite da F. A. Krupp col Yacht Puritan nelle adiacente di Capri ed in altre localita del Mediterraneo. Mitteilungen der Zoolog. Station zu Neapel, Bd. XVI, 1903. Die erstgenannte Schrift erschien auch in einer (von Dr. Heinrich Schmidt besorgten) deutschen Ausgabe unter dem Titel: ,,Pelagische Tiefseefischerei der ,,Maja" in der Umgebung von Capri". Jena 1901, 89 Seiten, 41 Tafeln. VI Vorwort. zum Teil umgearbeitet, verbessert und erweitert durch die dazu beauf- tragten Herren Prof. Dr. Fraas, Prof. Dr. Lam pert und Prof. Dr. Eichler in Stuttgart, sowie Dr. Heinrich Schmidt in Jena. Nun kam an mich die Anfrage, ob ich die Aufgabe ubernehmen wolle, das Worterbuch unter Benutzung aller Manuskripte druckfertig zu machen und herauszugeben. Mit der Ubernahme dieser Arbeit war selbstverstandlich die Verpflichtung verbunden, etwa noch notig schei- nende Verbesserungen einzelner Artikel vorzunehmen. Dadurch vvurde die Herausgabe erheblich verzogert. Das Manuskript liegt nun fur das ganze Worterbuch druckfertig vor, und die Herausgabe erfolgt in drei Lieferungen von annahernd gleicher Starke, welche auch im Preise unter sich gleich sein und alle im Laufe eines Jahres herauskommen werden. Der Preis konnte relativ niedrig bemessen werden, da die samtlichen Kosten der Honorare der Autoren und Bearbeiter von Herrn Geh.-Rat Krupp, und nach dessen friihem Hinscheiden von seiner Familie getragen wurden, so dafi der Preis des Worterbuches nur den Kosten des Druckes und des buch- handlerischen Vertriebes entspricht. Die Auswahl der Artikel und die Einrichtung des Worterbuches. In erster Linie wurden die zoologischen Fachausdriicke auf- genommen, welche in systematischen, inorphologischen, histologischen oder embryologischen Beschreibungen gebraucht werden. Man wircl alle eingebiirgerten Ausdriicke in dem Buche finden, aber Vollstandig- keit ist in dieser Beziehung nicht moglich, teils well manche Autoren in ihren Werken Ausdriicke geschaffen haben und gebrauchen, welche nicht in den allgemeinen Gebrauch tibergegangen sind, teils well in systematischen Spezialarbeiten oft Benennungen verwendet werden, welche nur fur eine kleine Gruppe des Tierreiches Geltung haben. Auf diejenigen Begriffe, welche der allgemeinen Zoologie und der Descendenztheorie angehoren, ist besondere Sorgfalt verwandt worden. Dasselbe gilt von den philosophischen Ausdrucken, welche in zoologischen Werken gebraucht \verden. Um den Umfang des Buches nicht allzu grofi werden zu lassen, mufite man in bezug auf die Tiernamen und andere Ausdrucke der zoologischen Systematik eine gewisse Beschrankung eintreten lassen. Zwar wurden alle Klassen und Ordnungen kurz besprochen, aber von den Familien wurden nur die wichtigsten berticksichtigt, und von den Gattungen und Arten nur einzelne erwahnt, w r elchen in theoretischer oder praktischer Hinsicht eine besondere Bedeutung zukommt*). *) Hinsichtlich der Benennungen der Gattungen und Species muHten diejenigen Nann'n verwendet werden, welche in der Literatur eingebiirgert sind. Die neueren Namensanderungen konnten nicht beriicksichtigl werden. Infolge der vor einigen Jahren beschlossenen Durch- fiihrung des Prioritatspriny.ips in der NomenUlatur werden jetzt sehr viele gebraucbliche Namen Vorwort. VII Eine groBe Schwierigkeit ergab sich daraus, daB verschiedene syste- matische Einteilungen des Tierreiches im Gebrauch sind, welche von- einander sowohl in den Begriffen als auch in den Bezeichnungen ab- weichen. Es wurden deshalb einige Systeme auf Seite XI --XV nebeneinander gestellt. Die zahlreichen Namen von Klassen und Ordnungen, welche von Ernst Haeckel auf gestellt sind, wurden nahezu alle in das Worter- buch aufgenommen, was sowohl durch die wissenschaftliche Bedeutung dieses Forschers begrundet ist, als auch dadurch, daB seine Werke (weit mehr als diejenigen anderer Zoologen) einen ausgebreiteten Leser- kreis haben, welcher bei der Benutzung eines zoologischen Worterbuches in erster Linie die Erklarung der Haeckelschen Ausdriicke zu finden erwartet. Zur Erleichterung der systematischen Ubersicht uber das Tier- reich sind bei den Gattungen und Familien die hoheren systematischen Abteilungen genannt, z. B. steht bei der Familie der Arvicoliden (Wiihl- mause): Rodentien, Placentalien, Mammalien. Dies ist so zu verstehen: Die Familie der Arvicoliden gehort zu der Ordnung der Rodentien, zu der Unterklasse der Placentalien und zu der Klasse der Mammalien. - In vielen Fallen wird man eine weitere Auskunft dadurch bekommen, daB man diese Bezeichnungen der systetnatisch hoheren Abteilungen im Worterbuche nachschlagt. Andererseits sind bei den Stammen, Klassen und Ordnungen meistens die Unterabteilungen angegeben, so daB man genauere Auskunft dadurch finden kann, daB man die Namen der Unterabteilungen im Worterbuch nachschlagt, z. B. stehen bei der Ordnung der Cetomorphen (Waltiere) die Unterordnungen der Sirenen (Seekiihe), der Denticeten (Zahnwale) und der Mysticeten (Bartenwalej, und wird man unter diesen Stichworten weitere Angaben finden. umgestoBen und durch Benennungen ersetzt, welche aus den alien Werken herausgesucht sind. Man glaubte dadurch zu einer Stabilitat der Namen zu kommen. Aber es hat sich gezeigt, daB diese auf Grund des Prioritatsgesetzes eingefiihrten Namen groBenteils auch keine Dauer haben werden ; denn erstens ist es haufig eine Sache subjektiver Schatzung, auf welche Species die oft sehr ungenauen Beschreibungen der alten Autoren aus dem Ende des 18. und dem Anfang des 19. Jahrhunderts sich beziehen, zweitens bestehen trotz aller Nomenklaturregeln immer noch Unsicherheiten und Meinungsverschiedenheiten in bezug auf die Anwendung des Prioritatsgesetzes (z. B. in dem Falle, daB eine Gattung in mehrere Gattungen zerlegt wuide), und drittens zieht jede Anderung eines Gattungsnamens in irgend einer Klasse des Tierreichs wieder Anderungen der Namen in anderen Klassen nach sich (weil man beschlossen hat, daB jeder GatUmgsname nur einmal im Tierreich vorkommen darf). Daher ist es zweifelhaft ob man in medizinischen, vergleichend anatomischen, entwicklungsgeschichtlichen und histologischen Werken der neuen Nomenklatur folgen wird. Vielmehr laBt sich schon jetzt vorhersehen, daB fiir die haufig genannten Tiere zwei lateinische Namen im Gebrauch sein werden, sowohl der bisherige Name als Vulgarname (z. B. Astacus fluviatilis, Amphioxus lanceolatus, Hatteria- punctata) als auch der neue Name, welcher in den Werken der Systematiker verwendet wird. Jedenfalls war es fiir das vorliegende Buch wichtiger, die bisher gebriiuchlichen und in der Literatur verwendeten Namen zu erklaren, als die neuen Namen aufzunehmen, welche selbst den meisten Zoologen noch unbekannt sind. Vorwort. Bei den Familien sincl haufig einige Gattungen genannt, oder ist wenigstens eine Gattung oder eine Species als Beispiel erwahnt. Wenn fur einen wissenschaftlichen Begriff sowohl ein deutsches Wort als auch ein Fremdwort im Gebrauch ist, so ist die Erklarung gewohnlich bei dem Fremdwort gegeben; denn es ist anzunehmen, daft man des Worterbuches bei den Fremdwortern mehr bediirfen wird, als bei den deutschen Wortern. Z. B. ist der Begriff des Tierstocks bei dem Fremdwort Gormen erklart, und wird bei clem deutschen Wort nur auf diese Erklarung verwiesen*). Zum Verstandnis der Etymologic der Fachausdriicke sind jeweils am Ende des Artikels die Stammworte in kleinem Druck angegeben**). Wenn mehrere Ausdrucke von demselben Stammwort abstammen, so ist letzteres nur da beigeschrieben, wo es das erste Mai vorkommt. Z. B. gibt es zahlreiche Worter, welche mit dem griechischen Wort Derma (Haut) beginnen, dieses Stammwort ist aber nur einmal (bei dem Artikel Dermalporen) aufgefiihrt. Bei wichtigen theoretischen Begriffen ist zuweilen der Urheber angegeben; der Name desselben steht dann eingeklammert unmittelbar hinter dem Stichwort, womoglich mit Beifiigung der Jahreszahl. Z. B. steht hinter dem Worte Gastrula (Haeckel 1874), was bedeutet, dai3 das Wort Gastrula zum erstenmal von Haeckel im Jahre 1 874 gebraucht wurde. Hinsichtlich der Orthographie sind einige Schwierigkeiten daraus entstanden, dafi die Schreibweise der wissenschaftlichen Fremdworter wahrend der Abfassung des Worterbuches mehrmals geandert worden ist. Da alle wissenschaftlichen Schriften friiher in lateinischer Sprache er- schienen, haben alle wissenschaftlichen Fachausdriicke eine latinisierte Form und Schreibweise erhalten, auch dann, vvenn sie aus griechischen Stammworten gebildet sind. An dieser latinisierten Form muB fest- gehalten werden, selbst wenn man dem Worte eine deutsche Endung gibt (sofern das Wort nicht etwa als ein in die deutsche Sprache ein- gebiirgertes und somit der deutschen Sprache angehoriges Wort be- trachtet wird). Vor einigen Jahren ist man eine Zeitlang von diesem ) Man glaube nicht, datf die Fremdworter in wissenschaftlichen Werken iiberfliissig seien, und daB man sie durch deutsche Worter ersetzen kunne. Denn erstens gibt es fur manches Fremdwort kein entsprechendes deutsches Wort (z. B. Amphimixis, Conjugation, Diluvium, Endosmose u. a.), und zweitens bezeichnet das Fremdwort den wissenschaftlichen Begriff in einer bestimmten und unzweideutigen Weise, wahrend das entsprechende deutsche Wort oft auch in anderem Sinn verstanden werden kann. Z. B. ist Amnion eine Bezeichnung fiir ein bestimmtes Organ der Embryonen der Reptilien, Vogel und Saugetiere, wahrend das entsprechende deutsche Wort Schafhaut allerlei Irrtiimer nahe legt; ein anderes Beispiel ist das von Waldeyer eingefiihrte Wort Chromosom, welches jeden Irrtum ausschliefit, wahrend das von O. Her twig fiir dieselben Gebilde gebrauchte Wort Kernsegmente leicht falsch ver- standen werden kann. '*) Beziiglich der Etymologic von Gattungs- und Artnamen, welche in diesem Buche nicht aufgefiihrt sind, findet man meistens Auskunft in: Leunis, Synopsis der Tierkunde, 3. Aufl. von Hubert Ludwig, 2 Bande. Hannover 1883 u. 1886. Vorwort. IX Prinzip abgegangen und hat die wissenschaftlichen Fremdworter nach den Regeln der deutschen Orthographie geschrieben. Da dadurch aber eine schlimme Unsicherheit und Verschiedenheit in der Schreibweise der international gebrauchlichen wissenschaftlichen Ausdriicke entstand, ist man zu der friiher tiblichen Schreibweise zuruckgekehrt*). Infolg-e dieser Verhaltnisse kann es z. B. vorkommen, daB man in irgend einem Buche das Wort Crustaceen oder ein anderes mit C beginnendes Wort mit K geschrieben findet, wahrend es in dem Worterbuche unter dem Buchstaben C steht, weil dies die richtige Schreibweise ist. Aus der latinisierten Form der zoclogischen Fremdworter folgt auch, daB sie nicht mit a oder o, sondern mit ae oder oe zu schreiben sind, was beim Aufsuchen solcher Worter zu beachten ist. Worterbiicher verwandter Art. Handworterbuch der Zoologie, unter Mihvirkung von Dal la Torre bearbeitet von Knauer. 828 Seiten und 9 Tafeln. Stuttgart 1887. Handworterbuch der Zoologie, Anthropologie und Ethnologic, begonnen von Gustav Jiiger, fortgesetzt von Reich enow, Frenzel und Matschie. 8 Bande. Breslau 18801900. Bechholds Handlexikon der Naturwissenschaften und Medizin, bearbeitet von A. Vedcle, F. Sehauf, G. Pulvermacher, L. Mehler, V. Loewenthal, C. Eckstein, J. Bechhold und G. Arends. Frankfurt 1S94. Medizinische Terminologie, voii Guttrnann. 3 Abteilungen. 1142 Seiten. Berlin und \Vien 1901 1902. 2. Aufl. 1906. Die anatomischen Namen, ihre Ableitung und Aussprache, von H. Triepel. Wiesbaden 190(>, SI S. Illustriertes Handworterbuch der Botanik, herausgegeben von Camillo Karl Schneider. 090 Seiten. Leipzig 1905. Die Abbildungen. Das Worterbuch ist mit Abbildungen versehen worden, da manche zoologischen Begriffe ohne solche kaum verstandlich gemacht werden konnen. Man mufite sich aber bei der Auswahl der Abbildungen eine gewisse Beschrankung auferlegen, um das Buch nicht in einen Bilder- Atlas ausarten zu lassen. So wurden Bilder von Wirbeltieren nur in geringer Zahl aufgenommen, weil anzunehmen ist, daB jeder Leser des Worter- buches auch irgend ein zoologisches Lehrbuch oder Schulbuch besitzt, in welchem die wichtigsten Wirbeltiere abgebildet sind. Wohl aber wurden aus dem Gebiet der Wirbeltiere eine Anzahl anatomischer, vergleichend- anatomischer und embryologischer Bilder aufgenommen. Unter den *) Fur die jetzige Schreibweise sind mafigebend: Dr. Hubert Jansen, Rechtschreibung der naturwissenschaftlichen und technischen Fremdworter, Berlin 1907, 122 S., und Ortho- graphie zoologisch-anatomischer Fachausdrticke, Verlag von Engelmann, Leipzig 1906, 12 S. X Vorwort. wirbellosen Tieren vvurden hauptsachlich solche abgebildet, auf welche bei vergleichend- anatomischen oder phylogenetischen Erorterungen haufig Bezug genommen \vird. Die wichtigsten Vorgange aus der Ent- wicklungsgeschichte der Tiere sind ebenfalls durch Abbildungen er- lautert. Dagegen konnten palaeontologische Abbildungen nur in sehr geringer Zahl auf genommen werden. Ein groBer Teil der Abbildungen wurde Werken des Fischer- chen Verlags entnommen, vor allem dem Lehrbuch der Zoologie von Richard Hertwig, dem Lehrbuch der Zoologie von Boas und der Vergleichenden Anatomic der Wirbeltiere von Wiedersheim. Die anderen Werke, aus welchen Abbildungen verwendet wurden, sind in der unten folgenden Liste aufgezahlt. Einige Abbildungen schema- tischer Art sind von mir fur das Worterbuch gezeichnet worden. Bei der Ausvvahl der Abbildungen war mir mein Assistent, Dr. Karl Friedrich Roewer, in dankenswerter Weise behilflich, welcher auch eine Anzahl Figuren gezeichnet hat. Verzeichnis der Biicher aus denen Abbildungen benutzt wurden. Aus folgenden Biichern wurden Zinkographien und Autotypien entnoramen: J. E. V. Boas, Lehrbuch der Zoologie. 4. Aufl. Jena 190(5. C. Chun, Aus den Tiefen des Weltmeeres. 2. Aufl. Jena 1905. F. Doflein, Die Protozoen als Parasiten und KrankheitserregcJ. Jena 1901. B. Hatschek, Lehrbuch der Zoologie. (1. und 2. Lieferung; nicht weiter erschienen). Jena 1888/89. Rich. Hertwig, Lehrbuch der Zoologie. 8. Aufl. Jena 1907. O. Hertwig, Elemente der Entwicklungslehre. 3. Aufl. 1907. Ders., Handbuch der vergleichenden und experiraentellen Entwicklungslehre der Wirbel- tiere. Jena 19021907. Korschelt und Heider, Lehrbuch der vergleichenden Entwicklungsgeschichte der wirbellosen Tiere. Jena 189:5 1906. O. Kiikenthal. Das zoologische Praktikum. 3. Aufl. Jena 1905. Arnold Lang, Vergleichende Anatomic der wirbellosen Tiere. Jena 188889. Ders., Protozoa. 2. Aufl. 1901. Ders., Mollusca. 2. Aufl. 1900. Phil. Htohr, Histologic. 12. Aufl. 1900. M. Verworn, Allgemeine Physiologic. 4. Aufl. Jena 1903. Job. Walther, Geologische Heimatskunde von Thiiringen. 3. Aufl. Jena 1900. I\. Walther, 12 Tafeln der Fossilien aus dem Buntsandstein u. Muschelkalk. Jena 1906. Max Weber, Die Saugetiere. Jena 1904. Aug. Weismann, Vortrage iiber Deszendenztheorie. 2. Aufl. Jena 1904. R. Wiedersheim, Vergleichende Anatomic der Wirbeltiere. 5. Aufl., 1902. 6. Aufl., HUH',. H. E. Ziegler, Entwicklungsgeschichte der niedercn Wirbeltiere. Jena 1902. Andere Figuren wurden unter Benutzung von Abbildungen aus folgenden Werken gezeichnet: P.n-hms Tierlcben, 3. Aufl. Leipzig 1S90 1893. ('. Glaus, Lehrbuch der Zoologie. 6. Aufl. Marburg. 7. Aufl.. neubearbeitet von Grobben. Marburg IflO.'i. Dean, Fishes living and fossil. New- York i89.~>. Vorwort. XI Del age et Herouard, Traite de Zoologie concrete. Vermidiens. Paris 1S!I7. Leuckart und Nitsche, Zoologische Wandtafeln. Lennis, Synopsis der Tierkunde. 3. Aufl. Herausgegeben von Hubert Liulwig. 2 Bande. Hannover 1883 und 1886. E. Haeckel, Kunstformen der Natur. Leipzig 1904. Ders., Das System der Medusen. Jena 1879. Selenka, Zoologisches Taschenbuch. 4. Aufl. Leipzig 1897. Das zoologische System von Ernst Haeckel. Xach Ernst Haeckel, Systematise-he Phylogenie, Entwurf eines natiirlichen Systems der Organism en auf Grund ihrer Stammesgeschichte, Berlin 1894 1895. I. Stamm : Protozoa, Urtiere. 1. Klasse: Archezoa, Bakterien, Zoomoneren. i 3. 4. Fungilli (Sporozoa). Rhizopoda (Sarcodina). Infusoria. Im Gegensatz zu den Protozoa biklen alle folgenden Stiimiiie zusammen die- Met azo a. II. Stamm: Gastraeada, Gastraeaden. III. Stamm: Spongien, Schwamme. 1. Klasse: Malthosa (Malthospongiae) Korkschwamme. 2. ,, Silicosa (Silicispongiae) Kieselschwamme. 3. Calcarosa (Calcispongiae) Kalkschwamme. IV. Stamm: Cnidaria, Nesseltiere. Erstes Cladom: Hydrozoa. 1. Klasse: Hydropolypi (Hydroidea). 2. ,, Hydromedusae (Craspedotae). 3. ,, Siphon ophorae, Staatsquallen. 4. ., Cten ophorae, Rippenquallen. Zweites Cladom : Scyphozoa, 1. Klasse: Scyphopoly pi. 2. Anthozoa, Corallen. 3. ,, Scyphomedusae (Acraspedae). V. Stamm: Platodes (PlatheJminthes), Plattentiere. 1. Klasse: Platodaria (Archelminthes). 2. ,, Platodinia (Plathelminthes). "VI. Stamm: Vermalia (=- Helminthes), Wurmtiere. Erstes Cladom: Rotatoria, Radwiirmer. 1. Klasse: Provermalia. 2. Gastrotricha (Ichthydina). 3. Tiochozoa. 4. Rotifera, Radertiere. Zweites Cladom: Strongylaria (Nemathelminthes), Rundwiirmer. 1. Klasse: Echinoeephala, Igelwiirmer. 2. Acanthocephala, Kratzwiirmer. 3. Xe in a tod a, Fadenwiirmer. 4. ,, Chaetognatha, Pfeilwiirmer. XII Drittes Cladom: Prosopypa. Bii*chwurmer. 1. Klasse: Bryozoa, Moostierchen. 2. ., Brachiopoda. 3. ,, Phoronaria. 4. .. Sip uncul aria. Viertes Cladom: Frontonia. Riissehviirmer. 1. Klasse: Nemertina, Schnurwiirmer. 2. ,, En teropneusta, Eiehehvurmer. 3. Prochord onia. VII. Stamm: Tunicata, Manteltiere. 1. Klasse: Copelata. 2. ,, Ascidiae, Ascidien. 3. Thalidiae, Sal pen. VIII. Stamm: Echinodermata, Stacholhauter. 1. Klasse: Amphoridea, Urnensterne. 2. ,, Holothnria (Thiiroidca), Gurkensterne. 3. ,, Cystoidea, Beutelsterne. 4. Blastoidea, Knospensterne. .">. ,, Criuoidea, Palmensterne. (i. ,, Echinidea, Igelsterne. 7. ,, Ophiodea, Schlangensterne. 8. ,, A>teridca, Seesterne. IX. Stamm: Mollusca, Weichtiere. 1. Klasse: Araphineura, Unveirhtiere. 2. .. Gastropoda, Schneckcn. 3. Saccopallia, Saekschnecken. 4. Scaphopoda (Solenoconchae), Schaufelschnecken- 5. Acephala (Bivalva), Muscheln. 6. ,, Cephalopoda, Kraken. X. Stamm: Articulata, Gliedr-rtiere. Erstes Cladom : Annelida, Ringeltiere. 1. Klasse: Archannelida, Stammringelwiirmer. 2. Chaetopoda, Borsteinviirmer. 3. Stelochopoda, Spinnenwiirmer. 4. ,, Hirudinea, Egelwiirmer. Zweites Cladom: Crustacea, Krustentiere. 1. Klasse: A s pi d onia, Schildtiere. 2. ,, Car i don i a, Krebstiere. Drittes Cladom: Tracheata, Lui'trohrtiere. 1. Klasse: Protracheata, Urluftrohrtiere. 2. ,, Myriapoda, Taust'iidfiiBer. 3. ,, Arachnida, Spinnentiere. 4. Insecta (Hexapoda), Insekten. XL Stamm: Vertebrata, Wirbeltiere. 1. Klasse: Acrania, Schiiilcllose. 2. ., Cyclostoma, Rundmauler. .'!. ,, Pisces, Fische. 4. ,, Dipneusta (Dipnoi), Lurchfisi-hc. .">. ,, Amphibia, Lnrche. '. Kept ilia, Schleicher. 7. ,, A ves, Vogel. 8. ,, Mammalia, Saiitrrtiere. XIII Das zoologische System von Richard Hertwig. Nach Richard Hertwig, Lehrbuch der Zoologie, 8. Aufl., I'.iOT. I. Stamm: Protozoen. 1. Klasse: Rhizopoden. 2. 3. 4. Alle folgenden Stamme bilden zusammen die Metazoen. Flagellaten. Sporozoen. Ciliaten. 2. 3. 4. 2. Untefstamm: 3. 4. II. Stanmi: Colenteraten. 1. Unterstamm: Spongien, Schwumme. 2. Unterstamm: Cnidarien, Nesseltiere. 1. Klasse: Hydrozoen. , Scyphozoen. , A n t h o z o e n . Ctenophoren. III. Stamm: Vermes, Wiirmer. 1. Unterstamm: Scoleeiden. J. Klasse: Plat helm in then , Plattwiirmer. 2. ,, Rotator ien, Radertiere. Coelhelminthen. 1. Klasse: Chaetognathen, Pfeilwiirmer. 2. N em a th elm in then, Rundwiirmer. A n n e 1 i d e n , Ringelwiirmer. , En teropneusten, Eichelwiirmer. Anhang zu den Wurmern: Klasse: Bryozoen, Moostierchen. Brachiopoden. T u n i c a t e n , Man teltiere. IV. Stamm: Echinodermen, Stachelhauter. 1. Klasse: Aster oideen, Seesterne. 2. Ophiur oideen, Schlangensterne. 3. ,, Crinoideen, Haarsterne. 3 Echinoidea, Seeigel. 5. ,, Holothurien , Seegurken. V. Stamm: Mollusken, Weichtiere. 1. Klasse: Amphineuren. 2. ,, Lamellibranchien, Muscheln. 3. Cephalophoren, Schnecken. 4. Cephalopodcn, Tintenfische. VJ. Stamm: Arthropoden, Gliederfiisser. 1. Unterstamm : Crustaceen, Krebstiere. 2. Unterstamm: Tracheaten, Traeheentiere. 1. Klasse: Protracheaten. 2. Myriapoden, Tausendfiisser. 3. ,, Insekteu. 4. Arachnoiden. XIV VII. Stamm: Wirbeltiere. 1. Unterstaram : Anamnien. 1. Klasse: Acranien. 2. ,, Cyclostomen. 3. ,, Fische. 4. ., Amphibien. 2. Unterstamm: Ainiiioten. 1. Klasse: Reptilien. 2. Vogel. 3. ,, Saugetiere. Kombiniertes System von H. E. Ziegler. Ich stelle hier noch ein vereinfachtes System zusammen, in welchem sowohl die vorstehenden Systeme beriicksichtigt sind, als auch das System von C. Glaus, welches noch vielfach im Gebrauch ist*). Sehr ahnlich ist auch das System von Boas (Lehr- buch der Zoologie. 4. Aufl. Jena 1906). Zur Rechtfertigung des folgenden Systems dient mein Vortrag: Das zoologische System im ITnterricht. Verhandl. d. Ueutschen zoolog. Gesellschaft 1904. I. Stamm: Protozoa, Urtiere. 1. Klasse: Rhizopoda, Wnrzelfiisser. 2. ,, Infusoria, Aufgufitierchen. 1. Unterklasse: Flagellata, Geifielinfusorien. 2. ,, Ciliata, Wimperinfusorien. 3. Klasse: Sporozoa, Sporentierchen. II. Stamm: Spongiae, Schwammtiere. III. Stamm: Cnidaria, Nesseltiere. 1. Klasse: Hydrozoa (Hydroidpolypen und Hydroidmedusen). 2. ,, Scyphomedusae (Acalephen). 3. Anthozoa, Korallentiere. Anhang: Klasse: Ctenophora, Rippenquallen. IV. Stamm: Vermes, Wiirmer. 1. Unterstamm: Platyhelmintlies (Platodes) Plattwiirmer. 1. Klasse: Turbellaria, Strudehviirmer. 2. ,, Trematodes, Saugwiirmer. 3. ,, Cestodes, Bandwiirmer. 4. ., Nemertini, Schnnrwiirmer. Anhang dazu: Rotatoria, Riidertiere. 2. Unterstamm: Nemathelminrhes, Rundwurmer. 1 . Klasse : Acanthocephali, Kratzer. 2. ,, Nematodes, Fadenwiirmer. Anhang: Klasse: Chaetognatha, Pfeilwtirmcr. 3. Unterstamm: Annelida, Ringelwurmer. 4. Enteropnensta, Eichehviirmer. Anhang: Klasse: Bryozoa, Moostierchen. Brachiopoda, Armfiisser. *) C. Claus, Lehrbuch der Zoologie, G. Anfl., Marburg. In der von Grobben herausgegebenen 7. Auflage dieses Buches ist ein anderes System eingefiihrt worden. XV V. Stamm : Arthropoda, Gliederfiisser. 1. Klasse: Crustacea, Krebstiere. 2. Protracheata. 3. ,, My ri apod a, Tausendfiisser. 4. ,, Arachnoidea, Spinnentiere. 5. ,, Insecta, Kerbtiere. VI. Stamm : Mollusca, Weichtiere. 1. Klasse: Amphineuren. 2. ,, Lamellibranchiata, Muscheln. 3. ,, Gastropoda, Schnecken. 4. ,, Cephalopoda, Kopffiisser. VII. Stamm: Echinodermata, Stachelhauter. 1. Klasse: Asteroidea, Sees tern e. 2. ,, Ophiuroidea, Schlangensterne. 3. Echinoidea, Seeigel. 4. Holothurioidea, Seewalzen. 5. ,, Crinoidea, Seelilien. VIII. Stamm: Tunicata, Manteltiere. 1. Klasse: Copelatae, Appendicularien. 2. ,, Ascidiae: Ascidien. 3. ,, Thalidiae, Salpen. IX. Stamm: Vertebrata, Wirbeltiere. 1. Klas^e: Acrania. 2. ,, Cyclostomata, Rundmauler. 3. ,, Pisces, Fische. 4. ,, Dipnoi, Lurchfische. 5. ,, Amphibia, Lurche. 6. ,, Reptilia, Kriechtiere. 7. Aves, Vogel. 8. ,, Mammalia, Saugetiere. Die Reihenfolge der geologischen Formationen. Bei Fossilien wird das geologische Zeitalter oder die Formation angegeben. I. Archaisches Zeitalter. II. Palaeozoisches Zeitalter. Cambrium. S i 1 u r. Devon. Carbon (Steinkohlenformation). Perm (Dyas). III. Mesozoisches Zeitalter. Trias. Jura. Kreide. IV. Caenozoisches Zeitalter. (Eocaen. O^ ^"' i Miocaen. ( Pliocaen. Alluvium. XVI Abkiirzungen. Abt. = = Abteilung. d. h. = = das heilit. Fam. = : Faniilie. foss. = fossil. Gatt. = = Gattung. Kl. = Klasse. Ord. = = Ordnung. pi. = : Plural. s. = = siehe. sc. = = scillicet (d. h. man erga'nze, denke hinzu). 8. d. == siehe dort (Verweisung auf einen anderen Artikel). s. str. = sensu strictiori (d. h. im engeren Sinne). St. = = Starmn. u. = - imd. u. a. = = nnd andere. U. Abt. = Unterabteilung. u. dergl. = = und dergleichen. U. Fam. = : Unterfamilie. U. Gatt. = : Untergattung. U. Kl. = ; Unterklasse. V. 0. = Unterordnung. U. St. = Unterstamm. usw. = = und so welter. vgl. = = vergleiche. vergl. = = vergleiche. z. B. - - y.nm Beispiel. z. T. = zutn Teil. Das griechische Alphabet. Zeichen Laut Name a a Alpha P b Beta 7 g Gamma d d Delta e. e Epsilon z Zeta >1 ae Eta ^ th Theta i i Iota X k Kappa I 1 Lamcla fl in My r 11 Ny t X Xi ( )iuikron ji p Pi Q r Ro o,? s Sigma T t Tau V ii Ypsilon

in ps n Psi ( )ni( i p-n Anmerkung: Das Zeichen' (Spiritus asper) fiber einem Vokal am Anfang eines \\'<>rtes bedeutet h. Z. B. inxo? (Pferd) sprich Hippos; ulna (Blut) sprich Haima. Das Zeichen ' (Spiritus lenis) an entsprechender Stellehat fiir die Aussprache keine Bedeutung. A. abactinal, s. ambulacra). Abanderung, s. Variation. Abart, s. Spielart. Abdomen, U n t e r 1 e i b , B a u c h, der auf die Brust folgende Korperabschnitt. - - Bei Krebstieven, Spinnentieren und Kerbtieren bedeutet A. den Hinterleib, welcher auf die Brustseginente folgt und von den Hinterleibssegmenten ( Abdom i n alseg- m en ten) gebildet wird. Er enthalt in der Regel aufier dem Darmkanal noch die Geschleehtsorgane. abdomen, Unterleib. segmentum, Abschnitt. abdominal, auf das Abdomen beziiglich, zuru A. gehorig, Hinterleibs- . Abdominales (sc. pisces), s. Batich- flosser. Abdominal -FiiBe, die Fufipaare an den Abdominalsegmenten, s. Pleopoden. Abdominalia, U. O. der KankenfuSler, Abdominal-Segmente, s. Abdomen. Abdominal-Sternum , B a u c h s t e r- num, Parasternum, eine (wahrscheinlich aus dem Hautskelett abzuleitende) Fort- setzung des Brustbeins (Sternum, s. d.), die sich in die Bauchgegend erstreckt und seitlich mit Rippen (Bauchrippen, Abdomi- nal-Rippen) verbunden ist (Fig. 1). Ein A.- St. besitzen viele Amphibien, einige Gruppen der Reptilien (Rhynchocephalen , Croco- dilier, Dinosaurier, Pterosaurier, Ichthyo- saurier, Plesiosaurier) und Archaeopteryx. OTforoi', Brust. Tiagd, neben. Abducens, -. Nervus abducens. abducieren, abziehen, vgl. Abductoren. Abductoren , Abzieher, Muskein, welche bei den Wirbeltieren dazu dienen, die GliedmaSen von- oder auseinander oder von der Achse des Korpers fort zu bewegen; Gegensatz: Adductoren, Anzieher. abduct' re, wegfiihren. \g. I. Skelett von Alligator lucius, r Rippen, ab Abdominal-Rippen und Abdominal-Sternum (nach Goette). mit unregelma'fBig gegliedertem Korper, am Abdomen SPaar Extreinitaten tragend, von einem flaschentormigen, hautigen Mantel umgeben ; schmarotzen in den Schalen von RankenfiiBlern und Mollusken. C ir ripe- die n, Entomostraken, Crustaceen. Abdominal-Rippen, s. Abdominal- Sternum. Ziegler, Zoologisches Loxikon. aberrant, abirrend, abweichencl; Ab- erration, Abirrung. ab-errare, ab-irren. Abiogenesis, s. Archigonie. Abiologie, s. Anorganologie. Abomasus, s. Labmagen. aboral, vom Munde weg, der Mund- ot'fntiug entgegengesetzt, gegeniiber liegend; 1 Abortieren Acantharien (irgensatz: acloral, auf tier Seite des Mun- des gelegen. , ab, weg von. os, or/s, Mund. abortieren, fehlgebaren, zti friih nieder- kommen; claher abortiv, nicht fertig aus- gebildet, auf einer zu tn'ihen Entwickhings- stufe stehen geblieben, oder vor der vol- ligen Ausbildung zugriimle gegangen. abortit'f. unzeitig gebaren. Abortus, Fehlgeburt, Friihgeburt. Abramis bramaL., Brassen, Brach- sen, Blei, Fisch aus der Familie der Karpfen. Cyprinoiden, Physostomen, Teleostier, Pisces. a^Qafjil?, e. nicht naher bekannter See- und Nilfisch der Alten. brama, latin, v. franz. Namen des Fisches breme, mittellat. bresmia, v. mittelhochd. brasem, Brasse. Abranchiaten , Ebranchiaten, als Be/eichmine; fiir Tiere ohne Kiemen in Fig. 2. Eine Acantharie, Acanthometra, stark vergroftert. Ck Centnilkapsel, n Kern (in der Mehrzahl vorhanden), P Pseudo- podien, St Stacheln, Wk Gallerte. - - Naeh R. Hertwig. verschiedenen Tierklassen gebraucht; und auch Zusammenfassung der kiemenlosen, das gauze Leben durch Lungen at- menden Wirbeltiere: der Reptilien, V6- gel und Saugetiere; Gegensatz: Branchi- aten. a-, f-, ohne. /?>/'.<, Kiemen. Abranchier, Hinterkiemerschnecken ohne besondere Atraungsorgane (Kiemen), durch die Haut atmend. Ascoglossen, Opisthobranchier, Gastropoden, Mol- lusken. Absorption, Aufsaugung, s. Re- sorption. Abstammungslehre, s. Descendenz- Theorie. Abulie, Willenlosigkeit, die (krankhafte) Unfahigkeit, einen Entschlufi zu fassen. a-, un-, ohne. poi'foo&ai, wollen. Acalephen, Bezeichnung ftir die Nes- seltiere (Cnidarien) iiberhaupt ( Aristoteles, Haeckel), oder fiir alle schwimmenden Medusen (Eschscholtz 1829), oder fiir die Scyphomedusen (Claus), oder endlich lich fiir die Scyphozoen (Ray Lankester). Meist iin Sinne von Scyphome- dusen gebraucht. axa)J](j^], Nessel, Qualle, von a^a/.Os, unangenehm und dffi'/ , Beriihrung (\veil ihr Anfassen ein brennendes Jucken auf der Haut hervorruft). Acalypteren, Fam. der Fliegen, m. verkiimmerten oder ganzlich fehlenden Fliigelschiippchen (Squa- m ulae, s. d . ). M u s c a r i e n , Dipteren, Insekten. x(Ui'jTTi'/o, Hiille, Decke (Schuppe). Acantharien, Acti- pyleen (Haeckel 1883), Strahltiere (Radiolarien) init poroser Zentral-Kap- sel, welche allseitig von zahlreichen , regelmafiig verteilten Poren durch- lirochen i.st. Das Skelett der meisten A. wird von 2C regclmallig verteilten Stacheln gebildet, die vom Zentruin des Tieres aus- strahlen (Fig. 2). Vgl. Jcosacanthen-Gcselz. Unterabt. der A.: Acanthonietren, Acanthophracten. a, Stachel, Dora. <<*nc, Strahl. Offnung, Pore. A.cauthiaden - - Acanthophracten Acanthiaden, M e m b r a n a c e e n , H a u t w a n z e n , Fain, der Landwanzen, mit abgeplattetem Korper. Geocoren, Hemi- pteren, Rhynchoten, Insekten. A c a n t h i a ( C i m e x ) 1 e c- tularia L., Bettwanze. iiie/nbranaceus , hautartig I \vegen d. Abplattung d. Korpers), unculiden, Ord. tier Sternwiirmer, ohne Borstni ivgl. C'haetiicrcMii. Gephyreen. Anneliden. (-, ohne). %t<.iri], Borste. iiu-nnis, unbe- waffnet. s. d. Sipnncitli/s s. d. A ch a tin a - Acme Achatina, Achatschnecke, Gatt. der Landlnngenschnecken, mit durehscheinen- den, glanzenden, achatahnlieh gefarbten Schalen. Stylommatophoren , Pulmo- naten, Gastropoden, Mollusken. ny/tTt/*, d. Achatstein. Acherontia atropos L., Totenkopf, Art der Schwarmer, mit einer einem Menschenschadel ahulichen Zeichnung auf dem Mittelleib. einer der grofiten europa- ischen Schmetterlinge, ini Siiden lebend, aber sich oft nach Deutschland verfliegend und hier Eicr ablegend. Die gelbe, griin und blau gestreifte Raupe lebt an Kar- toftelkraut. Sphingiden, Lepidopteren, Insekten. 'A%fO(or, Trauerstrom i. d. Unterwelt. '14.TQO.~ro*, eine der 3 Parzen. Achorien s. Aplacentalien. Achromatin, derjenige Teil der mito- tischen Kernteilungsfigur (vgl. Mitose), welcher sich mit Karminfarben nicht fiirbt. (Gegensatz: Chrornatin.) Das A. bildet in der Kernteilungsfigur eine fadige Spindel, im ruhenden Kern ein Fadennetz, an wel- chem die Chromatin-Kiigelchen anhaften. Die Fiiden des A. bestehen aus Linin, das seiner cheinischen Natnr nach zu den Para- nucleinen gehort (vgl. Xuolein). -, ohne, %owfta, aro^, Farbe. Mvov, Lein, Faden. achromatische Figur, vgl. Karyo- kinese. Achse, Achsen-, s. Axe, Axen-. Achtheres percarum,Nordm. Barsch- lans, an den Kiemen der Barsche (Per- Acineten, Acinetinen, s. Suctorien. acinos, weinbeer-, traubenfonnig; aci- niise Driisen, s. Driisen. iicinits, Weinbeere. Acipenseri- den, Sturio- nen, Store, Riissel store, Fain. d. Schmelz- schnpper , rait knorpeligem in- neren Skelett und Schadel (Kuorpel- Ganoiden); am Schiidel, zuweilen auch am Korper mit Hautverknii- chernngen ; dauernd imsiifien Wasser lebend od. znr Eiablage vom Meeraufsteigend; Fig. 7. Achtheres Per- carum, Barschlaus, Weib- chen, verg. 20 /j (nach Claus). G a n o i d e n , Pisces. Acipenser huso L., Hausen, dessen Schwimmblase gekocht einen feinen Leim (Hausenleim) liefert. A. ruth en us L., Sterlet (liefert den besten Astrachan-Caviar) (Fig. S). A. sturio L., gemeiuer Stor. acipenser, Stor v. aczis, Spitxe und pcnxn = penna, Feder, Flosse. stun'o, latin. Stor (althochd. sturjo, stitro}. kttso, latin. Hausen. ruf/ienns, russisch. Sterlet v. russ. Namen d. Tieres: ssterliadj. Caviar, tartar. Name fiir die Eier der Store. ihre Eier (Rogen) lief ern den Caviar. Chondrosteen, Fig. S. Aiipi-nsfi- rnthcmis (nach Heckel und Kner). N Nase, J7 Mund, O Operculum mit Kiemendeckelspalt, Br Brust-, B Bauch-, R Riicken-, A After-, S Schwanzflosse. ciden) schmarotzende, dnrch den Parasitis- mus hochgradigdegenerierteArt der Schma- rotzerkrebse(Fig. 7). Lernaeopodiden, Para- si tica, Copepoden, Entomostraken, Crusta- ceen. /?9;ooc, lastig. perca, Barsch. Acmatherien, s. Primaten. AcmeiHaeckel 1866), Bliitezeit, Eben- so wie in der Entwickelung der Individuen (vgl. Anaplasis) kann man in der Ent- wickelung der Arten, Ordnungen, Klassen u. Stamme drei aut'einanderfolgende Stadien 6 Acoelen - - Actinophrys unterscheiden, als ,,Stadien der Phylogene- sis'': 1. Die Aufbliihzeit (Epacme); 2. Die Bliitezeit (Acme); 3. Die Verbliihzeit (Par- acme). d%[i>'], Spitze, der hochste Punkt; figiirlich der bedeutendste Punkt einer Sache. Acoelen, U. 0. der Strudelw firmer, merkwiirdig durch das Fehlen eines Darin- lumens: die anfgenommene Nahrung ge- langt durch den Pharynx oder, wo dieser fehlt, durch einen als Mund dienenden ein- fachen Hautspalt direkt in das Korper- gewebe selbst und wird hier verdant. Tur- bellarien, Platoden. -, ohne. xoiAor, Hohlung. Acoelomier, s. Plathelminthen. aeon, s. Crystallkegel. Acontien, eigentiimliche, mit Nessel- kapseln (Cnidae) dicht besetzte Faden mancher Korallentiere (Authozoen), die in- folge aufierer Reizung zur Verteidigung etc. durch besondere Poren (Cincliden) der Korperwand, manchmal auch durch die Mundoffnung ausgeschleudert und wiecler zuruckgezogen Averden konnen. dxornor, WurfspieH. acral, an der Spitze, am Scheitel, am hochsten gelegen. (ixQov, Spitze, Gipfel (eines Berges etc.). Acranier (Haeckel), Schadellose, primitivste Klasse der Wirbeltiere, ohne SchJidel und Wirbelsjiule, mit permanenter Chorda und eint'acher Perichorda (s. d.). Der vorderste Abschnitt des Darmes client als Atmungsorgan und wird von einer (ectoderm alen) Hautfalte umgeben, die den sog. Peribranchialraum umschlieftt. Die Epidermis der A. ist eine einfache Zelleu- schicht. U. Kl.: Leptocardier; vgl. Amphioxus. XQavlov, Schadel. Acraspeden, s. Scyphomedusen. Acrididen, Eel dheuschrecken, Fain, der Gradfliigler; mit kurzen Fiihlern. Saltatorien, Orthopteren, Insekten. dxQidtov, kl. Heuschrecke (dxo/;). Acroblast, s. Parablastentheorie. acrodont heiI5en Ziihne, die auf der Kante der Kiefer befestigt sind, wiedies bei viclon Amphibien und Reptilien (Rhyncho- cephalen, Schhtngcn, einige Eidechsen) der Fall ist; Gegriisutz pleumdont, (seitlich an- gefiigt) u. thecodont (in Alveolen steliend,. Abbildung: s. plmrodont. Hohe, (lipfcl. ,}f),>i^, ,'>'TO;, Zahn. Acroganglion, Scheitelhirn, Ur- hirn, nennt Haeckel das gewohnlich als O b e r s c h I u n cl g a n g 1 i o n (O b e r - schlund knoteu, Ganglion pharyn- g e u m s u p e r i u s , G . s u p r a p h a r y n g e u m ) bezeichnete Him der niecleren W firmer (Plathelminthen), das nach ihm als Schei- tel plat te (Acroplatea) aus dem Ecto- derm entsteht und als die stanimesgeschicht- liche Grundlage sowohl ffir das Gehirn aller hoheren Wirbellosen als auch der Wirbeltiere anzusehen ist. fixQor, Gipfel, Scheitel. ydyykior, Nerven- knoten. cfdpvyi; , Schlund. superior, der obere. supra, oberhalb. x).aTfia, Ebene von ,TAT('s, platt. Acromion, s. Scapula. Acronyctiden, Pteileuleu, Fam. der Enlen, Nachtschmetterlinge mit grau bis weiB gefarbten Fliigeln, die oitmals Zeich- nungen in Gestalt schwarzer, pfeilformiger Striche enthalten. Xoctuinen, Lepi- dopteren, Insekten. Acronycta psi L., Schleheneule, mit je einem schwarzen, (y-torniigen Pfeilstrich auf den Vorderfliigeln. dxQovvxros, zu Anfang der Nacht ()/-", rvxros). psi, d. giiechische Buchstabe >/. Acroplatea, s. Acroganglion. Acrostomata, U. 0. der ectoprocten Moostierchen, fast nur im palaeozoischen Zeitalter vorkommend und zuweilen Merk- male der ancleren U.-Ordnungen in sich vereinigeud. Stelmatopoden, Ectoprocten, Bryozoen, Verm alien. Familieu: z. B. Fenestelliden, Acantho- cladiden. otofia, Mund. Actaeon , Gatt. der Bedecktkiemer- schuecken. Tectibranchier, Opistho- branchier, Gastropoden, Mollnsken. Axrafcov, mytolog. Name. Actinal, s. Ambulacra!. Actiniarien, U. 0. der Hexacorallen, skelettlos, mit zablreichenTentakcln. Hexa- corallen, Anthozoen, Cnidarien. Actinien , S e e r o s e n , s. Malaco- dermen. Actinophrys, Gatt. der Sonnentierchen, mit nacktem, kuguligem Korper, von di-m nach alien Seiten feine Pseudopodien aus- strahlen (Fig. 9); ein Kern, meist nur fine kontraktile Vacuole. Heliozoen, Rhizo- poden, Protozoen. i;, h'o;, Stiahl, <"/>ji';, Augenbraue. A c t i u o p o d e n - - Ada mbulacr alia I Actinopoden, Actinoten, Seewalzen (Holothurien), bei welchen die Kanale der Mund-Tentakoln von den fiinf Prin/ipal- Fig. 9. Actiuophrys sol Ehrenb., nach Gre- nacher. GroBe 50 /i. p Axopodien, n Kern, a Axenfaden der Axopodien. kaniilen (s. d.) entspringen. (Vgl. Par- actinopoden.) Zu den A. gehoren die Dendrochiroten , Molpadonien, Elasipoden, Aspidochiroten. jiovg, jrodog, FuB. Actinopodien nennt Haeckel (1894) die feinen, ziemlich starren Pseudopodien (s. d.) der Sonnentierchen (Heliozoen), welche gewohnlich einfach bleiben, sich selten verasteln und miteinander ver- schmelzen, und durch das Auftreten eines elastischen ,,Axenfadens" zu Axopodien werclen kbnnen (vg). Fig. 9). Actinosphaerium, Gatt, der Sonnen- tierchen, ahnlich wie Actinophrys, aber mit vielen Kernen, vielen kontraktilen Vacuolen und .scharf untersehiedener Rin- den- und Markschicht. Heliozoen, Rhizo- poden, Protozoen. (paaTou, Kugel. iy. 10. Actinotrocha (Larve von Phoronis) (nach Metschnikoff), an After, m Mund. Actinotrocha, freischwiiiimendeLarven- t'onn der Huleisenwiirnier (Phoronarieni, ausgezeichnet duroh den Besitz eines Kopf- schirmes vor, sowie eines Kranzes bewini perter Tentakel hinter der Mundoffnung (Fig. 10). Kopfschirm u. Tentakelkranz wer- deii bei der Umwandlung zum fertigen Tier abgeworfen. (Modifizierte Trochophora!) TQoyn;, Rad, Reit, Kranz. Actinozoen s. Anthozoen. Actinula, die eigenartige Jugendt'orm mancher Hydroidpolypen, z. B. Tubularia. Fig. II. Actinula von Tubularia (n. Cianu- cian). m Anlage der Mundtentakel. Aculeaten, Stechimmen, U. 0. der Hautfliigler, deren Weibchen (und Arbeiter) am Hinterleibsende einen zuriickziehbaren, mit einer Giftblase in Verbindung stehen- den, durch Umwandlung aus dem Lege- bohrer (Terebra) der iibrigen Hautfliigler hervorgegangenen Wehrstachel (Stachel, Aculeus) besitzen. Hymenopteren, Insekten. Zu den A. gehoren die Familial der Formiciden (Ameisen), Chrysididen (Goldwespen) , Heterogynen , Fossorieu (Grabwespen), Vespiden (Faltenwespen), Apiden (Bienen). act ileus, kl. Spitze (aczis), Stachel. Aculeus, Stachel, s. Aculeaten. Acusticus, s. Nervus Acusticus. Acystosporidien,s.Gymnosporidien. Adactylien, Vertebrata adactylia oder impinnata, Zusammenfassung der Wirbeltiere ohne paarige Gliedmafien: der Leptocardier (Amphioxus) und Cyclo- stomen. bar.ivko^, Finger, J r ertebraten s. d. -, /i-, ohne. pinna, Fliigel, Flosse. adaequat, vollkommen angemessen, passend. adaequare, gleichmachen. Adambulacralia, .-. Ambulacra. 8 Adamsia - Advcntitia Adamsia palliata Forb., Art der See- rosen, auf Schneckenschalen lebend, welche von Einsiedlerkrebsen (Pagurus Prideauxi) bewohnt sind (vgl. Symbiose). Malaco- dermen, Hexacorallen, Anthozoen, Cni- darien, Coelenteraten. Charles Adams, Conchyliologe 1814 bis 1853- pallium. Mantel, Hiille, Bedeckung. Adapis Ctivier, fossile Gatt. der Halbaffen (Eocan und Miocan), mit ge- schlossener Zahnreihe (Zahnformel ^j ^) ; war von Cuvier zu den Huftieren (Schweinen) gestellt worden ; Pachyleinuriden , P r o s i - mien, Placentalien, Marnmalien. Adapts ? Adapisoriciden, fossile Fain, der In- sektenfresser , aus dem unteren Eocaen Europas, mit Merkmalen von Adapis und Spitzmausen. Insectivoren, Carnassier, Placentalien, Mammalien. sorex, Spitzmaus. Adaptabilitat \ Adaptation s. Anpassung. Adaption adaptieren, anpassen, anbequemen. adaptare, anpassen. adaptiv , durch Anpassung erworben, auf Anpassung beruhend. adducieren, heranziehen, vgl. Adduc- tor en. die Brachiopoden, bei den Muscheln wird das Offnen der Schalen selbsttatig durch ein elastisches Band besorgt. adducere, heranfiihren, zusamrnenziehen. Adeciduaten, s. decidualose Sauge- tiere. adelomorphe Zellen, s. Labzellen. adenoid, die Driisen betreffend, driisig, driisenformig, driisenahnlich. adi]}\ Driise. sI8og, Gestalt. adenoides Bindegewebe, cvtogenes B., in den Lymphdriisen sich findende Form des retikularen Bindegewebes (s. d.) mit reichlich eingelagerten Zellen (Leucocyten). HVTOG, Zelle. "/fi'ea, Erzeugung. Adergeflecht, s. Telae chorioideae. Aderhaut, s. Chorioidea. Aderkuchen, s. Placenta. Adern, 1. die BlutgefaSe des Tierkor- pers; 2. die festen Leisten (Rippen) der Insektenfliigel. adiposus, fettreich. adeps, Fett. aditus, Zugang; aditus ad laryngem Eingang in den Kehlkopf vom Rachen aus. Adjustoren, Stielmu skein, dienen bei denjenigen Armfufilern (Brachiopoden), welche vermittelst eines Stieles am Boden festgewacheen sind, zur Bewegung des Stieles. adjustare^ neulat. ausgleichen, von Justus, gerecht, richtig. Fig. 12. Aeolis rufibranchialis, von der rechten Seite, nach Adler u. Hancooclc. a Auge, b Mundtentakel, c Kopftentakel, d Anus, e Genitaloffnung, f lespiratorische Rtickenanhange. Adductoren, 1. Anzieher, Mnskeln, welche bei den Wirbeltieren zur Annaherung (Adduction) der GliedmafSen aneinander oder an die Korperachse dienen; Gegen- satz: Abcluctoren. 2. Schliefimu skein, Muskeln, welche bei den Muscheln (Lamellibranchier) und Armfiililern (Brachiopoden) das SchlieBen der Schalen bewirken; entgegengesetzt \\ir- kende Muskeln (Divaricatoren) haben nur adoral, oral, am Munde, in der Na'he des Mundes gelegen, mundstandig; Gegen- satz aboral. os, oris, Mund. Adradien, s. Perradien. adultus (abgekurzt geschriebcn adult) erwachsen, geschlechtsreif. adolescere, heranwachsen. Adventitia (so. tunica), ucnnt man in der Anatomic die von Bindegewebe und Aegargopilen - - Aethiopische Region 9 elastischen Fasern, bei groBeren GefiiBen auch von eingestreutcn Liingsziigen glatter Muskelzellen gebildete, iiufierste Schicht der Arterienwandungen. advenire, hinzukommen. tunica. Mantel, Hiille. Aegargopilen , G e m s e n k u g e 1 n , Haarluille. Bezoare, heifien Kugeln im Magen von Pflanzentressern, die aus Haan-n und festeren Pflanzenfasern gebildet und intolge der Bewegungen des Magens ver- filzt sind. ur'uoyo;, wilde Ziege, Gemse. Aeginiden, Familieder Spangentiuallen, Mittelmeer. Xarcomeduseu, Trachy- linen, Hydromedusen, Cnidarien. Gatt.: Ciuiina. Ai-'irij, Name einer griechischen Insel. Aeolididen, Fam. der Xacktkiemen- schnecken mit vielen Anhangen auf dem Ru'cken (Fig. 12), welche als Kiemen fun- gieren und in welche Fortsatze der reich vcra'stelten Yerdauungsdriise eintreten. X u- dibranchier, Opisthobranchier. Gastro- poden. Mollusken. Gattung Aeolis u. a. Aio/.t':, idog, Tochter des Windgottes Aeolus. Aepyornithiden, ausgestorbene Fam. der Yogel, von denen in jiingeren Ablage- rungen Madagascar* Knochenreste u. Eier (bis S Liter fassend) gefunden wurden, die auf eine riesige GroBe der Tiere schlieBen lassen. Die A. sind verwandt mit dem australischen Kiwi (Apteryx) und den aus- gestorbenen Riesenvugeln (Dinornis) Xeu- seelands. a('.Tt'c, hoch. ognc;, i&oz. Vogel. aequale Furchung,s alecithale Eier. Aequationsteilung, eine Zellteilung, bei welcher die Chromosomen des Kerns der Lange nach gespalten werden, wie dies bei der gewohnlichen Mitose der Fall ist. Ygl. Reduktionsteilung. Aequatorialplatte, s. Karyokinesei:ii. Aequivalenz, Gleichwertigkeit. aequus, gleich. 1'alere, gelten. aequivalvis, gleichklappig, Bezeich- nung derjenigen Muscheln, deren rechte und linke Schalenhalften (spiegelbildlich) gleich sind. valvae, Fliigel-, Klapptiir. Aequorea Forskalea Per. et Les., Art der Faltenquallen, die groBte Hydromeduse ili- Mi t telmeeres. L e p t o in e du s e n , Hydro- zoen, Cnidarien. aequoreus, zum Meere (acquor , Meeres- spiegel) gehorig. Aeschna grandis L., S<- h m a 1 j u n g f < r. Art der Wasserjungfern. Larven rauberisch, mit ..Muske" (Fig. 13). Libelluliden, Archipteren (Pseudoneuropteren), Insekten. Aeschna, vielleicht verdorben aus ainyrri], Schanihaftigkeit (weil selten in Paarung ge- sehen)? grandis, groB. Aestheten, Sinnes- (Tast-)Organe auf den Schalen der Chitoniden; sic liegen in den Poien des Tegmentums, sind von keulenformiger ({estalt und tragen aulien eine becherformige Chitin- kappe. aladijTixoc;, empfindlicb, der Empfindung fiihig. Aesthocyten (Haeckel), ^inneszel- len , diejenigen Teile der Sinnesorgane, welche die verschiedenen Eindriicke der AuBenwelt aufneh- men und durch die Sinnesnerven dem Zen- tral-Xerven system zu- leiten. Sie entstehen aus dem Ectoderm. *f''roc, Hohlung, Zelle. Aethalium septicum Fr., Fuligo septica (L.) Schroter , Loh- bliite, Art der Schleim- tiere, zwischen (4erber- lohe, sowie auf alten Baumstiimpfen in Waldern grofie, gelbe Plasmodien (s. d.) bildend ; letztere kriechen zur Fruchtbildung an der Oberflache zu polsterartigen gelben Massen znsammen (Aethalien), deren Inneres die verschmol- zenen Sporangien enthalt. In der zoolo- gischen Systematik zu den Mycetozoen, Rhizopoden, Protozoen gestellt, in der bo- tanisehen zu den Physaraceen, Myxo- gasteren, Myxomyceten. aWa/.o? , Lohe. atjXTtxoz , Faulnis be- wirkend, beizend. aethiopische Region, eine der tier- geographischenRegionen(s.Tiergeographie), das gesamte siidlich der Sahara gelegene Fig. 13. Lan'e von Aeschna gran- dis (nach Rosel v. Rosenhof). m Maske, a 1 vordere, a- hintere Flugel- scheiden, st Stig- men. Afrika und die Inseln Madagascar, Man- 10 Aetiologie - - Agrotiden ritius, Rodriguez, Reunion, die Seychellen u nd Comoro-Iuseln umfassend ; charakte- ristisch sind fiir sie vor allem die FluB- pf'erde (Hippopotamiden), Gi raff en (Oamelo- pardaliden) , Capschweine (Orycteropus capensis) und Fingertiere (Chiromyiden). Die Inseln bilden infolge Linger Isolierung die auBergewohnlich scharf abgegrenzte, vielfach als selbstandige Region angesehene maclagassische Subregion. Aetiologie, die Lehre von den Ursachen der Krankheiten etc.; aetiologisch, die Ursache betreffend, ursachlich. atria. Grund, Ursache. Aetosaurus ferratus, ein kleines Ur- krokodil aus dein Keuper - Sandstein von Heslach bei Stuttgart. Pseudosuchier , Protosuchier, Crocodilier, Reptilien. afferens, hiimifiihrend. aft'erre, zutragen. After (Anus), die hintere Ausmfindung oder Ausgangsoffnung des Daririkanals der Tiere; nicht alle Tiere besitzen einen A.; wo er sich aber findet, entsteht er in der Regel durch eine Einstiilpung des Ectoderins, die sich dem blinden Ende des entodermalen Darinkanals gegeniiber ein- senkt und schlieBlich in diesen durchbricht; bei den Wirbeltieren, deren A. ebenfalls diese Entwicklung niinnit, bezeichnet man seine erste, eine kleine grubenformige Ver- tiefung des Ectoderms darstellende Anlage als After grub i 1 . units, Kieis, die kreisformige Ausmiindung des Darmes, After. Afterdrusen, A n a 1 d r ii sen (Glaudulae anales), bei vielen Insekten und manchen Wirbeltieren (Ainphibien, Nagetiere, Raub- tiere) im oder am After miindende Driisen, welcbe ein fettes, oft intensiv stinkendes Sekret absondern, das toils zur Anlockung des andern Geschlechts, teils zur Vertei- digung dient. g land it la , D riise . Afterfeld, 8. Periproct. Afterflosse (Pinna analis), unpaaiv Flossc in der Aftergegend der Fische. fiinua = penna, Feder, Flosse. amis, After. Afterflugel, s. Alula. AfterfiiBe, s. Pleopoden. Aftergrube, s. After. Afterraupen, die raupenahnlichen Lar- ven di-r Blattwespcn, vgl. Raupen. Afterschaft, s. Hyporhachis. Aftersipho, s. Sipho (2). again, agamisch nennt man bei go- wissen Insekten (vielen Aphiden und Ento- phagen), deren Fortpflanzung in it Gene- rationswechsel (Heterogonie, s. d.) verbun- den ist, zeitweilig auftreten.de Generationen ausschlieBlich weiblicber, mit modifizierten Geschleehtsorganen ausgeriisteter Indivi- diu'ii, die daher befruchtungsun fahig und auf parthenogenetische Fortpflanzung an- j gewiesen sind. ayaitn*;, ehelos (ydfio;, Ehe). Agamiden, Agamen , Fam. der Echsen, mit acrodonter Bezahnung; Kopf beschil- dert; Schuppen des Riickens, des Baucbes und der Bei ten gleichartig und meist in schicfen Reihen. AusschlielJlicb der ost- lichen Halbkugel und meist der orienta- lischen Region angehorend. Crassilinguier, Lacertilier, Lepidosaurier, Reptilien. Again a colonorum Daud., Westafrika, in der Ntihe menscblicher Niederlassungen. Agama, vaterland. Name. colon-its, An- siedler, Colonist. Aglossen , U. O. der Froscblurehe, krotenartige Tiere mit riickgebildeter Zuuge. Anuren, Ampbibicn. Gattungen: Pipa, Dactylethra. a-, ohne. j'Awoaa, Zunge. Aglyphen, Aglyphodonten, Glatt- za'bner, Gruppe der natternahnlichen Bchhingen, ohne Giftzahne. Colubrifor- mien, Opbidier, Lepidosaurier, Reptilien. Familien: Colubriden (Nattern), Dendro- phiden (Baumnattern). yhvtvt'o, om's, Anspiilung, Anschwemmung. 14 Alosa - A in hi ys to m a Alosa, Gatt. der Heringe, mit zahn- loscm Gaumen. Clupeiden, Physosto- uien, Teleosteer, Pisces. Alosa pilchard us Bl. Sardine, Pil- chard; im Mittelmeer und an den Siid- westkiisten Europas, wo ihr Fang eine grofte Rnlle spielt. A. v u 1 gar i s C. V. Alse, Maif isch, Nord- see; steigt iin Mai (daher ,,Maifisch") zum Laichen die Fliisse hinauf. n/osa, a/asa, Name e. Fisches bei Auso- n/iis , . verdeutscht Alse. pilchard, engl. Name fiir Sardine (v. d. Insel Sardinien). Titlgaris, gewohnlich. Alternal-Struktur der Basipodien, vgl. Serial-Struktur. Alula, Afterfliigel, Eckflugel, bei vielen Vogeln dem ersten Finger (Daumen) der Hand, getrennt von den Federn der Handschwingen (s. d.), ansitzender, kleiner Federschopf; - zmveilen findet sieh an Stelle des Federschopfes ein Sporn (Dau- menkralle); man spricht alsdann von einem gespornten Fliigel (Ala calcarata). alula, kl. Fliigel (ala). calcar, Sporn. alveolar, ausgebuchtet, blaschenformig; alveolare Driisen, s. Driisen. alveolus, kl. Mulde, Hoblung (alreitsj. Alveolen, Gruben, Hohlen, Ausbuch- tungen in verschiedenen Organen derTiere; speziell versteht man unter A. 1. wasserhelle Blasen (Vacuolen, s. d.) im Inneren der Radiolarien ; . Hohlungen in den Kietern der Wirbel- tiere, namentlich der Saugetiere, zur Aufnahme der ZJihne (Dentes, s. d.); 3. Lungenblaschen (Infundibula), die feinsten, von reichlichen Blutgefafi- capillaren iimsponneneu Hohlraume in den Lungen der Saugetiere. infundtbulum, Trichter. Alytes obstetricans Laur., Geburts- helt'erkrote, in Siidwest-Europa bis ins Rheintal verbreitete Art derlvnoblauchs- kroten, verdankt ihren Namen der Angabe mehrerer Forscher, dafi die Miinnchen beim Laichen die Eierschnur ans der Cloake der Weibchen herauszuziehen sich bemiihen; \vrnngleich auch die Richtigkeit dieser Angabe vielfach bezweifelt word en ist, so steht doch die Tatsache fest, dafi die ^Iiiiiiichcn sich die frisch gelegte Eier- schnur urn die Hinterbeine wickeln, sich dann an einem dunklen Ort verbergen und nach 8 12 Tagen, wt.-nn die Brut zum Ausschlupfen bereit ist, t'iir kurze Zeit das Wasseraufsuchen, um sich dort der Jungrn zu entledigen (s. Brutpflege). Peloba- tiden, Oxydactylen, Anuren, Amphibien. uh'Toz , ungelost, gefesselt. obstetricare, Hebammendienste tun. Amasten, s. Monotremen. Amaurose, Blindheit; amaurotisch, blind. dfiavgog, dunkel. Ambiogenesis Abiogenesis (s. Archigonie). Amblyopsis spelaeus Dekay, Hohlen - blindfisch, von den einen zu den He- ringen (Clupeiden), vou anderen zu den Kehlaftern (Heteropygier) gestellte Art der Knochenfische, in den unterirdischen Ge- wassern der Mammuthhohlen von Kentucky lebend, daher mit verkiimmerten, unter der Haut verborgenen Augen. Physostomen, Teleosteer, Pisces. /i, Gesicht. o^ij/.aior, Hohle. Amblypoden, Plumphufer, fossile primitive Gruppe der Hnftiere aus dem Eocaen von Nordamerika; grofie, schwer- fallige, in vielen Beziehungen den Elephan- ten (Proboscidier) und Rhinoceroten ahn- liche Tiere, mit plumpen, stets t'iinfzehigen Fiifien; sie werden von Cope als die Vor- laufer und Ahnen der Perissodactylen und Artiodactylen angesehen. Pachyarthren, Ungulaten, Placentaben, Mammalien. Amblystoma, Gatt. der Molche; wah- rend die meisten der zu ihr gehorigen Arten (z. B. Amblystoma fasciatum und A. punctatum) die fiir die Amphibien nor- male Metamorphose von der Kiemen- zur Lungenatmung durchmachen, behalten ein- zelne ihrer Arten, so Amblystoma mexi- canum, in der Regel die Kiemen dauernd bei und werden auch in diesem Zustande geschlechtsreit'; die unter dem Namen Siredon pisciformis Shaw., Axolotl, bekannte Larve von A. mexicarmm kann nur in der Jugend durch ungiinstige Ver- haltnisse gezwungen werden, sich zum lungenatmenden Amblystoma mexicanum zu venvandeln, wird aber dann als solches nicht geschlechtsreif. Salamandrinen, Urodelen, Amphibien. Ambos Ambulacral-Gefii l's\ stein 15 aroiia, Mund. pit net at us, punktiert. fas- ciatus, gebandert (weil der Korper durch eine Anzahl querer Hautfalten geringelt er- scheint), Seierjdan> = 2eiQqv.,myt\iologisdier Name, Sirene. pise is, Fisch. forma, Ge- stalt. .-l.\olotl, mexikanischer Name des Tieres. Ambos, (Incus), das mittlere der drei Gehorkndchelchen der Saugetiere, iin In- neren der Paukenhohle zwischen Hammer und Steigbiigel gelegen; entsteht aus dem ersten Kiemenbogen des Visceralskeletts (Kieferbogen) und zvvar aus Resten des Quadratbems (siehe Palatoquadratum) der iibrigen Wirbeltiere. uicns, incndis, Ambos von iiicndere, dar- auf schlagen, ebenso wie Ambos vom alt- hochdeutschen anaboz von bozan, schlagen. Ambra, s. Physeter macrocephalus. Ambulacra, (Ambulacralreihen , -felder, -zonen etc.) fiinf radial (meri- dional) verlaufende Doppelreihen von Kalk- platten im Hautskelett der Seeigel (Echi- noideen), welche zum Durchtritt der aus- streckbaren FiiBchen (AmbulacralfiiBchen) von regelmaBig gestellten Poren durch- bohrt sind. (Abbildung siehe bei Echi- niden.) Im weiteren Sinne gebraucht man den Ausdruck Ambulacra auch fiir die in ihnen gelegen en FiiBchenreihen selbst, wie man ihn auch auf die radialen Fiifichen- reihen der iibrigen Stachelhauter (Echino- dermen) iibertragen und weiterhin auch die Namen zahlreicher, mit ihnen in Zu- sammenhang stehender Organe (vgl. Ambu- lacral-GefaBsystem) davon abgeleitet hat. - Die einzelnen Kalkplatten der Ambu- lacren bezeichnet man als Ambulacralia; in den Arm en der Seesterne (Asteroideen) bilden dieselben zu je zweien nebenein- andergelagert die sogen. Ambulacral- wirbel, an deren seitliche Enden sich in der Regel weitere Skelettplatten, die Ad- ambulacralia und minder konstant sog. Marginalia anfiigen. - - Die durch die fiinf Ambulacra augegebenen Richtungen bezeichnet man als Hauptradien, Per- radien, Radien 1. Ordnung oder Am- bulacralradien , die zwischen den Am- bulacren gelegenen Felder heiBen Inter- ambulacra und die von diesen angedeu- teten Richtungen Radien 2. Ordnung, Interradien oder Interambulacral- radien. Haeckel versteht unter Ambu- lacrum den ganzen Organkomplex, welcher zu jedem der fiinf Prinzipal-Kanale gehiirt (vgl. Ambulacral- Gefaiisystem), also die Prinzipal - Kaniile selbst saint ihrcn An- hangen, die BlutgefaBe und Nerven iiber den Prinzipal-Kanalen, das Kalk-Skelett im Bereiche derselben und die Subvektoreu oder Zufuhr-Kanale (s. d.i. ambulacrum, Spazierweg v. ambitlare, hin- und hergehen. ad, zu. margo, ini's, Rand. inter, zwischen. ambulacra!, actinal, nennt man bei den Stachelhautern (Echinodermen) die- jenige Seite des Korpers, welche vorzugs- weise die AmbulacralfiiBchen (Ambulacra) tra'gt und bei den regelrua'Big strahlig ge- bauten Form en den Mund in ihrer Mitte hat; die Gegenseite heiBt antiambu- lacral oder abactinal. In anderem Sinne versteht man unter ambulacral so- viel wie zu den Ambulacrcn gehorig, in den A. gelegen; den Gegensatz hierzu bildet interambulacral oder interradial = in den Interambulacren gelegen ; s. Ambu- lacra. axrii;, Iraq, Strahl. an I, gegen. ab, weg von. Ambulacral-Ampullen, .. Ambulacral-Anhange, | fafJsystem. Ambulacral-Felder, s. Ambulacra. Ambulacral-FuBchen,\ , s Am , bu ." . .. } lacral-GefaB- Ambulacral-GefaBe, | system. Ambulacral -GefaBsystem , Hydro- canal-System (Haeck.J, WassergefaB- system, der charakteristische, ein kompli- ziert gebautes Kanalsystem darstellende Fortbewegungsapparat der Stachelhauter (Echinodermen). Derselbe beginnt gewohn- lich auf der Oberflache des Hautskeletts mit einer siebformig durchlocherten Kalk- platte (Madreporen-Platte, Hydro- p o r u s , N o t o p o r u s , Haeckel ), welche zur Aufnahme von Seewasser client; durch sie gelangt das Wasser in einen Kanal, der wegen der bei den Seesternen (Asteroideen} vorhandenen starken Verkalkungals Stein- kanal (Haeckel: Hydroductus) bezeich- net wird und durch diesen abwiirts in einen ringformig die MundofFnung umgebenden Canal (Ringcanal, Haeckel: Hydro- circus). Von letzterem strahlen in den Richlungen der fiinf Ambulacra (s. d.) fiinf gr613ereCanale(Ambulacral-Gefa'Be(Haeck.: 1(5 Ambulacralia Ametabolen Principal-Can ale) aus, um rechts und links Seitenaste (Ambulacral-Anhange, Haeekel: Pod ial- Can ale) abzugeben, die durch die Poren der Ambulacren iiber die Korperoberfliiche hervortreten und die Ambulacral-FiiBchen (Hckl.: Hydro- pod i en) bilden. Die Fiifiehen stellen mus- kulose Schlauche dar, die durch Einpum- pen von Wasser prall gefiillt und in die ma Fig. 1 6. Schematische Darstellung des Am- bulacral- od. WassergefaBsystems eines Seesterns. ap Ampulle, k Ringkanal, ma Madreporenplatte, p Polische Blase, ; Radiar- kanal, s SaugfiiBchen, st Steinkanal. - - Nach Gegenbaur. Lange gedehnt, andererseits durch Con- traction der Muskeln ihrer Wand wieder verkiirzt werden konnen. An ihren Enden tragen sie meist kleine Saugscheiben, ura sich festheften zu konnen, an ihrer Basis sind sie mit kleinen als Wasser reservoi re dienenden Aussackungen, den Ambu- lacral-Ampu lien (Haeekel: Podampul- len) versehen. - - Will ein Echinoderrn in einer bestimmten Richtuug sich bewegen, so streckt es in dieser seine Fiifichen aus, verankert sich mit den Saugscheiben und zieht dan n den Korper durch Verkiirzung der Fiii3chen nach. Bei den Haar- und Sehlangensternen (Crinoideen und Ophi- uroideen) siud die Ambulacral-Anhange nicht als Fiifichen , sondern als Taster {Haeekel: Hydro pal pen) entwickelt, haben daher keine Saugscheiben und Arnpullen; auch bei Seeigeln (Echinoideen) sind hie und da Fiifichen durch Tentakel ersetzt, die milunter blattformig odergefiedert sind und als Kiernen (A mbulacral-Kiemeu, Haeekel: Hydrobranchien) gedeutct werden. Madrepara, von d. einen von mater, Mutter, von anderen von [tadaoo^, kahl, glatt und pones, JIOQOI;, Offnung, abgeleitet. ampulla, bauchiges GefaB, Flasche. Ambulacralia, s. Ambulacra. Ambulacral-Kiemen, s. Ambulacral- GefaBsystem. Ambulacral-Radien, \ i n . i s - Ambulacra. Ambulacral-Reinen, } Ambulacral -System == Ambulacral- Gefafisystem. Ambulacral -Wirbel, \ . , }s. Ambulacra. Ambulacral-Zonen, I Ameisen, s. Formicarien. Ameisenfreunde, ^ s. Myrme- Ameisengaste, ( cophilen. Ameisenlowe, s. Myrmeleo. Ameisensaure, Acid, formicicum, Formylsiiure (CH.,O a ), eine organ ische Siiure der Fettsaure-Eeihe; sie findet sich in dem Sekret der Giftdriise am Stachel mancher Hautfliigler (Hymenopteren) und der entsprechenden Driise am Hinterleib tier Ameisen, sowie in den Brennhaaren mancher Raupen (z. B. des Prozessions- spinners). Die Schmerzhat'tigkeit der Stiche der Bienen, Wespen, Hornissen usw. be- ruht aber nicht auf der Ameisensaure, son- dern auf anderen beigemischten Substanzeu. Ameividen, Teju-Eidechsen , Amei- ven, Fam. der Echsen, ausschliefilich in Amerika. Fissilinguier, Lacertilier, Le- pidosaurier, Reptilien. Z. B. Ameiva surinamensis Laur. /imcive, Teju, vaterlandische (brasilianische) Numen. ametabol, unveranderlich ; ametabole Inf usorien, diejenigen Arten der Ciliaten, welche ihre Korpergestalt nicht verandern konnen (Gegensatz: metabole Infusorien, s. d.). - - Ametabole Insekten s. Ame- tabolen. a-, ohne, un-, itfTafidV.nti', umandern. Ametabolen, homomorphe Insek- ten. mit direktcr Entwickelung ohne Vcr- waiHllung (Metamorphose), bei deuen die aus dem Ei aufikriechenden jungen Tiere A 111 f i o n t A m m o c o e t e s 17 den geschlechtsreifen Insekten sehon im wesentlichen gieichcn; hierzu gehoren nur fliigellose Formen : Apterygoten u. Aptercn ; Gegensatz: metabole Insekten. oftos, gleich, iihnlich. /rria, -/n-faig, yered, Erzeugung. Amphikaryon, s. Amphicaryon. Amphilina foliacea \Vagon.. Art der Bandwiirmer mit f'oin genetztcr Haut, ov:dem, blattformigem, nicht gogliedorlrm Korper; schmarotzt in der Leibeshohle verschiedener Storarten (Acipenseriden). Caryophyllaeidcn, Cestoden, Platoden. h'ror, Lein, Fadcn, Netz; wegen des netz- formigen Aussehens der Haut. Amphimixis (Weismann), Vermisehung der vaterlichen und miitterlieben Keim- substanzen (und dam it der beiderseitigen Vererbungs-Anlagen) bei der geschlecht- lichen Fortpflanzung. Amphimorula nennt Haeckel das Morulastadium in der Entwicklnng der amphiblastischen Eier. Vgl. Arophiblastula. Mo i' it la s. d. Amphineuren, rrmollusken, lla- teral-symmetrische Weichtiere von primi- tiver Organisation, mit schwach entwickel- tem resp. riickgebildetem Kopf, aber mit Radula. Das Nervensystem besteht aus eincrn Schlundring und vier Langsstammen. Mollusken. Zwei Ordnungen: 1. Placophoren (Chitoniden). 2. Aplacophoren (Solenogastren). reuQov, Nerv. Amphiont, bei Proiozoen ein durch Amphigonie (s. d.) entstandenes Individuum. Amphioxus lanceolatus Yarell, Lan - zettierchen, Lanzetttiseh (Fig. 21), Art derRohrenherzeu, die niedrigst organisierte Form der Wirbeltiere, mit schlankem, vorn und hinten spitz zulaufendem, fisehartigem Korper, ohne Herz, ohne Schadel, ohne paarige Flossen; wurde zuerst 1774 von Pallas als Nacktschnecke- (Li max lanceo- latus) bcschrieben, blieb dann lange unbe- achtet, bis 1834 Costa ihn als Fisehchen (Branchiostoma lubricum) deutete ; fast gleiehzeitig wies Yarrel das innere Axen- skelett (Chorda dorsalis) in ihm nach und gab ihm seinen jctzigen Xamen ; seine Wirbeltiernatur wurde jedoch erst 1839 durch J. Miiller strikte bewiesen; Kowa- lewsky deckte 18G7 seine entwicklungs- geschichtlichen Beziehungen zu den Tuni- caten auf. a[i(pi-o!;vg , an beiden Enden zugespitzt. luiiccola, kl. Lanze, Lanzette. //ma.\; Weg- schnecke. lubn'cns, schliipfrig. (if><'i-"i"/jn, Kicnion. moiia, Mund. Amphipleura, (Haeckel), vgl. Promor- phologie. amphipneustisch, s. peripneustisch. A mphipoden -- Amphiura Amphipoden, Flohkrebse, Oril. der Ringelkrebso, init seitlich komprimiertem Loib und langgestrecktem Abdomen, das an seinen 8 vordereu Segmenten Schwimrn- t'ufi});i;iro, an den 3 hinteren naoh binteu Ampliisbaena einerea Siraiicb (Bla- nus ciiiereus Vand.), Nct/.\\ iililr, einzige europaische Art. /liii/'K, an beidcn Enden. fialysiv , gehen (weil sie angeblich sowohl vorvviirts wie riick- a Fig. 21. Amphioxiis lanceolatus, schematisiert (nach einer Zeichnung von Th. Boveri). nti Auge, c Chorda, r Ruckenmark, ; Muskeln, o Mundoffnung, ,v/> Kiemenspalten, g Ge- schlechtsoryane, n Nierenkanale, b Peribranchialraum, p Mundung desselben, / Leber, After. gerichtete SpringfiiBe tragt, so daB die Tiere sieh schwiminend und hiipfend fortbewegcn konnen; meist Meeresbewohner, einige Arten (s. Gammariden) im siiSen Wasser; einige Sehmarotzer. Edriophthalraen, Mala- costraken, Crustaceen. 1. U. O. Crevcttinen. 2. U. O. Hyperinen. 3. U. O. Laemodipoden. .TO?'?, JTO^OS, FuB. Amphiporiden, Farailie der Schnur- wiinuer. Enopla, Nemertinen, Platoden. Amphiporus lactifloreus Johns. dfitpi, auf beiden Seiten. JIOQOI;, (Jffnung (weil die Nemertinen sowohl Mund- wie Afteroffnung besitzen ). /<-, ctis, Milch, flos, floris, Blume. Amphirhinen, (Haeckel 1866), Gna- thostomen, Paarnasen, Kiefer- niauler, Namen, unter denen Haeckel alle cranioten Wirbeltiere mit Ausnahme der llundmauler (Monorhinen oder Cyclo- stomen) zusammenfafit, da sie im (4egen- satx zu jenen cine zweiteilige Nase (mit 2 symmetrischen Hohlen) und ein Kiefer- skelett besitzen. a/upt, auf beidcn Seiten. Qig, giro?, Nasc. ;')v<(9oc, Kinnbacken. oro/iia, Mund. Amphirhinie, der Besitz eines paarigen Riechorgans (vgl. Amphirhinen); Gegen- satz: Monorhinie. Am ph isbaeniden , D o p p c 1 s c h 1 o i - chen, Fam. der Ringelechsen, \vurnif")r- inige, fuBlose Tiere, wie Regenwiirmer in der Erde oder unter Steinen lebend. An- nul at en , Saurier , Lepidosaurier , Repti- lien. \v iiits kriechen). Blcutus? c/iH'n'its, aschgrau. Amphistomum, Gatt. der Sang wurmer, mit einem Saugnapf an jedem der beiden Korperenden, der bintere Saugnapf sohr groB; im Darin der verschiedensten Wirbel- tiere schmarotzend; z. B. A. subclavatum im Frosch, A. conicum in Huftieren (Rind u. a.), A. honiinis im IMensehen (besonders in Indien). Distomecn, Treniatoden. Platoden. or6[ia, Mund (Saugnapf). amphitroch nennt man die Larven ciniger mariner Borstenwiirraer (Poly- chaetcn), die auBor melireren Wimperreifen an den beiden Korperenden nodi Wimpor- bogen an der Baucb- und Riickenseite tragen ; vgl. Trochophora. TQO%O^, Rad, Reifen. Amphiumiden, Aalmolche, Familie der Schwanzlurche, von aalartigem Aus- sehen, mit kurzen zarren FiiBcn mit 2 oder 3 Zehen; Nordamerika (Florida). Dero- tremen, Urodelen, Ampbibien. Amphiuma means L., mit 2 Zohen. A. tridactylum Cuv., mit 3 Zehen. AinphJiiina, vielleicht von einem vaterland. Namen. TQI-, 3. (5^rc^0s, Finger, Zehe. mearc, gehcn. Amphiura, Gatt, der Schlangensterne, mit Schuiipcn auf der Riirkenseite des Korpcrs; iiber dem Ursprung jcdcs Armes zwei groBere Schuppen nebeneinandcr. Ophiuriden, Ophiurideen, Echinodermen. A. squamata, lebendig gebarend. OVQU, Schwanz. sqiiainatiu;, beschuppt. 22 Amphorae a -- analog Amphoraea (Haeckel), die hypothe- ti-dic prakambrische Stammform aller Echinodermen. apcpoQEvg sox;, Urne, tragbares ((fEQSir, tragen) GefaB mit Henkeln an beiden Seiten Amphoralien (Haeckel), Unt. Kl. der Amphorideen , mit den beiden Ord. der Eocystiden und Anoruocystiden. Am- phorideen, Echinodermen. Amphorideen, Seeurnen, Namen, unter denen Haeckel mehrere friiher zu den Cystoideen gerechnete, fossile (Cam- brium und Silurj Formen der Stachel- hauter (Echinodermen): die Pleuro- cystiden, Anomocystiden, A r i s t o - cystiden u. Palaeocystiden zusammen- faBt und wegen ihres primitive!! , noch nicht strahligen Banes als Urahnen der Echinodermen deutet. XVOTIS, Blase, Beutel. jihevQa, Seite, a- vo[to;, regellos, UQIOTO;, der beste, rr/ao?, alt. Amphoronien (Haeckel), Unt. Kl. der Amphorideeu , mit den beiden Ord. der Aristocystiden und Palaeoeystiden. Am- phorideen, Echiuodermen. Ampullaria, Kugelschnecke, Gatt. der Vorderkiemenschnecken, mit kugeliger Schale, deren letzte Windung bauchig auf- getrieben 1st, in den siifien Gewassern der Tropen lebend, jedoch imstande, mit Hilfe ihrer Atemhohle selbst mehrere Monate aulk-rhalb desWassers zuzubringen. Taenio- glossen, Monotocardier, Prosobrauchier, Gastropoden, Mollnsken. ampulla, bauchiges GefaB, Flasche. Ampullen, in der Anatomic blasen- formige Erweiterungen an den versehieden- sten rohrenformigen Organ en , z. B. an drm einen Ende der Bogengange (Canales semieirculares, s. d.) im Gehororgan der Wirbeltiere. Anabiose, die vielen Wirbellosen selbst oder ihren Kcimen eigene Fahigkeit, un- giinstige /eitcn (z. 15. Eintrockncn, Ein- frieren dcs Wassers etc.) in einem to ten - iihnliclicn (sclieintotcn) Zustand zu iiber- daucrn, bci Eintreten giinstigerer Verluill- nisse aber wicder zur viilligen Entfaltung ihrer Lebenstatigkeit zu gelangen; man nennt solche Tiere auch anabiotisch, wiederbelebungsfahig. Wiederaufleben. Anacanthinen, Wcichflosser, U. O. der Knochenfische, mit weichen, stachel- losen Flosscn. Teleosteer, Pisce-s. Familien der A.: Ophididen (Schlangen- fische), Gadiden (Schellfische), Pleuronec- tiden (Seitenschwimmer). ar-, ohne. axwOa, Stachel, Dorn. Anaemarien, s. Coelenterien. Anaerobien, Organismen (besonders aus der Gruppe der Bakterien) die bei volligem Mangel von Sauerstoff dauernd leben konnen. Die Existenz von A. war zuerst von Pasteur behauptet worclen. O.V-, ohne. &i]Q, depog, Luft. fiior, Lebe- wesen. Anaesthesie, Unem pfindlichkeit, Empfindungslosigkeit , das Unver- mogen zu fiihlen; - - der Zustand der A. kann sowohl auf natihiichem Wegc durch Verminderung der normalen Erregbarkeit sensibler Nerven (im tiefen Schlaf) oder durch Krankheiten, als auch kiinstlich durch gewisse chemische Stoife (Anaesthetica oder Narcotica: z. B. Chloroform) oder durch Hypnotisierung hervorgerufen wer- den; je nachdem, ob die A. durch Zer- storung, Liihmung oder Funktionslosigkeit, sei es der peripheral Nervenendigungen oder der die periphere Erregung fort- leitenden sensiblen Nervenbahnen oder endlich der in letzter Instanz zum Zu- standekommen einer Beriihrungs- oder Temperat urwahrnehmungerforderlichen Ge- hirnteile selbst verursacht wird, unter- schcidet man zwischen peripherer, Leitungs- und zentraler A. Den speziellen Fall der A., in dem kein Schmerz mehr empfunden wird, z. B. in der Narkose, hat man als Analgesic, friiher wohl auch als A no- ch lesie oder Anodynie bezeichnet. nl'nOijat^, Gefiihl von alo'fravsadat , \vahr- nehmen. rdgxt], Lahmung, Betiiubung. 7/o?, otii'i'i], Schmerz. S%h]ais, Belastigimg. anal, aftcrwtirts, am After, in der Gegend des Afters (Anus) gelegen. aii2ts, Krcis, After. Analdriisen, s. Afterdriisen. Analgesic, Schmerzlosigkeit, s. An- aesthesie. Anallantoidien, s. Amnioten. analog, in der Funklion entsprechend, physiologisch gleiclnvertig (vcrgl. Ana- logic). Analogic - - anconneus ui' <'<./.< i]' i >^, verhaltnismaBig v. <\ru, gemulj und /.ir-n;, Vcniunft, Begriff, Verhaltnis. Analogic, Ubereinstimmung mehrerer Dinge in einzflnpn Merkmalen; in der Zoologie die Ubereinstimmung von Organen in physiojogischer Hinsieht, d. h. in Riick- sieht auf ihre Funktion: analoge Organe sind also z. B. die Kiemen der Fische und die Kiemen der Muscheln. Die A. folgt meistens aus der Anpassung an gleiche Lebensfunktionen. Vgl. Homologie. Anamnien(Haeckell8(>6)s. Amnioten. Anaplasis: man unterscheidet im all- geineinen drei Perioden in der nachembryo- naleu Entwicklung eines jeden Individuums, die Jugend, das Reife- und das Greisen- alter; Haeckel bezeichnet diese drei Sta- dien als Anaplasis oder AutbiIdnng(Evo- lutio), Metaplasis oder Umbildung (Trans vol utio) und Gataplasis oder Riiekbi Idling (In vol utio). ava, auf, hinauf. ^T/MOI^, Bildung. fisra- .TArrrn p , umbildcn. xarazTJMTTEir, zuriick- bilden. voh'cre, walzen. rig. niol- //.v, \veich. owua, cirog, Korper. k'oiov, Wolle. Anatomic, die Lehre von Form und Ban des tierischen (und pflanzlichen) Kor- pers als Z \veig der Morphologic (s. d.), dann die Untersuchung des K(oxos, Mensch. Cwor, Tier. /<>-. I.ehre. describcre , beschreibeii. TU.-TO^, Ort, Lage. ygtif/ fii-, beschreiben. nor/ua, das RichtmaB, Regel. .-juOo*, Krankhcit. anaxon, s. asymmetrisch. Anaxonia, vgl. Promorphoiogie. Anchitherium, Aliohippus, tertiarer (mioeiiner) Vorliinfer der Pferde mit drei Zehen am Vordcr- und Hinterhin 1 . Vgl. Equiden. Anchovis Anjovis. anconaeus, zum Ellenbogen gchorig. ayxcor, Ellenbogen. Ancylostomum An trail hi Ancylostomum, s. Dochmius. Andrias Scheuchzeri Tschudi, fossilc grofie Salamanderarfc, (Pliocan von Onin- geii), die mit dem in Nordamerika and Ja])an hcule noch Icbenden Biesensala- mander (Cryptobranchas) nachst verwandt ist; bekannt durch den Irrtuni ihrcs Ent- deckers J. J. Scheuchzer (1726), der in ihr die Reste eincs bei der Siindflnt umge- kommenen Menschen (,,homo diluvii tristis testis") erblickte; die richtige Deutung gab Cuvier. Salamandrinen, Urodelcn, Lissampbibien, Ampbibien. avdQidg, Bilcl fines Mannes. Androctonus australis L., tropisehe (Nord- n. Mittelafrika) Art der Skorpione, deren Stieh aafierst schmcrzhafte, aacb fiir den Menschen nicht selten todliche Wundeu verarsacht. S c o r p i o n i d e e n , Arthrogastren, Arachnoideen. un'/o, avdgog, Mann, xrornir, t(")ten, morden. r?>\ tragen. Anelasma squalicola Lov., nngepan- zerte, weicbhautige Art der Entenmuschel- krebse, in der Haul von Ilait'isclii-n iScjua- liden) cingebohrt schmarotzend. Lepa- diden, Cirrijicdieii, Entomostraken, ( 'ru- staceen. ilr, ohne. r/.nniin, 1'latte. squulis, Haifiscb. colcre, bcwohnen. Anemonia equina L., Sceanemone, Art der Seerosen. M a 1 a c o d e r m en, Hexacorallien, Anthozoen, Cnidarien. dvf/io>ri], Anemone, Windroschen (aref-iog, Wind), cqinis, Pferd. Aneturen, s. Cebiden. Anfractus nennt man bei denjenigen Scbnecken (Gastropoden) , welche spiral gewundene Schalen besitzen, einen Urn- gang der Schalenwindungen ; die Zahl der Uin gauge nimmt mit dem Wachstuin des Individaums zu, ist aber fiir erwachseueTiere einer mid derselben Art ziemlich konstant. anfractits, Umbiegung, Kriimmung. Angelglied, s. Cardo d). Angioblast, GefafJblatt, Bezeiehnung des Darmfaserblattes (s. d.), soweit aus ihm die BlutgefaBe ihren Ursprung nehnien. dyyeTov, GefaB. pXaaro?, Keim. Angiologie, Gefafilehre, der die Er- forscbung des Gefafisystems (Bint- and Lymphgefa'Be) betreibende Zweig der Ana- tomic (s. d.). Ao'yo?, Lehre, Wissenschaft. Angiostomen, O p o t e r o d o n ten, Engmauler, Wnrmschlangen, U. O. der Schlangen, kleine, in der Erde wiih- lende, blinde Tiere, mit (im Gegensatz zu iibrigen Schlangen) nicht erweiterungs- fahiger Mundspalte, mit soliden Haken- zabnen entweder nur im ( )ber- oder nur im Unterkiefer. Ophidier, Lepidosaurier, Reptilien. 1. Fam. Typhlopiden. 2. Fam. Uropeltiden. 3. Fam. Tortriciden. oro/ia, Mund. OJIOTEOCX;, einer von beiden. oi5ot's, orro?, Zahn. Anguiden, Scbleichen, Fam. derEid- echsen, mit scblangenahnlichem Korper und mehr oder weniger riickgebildeten Beineu. Brevilingaier, Saaricr, Lepido- saarier, Reptilien. Angtiis fragilis L., Blindschleiche. (iiigjtis, Schlange von ampere, wiirgen. frugil/'s, zerbrechlich. Anguilla vulgarisL., gem einer Aal. Fluloaal, Art der Aaltische, deren Ent- wicklim- scit altrstcr Zeil Anlali zu Fabeln gegeben hat and jetzt noch nicht viillig aufgeklart ist; soviel ist bekannt, dali die Aale zar Zcit der Fortpflanzung (mcist im Spiitjahr) ins Meer gehen, uud dafi ihre An guillu li d en A 1 1 i s o in y a r i e r 25 Brut bandformige zarte durchsichtige Fischchen mit farblosem Blut mid klcinem Kopf sind (daher friiher untcr doin Namen Leptocephalus brevirostris (Fig. 22) als besondere Fischart beschrieben), \velchc in der Tiet'see lebcn , eine Metamorphose durchmachen und claim (vernuitlich) iiu Friihjahr des iibernachsten Jahres in grofien Scharen (in Frankreich Montee, in Ita- lien Montata genannt) wieder die Fliisse hinaufwandern; dort vcr- bleiben sie eine Reihe von Jahren (vermutlich etwa 5), um dan n gegen die Zeit der Geschlechtsreife wieder das Meer aufzusuchen , wo sie Fig. 22. Die \vahrschcinlich als Tiefsee- fische weiter lebcn. Apodcn, Physo- stomen, Teleosteer, Pisces. ungiiilla, Aal von anguis, Schlange (wegen seiner schlangenformigen Gestalt). nilgaris, gewohnlich. fajiToq, zart. Xtilien. a-)'on<>;, ungesetzmafiig. odovs, <'>rr<^-, Zahn. Anomosceles, s. Anomaxillen. Anomuren, U. O. der zehnfiiliigen Krebse, mit begiunender Ruckbildung des anonymus -- anosmotische Saugetiere Abdomens mid nack vorne umgeschlageuer, reduzierter Sckwanzflosse. Zn den A. ge- horen die Einsiedlerkrebse (Pagurideu) und einige verwandte Formen. Deca- poden, Malacostraken, Crustaceen. a-ro/jog, ungesetzmafiig. ovpd, Schwanz. anonymus , unbciiannt. T r u n c u s anonym us, ein Arterienstamm des Menschen, der aus dem Aortenbogen ent- springt und sich in die Carotis conmninis dcxtra und die Arteria subclavia dextra spaltet. Ye n a a n o n y m a , beini Menschen jederscits ein grofier Venenstamm, der das Blut von Kopf und Ann in die obere Hohlader fiihrt. at'-, ohne, oro/na, Name. Anopheles, Gatt. der Stechmiicken. Die A.-Arten haben neuerdings eine be- sondere Bedeutung erlangt, da sie als Zwischemvirte der Malaria - Parasiten er- kannt worden sind. Der Par as it lebt als Fig. 23. Anopheles claviger Fabr. Liinge (inkl. Mundwerkzeuge) 8 11 mm. Nach Grassi, 1900. Jugendform in der Speickeldriise der Steclimucke, durch deren Stich er mit dem Speichel in das Blut des Menschen gelangt. Culiciden, Nemoceren,Dipteren, Insekten. av-uxpsl^g, nutzlos beschwerlich. Anopla, I'. < >. der Schnurwiirmer, mit Metamorphose und unbewaffnetem Riissd (ohne Stilet). Nemertinen. 1. Palaeonemertinen. 2. Schizonemertinen. avojtA.Oj waffenlos. (OJT^M, Waffcn.) Anoplocephala (Taenia) plicata, Zeder, Pf erd e b a n d w u r in , Art der Band- \viirmer, ohne Hakcnkranz am Kopf (Sco- lex), im Pferdedarm. Taeniadcn, C e s t o d e n , Platoden. xfffah], Kopf. plicahis, zusammengefaltet., Tati't'a, Band (Bandwurm). Anoplotheriden, fossile (Eocaen und Oligocaen von Europa) Gruppe der Paar- h ufer (Artiodactylen) mit vollstandigcm (IcliiPj (Backzahne seleno- bunodont) und dreizehigen Fiiflen; zwischen den Schwein- ticien (Choeromorphen) und Wiederkauern (Runiinantien) stehend. if, unbewaffnet (weil ohneHorner etc.). , Tier. anorganisch, unorganisch (ohne Or- gane, s. d.), unbelebt; als anorganische Natur bezeichnet man das Mineralreich im Gegensatz zum Pflanzen- u. Tierreich, die die organ ische Natur bilden. Gegen- satz : organisch, organisiert. ar-, ohne. ogyaror, Werkzeug v. tQ-yov, Arbeit. Anorganologie, A biologic, von Haeckel vorgeschlagene, zusammenfassende Bezeichnung aller Wissenschaften, die sich mit den unbelebten (anorganischen) Kor- pern beschaftigcn (also Mineralogie, Geo- logie, Meteorologie etc.), im Gegensatz zur Biologic (s. d.), der Lehre von den belebten Wesen (Organismen). }.6yog, Lehre. d-, ohne. fiiog, Leben. Anorgologie == Anorganologie. anosmotische Saugetiere (Gegen- baur), Bezeichnung der Wale (Cetaceen), deren Riechapparat verkiimmcrt ist, im Gegensatz zu den meisten anderen Stiuge- tieren (osmotische S.) mit wobl ausgc- bildetem Geruchsorgan. Wiedcrsheim un- terscheidet ebenso nach der Entwicklung des Riechapparates miter besonderer Be- riicksichtigung der ccrebralen Verhiiltnissc (vgl. Riechhirn) die Zahnwalc (Denticetcni als anosmotisch von der groSen Mehr- zahl der i'lbrigeu, m acrosmatischen Saugetiere, daneben aber noch die Barten- 28 An pus sung - - Antennen wale (Myst ice-ten ), Flossenraubtiere (Pinni- pedier) u. Primaten als microsmatische S. Gegenbaur dagegen bezeichnet die Primat.cn vvegen der Scheidung ihrcr Nasen- schlcimhaut in zwei Halften, von denen nur die eine (s. Regio olfactoria) zum Riechen dient, als hemianosmotisch. )'-, ohne. 6o/ii], Geruch. fyu, halb. /tango*;, groB. /UXQOS, klein. Anpassung (Adaptation, Adap- tion), die Entstehung einer zn den Uin- gebungs -Verhaltnissen passenden Organi- sation des Tieres. Wenn die aufteren Ver- haltnisse sich andern (z. B. Klima, Pflanzen- wuchs, Feinde), kann eine Tierart meist nur dann erhalten bleiben , wenn sie den neuen Verhaltnissen sich anzupassen ver- mag (Anpassungsfahigkeit, (Adaptabili- ta't). - - Es gibt eine Anpassung des Indi- vid uums an die Lebensverhaltnisse, in \\clchen es sich bei'indet oder die Leben s- weise, zu welcher es gezwungen ist (di- rekte oder aktuelle Anpassung); diese individuelle Anpassung beruht auf der f unktionellcn Anpassung, indem ein starker in Anspmch genomnienes Organ ge- kraftigt wird, eiu au(3er Gebrauch gesetztes Organ an Kraft einbiifit. Nach derLehre von der Vererbung der im individuellen Leben erworbenen Eigenscliaften (Lamarckis- mus) kann man aus der Anpassung der ludividuen die Anpassung der Arten ab- leiten. - Wenn man aber die Lehre von der Ycrerbung der im individuellen Leben erworbenen Vcriinderungen nicht anerkennt, so niufi man die Anpassung nach den Prin- zipien der I) a r winschen Selektions- lehre in der Art erklaren, daft von den verschiedenartigen Variationen nur dieje- nigen erhalten bleiben, welche zu den Lebens- verhaltnissen passen. Indirekteod. poten- tielle Anpassung s. potentielle Anpassung. dddptiire, anpassen. variarc, veriindern. directns, geracle, ohne Umschweife. actiicll, wirklicli, sofort wirksam von act us, I land- lung, Tat. fiim-tio, Tatigkeit. Ansa, Schlinge, Bezeichnung einer cinfachen Verbindung (Anastomose) zweier Ncrven. iiusa, Griff, Handhabc. Anseres, Giinse, Fain, der Sdiwimm- vogel. Lamellirostren, Natatoren (Pelar- gornithen), (Jarinuten, Avcs. Anser domes ticus L., Hausgans. A. ferns Xauin., Wildgans, Stain m form der vorigen. A. torquatus Trisch., Bernikelgans, Ringelgans, mit schwarzem, in der Mitte einen vveiBen Federring tragenden Hals. atiser, en's, Cans, fcrus, wild, doincsticus, zum Hause (domits} gehorig. lorqitatns, mit einem Halsband (torques) versehen. Bernikelgans v. schottischenNamen berna< // . Anseriformen, s. Lamellirostren. Antagonisten nennt man in der Ana- tomic diejenigen Muskeln, die sich in ihrer Wirkung entgcgenarbeiten, z. B. Adduk- toren u. Abduktoren ; GegensatzSynergisten. array cor iciTijg, Widersacher. antarctische Region (Oircumpolar- region), eine der tiergeographischen Re- gionen (s. d.), das Land um den Siidpol umfassend; von den fur sie charakteristi- schen Tierformen sind besonders die Pin- guine (linpennes) zu nennen. avraQXTixog, dem Norden (agxrog) gegen- iiber (avri) liegend, siidlich. circnni, um, ringsum. JTO^OC, Axe, Pol. Antebrachium, der Vorderarm, Unler- arm (s. d.). ante, vor; brachnim, Arm. Antedon rosacea Norm. (= Comatula mediterranea Lam.), Art der Haarsterne (Fig. 24), mit lOArmen und 30 40 Ranken (Cirren); in der Jugend festsitzend (Pentacri- nus-Stadium). Comatuliden, Neocrinoideen, C r i n o i d e e n , Echi nodermen. Avdt'/dcor, griech. Name, rosaceus, rosenfarbig. Antennaten, von vielen Zoologen aus anatomischen und entwicklungsgeschicht- lichen Griinden beliebte Zusammenfassung derjenigen Arthropoden, welche ein Paar Antennen haben (Protracheaten , Myria- poden und Insekten) im Gegensatz zu den Crustaceen (2 Antennenpaare) einer- u. den Arachnoideen (ohne Antennen) andererseits. Antennen s. d. Antennen, die gegliederten Fiihler (Fiililhorner) der Crustaceen (2 Paare: erste und zweitc Antennen), sowie der Protra- i-hcaten, Myriapoden und Insekten (ein Paar); sie sind aus den vordcrsten Glied- nialicnpaaren des Korpers hervorgegangen und dienen als Triiger von Sinnesorganen (Gcruchsorganen, Tastorganen u. a.). Ihrc Gestalt ist sehr mannigfaltig, man unter- scheidet danach gerade, gebrochene, ge- knopfte, gekeulte, gekammte, fadenformige, anterior - Anthozoen 29 borstenforraige, mit einer Fiihlerborste (Arista) vcrsehene Antennen etc. (Fig. L J 5). antenna, Raa, Segelstange, arista, Spitze, Granne, Borste. anterior, vorn liegend. Antennendriise, griine Driise, bei den mei.sten hoheren Krebsen (Malacostraken) jederseits an der Basis der zweitcn Antenne nach aufien niihi- dcndc, oft spangriingefarbtc Driise, exkretorischen Funktioncn dionond. Anthodium, pentaradiale Am- bulacral-Rosette, dor gauze Be- zirk der ovalen (vcntralen) Korpcr- fh'iche der Echinodermen , der von t'iinf Ambulacren mid dem in ihreni Ausstrahlungs-Mittelpunkt gelegencn Mund eingenommen wird. drOwSijc, blumenartig (V(9oc, Blume). Anthomedusen, Anthusen (Haeckel), Ocellaten, Blumen- q nail en, Ordnung der leptolinen Hydroinedusen , deren Geschlechts- driisen in der Magemvand liegen; ohne Horkolbchen, aber mit Augen- flecken. Die A. stehen in Gene- rationswechpel mit den Tubularien, deren geschlechtliche Generation sie clar- stellen. ocellus, kl. Auge (ocithts). medusa (s. d.), Oualle. Anthomyia, I>lum cnfliege, Gatt. der Fliegen, erwachsen auf Bliiten und Blattei'n, /tvTa, Fliego. canicn/ar/x , 7iim Hands- stem (canicit/a) gehorig, hochsommeriich. Anthostichen, ('I y peas I ronion , sog. kiefertragende irregulfirc Sceigd (irregulare Gnathostomen); Hceigt-1. dcrcn After ans Fig. 24. Antedon rosacea (aus Boas). dem Scheitelfeld in das hintere Interam- Inilacrum geriickt ist; der Mund mit meist gut entwickeltem Zahngerust befindet sich unten in der Mitte. Echinoideen, Echi- nodermen. f, Reihe. clypens, Schild. aster, Stern. 1 '3 4 567 Fig. 25. Antennen verschiedener Insekten. I borstenformig, 2 fadenformig, 3 perlschnur- formig, 4 kainmformig, 5 7 keulenformig (5 gebrochen, 7 mit Blatterkeule) - (aus Boas Lehrbuch). als Larven besonders an Pflanzenteilen lebend. Musciden, Muscarien, Dipteren, Insekten. A. canicularis, Hundstagsf liege. Anthozoen (Ehrenberg 1833), Actino- zoen (Bronn I860), K o r a 1 1 e n t i e r e, Bin men tier e, Kl. der Nesseltiere, fest- sit/.ende, dureh Knospung oder unvoll- 30 An thracotheriden - - An thropophagie stand ige Teilung mcist Stock e bildendc Polypen von 4-, (>- oder mehrstrahligem, aber bilateralem Ban; mit cingestiilptoin ectodermalem Schlundrohre und entoder- malen Magcnleisten (Septen), die sich am Schlundrohr anhcften und so den Gastral- ranin in cinen Zentral-Magen und mehrere Radial-Kammern teilen (vgl. auch Polypar). In der Umgebung des Mundes steht ein Kranz von Tentakeln, wodurch die Tiere oft ein blumenahnliches Aussehen erhalten. Viele haben cin Kalkskelett (s. Corallen). Gnidarien. -- Die gewohnliche Einteilung untcrscheidet zwei Orel nun gen der A.: Octocorallien und Hexacorallien. Hacckel teilt die A. in zwei Legionen oder Unter- klassen : Alcyonarien oder Stephocorallen und /oantharien oder Astrocorallen. xn'c, '"roc, Strahl. fcDor, Tier. Anthracotheriden, fossile Fain, der Srhweintiere (Eocaen, Oligocacn, Miocaen), die Stammgruppe der Schweine und Flufi- pt'erde. Choeromorphen , Artiodactylen, Ungulaten. Anthropinen, Ho in ines, Menschen , Fain, der schwanzlosen Catarhinen, von anderen als eine U. O. der Herrcntiere be- tracbtet. P r i m a t e n , Placen tal ien, Mam- malien. Vgl. Homo sapiens. av&QOMiog, J/ouio, Mensch. sap/ens, weise, verstandig. Anthropismus (Haeckel), diejenige Art der Weltanschauung, welche ,,den mensch- licben Organismus in Gegensatz zu der gesamten iibrigen Natur stellt, ibn als vor- bedachtes Endziel der organ iscben Sc'b(")p- fung und als ein prinzipiell von dieser verschiedenes , gottahnliches Wesen auf- fafif. Als drei ,,anthropistiscbe Dogmen" lassen sicb unterscbeiden : 1. Das anthropocentriscbe Dogma, daI3 der Mensch Mittelpunkt u. End- zvveck alles Erdenlebens sei; 2. das anthropomorphe Dogma, daS Gott ein menschenah.nlicb.es Wesen sei; 3. das an thropolatrische Dogma, dal'i der Mensch cin gottahnliches \Vesen sei, begabt mit einer ,,im- matericllen Seele", mit ,,absoluter Willensfreiheit" und ,,personlicber Un- sterblichkeit". t-<-ntntni, Mittelpunkt. [iOQ, Auge) wegen der sprichwoi tlich schonen Augen dieser Tiere, besondeis der Gazellen. Antilocapra, zusammengezogen aus Antilope capra (capra, Ziege). doQxd*;, Gazelle, von 8sQxea i &ai, blicken. (s. oben). rupcs, Fels. Gazelle, v. arab. . gazdl, wilde Ziege, Hirschziege. Antimeren (Haeekel 1866), Gcgen- stiickc, homotypische Teile (Bronn 1858), die ncbeneinander liegenden, unter- einander gleichen odor a'hii lichen Teilstiicke, in die man symmetrisch oder strahlig (radial -sym met risch) gebaute Tiere durch eine oder niehrere Schnittebenen /erlegen kann; zvvei Antimeren besitzen die soge- nanntcn bilateral - sym raetrischen" Tiere (Weich-, Glieder-, Wirbeltiere), drei viele Radiolarien, vier die meisten Medusen, funf die meisten Echinodermen, scchs die meisten Anthozoen, acht alle Ctenophoren und Octaetinien. Gegensatze: Metameren, Parameren, Epi- meren (s. d.). fit-Qo::, Teil. Antipatharien , Anticorallien, H o r n k o r a 1 1 e n , U. O. der Korallentiere, in Stocken mit glanzend schwarzem, hor- nigeni Achsenskclett, das von einer weichen, die Einzelpolypen enthaltenden Rinde (Coenenchym) iiberzogen ist. Hexacorallien, Anthozoen, Cnidarien, Coelenteraten. Antipathes larix Esp. , schwarze Koralle, wegen der Policrbarkeit ihrer Achse ira Orient als Schmuckgegenstand gesucht, aber auch als Schutz- und Gegenmittel gegcn Bezauberung und Yorgil'timg ge- tragen. ai'Ti.TdOi/^j gegenwirkend v. drn\ entgegen und jTudo;, Schicksal, MiBgeschick, Leid. fcUe). Antistomium, A n t i s t o m , die dem ]\Iunde gegeniiberliegende (aboralc), in der Regel den After umgebende (vgi. Periproct) Flache eines Tierkorpers; Gegensatz Peri- stom(ium). arofia, Mund. Antliaten, s. Dipteren. Antorbitalf ortsatz , P r a e o r b i t a 1 - fortsatz, Processus ant- oder prae- orbitalis, vor der Angenh<">hle (Orbita) gelegener Vorsprung am Schadoldach der Knorpelfische ( Selachier und Chondrosteen). prne, vor. orbiia s. d. processits, Vorsprung. Antrum genitale, bei zahlreichen, zwitt- rigen Wiirmern (z. B. den Tricladen, vielen Cestoclen etc.) die kleine Hohle, in welchc die miinnlichen und weiblichen Geschleehts- gango ausmiindcn. imtriini, u.rroor, Hohle. grnifalis, zur Zeu- gung gehorig. Antrum Highmori, s. Sinus maxil- laris. Anuren, Batraehier, Ecaudaten, Froschlurche, Orel, der Lurche. deren jiingste Gruppe sie bilden (erst voin Tertiiir an): nackthautig, schwanzlos , mit ge- drungenem Korper und kraftigen Beinen. Amphibien. 1. Aglossen, z. B. Pipa americana. 2. Phaneroglossen (Discodactylen nnd Oxydactylen) z. B. Rana, Frosch. dr-, e-, ohne. OVQU, canda, Scliwan/. /?rpa^o?-, Froscb. Anus, s. After. Aorta, Hanptschlagader, grofie Korperarterie, Ur- oder Prinzipal- arterie (Arteria principalis), die starkste Schlagader des Wirbeltierkorpers u. gleich- zeitig der Ursprung aller an deren Arterien (s. d.) desselben ; sie entspringt beim Men- schen (und bei den Saugetieren) mit einem unpaarcn Stamin (Aorten- oder Arte- rienstiel, Trillions aortae, Truncus arteriosns) aus der linken Herzkammer, steigt zuerst eine kurze Strecke in der Brnsthohle nach auf warts (Aorta ascen- dens), schlJigt sieh dann im Bogen nach hinten und links nm ( Ao r ten boge n , Aorta A re u s aor tae) (Fig. 2< ), um dicht vor (ven- tral) und Kings der Wirbelsaule nach ab warts zu verlaufen (Aorta descendens). Sie passiert dabei zuerst die Brusthohle ( B r u s t - aorta, A. thoracica) und tritt tlann I II zum Kreuzbein (Sacrum) als Artcria sa- cralis media, bei den Tieren mit ent- wickeltem Schwanz in diesen als Schwanz- arterie (Arteria caudal is) fort. - Die Entwicklung der A. zeigt bei den Sauge- III IV Fig. 26. Schematische Darstellung der Umbildung der Anlagen der Arterienb<")gen in den wichtigsten Wirbeltierklassen. Hell: die Anlagen, welche zugrunde gehen. Schwarz: die Arterien mit venosem Blut. Schraffiert: die GefiiBe mit arteriellem Blut. Von links nach rechts. I Dipnctistcn, II UrnJc/rn mit Lungenatmung, III Repti licit. IV Vogcl. (Bei Saitgeticreii wiirde nicht der rechte, sondern der linke Aortenbogen erhalten bleiben.) ast Arterienstiel, (70 venose Aorta der Rcptilicu, ao 1 arterielle Aorta; a, b die fast allgemein schwindenden Bogen. / 4 die iibrigen Bogen: / Karotidenbogen, 2 Aortenbogen, 4 Pulmonalisbogen, db dessen Verbindung zur Aorta descendens, Ductus Bolalli, k Kiemenkapillaren, ad Aorta descendens. unter Durchbohrung des Zwerchfells in die Bauchhohle iiber (Bauch aorta, A. abdominal is), wo sie, nachdem ihr Ka- liber clurch Abgabe zahlreicher Aste be- deutend an Unifang verloren hat, in Fig. 27. Verlauf des Aortenbogens beim Menschen (nach Heitzmann). 1. Aorta ascen- dens, 2. Arteria ano- nyma, 3. Arteria sub- clavia dextra. 4. Carotis dextra. 5. Carotis si- nistra. 6. Arteria subcla- via sin. 7. Arcus aortae. 8. Aorta descen- dens. der Hoke des letzten Leudeinvirbcls unter gabliger Bpaltung in die l)eiden Hiift- arterien (Arteriae iliacae commu- nes) scheinbar ihr Ende erreicht. In drr Tat abcr setzt sie sich von hier noch als viel sclnviichcn-s Octal) licim Menschen - 8 tieren in der Hauptsache die gleiehen Ver- haltnisse wie bei den iibrigen Wirbeltieren ; aus dem Truncus arteriosus, der als ein unpaares, die vordere Verliingerung des embryonalen Herzschlauehs bildcndes Ge- fa'fi entsteht, entspringen urspriinglich zwei Arterien, die primitiveu Aorten (Ur- arterien, auch hintere Wirbelarte- rien, Arteriae vertebrales posteri- or es genannt), welche nach beiden Seiten hin bogenformig und zwar unter Bildung mehrerer (urspriinglich 0) Paare von Aor- tenbogen ( Arterienbogen) die Anlagc der Kopfdarmhohle und die Kiemcnspalten umgreifen, sich sodann wieder begegnen und ventral von der Anlage des Achseuske- letts (Chorda dorsalis) unter Abgabe seit- licher Aste (Dottergefafie , siehe dort) parallel zu cinander zum Hinterende des Korpers verlaufen. Bei alien Wirbel- tieren verschmelzen die beiden primitiven Aorten auf der Strecke ihres parallelen Verlauf s zu einem einheitlichen Stamnic, der unpaaren Aorta (A. descendeus der Siiugetiere). Die Aortenbogen dagegen er- fahren in den einzelnen Wirbeltierklassen ein verschiedenes Schicksal ; bei den Fischen, den Dipneusten und zum Toil auch den Am- phibicn, dcrcn Kiemenbb'geri respiratorische Aorta abdominal is - Aphrpphora spurn aria 33 Organe (Kiemen) tragen, fiihren siedas Blul y.n den Kiemen (Kiemen -Arterien ), bei den iibrigen Wirbeltieren dagegen gehcn sie im Zusammenhang mit dem Schwund der Kiemenspalten und der Umbildung dcr Kiemenbogen /urn grofiten Teil /ugrunde oder \verden in andere Arterien (x. B. die Lungenarterien) umgewandelt ; bei den Reptilien (im erwachsenen Zustand) ist daher nur noch ein einziges Aortenbogenpaar {das vierte der 6 urspriinglichen) vorhanden {Fig. 2t> III), wahrend die Vogel encllich von diesem nur noch den rechten (Fig. 20 IV), dio Saugetiere nur noch den linken Bogen, Arcus aortae (Fig. 27) besitzen. Im iiber- tragenen Sinne bezeichnet man auch bei manchen wirbellosen Tieren die Haupt- blutgefafistamme als Aorten. aoQTt], die groBe Korperarterie von aeiofir, heben, tragen, von Aristoteles fur die Haupt- arterie eingefiihrter Name, weil an ihr das Herz hangt. aQzrjQt'a, Schlagadcr. truncits, Stanim. principal is, hauptsachlich. asct'it- dere, hinaufsteigen. descendere, hinabsteigen. arctis, Bogen. $w>a , Brust. abdomen, Hinterleib, Bauch. ilia, die Weichen, Hiiften. sacrum, Kreuzbein (s. d.). cauda, Schwanz. primitivus, uispriinglich. vertebra, Wirbel. Aorta abdominalis, Aorta ascendens, Aorta descendens, s. Aorta. Aorta thoracica, Aortenbogen, Aortenklappen, drei im Inneren der Aorta der Saugetiere nahe ihrer Ursprungs- stelle aus dem Herzen gelegene Klappen, welche das Blut zwar aus dem Herzen in die Aorta eintreteu lassen, nach beendeter Zusammenziehung (Systole) der Kammern aber mit ihren Randern sich aneinander- legen und dadureh das Ruckstromen des Blutes ins Herz verhindern. Aortenstiel, s. Aorta. Aortenwurzeln heiBen bei den Fischen und bei anderen durch Kiemen atmenden Wirbeltieren diejenigen GefaSe, welche das Blut aus den Kiemen zur Aorta descendens fiihren. Aortenzwiebel, s. Bulbus aortae. aorticus, zur Aorta gehorig. Apertura, die Offnung oder Miindung der Schalen der Schnecken (Gastropoden) ; der oftmals gewulstete Rand derselben heiBt Per is torn. a peri re, offnen. TTSOI, um. oroiiu, Mund. Ziegler, Zoologisches Lexikon. Apex, Spit/e, Scheitel, die nach oben gekehrte Seite; daher apical = nach oben gerichtet, apicaler Pol == oberer Pol, Scheitel pol; speziell versteht man unter Apex 1. die Schalenspitze der mit kegelfor- migenSchalen ausgeriisleten Schnecken (Gastropoden); 2. Scheitelf eld , die vielfach auch als Periproct (s. d.) bezeichnete Umgebung des (nach oben gerichteten) Afters vieler Seeigel (Echinoideen), die durch einen doppelten Kranz von 10 (5 Ba- salia und 5 Radialia) radiar angeord- neten Kalkplatten (apicales Skelett, Apicalapparat , Scheitelappa- rat) ausgezeichnet ist. ape.\, ids, Spitze. Aphanipteren , Siphonapteren, Flohe, Ord. der Insekten, fliigello.s, mit saugenden und stechenden JNIundwerk- zeugen und vollkommener Verwandluug (Larven fuBlos). Leben schmarotzend auf Saugetieren und Vogeln. Die A. warden friiher als U. O. zu den Dipteren gestellt, von denen sie sich aber durch die Bildung des Mittelleibes und die Gliederung der Unterlippe unterscheiden. Insekten. Einzige Familie: Puliciden (s. d.). d(pavqs, verborgen, unsichtbar. JITSQOV, Fliigel. (ji(fo)v, Saugrohre. O.JJTSQO';, fliigellos. Aphasie, die Unfahigkeit zu sprechen als krankhafter Zustand. acpaaia, Sprachlosigkeit. Aphiden, Blattliiuse, Fam. der Pflan- zenlause. Phytophtiren, Homopteren, Rhynchoten, Insekten. Gattungen : Aphis, Chermes, Phylloxera, Schizoneura u. a. aphis, Blattlaus. rasa, Rose. Aphodal-Kanale (Haeckel 1896), die mit entodermalem Plattenepithel ausge- kleideten abfiihrenden Kaniile der Spongien, die aus den Geiselkammern in die Zentral- hohle fiihren. acpodos, Abzug, Riickxug. Aphroditiden, s. Polynoiden. Aphrophora spumaria, S c h a u m - cicade, Art der Cicaden, dereu Larven sich in einen blasigen Schaum (,,Kuckucks- speichel") einhullen. Homopteren, Rhyn- choten, Insekten. <\. Sehnen. Apophysen, in der Anatomic- die all- gemeine Bezeichnung fiir Fortsa'tze-Ivou iV^^HnUHMBHJHiMi^ Knochen, welcbe urspriinglichjaus^emem eigenen Knocbenkern sicb entwickelt haben; iilier die Apophysen der Wirbd s. Rippcn und Wirbel. <(.T<'i(/ cfj/c, Auswuchs ((f-i'-Eir, wachsen). Apothelien, sekundare Gewebe, Zu- sammenfassung [Haeckel] der aus den pri- mjiren (-Jevveben (Epithelien) sekundar i nt- stehenden Gewebe: Appendicarien - - Apusiden 35 1. Nervengewebe. 2. Muskelgewebe. ;-]. Mesenchymgewebe. n.-Tf'i, von aus. Epithel s. d. Appendicarien Appendicularien. Appendices pyloricae, Pfortneran- hangc, bd vidon Fischen (einige Gano- iden, die meisten Teleosteer) an der Uber- gangsstelle des Magens in den Diinnclarm ( Pfi'irtner, Pylorus, s. d.) in geringerer oder grofierer Anzahl (1200) sich fin- dende, dickwandige, schlauchformige, blind- geschlossene Darmanhange (Ausstiilpnngen der Wand des Diinndarme.s). appendix, Anhangsel von ad, an und pfiidere, luingen. .Tt4). cancer, Krebs. forma, Gestalt. Apygier, at'terlose Brachiopoden , s. Testicardines. Aquaeductus Sylvii,s. Hirnventrikel. Aquaeductus vestibuli, ,,Wasserlei- tung des Vorhofs", engerKanal im Felsen- bein (Petrosum) der Saugetiere, in welchem der ein Rudiment des Ductus endolym- phaticus der niecleren Wirbeltiere darstel- lende Recessus labyrinthi des Gehororgans (s. Reeessus) verliiuft. aqitaeditctHS, Wasserleitung. restibuljtin, Vorhof (s. l r estibuhtm labvrinthi). Aquarium, ein init Glaswauden ver- sehener Behalter, welcher mil Wasser ge- fiillt werden kaun und zum Halten von Wassertieren (Fischen, Wasserschnecken, Wasserinsekten u. dgl.) dient. aqua, Wasser. aquatisch, dem Wasser angehorig. Aquila, Adler, Gattung der Raub- vogel; grofie Tagraubvogel mit groBem Schnabe] und vollig befiedertem Lauf; Fliigel bis zur Schwanzspitze reichend. Fal- coniden , Diurnen , R a p t a t o r e n (Pelar- gornithen), Carinaten, Aves. Aquila chrysaetus Bp., Steinadler, Goldacller; hier und da noch in Deutsch- land. A. irnperialisBchst,K6nigsadler, Kaiser- adler; ebeufalls uoch als Seltenheit sich in Deutschland findend. aquila, Adler. hnperialis, kaiserlich. /ovoo;, Gold. asTog, Adler. Arachniden, s. Arachnoideen. Arachnidium, s. Spinnapparat. Arachnoidea, Spinnwebenhaut , siehe Hirnhaute. Arachnoideen, Arachniden, Spin- nentiere, KL. der luftatmenden Glieder- fiifiler; Kopf und Brust zum Cephalothorax verschmolzen, ohne Fuhler (Ahtennen), mit 2 Kieferpaaren (Kieferfiihler und Kiefer- taster), 4 Beinpaaren und gliedmaBenlosera Abdomen. Tracheaten, Arthropod en. 1. U. Kl. Arthrogastren, Gliederspinnen. 1. Ord. Solpugen, Walzenspinnen. -. Ord. Plirynoideen, Geifielspinnen. 3. Ord. Scorpionideen, Scorpione. 1. Ord. Pseudoscorpionideen , Atti-r- scorpione. 5. Ord. Phalangioideen, Afterspinnen. 2. U. Kl. Sphaerogastren, Rundspinnen. 6. Ord. Araneen, Weberspinnen. 7. Ord. Acarinen, Milben. 8. Ord. Linguatuliden, Zungenwiirmer. 9. Ord. Tardigraden, Bartierchen. Von zweifelhatter Stellung: Pyenogo- niden, Seespinnen. doa/j'ij, Spinne. Aragonit, Mineral, und zwar die rhom- bisch krystallisierende Form des kohlen- sauren Kalkes. Als A. ist der Kalk in den Schalen der Mollusken, den Liebes- pfeilen der Luugenschnecken und vielleicht auch sonst vielfach in den Hartgebilden der Tiere ausgebildet. Araneen, Araneonien, Weber- spinnen, Ordn. der Rundspinnen, aus- gezeichnet durch den Besitz eines Spinn- apparates (s. d.), vermittelst dessen sie oft hochst kunstvolle Gewebe fur sich und zum Fang ihrer Beute verfertigen. At men durch 4 oder 2 Fachertracheen (sog. ,,Lungeu' : l. Sphaerogastren , Arachnoideen. 1. U. O. Tetrapneumonen. 2. L T . O. Dipneumonen. aranea, Spinne. Araneonien (Haeck. 1896) == Araneen. Arbeiter heifien bei den gesellig leben- den Hymenopteren (Bienen, Ameisen, Wespen) eigenartige weibliche Individuen mit verkiimmerten Geschlechtsorganen, denen im Gegensatz zu den geschlecht- lichen Individuen, die sich dem Geschaft der Fortpflanzung widmen, die Verrich- tung aller Arbeiten fiir das Gemeinwesen (Errichtung und Erhaltung des Banes, Zu- tragen der Nahrung, Brutpflege etc.) ob- liegt. Auch in den Staaten der Termiten finden sich Arbeiter mit rudimentarem Geschlechtsapparat, welche aber aus beiden Geschlechtern hervorgegangen sein konnen. Bei den Termiten und bei manchen Ameisen bilden die Arbeiter oftmals wieder 2 Stande, eigentliche Arbeiter mit kleinen. schwachkieferigen Kopf en, und Sold a ten mit grofien Kopfen und starken Kietcrn. Arboral-Coenobium (Haeckel), vgl. Coenobium. Area, s. Arciden. Arcella ( Khrenberg 1880), Gattung der lobosen Rhizopoden, mit einer napfformigen mlcr halbkugeligon chitinigen Schale. Im archaeische Formationsgruppe - Archobionten sii!3en Wasser, auch in feuchtem Sand und in Moos. Lobosen, Rhizopoden, Proto- zoen. arci'llir, kl. Kasten (area). archaeische Formationsgruppe (Dana 1872), die wahrend des archozoischen Zeitalters (s. d.) gebildeten Gesteinsmassen. Sie bilden eine iiber 30000 in machtige Schichtenreihe krystallinischer Gesteine, die in ihrer unteren Halt'te vonviegend aus GneirJen, in ihrer oberen Hiilfte aus Glim- mer-, Chlorit- und TalkschioFcrn und Phylliten bestehen. Die arch. Formation kann daher in die altere Ur-Gnei8- For- mation (laurentische Formation in Xord- Amerika nach ihrem Auftreten am Lorenz- strom) und die jiingere Ur-Schiefer- For- mation ihuronische Formation in Nord- Amerika nach ihrem Vorkommen am Huron- See) eingeteilt werden. Organische Reste sind in dor arch. Formation nicht anzu- treffen, weil ihre Gesteinsschichten durch Metamorphismus (s. d.) eine vollige Um- gestaltung erfahren haben. dg^dtos, uralt. Archaeopteryx lithographica, H. v. Meyer, fossile, im Solnhofener lithographi- schen Schiet'er (Jura) gei'undene Art einer nicht m eh r existierenden Vogelgruppe (Archornithen), die durch eine Reihe von Charakteren , welche den Eidechsen (Sauriern) eigen sind, uahe Beziehungen zu den Reptilien aufweist; hierfiir spricht auBer der Bezahnung der Kiefer und dem Bo.u der Extremitaten vor allem der Be- sitz eines langen, von zahlreichen Wirbeln gestiit/ten Schwanzes, weshalb Haeckel den Archornitheu auch den Namen Sau- ruren gegeben hat. Andererseits sind Scha'del, Fliigel und Hinterfii(3e nach dem Vogeltypus gebaut, wie auch aus der reichen Befiederung aut Warmbliitigkeit und somit vogelartige Beschaffenheit des Herzens und Blutumlaufs geschlossen werden kann. <\u-/(u<>;, uralt. .-TTi-'nr;, Fiiigel, Vogel. AI&OS, Stein. yQaipeiv, schreiben. Sgvtg, i&o?, Vogel. of'>o?,,Eidechse. OVQU, Schwanz. Archaeus (Archeus), nach aiteren Vor- stellungen (Paracelsus) die Urkraft , das geistige Urprinzip, auf welches alle Bil- dungs- und Lebensprozesse sowohl der Welt, als auch des menschlichen Korpers zuriickzufiihren sind. Paracelsus unter- schied ftincn A. tcrrcstris, dem er die l>il- dung der Petrefakten (der ,, Stein- und Mergelgeburten") zuschrieb, sowie einen Fig. 27. Archaeopteryx lithographica (nach Steinmann-Doderlein). cl Clavicula, co Cora- coid, h Humerus, / Radius, u Ulna, c Car- pus, / IV Zehen, sc Scapula. A. animalis und vegetalis, als beherrschende Geister des Wachstnms und Lebens der Tiere und Pflanzen. ao^aToc, anfanglich, urspriinglich. Archamphibien (Haeckel ), s. Stego- cephalen. Archanneliden , S t a m m r i n g e 1 - wiirmer, in Haeckels System die erste Klasse der Ringeltiere (Anneliden) , nodi ohne Borsten und Parapodien. Vgl. Archi- anneliden. Archebionten (Haeckel), Acaryoten, kernlose Protisten, einfachste Wesen vom Formwert einer Cytode , deren Plasma noch nicht in Kern plasma und Zellplasma gesondert ist. Die Fortpflanzung der A. ert'olgt durch cinfache Zweiteilung, w r eshalb 38 Archencephalon - - Archipteren sie auch als Schizophyten bezeichnet \ver- den. Zu den A. gehoren die Archephyten mit vegetalem Stoffwechsel (Probionten, Phytomoneren und Chromaceen) und die Archezoen mit animalem Stoffwechsel, Bakterien und Zoomoneren. fii'or, Lebewesen. a-, ohne. xdoior, Kern. Archencephalon, s. Hirnblasen. Archenteron, s. Urdarm. Archeus == Archaeus. Arch hydra, Urpolyp, nach Haeckel die hypothetische Stammform aller Nesseltiere (Cnidarier), als cleren wenig veranderte, direkte Nachkommen die heute lebenden Hydrarien (Hydriden) anzusehen sind. doyi-, ur, anfangs. Hvdra s. d. Archianneliden,Uranneliden,kleine Gruppe mariner Meerwiirmer, die nach Ban und Entwicklung wahrscheinlich als die phylogenetisch altesten Formen der lebenden Ringelwiirmer anzusehen sind. Drei lebende Gattungen : Protodrilus, Poly- gordius und Dinophilus. . Inneliden s. d. Archiblast, s. Parablastentheorie. archiblastische Eier, s. alecithale E. Archiblastula, die urspriingliche Form der Blastula; so bezeichnet Haeckel das bei der totalen und aqualen Furchung der holoblastischen , alecithalen Eier (s. d.) zu- stande kommende Blastulastadium mit grofier, zentraler Furchungshohle (der Goetteschen Coeloblastula (s. d.) ent- sprechend). Vgl. Blastula. tc- Archipterygium 39 ren durch den Entwicklungsverlauf (die Neuropteren sind holometabol), von letz- teren durch die Beschaflfenheit der Fliigel unterschieden. Insekten. 1. U. O. Corrodentien. 2. U. O. Amphibiotica. 3. U. O. Physopoden. .TTfooY, Fliigel. i/>ff'6o,-, Tauschung. vsvoor, Nerv (\vegen der Nerven oder Adern der Fliigel). Archipterygium (Gegenbaur) , I ' r - flosse, nach Gegenbaur der aus dem Kiemenskelett (Visceralskelett) abzuleitende Urtypus des Skeletts der paarigen Glied- mafien aller Wirbeltiere, wie er sich in der Flosse gewisser fossiler Urfische (Pleura- canthiden) zeigt und sich noch heute bei den Lurchnschen (Dipneusten : Ceratodus Forsteri) (Fig. 2S) erhalten hat. Das Flos- senskelett besteht hier aus einein geglieder- i, mit seinem obersten Abschnitt (Basip- Fig. 28. Archipterygium -- Brustflosse von Ceratodus Forsteri. a Basipterygium, b erstes Glied des Hauptstrahles, fr Nebenstrahlen, /".V Hornfaden, welche nur auf einer Seite dargestellt sind (nach Wiedersheim). terygium) die Verbindungmitdem Korper (d. h. mit dem Extremitatengi'irtel (s. d.) herstellenden, unpaaren Stamm (Haupt- strahl, Flossenstab), der die Flosse von der Basis bi- zur Spitzc durchzieht und auf beiden Seiten, wie die Achse eiin- gefiederten Blattes, zahlreiche diinne, eben falls gegliederte Seiteniiste (Flo.sscn- strahlen, Radii) triigt (xweizeiliges Archipterygium, A. biserialei. Fig. 28. Aus dieser zweizeiligen I'rl'orm entstand nach Gegenbaur zunachst durch Reduktion der Flossenstrahlen auf der einen dialen) Seite die halbgefiederte oder einzeilige Flosse (Archipterygium uniseriale, Ichthyopterygium), wie sie sich bei der Mehrzahl der ausgestor- benen , so\vie der heute noch lebenden Fische findet, wobei in der Regel nidit mehr alle Radien vom Hauptstrahl ent- springen, sondern zum Teil sich mit ihren obersten Gliedern (Pro- u. Mt-sop tery- gium) noch vor dem Basipterygium (das daher von da an als Metapt ery gi u m bezeichnet wird) direkt am Extremitaten- giirtel befestigen. Bedeutendere Um- bildungen fiihren endlich von hier zur Entwicklung des Skeletts der fiinffingerigen oder pentadactylen Extremitat (Chiropte- rygiuni) der auf dem Lande lebenden Wirbeltiere. Es geschieht dies vor allem dadurch, daB auch auf der anderen (late- ralen) Seite des Hauptstrahls die Radien grb'Btenteils verloren gehen, so dafi schliefi- lich auSer dem Flossenstabe selbst nur die vier untersteu Flosseustrahlen erhalten bleiben; ersterer iiefert dann mit seinem uiiteren (terminalen) Abschnitt die Knochen des kleinen oder funften P'ingers (resp. der ftinften Zehe), letztere die der vier iibrigen Finger (Zeheu). Durch starkeres ^Vachs- tum entwickelt sich \veiterhin , \vjihrend die iibrigen Knochen klein bleiben , aus dem obersten Glied (Metapterygium) des Flossenstabes, sowie aus seinem mittleren Abschnitt zusaramen mit dem ersten Stiick des ersten Nebenstrahles der Oberarm (Hu- merus) resp. Oberschenkel (Femur) sowie der Unterarm (Ulna u. Radius) resp. Unter- schenkel (Fibula und Tibia) der fiiiifzehigen Wirbeltiere. Dieser ,,Ar chip tery gin m- Theorie" Gegenbaurs wird jedoch nicht von alien Forschern zugestimmt. Vgl. Ptychopterygium-Theorie. ^TEQuytor, kleiner Fliigel, Flosse (.TrAjr^i. /idnt;, Grundlage. radius, Strahl. bis, z\vei- mal. series, Reihe. nuns, einer. ' 40 Architeuthis - - Amis pharyngopalatini >'(>; , Fisch. iteni, nach. X f ^9-> '^> Hand. Architeuthis, Riesentintenfisch, #>7, Anfang. a>or, Tier. /.if)os, Stein, primordium, erster Anfang. Arciden, Archemuschel n , Fam. der Muscheln mit rundlich ovalen oder langlichen, oft \vie ein Schiff gestalteten Schalen. Filibrauchier, L a m e 1 1 i - branchier, Mollusken. Area Noae L., Noas Arohe. iirai, Kasten. area A "car, das Schiff, in welchem sich Noah bei der Siindflut ret- tete. taxodont, s. SchlolJ. arctische Region (Circumpolarregion), eiue der tiergeographischen Regionen (s. d.), das Land um den Xordpol umfassond; von den fiir sie charakteristischen Tier- formen sind besonders die Alken (Alciden), Eisbaren (Ursus maritimus), Renntiere (Ran- git'er tarandns) und Eisfiichse (Canis la- gopus) zu nennen. uni. m'>/.<>;, nordlich. Achse. Arctisciden, vgl. Arctisconien. Arctisconien (= Tardigraden), Ba'r- I tierchen, Orel, in Haeckels Anneliden- Klasse der Stelechopoden , mit 4 Paar Parapoelien. In Wasser, feuchter Erde. Moos, Staub etc. 1. Fam. Echinisciden, mit Riicken panzer und Bein-Cirren. 2. Fam. Arctisciden, ohne dies. O.QXTO*;, Bar (ihrer Gestalt wegen). Arctogaea, Name, unter dem in eler Tiergeographie (s. d.) vielfach die nearcti- sche, palaearctische, aethiopische und orien- talische Region sowie tlie beielen Circum- polarregionen zusammenfafit werden. UQXTO^, Norden. yaTa, Erde. Arctomys, Murmeltier, nur in der nordlichen Erdhalfte vorkommende Gatt. der Nagetiere. Sciuriden, Rodentien, 1'lacentalien, Mammalien. Arctomys marmota Schreb.. Alpon- murmeltier; in der Nahe der Schnoeregion an sonnigen Abhangen. Alpon, Pyrenacn, Karpathen. A. bobac, Schreb., Bobac, in Polen, Rufiland, Mittelasion. //re, Maus. iiuirniotn lalin. von italien. marmolto , iiiiiriiiontntia d. h. nuts ut^n- tdims, Bergmans. Bobac, baibac , klein- riiss. Name des Tieres. Arctopitheciden, s. Hapaliden. Arctopoden (Haeckel 1895), Ba'ron- drachen, alteste Ord. der Dinosaurier aus tier Trias; Sohlenganger mit kurzen Beinen. Dysdraconen, Dinosaurier, Dra- conen. Gatt. Zanclodon u. a. ag^roc, Biir. .TOTC, Jtodos, Fnli. Arcus aortae, Aortenbogen, s. Aorta. Arcus branchialis, s. Kiemenbogen. Arcus glossopalatini, s. Gaumen. Arcus lingualis, s. Hyoidbogen. Arcus mandibularis, s. Kieferbogen. Arcus palatini, Arcus palatoglossi Arcus palatopharyngei Arcus pharyngopalatini, s Arcus vertebrae -- Argyroneta aqnatica 41 Arcus vertebrae, *. Wirbelbogen. Arcus zygomaticus, s. lugale. Ardeiden, Herodii, Reihervogel, Fam. der Watvogd. Ciconiformen, Gral- latoren (Pelargornithen), Carinaten, Aves. A r d e a c i u e r e a L. , Fischreiher, Ge- lieder auf tier Oberseite blaulich-aschgrau. A. stellar is L., Rohrdommel, niit gel- bein, schwarzbraun marmoriertem Gt 'tied or. ttrifi-a, egcodios, Reiher. c/nerens, asch- grau. stellar is, sternformig (wegen der Gestalt der schwarzbraunen Flecken.) Area centralis, die Stelle des scharfsten Sehens in der Retina des Wirbeltierauges, die jedoch nicht inimer eine zentrale Stelle einnimmt. Eine hautig vorhandene Ein- f-enkung der A. c. bildet die fovea cen- tralis; eine gelbliche Farbung der A. findet sich bei den Primaten (Macula lutea, s. d.l. Insektivoren und mancbe Nager besitzen keine A., mancbe Vogel haben dagegen deren zwei. area. Feld, Platz, centrum, Mitte. Area embryonalis, j Area germinativa, Area opaca, I s ^uchthofe Area pellucida, I der Wirbel- tierkeime. Area vasculosa, Area vitellina, j Arenicoliden, Fam. der marinen Bor- sten \viirnier, im Sande sicb einbohrend, von den Fiscbern vielfach als Koder benut/t. Tubicolen, Polychaeten, Cbaetopodeu, Anueliden. Arenicola marina L., Kodcnvurm. arena, Sand, colere, bewohnen. mar/mis, zum Meer (mare) gehorig. Areola mammae, Warzenhof, s. Milchdriisen. Argas persicus Fisch., persiscbe Saumzecke, Art der Zecken, in Persien und Agypten, in den Wanden der Hauser lebend, nacbts die Schlafer iiberfallend; wegen ihres schmerzbaften Stichcs eine gefiirchtete Landplage, die aus einzelnen Dorfern Persiens die Einwohner vertrieben haben soil. I x o d i d e n , Acarinen , Spbaero- gastren, Aracbnoideen. i\n-'ai;, Schlange (bei Hippokrates). Argentea, irn Auge vieler Fische nach auBen von der Chorioidea gelegene, silber- oder griingoldig sebimmernde Membran; im iibertragenen Sinne bezeicbnet man als A. auch die silberglanzende, pigmentierte Chorioidea im Auge vieler Tiutenfisehe- (Cephalopoden). (ir^cntnm, Silber. Argonauta argo L., Papiernautilus, Art. der Tintennsche, deren Weil)chen eine papierdiinne, auliere, ungekammerte Schale u. verbreiterteRiickenarme besitzen (Fig. 2!) ); in alien warmeren Meeren. Philonexiden, Octopodcn, Dibranchiaten, Cephalopo- den, Molluskcn. ^An-'cirnrri/;, Argo == Fahrei (rrr//s, Scbif- fer). Agyw, das Schiff, auf welchem die Griechen nach Colchis fuhren, uni das gol- dene Vlieli zu holen. rnrri'/.o;, Schifl'er, auch der alie Name dieser Tintenfischart. Fig. 2t). Weibchen von Argonanta argo (aus R. Hertwig). Die beiden blattartigen Schalen- arme sind von der Schale abgehoben. Arguliden, Karpfenliiuse, Fam. der RudertuBkrebse, mit abgeplattetem Cephalo- tborax ; auf der Haut von Fischeu , vor- wiegend von Karpfen (Cyprinoiden) sc^ima- rotzend. - Brancbiuren, Copepoden, Ento- mostraken, Crustaceen. Z. B. Argulus foliaceus L. Gemeine Karpfenlaus. Liinge 5 6 mm. Arguhts, Diminiitiv zu Argus, Name eines hundertkopfigen Riesen. foliacetts , blatt- artig (folium, Blatt). Argyroneta aquatica L. , Wasser- spinne, Silberspinne, Art der Weber- spinnen, im Wasser lebend und mit Hilfe silbergliinzender Luftblaschen atmend, wel- cbe zwischen den Haaren ihres Abdomens hangen bleiben ; verfertigtan Wasser pf Ian /en Arion - - Arterien befestigte, glockenformige Gespinste, die sie durch Abstreifen der ihrern Hinterleib anhangenden Luftblasen mit atmosphari- scher Luft fiillt. Tubitelen, Sedentarien, Dipneumonen, Araneen, Sphaerogastren, Arachnoideen. aoj't'ooc, Silber. n/rn;, von reetr, spinnen. aquaticiis, im Wasser (aqua] lebend. Arion, Gattung der Lungenatmenden Schnecken. Die rudimentare, in der Haut verborgene Schale besteht aus einzelnen kleinen Stiicken. Atemloch vor der Mitte dcs Schildes. Riicken uicht gekielt. Stylom- matophoren, Pulmonaten, Gastropoden, Mollusken. Z. B. Arion empiricorum Fer. Grofie Wegschnecke, rot oder schwarz, biiufig. 'Aoi'cor, griech. mythol. Sanger. Arista, Fiihlerborste, cine meist nackte, seltener behaarte Borste an den dreigliederigen Fiihlern (Antennen) vieler Fliegen (Muscarien) und anderer Dipteren. itr/sta, Spitze, Granne, Borste. Aristocystiden, s. Amphorideen. arktisch, *. arctisch. Arm, die VordergliedmaSe d. Menschen und Affen im Gegensatz zuni Bein, im weiteren Sinne auch die Vordergh'edmaSe der Wirbeltiere iiberhaupt (Vorderbein, Flii- gel, Brustflosse). In iibertragener Becleu- tung bezeichnet man als Arme auch die manchen Wirbellosen eigenen Organe (Ten- takel , Fangarme etc.) zum Ergreifen und Festhalten von Gegenstanden. Armadill(o), Giirteltier, s. Dasypusgi- gas. Armadillo, Gait, der Landasseln; ver- mag sich vollstiindig zusammenzukugeln. Onisciden, Isopoden, Malaeostraken, Crustaceen. Armadillo officinalis Desm., Apo- thekerassel. In Siidouropa, Nordafrika und Kleinasien. Armadillo, vulgarer Ausdruck fiir die Giirtel- tiere (Dasypus). officina, Apotheke (wurde friiher als ' Heilmittel gebraucht). Armadillidium, Rollassel, Gatt. der Landasseln. Kami sich kugelig zusammen- rollen. Onisciden, Isopoden, Crustaceen. ArmfiiBer, s. Brachiopoden. Armschwingen, die vom Unterann (vgl. das unter .,Arm" Gesagte) entsprin- genden, groften Schwungfedern der Vogel. Abbildung bri dem Art. Aves. Aromia moschata L., Moschusbock, Bisambock, Art der Bockkiifer, metal- liscb griin glanzend ; verbreitet einen starken Moschusgeruch ; die Larve lebt in Weiden. Cerambyciden,Tetranieren,Coleopteri'ii. Insekten. aoo)//a, Gewiirz. /IOG/O^, Moschus. Arragonit Aragonit (s. d.i. Arrectorespilorum,s. Haarmuskeln. Arrhenocaryon ( Arrhen okaryon), der mannliche Vorkern (vgl. Befruchtung). Arrhenotokie nennt man die Erschei- nung, dal5 bei den in Tierstaaten zusam- menlebenden Hymenopteren (Bienen, Wes- pon und Ameisen) aus den unbefruchteten P^iern ausscblieBlich mannliche Formen (Drohnen) hervorgehen. i"i.n. Aorta. Arteriae vitellinae, s. DottergefaBe. arterielle Ostien, s. Ostien. arterielles Blut, s. Arterien. Arterien, Schlagadtrn, Pulsadern, diejenigen BlutgefiiHe der Wirbeltiere, wel- che das Blut vom Herzen aus zeutrifugal nach alien Korperfceilen hinleiten. Ihr Ursprungsstamm aus dem Herzen, gleich- zeitig die grofite Arterie des Korpers iiber- haupt, ist die Aorta (s. d., daselbst auch das Wichtigstc iibor die Entwicklung d> Artcricnsystems); von der Aorta gehen (im allgomi-inen symmctrisch fiir bcide Ki'irper- halften) die grolieren Arterienstamme aus, Arterienbogen Articulation 4:; die sich selbst wieder baumfonnig in immer feinere, schlieBlich in die Capillaren iiber- jrehende Aste nncl Astchen verzweigen. Unter einander gehen die feineren Aste vioH'ach Verbindiuigcn (Anastomosen) ein, so dall bei Verstopt'ung eines derselben das Blut in der Regel diirch eiuen andercn Ast (Collateralkreislauf) in den be- treft'enden Korperteil gelangen kann. Ini Gegensatz zu den Venen stellen die A. starke Rohren mit dicker elastischer, glatte Muskelfasern en thai ten der Wand dar, die sich nach der bei jeder Zusam- nienziehung der Herzkannnern erfolgenden Einpressung von Bint jedesmal etwas er- weitern, sofort daranf aber infolge der ElastizitJit ihrer Wandungen wieder ver- engcrn, was an den grofieren Arterien als Pnlsschlag deutlich wahrnehmbar (tiihl- ban ist. - - Das in den A. stromende Blut larterielles Blut) ist sauerstoffreich, da- her (vgl. Haemoglobin) von hellrotlicher I Farbe. Gegensatz: venoses Blut, von blan- licher Farbe. Eine Besonderheit haben die Lungen- arterien (Arteriae pulmonales). Sic fiiliren das Blut voni Herzen zu den Lungen u. enthalten also venoses Blut. Vgl. Kreislauf. dnT)]oia, Schlagader. pnhus, Schlag, Stofi. collaterah's, neulat. seitlich ( latiis, en's, Seite). Arterienbogen, Artenenstiel, Arthrogastren, Gliederspinnen, U. Kl. der Spinnen, mit deutlich gegliedertem Hinterleib (Abdomen). Arachnoideen. 1. Ord. Solpugen, Walzenspinnen. 2. Orel. Phrynoideen, Geifielspinnen. 3. Ord. Scorpionideen, Skorpione. 4. Ord. Pseudoscorpionideen, Afterskor- pione. .'). Ord. Phalangioideen, Afterspinnen. (indoor, Gelenk, Glied. j'ceoTj;o, TQog, Bauch. Arthropoden, GlioderfiiBer, der die bilateralen, wirbellosen Tiere mit langsge- gliedertem Korper und gegliederten Seg- mentanhangen (Gliedmafien) umfassende Hauptstamm des Tierreichs. Der Korper ist mit einer Chitinschicht bedeckt, welche von dem Ektoderm (hier Hypodermis ge- nannt) ausgeschieden ist. Der Korper selbst und die GliedmalJen bestehen aus harten Ringen und Rohren, welche alle durch weichere Haute verbunden sind. s. Aorta. I. V. St. Branchiaten, Kiemcnatmer. 1. Kl. Crustaceen, Krebstiere. II. U. St. Tracheaten, Tracheenatmci. 2. Kl. Protracheaten (s. Peripatus). 3. Kl. Myriapodrn, TausendfiiSer (zahlreiche Beinpaare). 4. Kl. Arachnoideen, Spinnen ivier Beinpaare). ,"). Kl. Hexapoden, Inscktcn (drei Bein- paare). jrovc, jTodos, Full. Arthrostraken, s. Edriophthalmen. Articulare, ei)) primiirer Knocheu des Visceralskeletts der Wirbeltiere, der au deni hinteren Ende des Unterkiefers (Man- dibulare, s. d.) hervorgeht und dessen Ge- lenkverbindung mit dem Kieferstiel (Qua- dratum) herstellt; bei den Saugetieren wird das A. ebenso wie das Quadratum durch Funktionswechsel zu einem der Gehor knochelchen (Hammer, s. d.). art/citlaris, zum Gelenk (articnhnl gehorig. Articulaten, 1. Gliedertiere ml- sclbstandiger Typus IS 12 von Cuvier aut- gestellt, von Siebold 1S4S in Anneliden und Arthropoden aurgelost, von Haeckel wieder aufgenommen), selbstandiger Stamm der Metazoen mit bilateral-syinmetrischem, ge- gliedertem Korper, dessen zahlreiche hinter- einander liegende Metameren urspriinglich alle die gleiche Organisation besitzen. Die Haut sondert eine Chitin-Cuticula ab, die vielfach einen festen gegliederten Panzer darstellt. Das Riickengefafi (Dorsalherzl befindet sich u'ber dem Darm. Das Ner- vensystem besteht aus einem Paar Gehirn- knoten (Cerebral-Ganglion), einem Schlund- ring und einem gegliederten Bauchmark (,,Strickleiter-Xervensysten)"). Der A. -Stamm umt'aBt die Ringeltinv (Anneliden), Krustentiere (Crustaceen) und Luftrohrtiere (Tracheaten). 2. Gliederlilien, Articulosen (Haeckel), Neoeriniden (Carpenter), mit weicher mem- branartiger Kelchdecke und offenen Am- bulakral-Rinnen versehene Crinoideen (s.d.). Trias bis Gegenwart. articithts, Glied, Gelenk. Articulatio, s. Segmentierung. Articulatio pedis, Is.Sprung- Articulatio talo-cruralisj gelenk. Articulation, s Gelenke. 44 Art iodactvlen Asconen Artiodactylen , Paarhufer, Paar- zcher. U. O. dcr Huitiere, mit paarigen (2 oder 4) Zehen. Diplarthren, Ungu- laten. Placentalien, Mammalien. 1. U. O. Chocromorphen , Bunodontia, schweineartige Tiere. 2. U. O. Ruminantien , Selenodontia, Wiederkauer. Zwischen beiden stehen die Bunolopho- dontia mitausschliefilich fos.silen Vertretern. UQTIOS, gerade, paarig. ddxrvhos, Finger, Zehe. Arvicoliden, Wiihlmause, Fam. der Nagetiere; die Xagezahne sind vorn gelb. Ohren ganz ini Pelz versteckt; leben unter- irdisch und nahren sich von Pflanzenkost. Rodentien, Placentalien, Mammalien. Arvicola arvalis Pall., Feldmaus. armm, Acker-, Saatt'eld. colere, bewohnen. Aryknorpel, s. Kehlkopfskelett. arytaenoides, gieSbeckenahnlich; car- tilagines arytaenoides, die GieB- beckenknorpel des Kehlkopfskeletts (s. d.). Ascalaboten, Geckotiden, Haft- zeher, Geckos, U. 0. der Echsen , von molchartigem Ausseheu, mit plattem Kor- per, mit breiteu Haftlappen an den FiiBen, mit deren Hilfe sie sich an glatten, senk- rechten , selbst iiberhangenden Wanden festzuhalten und fortzubevvegen vermogen. Besitzen eine Stimine; fiihren eine nachtliche Lebensweise und nahren sich von Insekten. Lacertilier, Lepidosaurier, Reptilien. Ascalabotes fascicularis Daud. (Ta- rentola mauretanica L., Platydactylus mu- ralis Dum. et Bibr.) Mauergecko, mit un- gleichartig beschuppter Haut, in Siid- europa. aaxa/Mj-lc'iTii; , griech. Name des Tieres. Gecko, nach einem lauten, wie ,,gek" klin- . genden Ton, den sie nachts horen lassen. fasciculus, kl. Biindel (fascis), wegen der in Gruppen stehenden Schuppen der Haut. Tarentola v. Tarent, Stadt in Unteritalien. niaiii-etanicus, in Mauretanien (Algier) lebend. .T/.rm'c, breit. ?)dxT>'/.<>;, Zehe. mums, Mauer. a 2 act Ascalaphus italicus Fabr., Schmet- terlingshaft, in Italien vorkommende Art der Plattflugler. Myrmeleontiden. Planipennien , Neuroptereu, Insekten. <\o-/.(U.a(ff>: , ein Xachtvogel (bei Aristo- teles). Ascandra, s. Asconen. Ascariden, ^puhv firmer, Fam. der Fademviirmer, im Darme von Wirbeltieren schmarotzend. Xematoden, Xemathel- minthen. Gatt. Ascaris, Oxyuris. Ascaris lumbricoides L., gemeiner 8pulwurm (Fig. rjO); im Diiiindarm des Mensehen. uoxagt? , ein Eingeweidewurm (bei Ari- stoteles). lumbricoides, einem Regemvurm (Inmbricits) ahnlich (si&os, Aussehenl- ascendens, autsteigend; Aorta asccn- dens, !)eim Menschen der erste Abschnitt der Aorta, welcher vom Herzen aufwiirt- steigt und in den Aortenbogen iibergeht. Ascidiae compositae, s. Synascidien. Ascidiaeformes, J g Teth deen . Ascidten, Ascoglossen, Saccoglossen, Hinter- kiemenschnecken mit langer schmaler Ra- dula, deren verbrauchte Zahnchen in eiuer Tasche am vorderen Ende der Radula auf- bewahrt werden. Opisthobranchier, Gastropoden, Mollusken. doxfis.Schlauch. sairns,Snc\\. yAwooa, Zunge. Asconal-Typus, s. Asconaten. Asconaten (Haeckel 1896), Rohren- schwamnif, Spongien, bei denen die Gastralhohle in ihrer ganzen Ausdehnnng von Geiselepithel ausgekleidet ist. Die zufiihrenden Kanale sind einfache Sidi- locher (Ascoporen) in der diinnen Wand (Fig. :il). Asconal-Typus. Gegensatz: Camaroten (s. d.). Asconen, A.-cnniden (Haeckel 1872), niederste U.O. d. Kalkschwamme, einfache- oder stockbildende, schlauchformigo For- men vom Asconal-Typus, mir diinner, von Fig. 30. Ascans lumbricoides uuis H.u- schek). ' dorsale, ;, Schild. X KI '8> Z f '& ( *^> Hand, Ann (= Tentakel). Aspidocotyleen (MonticeUi 1892), U.O. der Saugwiirmer (Trematoden) mit groBem bauchstiindigem Haftapparat, ohne Mund- saugnapf. xorvAr], Hohlung, Napf. Aspidonier, Palaeostraken, Schild- tiere, Name, unter welchem Haeckel die f'ossilen Trilobiten und Gigantostraken mit den noch lebenden Xiphosuren als unterste Gruppe d. Krebse (Crustaceen) zusam men- tal !t. nal.aio^, alt. oOTQCutav, Schale. Asplanchnidenfz.B.AspIanchnaSieboldi Leyd.), Fam. der Radertierchen, dadurch gekennzeichnet, daP> ihr Darm blindge- schlossen ist, Enddarm und After also fehlen. Rotatorien. d-. ohne. O3iJMyj(vov , Eingeweide. Asseln, s. Isopoden. Asselspinnen, s. Pycnogoniden. 46 Assimilation - Asteroiden Assimilation, derjenige Vorgang inner- halb der Organismen , durch den Be- standteile ihrer Nahrung zu Bestandteilen ihres Korpers umgewandelt (assimiliert) werden. - - In der Botanik versteht man unter Assimilation in erster Linie clir untcr dm! EinfkiB des Lichtes stattfindende Bil- dung von Starke aus Kohlensaure und Wasser. assinu'larc, ussimtt lore , ahnlich (similis), machen. Association, Vergesellschaftung, Gesellschaftsbildung, in der Zoologie die Vereinigung zweier oder mehrerer Tiere zu Paaren, Schwarmen, Tierstaaten etc. associare, beigesellen , vereimgen (sochts, Genosse). Assulae, die Kalkplatten des Haut- skeletts der Seeigel ( Echinoideen). assnla, kleir.es Brett (assz's). Astaciden, s. Nephropsiden. Astacus fluviatilis L. , Edelkrebs, FluBkrebs, Art der Scherenkrebse; in Mitteleuropa friiher allgemein verbreitet, jetzt durch die Krebspest in manchen Gegen- Fig., 33. Asterias rubens. Von der Riickenseite gesehen. Ludwig. den ausgcrotti-t. Xeph ropsiden, Rep- lantien, Macruren, Decapoden, Podophthal- Malacostraken, Cnistacocn. of, eine Krebsart. fluviatilis^ im FluB 'hirius) Icbend. Aste, s. Federn. Aster, vgl. Mitose. Asteracanthion, s. Asteriaden. Asteriaden, Fam. der Seesterne, mit langen, stacheltragenden Armen; FiiBchen vierreihig. Asteroideen, Echinodermen. Asterias (Asteracanthion) glaci- al is J. Miill., eine der gewohnlichsten Formen in den europaischen Meeren. Asterias rubens L., Fig. 33. An deit nijrdl. und westl. Kiisten von Europa. am>iQia<;, gestirnt, von uaTt'/Q, Stern, atfdv- ihnf. kleiner Stachel (axarda), glac/alis, eisig (im Eismeer lebend). rnbens, rotlich. Asterideen = Asteroideen. Asteriden = Asteriaden. Asteriniden, Seesternchen, Fam. der Seesterne; von geringer Grofie. Aste- roideen, Echinodermen. Asterina gibbosa Forb. (Asteriscus verruculatus Miill. u. Tr.), mit kurzen Armen und gewolbtem Riicken. asterina, kl. Stern (aster), gibbits, Buckel (gewolbter Riicken). vfrrncnlatits, Warz- chen (verruca, Warze) tragend. doTfo/o^Os,. Sternchen, kleiner Stern (a,OTr)Q). Asteriscus , grofier Htirstein (Otolith) im Labyrinth der Knochen- ti>che (Teleosteer). Asteriscus verrucu- latus, s. Asteriniden. Asteroideen, Stel- leriden, Seesterne, Kl. der Stachelhauter, meist von der Gestalt eines flachen oder inir wenig gewolbten, fiint- strahligcn Sternes; Am- bulacren nur an der Tnterseite, mit offeueu Rinnen. Die Arme, die breit und abgeflacht sind, gehen allmahlich in den scheibenformigen Korper iiber. Haut mit beweg- lichem Flatten panzer, Arme von Ambulacral- Echin oder men. Nach wirbeln gestiitzt. Haeckels System r] , Gestalt. irregularis, unregelmal'iig. 48 Asymmetron lucayanum - Atlas Asymmetron lucayanum Andrews (Paramphioxus lucayanus), eine dem Am- phioxus lanceolatus nahestehende, in Ame- rika gehindene Art der Rohrenherzen. Leptocardier , Anamnien, Vertebraten. .-rnod, neben, bei. Amphioxiis, s. d. Lti- caya, eine der Bahamainseln (siidostlich von Nordamerika). Atalantiden (Atalanta) = Atlantiden (Atlanta). Atavism us, Riickschlag, Wieder- erscheinen von Merkmalen der Vorfahren, eine besonders in der Tierzucht haufige Erscheinung, dafi bei Individuen gewisse Eigenttimliehkeiten in der Korperbildung, Farbung etc. auftreten, die der oder den umnittelbar voraufgehenden Generationen fehlten, dagegen einer der fruheren an- gehorten ; so. z. B. die Erscheinung, dafi niitunter einzelne Pferde gefarbte Quer- ringel an den Beinen etc. zeigen, die auf eine dem Zebra (Equus zebra) ahnliche Urrasse der Pferde hinweisen. Man kann sich diese Erscheinung durch ein besonderes ,,Gesetz der latenten Vererbtmg" erklaren. Zuweilen ergibt sie sich aus dem Biogene- tischen Grundgesetz (s. d.), nach welchem jedes lodividuum wahrend seiner Entwick- lung die Zusiancle seiner Ahnen wiederholt und daher, wenn fur gewisse Charaktere eine Hemmung in der Weiterbildung auf- tritt, hierin gewiseermaBen auf einer alteren Entwicklungsstufe stehen bleiben kann. atavus, Urahn. Atelostomata, s. Petalostichen. Atemhohle, s. Mantel. Atemloch, \ ^ p orus branchialis< Atemporus, J Atemrohren, s. Sipho (2). Ateuchus sacer L., (= Scarabaeus sacer) der heilige Pillendreher der Agyp- ter, ein Kat'er, welcher aus Mist eine Kugel formt, die in eine Rohre gerollt wird und als Nahrung fiir dieLarve dient; auf Gem- men und Denkmiilern abgebildet. Lamelli- cornier, Col copter en, Insekten. sacer, heilig. a-, ohne. TSV/^, Waffe. Atheca, s. Dermochelys. Atheconier (Haeckel IHUii), Athecen (Ope u. a.), Pflasterschildkroten, U. Kl. der Schildkroten, deren Hautskelett aus zahlreichcn kleinen Knochenplatten ge- bildet ist, die mit dem inncren Skelett nicht in Verbindung stehen. Rippen frci. Chelo- uier, Reptilien. Die einzige lebende Familie: Sphargiden, wird von anderen (Baur, Zittel, Fiirbringeri den Cryptoderen eingereiht. Vgl. Dermo- chelyer. n.-, (ihne. fli'/x)], Behalter, Schachtel, Kapsel. Athene noctua Gray, Steinkauz, Art der Eulen; in Deutschland gemeincr Htandvogel. In alten Gemauern und Stein- briichen, jagt schon vor Sonnenuntergang. Sein Ruf Kuwitt (,,Komm mit") gilt dem Aberglauben als Todesbotschat't. Stri- giden, Nocturnen, Raptatoren, Carinaten, Aves. Afltfrt], Gottin der Weisheit, der die Eule heilig war. noctints, nachtlich von >io.\, noctis, Nacht. Atlantiden (Atlanta Peroni Les.), Fain, der Kielschnecken, irn Mittelmeer und in alien warmeren Meeren ha'ufig; pelagisch Fig. 35. Atlanta (aus Boas, Lehrbuch) f FuB, h Hinterende des FuBes, k Kopf mit Schnauze, s Saugnapf am mittleren Teil des FuBes, d Schalendeckel ruhend auf dem hinteren Teil des Fufies. lebend. Heteropoden, Gastropoden, Mollusken. Atlanta, nach dem Atlantischen Ozean be- nannt, der seinen Namen wieder von dem Gebirge Atlas im nordwestlichen Afrika fuhrt, auf welchem der Sage nach der Himmel ruhen soil. Atlas, der erste Halswirbel bei den hoheren Wirbeltieren (Amnioten), der einen schmalen, um einen Fortsatz des zweiten Halswirbels (Epistropheus) drehbaren Kuo- chenringdarstellt (Fig. 36) u. das Kopf.skelett tra'gt. Der Korpcr dieses Wirbels, welcher keine Rippen triigt, ist bei den meisten Amphibien (Ausnahme Pipa) noch selb- Atmungsdarm - - Atta cephalotes 49 stiindig, verschmilzt aber bei den meisten Reptilien (Ausnahme Crocodilier) und bei alien Vogeln und Saugetieren mit dem Epistropheus zum Dens Epistrophei (Zahn- fortsatz des Epistropheus). "At&as, ein die Saulen des Himmels tragen- der Titan der griechischen Sage, s. auch d. vorigen Artikel. Fig. 36. Atlas u. Epistropheus (n. Heitzmann). A Atlas, E Epistropheus. Atmungsdarm, drr mit. Kiemenspalten versehene Absi-hnitt des Darmkanals. Vorgl. Kopfdarm. Atmungsorgane, s. Respirations- organe. atok, | , . \ s. Nereiden. Atokie, | Atolle, ringformige Korallenriffe, zum Teil von bed eu ten der Grofie, deren Bildung dadurch (Darwin und Dana) erkliirt vvird, da(5 das Rift* urspriinglich um einen Berg im Meere gelagert war, der allmiihlich ver- sank, \vahrend das Riff entsprechend der Senkung sich durch die stete Tiitigkeit der Korallt.'ntitTi! erhohtc (vgl. Ant.hozoen). Atoll, malayischer Name fiir die ringfor- migen Korallenriffe oder -inseln. Atome, s. Atomismus. Atom ism us, Atomlehre, die in der moderiK'n (Jhemie und Physik allgemein herrschcnde Anschauung, daft alle Elemenfe aiis getrennten, gleichartigen, unverander- liclu-ii , kleinsten Teilchen (Atome) zu- sammengesetzt sind, die selbst nic-ht mehr weiter zerlegt werdeii konnen. u-ro/i os, unteilb. v. Tffireiv, zerschneid., zerleg. Atrio-Ventricularklappen , S e g e 1 - klappen, Segelventile, zwei iu mehrere Ziegler, Zoologisches Lexikon. Zipfel geteilte Membranen im Herzen der Siiugetiere, die dazu dienen, die Herzkam- mcrn (Ventrikel) wahrend ihrer Kontraktion (Systole) gegen die Vorhofe (Atrien) ab/.u- schliefien. Die dreizipfeligo Klappc x,\vi- schen rechtem Vorhof und Ventrikel wird als Valvula tricuspidalis, die linkc, zweizipfelige als Valvula bicuspidalis, wegen ihrer Ahnlichkeit mit einer Bischofs- miitze auch als Valvula mitralis be- zeichnet. Bei der Kontraktion der Ven- trikel miifiten beide Klappen jedoch durch das andrangende Blut in die Vorhofe hin- eingeschleudert werden, \venn sie uicht an ihren freien Randern durch sehnige Faden (Chordae tendineae), die von warzen- tormigen Muskelvorspriingen der Ventrikel- wand (Papillarmuskeln, Musculi pa- pi Hares) ausgehen, festgehalten wiirden. f/frt'um,VorboL ventriculi/s, Herzkammer. valvula, kleiner Tiirfliigel (valni). fiiTpi], Miitze. fricuspis, dreispitzig. b/cuspis, zwei- spitzig. %o@d>'j, Darmsaite, Sehne. iendo, i/iis, Sehne. muscuhis, Muskel. papilla, War/.e. Atrium, s. Vorhof (des Herzens). atroch nennt man die frei herumschwar- menden Larveii einiger mariner Borsten- wiirmer (Polychaeten), die sich von der typischcn Trochophoralarve (s. d.) der Anneliden durch das Fehlen der Wimper- reifen unterscheiden, vi el mehr an derganzen Korperoberflache bewimpert sind. 7yo^oV, Rad, Reifen. Atrophie, die durch mangelhafte oder ge- stiirte Ernahrung veranlafite Verminderung d. Masse eincs Organismus od. einzelner Teile desselben; atropbisch, inlolge mangelhaf- ter Ernahrung verkleinert, riickgebildct. a-iQocpia. Mangel an Nahrung (TQE^EIV, er- uahren). Atta cephal otes Kb., P 1 a 1 1 s c h n e i d e r- ameise, amerikanische Art der Ameisen, deren groBkopfige Arbeiter Pflanzenblatter ran ben, zerkauen und auf dem dadurch gewonnenen Material in unterirdischen Gale- ric-n Pilzmycelien ziichten, deren Fadcn- enden zu rundlichenbirnartigen Knoten an- schwellen und den Tieren als Hauptnahrung dienen. Formicarien , Aculeaten, Hy- menopteren, Insekten. Atta, rom. Beiname fiir Leute, welche auf den Sohlenspitzen gehen (wahrscheinlich von (iiTfii' , luipfen). xsA vordere Augenkammer, /Iris, hA hin- tereAngenkam- mer , z Zonula Zinnii, Os Ora serrata, Sc Scle- ra, Ch Chorioi- dea, R Retina, p Papille des Sehnerven, i Macula lutea (Stelled.scharf- sten Sehens), 7'OScheide des N. opticus, XO N. opticus, C Arteria centra- lis, Cc Corpus ciliare, L Linse, Ci> Glaskorper. Nackcn, Hals. Lama, Llama, vaterlandischer Name. auditorins, zum Ohr gehorig; Meatus auditorius externus, der auSereGehor- gang, v. d. Ohrnmsohel bis zum Trommelt'ell. ai()a, Kugel. Aura seminal is, Samendunst, nach Ansicht der alten Praformisten ein fliirh- tiger Stoff, der vom Samen ausgehen und das Ei zur Entwickelung veranlassen sollte. aura, Luft. WHICH, Samen. Fig. 38. Aurelia aurita. Ohrenqualle. Aurelia aurita - Autolytus prolifer Aurelia aurita L. , Ohrcnqu.il Ic, Ohrenmeduse, Art der Scheibenquallen, mit zahlreiehen, kurzen Tentakeln am Rande 8); die gewohnlichste Qualle der europaischen Mcere; oft in unge- heueren Sckwarmen auftretend. Farbc sehr abandernd, bald blafiviolett, bald mehr ins Rote spielend. Semostomen, Discome- d n sen, Scyphozoen, Cnidarien. Aurelia, romischer Eigenname. aiiritus, mit Ohren (wires') versehen. Auricula, s. auBeres Ohr. Auriculae cordis, s. Herzohren. Auricularien (Job. Miiller 1849), die durch den Besitz kurzer, ohrenformiger Fortsatze ausgezeichneten, bilateral gebau- ten Larven der Seewalzen (Holothurien). auriculum, kleines Ohr (auris). Auris, s. Ohr. Auronecten (Haeckel 1888), Auro- phoriden, Ord. der Siphonophoren, mit grower Schwimmblase (Pneuniatophore), einem Kranz von Schwiimnglocken (Necto- phoren) and einer Luftglocke (Aurophore). Die knorpelharte Gallertmasse des Stam- mes ist von einem dichten Kanalnetz durch- zogen. Siphonophoren, Cnidarien. at'Qa, Luft. rtjxios, von rtfon), schwimmcn. Aurophore (Haeckel 1888), Luft- glocke, eigentumliches, blasenformiges Organ mancher Siphonophoren (Auro- necten, s. d.), das als ein Regulator der Luftfullung der Schwimmblase .(Pneuniato- phore) gedeutet wird. ai'na, Luft. rpnneTr, tragen. Auslese, s. Selektionstheorie. Ausspritzungsgang, s. Samenleiter. AuBenblatt, s. Ektoderm. auBerembryonale Leibeshohle, s. Interamnionhohle. auBerer Gehorgang, s. Meatus acu- sticus externus. auBere Chordascheide, s. Chorda- scheiden. auBerer Leistenring, s. Leistenring. auBeres Ohr (Auricula), der aus der Ohrmuschel (Concha auris) und dem a'uSe- ren Gehorgang (Meatus auditorius exter- nus) bestehende, anBerste Abschnitt des Gehororgans der Saugetiere. auricula, das aufiere Ohr (auris). Auster, s. Ostrea. australische Region, Xotogaea, eine der tiergeographischen Kegionen, gebildet von Australien, Neuguinca und der dazu gehorigen Inselwelt (Celebes, Molukken, Tasmania, Ncuseeland , Polynesien dr.), am besten charakterisiert durch ihre Beutel- ticrfauna (Marsupialier). Das Gebiel der australischen Region ist seit der Tertiarzeit mit den andercn Kontineiiten nicht mehr in Verbindung, wodurcb die Eigenarligkeit der Fauna sich erkliirt. auster - VOTOC;, Siidwind. yam, Krde. Auszugsentwicklung,s. Palingenesis. Autechiniden (Haeck. 180G), Euechi- niden (Bronn) , U. Kl. der P'chinoideen, dercn Panzerkapscl stets aus 20 Platten- reihen besteht: 5 Paar Ambulakralreihen (mit Poren zum Anstritt der FiiSc-heii) wechseln regelmafiig ab mit 5 Paar Inter- am bulakral-Reiheu. Die A. werclen ein- geteilt in regulars (Kegulares), halbregulare (Subregulares) und irregulare (Irregulares) oder in Desmostiche (= Cidaronien), Antho- stiche (= Glypeastronien) und Petalostiche (= Spatangonien). arro's, selbst. Echiniden s. d. autodont ist ein GebiS (bei einem Teil der Selachier), desscu Zahne locker und frei im Corium der Mundschleimhaut sitzen, also noch keine Beziehung zu den Skelett- teilen gewonnen habcn. or)oiftr, losen. proles, Nach- kommenschaft. ferre, tragen. jrnhvs, viel. primQi'%o? , krauses Haar. aaxxo; , aus Haaren geflochtenes Zeug. Ncreiden s. d. Automelen nennt Haeckel die freien paarigen Gliedmafien zum Unterschied von der innen gelegenen Melozona, dem Ex- treraitatengurtel. //fV.oc, Glied, Arm, Bein. Autophagen, s. Nestfliichter. Autopodium, der dritte Hauptabschnitt dor freien Gliedniafien der vierfiifiigen AVirbeltiere: vorn Hand, bin ten FuB. .Tof's, .TO^OC, FllB. Autostraken, s. Caridonier. Autotomie, Selbstverstiim melung, die Fahigkeit zahlreicher niederer Tiere ( Wiirmer, Mollusken , Echinodermen, A rthro- poden),80wieeinigerWirbeltiere(Eidechsen), irgendwie festgehaltene, stark eingeklennnte oder gequetschte Teile ihrcs Korpers fahrrn zu lassen oder abzuwerfen und dadurch ihre l^rciheit wiederzuerlangen. Das Abwerfi-n der Teile geschieht reflektoriscb ant' den beftigen lieiz kin und ist von uueihcblicheni EP s Wff Fig. 40. Das Gefieder von Fa lea /nuian'ns (aus Schmarda). HS Handschwingen, ^.S'Ann- schwingen, jS/^Eckflugel (Alula), SF Schulter- fittich (Parapterum), D, /X, D" Deckfedern, Sz Steuerfedern (Rectrices), Bz Biirzel, Z Lauf, Zh Zehen, A^Nacken, Br Brust, Ba Bauch, K Kehle, rrWange, ^"Hinterhaii|->t. .V, -h Scheitel, .S7 Stini, ll'If Wachshaut mit Nasenlochern, /' Mrste des Oberschnabels, f)i DillenkaiUe des Untcrschnabels, Z, Ziigel ^vor dem Auge). A ves 55 Schutz- odcr Wbhlfahrtseinrichtung auffassen, die den Tieren gestattet, niannig- fachen Gefahren zu entrinnen. mill'/, Schnitt von xsfjtvsiv, schneiden. Aves, Vogel, Kl. der Wirbeltiere; be- fiedert (Fig. 40); warmblutig; atmcii durch knot-lion zu einem cin/.i^on Stiit-k (dem Lauf) vcrschmolzen (Fig. 1 1 mt). Fiific mit'l! od. 4, selten 2 Zehen (Fig. 39). Die Vogel stehen in vieler Hinsic-ht den Reptilien nahe und sind sicher mitdiesen stammverwandt (s. Archao- opteryx). Sauroj)sid., Ainniot., Vertebratcn. Fig. 41. Skelett eines Raben. /, _', 3 erster bis dritter Finger, / und 4 erste und vierte Zehe, ca Handwurzel, cf Schliisselbein, co Coracoid (groikenteils von h verdeckt), f Fibula, h Humerus, /'/ Darmbein, // dessen vordere Partie, is Sitzbein, mc^ und mc 3 erster und dritter Mittelhandknochen, mt groBer Mittelfufiknochen (aus den verwachsenen MittelfuBknochen Nr. 2 4 bestehend, mf t erster Mittelfufiknochen, n Nasenloch, p' Schambein, r Halsrippen, ra Radius, s letztei Schwanzwirbel (Pygostyl), sc Schulterblatt, sf Brustbein, u Ulna (nach Boas). Lungen; legen ausnahmslos hartschalige Eier. Das vorderste Gliedmafienapar ist zu Fliigeln umgestaltet, am hiuteren Glied- maBenpaar sind Ful5vvurzel- u. Mittelhand- I. U. KI. Saururen (Arcbaeopteryx). II. U.K1. Carinaten. Mit Brustbein kani ID. III. U.K1. Ratiten. Ohne Brustbeinkamm. av/s, Vogel. Avicularien Backenknochen Avicularien, in den Kolonien vieh-r ectoprocter Moostierchen (ectoprocte Bryo- zoen) int'olge des hier zur Ausbildung ge- langten Polymorphisms sich finclende, eigentiimlich umgebildete Individuen, deren Korper das Polypid (s. Cystid) verloren hat und stattdcssen zueinem vogelschnabel- artigen Greifapparat unigestaltet ist, der wie eine zweiarmige Zange wirkt. avicula, kleiner Vogel (avis). Aviculiden, Vogelrauscheln, Fam. der Muscheln, mit fliigelartigen Fortsatzen am Schlofirand derSchalen. Heteromyarier, Anisomyarier, Protoconchen , Lamelli- branchier, Mollusken. Axen des Tierkorpers, s. Richtaxen. Axcnkanal, der Hohlraum, der sich im Innern der Skelettelemente (Nadeln) der Kieselschwjimme befindet und durch sein Vorhandensein unzweifelhaft selbst bei sehr komplizierten Form en des Skelettes er- kennen lafit, wie viel Strahlen die Nadel- form ttrspriinglich besessen hat. Der A. ist bei frischen Nadeln sehr fein; er er- weitert sich aber durch Maceration und besitzt bei fossilen Nadeln oft ein betriicht- liches Lumen. Axenzylinder, s. Nervenfasern. Axenzylinderfortsatz, s. Ganglien- zellen. Axenfaden, der feste elastische Faden, welcher die Axopodien (s. d.) der Helio- zoen stiitzt. Axenfibrillen, s. Nervenfasern. Axenplatte, s. Urmund. Axenskelett, Chordoskeleton, das in der Langsachse des Korpers der Wirbel- tiere gelegene, sttitzende Knochengeriist, bei den Acraniern von der Chorda dorsalis gebildet, bei den iibrigen Wirbeltieren von dor8a|is< der an ihre Stelle trefenden \Virbelsaule, zu der in der Regel noch das Kopfskelett (Schadel) als vordersler Abschnitt des Achsenskeletts hinzugerechnet wird. a^cor, Achse. axsksror, eingetrockneter Korper. Geiippe. Axenstab, J s Axenstrang, I axillaris, zur Achselhohle (axilla) ge- horig. Axolotl, s. Amblystoma. Axopodien, s. Pseudopodien. azoisches Zeitalter, s. archozoisches Z. Aztecainstabilis Smith, Art , d. Amcisen. Formicarien, Aculeaten, Hymenopteren, Insekten. Azteken , der in Mexiko /ur Zeit Cortez (Anfang des 16. Jahrhunderls) herrschende Volksstamm. instabilis, unbestandig. Azygobranchier, Gruppe der Vorder- kiemenschnc'cken, mit machtiger, unpaarer, linksgelegener Kieme von kammformiger Gestalt; rechter Vorhof blind geschlossen oder fehlend. Rhipidoglossen, Diotocardier, Prosobranchier, Streptoneuren, Gastro- poden, Mollusken. avyoz, unverbunden, unvermahlt, unpaar. ftQayX/a, Kiemen. Azygomelen (Haeckel 1895), der me- diane unpaare Flossensaum der Acranier und Cyclostomen, der zum Teil auch noch bei den Fischen, den Dipneusten und den Larven der Amphibien erhalten ist. Ge- gensatz: Zygomelen. /.. Ornithorynchus, manehe Beuteltiere (Phas- colarctus, Perameles), Nagetiere (Cricetus, Arctomys etc.) and vide catarrhine Afl'en. Backzahne, s. Dentes molares. Bacterien 1. niedere Organismen von Kngelform, Stabchenforno oder Schrauben- fonn. ohne Pseudopodien, gewohnlich dm Schizomyceten (Spaltpilzen) zugerechnel ; von Haeckel als Protisten niedersten Ranges (Archezoen) aufgefafit und. da ein Zellkern nicht nachgewiesen, zu den Moneren ge- stellt. Die Fortpflanzung der B. ist eine fortgesetzte Querteilung, wobei oft die Teil- individncn zu oiner Kette vereinigt l)lt'i- ben. Die Fortbewegung geschioht durrh Geisdn; in ruhendem Znstaiide scheiden sic vielfach L'ine CTallertmasse au.s (Zoo- glooa ). oogp * I. Symbiotische I!., niity.lii'h fur die Ernahning und Entwicklung der von ihnen brwdlmten I'lhiu/cii u. Tiere. '2. Stablimsrliivrkcn, Gatt. der Gesponst- heu-sohrecken , diirrcn Zwoigi-n (vgl. I\Ii- micry) ahnlich. Ph asm id en, Gressorien, Orthoptercn, Insekteii. fiaxTtjyior, kleiner Stab (fidxTQOv), r>r/nToa (sphaere] Kugel. nn^o: , Stuck, Stab. n^fuja, Windung. J."*'////. Saucrteig. .-rai'ln;, Krankheit. Symbkisc, s. d. Balaeniden, (i 1 a 1 1 \v al o , Fain, Bartenwale, ohne Riiekenflosse, mit glatter, an der Bauchseite nicht gefurchter Hant (vgl. Balaenopteriden). Mysticeten , < V- taceen. Cetomorphen, Placentalien, Mam- malien. Balaena my slice tus Cuv., Gronlands- wal, 15 20mlang; grofites aller lebenden Tiere; erreicht ein Korpergewicht von KioOOO kg. Das Maul ist 56 m lansr und 3 4m breit: in ihm befinden sich ML;. 42. Pathogenc Bac- terien. n Eitercoccen, b Erysipelcoccen, c Tripper- coccen , $, Bart und xfjroc;, grofier Meerfisch, Walfisch), bei Aristoteles ein Tier, welches statt der Zahne Barten ini Munde hat. Balaenopteriden , F u r c h e n w a 1 e , Fam. der Bartenwale, mit hoher, seitlich zusammengedriickter Riiekenflosse und viel- fach gefurchter Bauchseite. Mysticeten, Cetaceen, Cetomorphen, Placentalien, Mam- malien. Balaenoptera musculus Bias., Finn- fisch, Riesenwal, 2030 in lang, iibertritft also an Liinge den Gronlandwal, den er 58 Balaniden Balken abrr an Gowicht nicht erreicht). B. ro- strata Gray, Z\vcrg\val, nur bis Dm lang. .-TTFfinr, Fliigel, Flosse. iiiiiscuhts, eine grofie Barten-Walfischart (bei Plutarch). rostratus, mit einem Schnabel (rostrum) versehen. Balaniden, Operculat en, See- pocken. Fam. der gedeckelten Ranken- fufikrebse. Ohne Stiel der Unterlage auf- sitzend (Fig. 43). Operculaten, Cir- ripedien, Entoniostraken, Crustaceen. Pfdavoc, Eichel, auch eine Seemuschelart. operciilum, Deckel. Balanus, - Balaniden. Fig. 43. Gehiiuse von Balanus Hameri (aus Lang nach Darwin) in seitl. Ansicht, s Scuta, t Terga. Balaninus, Nufibohrer, Gatt. der Riisselkafer, legt seine Eier in angebohrten Eicheln odor Niissen ab, die spiiter von den Larven ausgefressen werden. Cur- culioniden, Tetrameren , Coleopteren, Insekten. Balaninus g 1 a n d i u in Marsh . , Eichel - bohrer. B. nucum L., Haselnufibohrer, Hasel- nuSriifiler. ^o/ai'oc, glans, Jis, Eichel. mix, cis, NuB. Balanoglossus, Gatt. der marinen, nach ihrom Eichel-ahnlichen Riissel so benannten Eichehviirmer; mil Kienien- spalten (Fig. 44). Die Larve ist eine Tornaria (s. d.i. En teropn eus ten , Vennes. yicbaaa, Zunge. in/niitits, klein von mi- ititerc, vermindern. Balantidium coli Mahnst., Art der Wimperinfusorien, mit drehrnndem bis eiformigem Korper, ini Dickdann des Sehweins, seltencr des Menschen (bei Diar- rh.6en)(Fig. 45). Bnrsariiden, Heterotrichen, Ciliaten, Protozoen. fiaiavridiov, kleiner Bcutel (fiaj.drrtor). Dickdann. -.3'$ Q ,. ^,_, ,.. - m*.A Fig. 44. Balanoglossus Kowaleivskii (aus R. Hertwig, Lehrb.). t Eichel, kr Kragen, k KicMiienregion, g Gegend der Geschlechtsor- gane, db, vb dorsales und ventrales BlutgefaR. Balgdrusen, von einer bindegewebigen Hiille (Balg) nmge- bene Lymphfollikel (s. d.) der Zungen- schleimhaut der Sau- getiere , iiber denen das Epithel in der Regel taschenartig eingesenkt ist. Balgscheide, s. Haarwurzel. Batistes capris- cus Grael., Driik- kerfisch, Art der Hornfische, mit seitlich zasammengedriick- tem Korper. Sclerodermen, Pleeto- gnathen, Teleosteer, Pisces. balista^ Wurfgeschofi von fidlfan; werfen. xa.To/o^roc, ein Fisch, der \vie ein Eber (xcutQO?) gninzt (bei Athenaeus). Balken idos Gehirnsi, .-. Corpus cal- losum. F"ig. 45. Balantidium coli (nach Leuckart aus Hertwig, Lehrb.). I'.ii nder Bastarde 59 Bander, s. Ligamente. Banderlehre, s. Syndesmologie. Bandwiirmer, s. Cestoden, smvie Tae- niaden. Bar, s. Ursiden. Barbus fluviatilis Ag., Barbe, Art der karpfen-ahnlichen Fische, mit 4 Bart- faden (2 am Mundwinkel, 2 an der Schnau- zonspitze). In Fliissen und BJichen. C'y- p r i n o i d e n , Physostomen , Teleosteer, Pisces. barbus, Barbe, von barba, Bart, fln-via- fi'l/s, im Flufi (flu-urns) Icbend. Barentierchen, s. Tardigraden. Barsch, s. Perciden. Barteln, s. Bartfaden. Barten, aus queren Falten des Gau- mens (wie sich sole-he auoh bei anderen Siiugetieren finden) hervorgehende, maeh- tige, bis zu 4 m lange, am Innenrande Fig. 46. Ouerschnitt durch den Vordcrkopf eines Bartenwales (aus R. Hertwig). b knor- peliges Septum narium mit Vomer, / hinteres Ende des Zwischenkiefers, in Oberkiefer, ic Unlcrkiefer, ba Barten, tu Zunge. ausgefranste Hornplatten, die in 2 Reihen je zu mehreren Hunderten hei den Barten - walen (Mysticeten) vom Oberkiefer hcrab- hangen (Fig. 4(5) und eine Art Sieb bilden, das beim Schliefien des Kachens, Avahrend des Ausstromens des aufgenommenen Was- sers, die mit demselben eingedruugenen, kleinen Meertiere zurtickhalt; liefern das ,,Fisch"bein. Bartfaden, Barteln, lange, diinne, als Tast- oder Lockorgane dienende Hautan- hiingc in der Nahe des Mundes vieler Fische. Bartholinsche Driisen (Glandulae Bartholinianae) , Duverney sche oder Ti edema n nsche Dr., 2 in den Scheiclen- einniiindende, accessorische 1 >riiscn des Aveiblichi-u Geschlechtsapparates man- cher Saugetiere. glandiiln, Drtise. Bartholinscher Gang, s. Speichel- driisen. basal, aut oder an der Basis gelegen, an der GrnmH'lache befindlich, nnten. /?aoe?, Grundlage. Basalien, vgl. Calyx. Basalmembran, cine an dor unlern Flache des Epithels dor aufieren Haut vieler Avirbelloser Tiere (Wiirmer etc.) ge- legene , diinne , strukturlose , homogene Schicht. membrana, Hautchen. Basal stumpf, s. Rippen. basilaris, s. basal. Basil iscus americanus Laur., Helm- basilisk, Art der Leguane, mit einem drcieckigen Hautkamm auf dem Hinterkopf . Iguaniden, Crassilinguien, Saurier, Le- pidosaurier, Reptilien. fSanifa'axos , kleiner Konig (f}aaiA.sv<;) , ein fabelhaftes Tier der Alten, eine Eidechsen- ait, Basilisk. Basioccipitale, s. Occipitalia. Basipodien (Haeekel ISO;")), die Wurzel- knochen der GliedmaSen bei den vier- fiifiigen Wirbeltieren, vorn die Handwurzel (Carpus), hinten die FuSwurxel (Tarsus) bildend. jrovg, jroi5oc, FuB. Basipterygium, s. Archipterygium. Basis Unterlage, Grundlage, Grund- flachc. Basis cranii, Schadelgrund, 8chadel- basis, die feste, ventrale Seite des Hirn- schadels der Wirbeltiere. xoarior, Schiidel. Basisphenoid, s. Sphenoidalia. Basommatophoren , Siifiwasser-Lun- genschnecken, U.O. der Lungenschnecken, mit '2 nicht einstiilpbaren Tentakeln, an deren Basis die beiden Augen liegen. Pul- munaten, Gastropoden, Mollusken. Fam.: Limnaeiden, Sumpfschnecken. ofifia, O.TOZ, Auge. '/ mjfir, tragen. Bastarde, Hyl)riden, die Produkte der Bastardierung (Hybridismns ), Kreuzung, d. h. die aus der geschlecht- lichen Vermischung von Tieren verschie- dener Arten (Spezies) hervorgehenden (SproB- linge; die B. tragen Charaktere beider Bas tardier u n i: Bauchgefafi Eltern in verM-hiodenen Mischungsgraden und sind >elbst haufig unfruchtbar, doch ist auch das Yorkommeii f'ruchtbarer Ba- >tarde init Sicherheit konstatiert; Bastar- (lierung ist meist niir zwischen zwei nahe verwandlen Alien (Spezies) moglich, z. B. Pford und E.sol, Lmvc und Tiger. Von dun B. zu unterscheiden sind die Blend - Huge, d. h. die SproMlinge von El tern, die zwar einer und derselben Spezies, aber verschiedenen Rassen oder Varietjiten der- selben angehoren; der Name Blendling (Blender) riihrt daher, dali diese Tiere von zxveifelbafter Rassenreinheit olt durch ihr bestechendes (blendendesi AuSere den Be- urteilor irre fuhren. bastard, Mischling, Kind aus nicht eben- btirtiyer Ehe, oder uneheliches Kind, i'fliji;, idog, Unzucht. Bastard ierung, s. Bastard e. Bathybius Haeckelii(von Huxley is >7 zuer>t beschrieben), in den Tiet'en de.s At- lantischen Ozeans (zwischen 4000 u. an den anderen serosen Hauten) ein parie- tales, die Bauchhohlenwandung iiberziehon- des und ein viscerales, sieh auf die Einge- weide umschlagendes Blatt, die beide kon- tinuiei-lieh in einander iibergehen. - Das Mesenterium (s. d.) besteht aus zwei Lagen des Bauehtells. Das Netz (s. d.) wird durch Fallen des Bauchfclls gebildet. - Vergl. Coelom. .-TFoiToruioi', Bauchfell von .TsoiTfirFir, iiber etwas hinspannen. ausbreiten. paries, ft is, Wand, -i'/sccra, Eingeweide. Bauchflossen (Pinnae abdominales, P. ventrales), die den hinteren Extremitaten der auf dem Land lebenden Wirbeltiere entsprechenden Flossen der Fische. pinuti , penna , Feder, Flosse. abdomen, -, niter, Bauch. Bauchflosser (Pisces abdominales), /u- sammenfassung der Fische, bei denen die Bauchflossen ihre urspriingliche Lage am Hinterende des Abdomens behalten, im Gegensatz zu den Brust- und Kehl- flossern (Pisces thoracici und Pis- ces jugulares), bei denen sie nach vorn bis u nter die Brustflossen oder sogar noch iiber diese hinaus bis in die Kehlgegend verschoben sind. Bauchflosser sind z. B. die Welse (Siluroiden), Karpfen (Cyprinoi- den), Lachse (Salmon iden), Hechte (Eso- ciden) und Heringe (Clupeiden). abdomen, Bauch. ftdtQaS, Brust. jngitliim, Kehlc. Bauchfiifte, s. Pleopoden. BauchgefaB: das Blutgefafisystem der Ringehviirmer (Anneliden) besteht in der Regel nur aus zwei Hauptstiimmen, von denen der eine dorsal auf dem Darm lie^i (Ruckengefafi), der andere ventral und in einiger Entfernung unterhalb des Darmes verlauft (Bauchgef iifi); beide Stamme (lurch regelmafiige, in mehrerni >it'h \\iederholende Anastomo- scn zusammen. Bauchhohle Becherlarve 61 Bauchhohle (Peritoneal-Hohle), bei den Wirbeltieren diejenige Hohle, in welcher die Eingeweide (der Darni mit soinen An- hangen, die Mil/ und die Gcsehlechts- organe) gelegen sind. Etnbryologisch geht aus der Leibeshohle (Coeloin, s. d.) sowohl die Herzbeutelhohle (Pericardial- Hohle), als aueh die Bauchhohle (Peritoneal-Hohle) hervor. Bei den Saugetiereu bildet rerner das Zwerehfell (Diaphragina) eine Schei- dnng zwischen der Brusthohle (Pleural- Hohle) und der Bauchhohle (im engeren Sinn); die erstere enthalt die Lungen und das Her/, die letzterc die iibngen Ein- geweide. cm'ifns, Hohlung von cai'us, hohl. Bauchleib, s. Hyposoma. Bauchmark, s. Strickleiternerven- system. Bauchmuskeln, die Muskeln an der Ventralseite der Bauchhohle, insbesondere bei den Saugetieren die von vier Paaren glatter Muskeln, dem aufieren und dem inneren schiefen, dem queren und dem geraden Bauchmuskel (Musculus obliquus externus und interims, Muse, trans- versus und Muse, rectus abdominis) gebil- dete Maskellage der Bauchdecken. Sie bilden zusatnnien mit dem Zwerchfell die sog. Bauchpresse, die dnrch den ant' die Eingeweide ausgeiibten Druck bei der Entleerung des Kotes, Harnes etc-, mithilt't. iinisciiliis, Muskel. obliqtnts, schief. t:\-tt-rniis, d. iiufiere. interims, d. innere. tnnisrersHs, quer. rectus, gerade. abdomen, Unterleib. Bauchnabel, s. Nabel. Bauchplatte, s. Keimstreifen. Bauchplatten, s. Seitenplatten. Bauchpresse, s. Bauchmuskeln. Bauchrinne, s. Endostyl. Bauchrippen, s. Abdominal - Ster- num. Bauchschienen, s. Scuta (2). Bauchschild, s. Fruchthofe der Wirbeltierkeime. Bauchsegmente, s. Hyposomiten. Bauchspeichel, s. Pancreassaft. Bauchspeicheldriise, s. Pancreas. Bauchsternum, s. Abdominal -Ster- num. Bauchstiel, bei den Embryonen der hochdteu Saugetiere (anthropoide A ft en und Menschenl in sehr t'riihen Stadien der Entwicklung auftretender, ihr Hinterende mit dem Chorion verbindendcr Strang, der, umgeben von einer Knrtsety.ung des Am- nion (Arnnionstiel), in seinem Inneren die Reste der sehr Fruhzeitig zuruckgebildeten Allantois sowie dii' NabelgefiiHe enthalt und daher den Ausgangspunkt t'iir die Bil- dung des Nabelstranges (s. d.) darstellt. Bei Selachiern der Strang, wek-her den I^mbryo mit dem I Jottersai-k verbin- det, und in welcheni der Dotterstiel und BlutgelaBe verlaufen. Bauhinschc Klappe, Dickdarm- klappe, Blinddarmklappe (Valvula Bauhini, Valvula coli), aus trichtertormig vorspringenden Falten der Darmwand ge- bildete, ventilartige Klappe an der Ein- miindungsstelle des letzten Diinndarmab- schnittes (Ileuni) in den Dickdarm (End- darm s. d.) der 8;iugetiere und /war an der Grenze der beiden ersten Abschnitte (Coecum und Colon) desselben; ihre Stel- lung gestattet zwar den Eintritt von In- haltsmassen des Ileum in den Dickdarm, verhindert aber ein Zuriicktreten derselben. Tahntla, von iae, arum, Klapptiir. Caspar Bauhinus, Anatoni und Botaniker in Basel (1560 1624). Baum-Agamen, s. Iguaniden. Baumkiemen, s. Proctalkiemen. Bdelliden (Bdella longicornis L.), Riisselm ilben , Schnabel in i Iben, Fam. der Milben, mit schnabelartig ver- langertem Kopfteil; in Waldungen in Erd- und Baummoos iiberall haufig. A c a r i n e n , Sphaerogastren, Arachnoideen. [IdeUM, Blutegel von {SSaAfair, saugen. tongas, lang. cormt, Horn. Bdellonemertinen, Ord. der Schnur- wiirmer, parasitiseh, mit eineni Saugnapf am hinteren Korperende. Nemertinen. Gatt. Malacobdella. Nemertinen, s. d. Bdellostomiden, Fam. der Schleim- fische, mit sechs oder mehr SnUeren Kiernen- ofthungen und kreistormigem Baugmund; leben als Schmarot/er, indem sie in die Leibeshohle anderer Fische eindringen und die inneren Organe anfressen. Myxinoi- d e n , Cyclostomen. Mund. Becherkeim, | \ s. Gastrula. Becherlarve, } 62 Becherzellen - Beckengiirtel den vorderen Gliedmafien. In seiner nr- sprunglichen Form, wie sie sich bei den Holocephalen erhalten hat, besteht der B. aus zwei median in einer Knorpclfime (Schofifuge, Symphyse) miteinander verbundenen Knorpelstiicken , deren jedes durch die Gelenkverbindung (Hiit'tuc- lenk) mit der freien Extremitat in einen dorsalen und einen veutralen Abschnitt zerlegt wird. Bei den iibrigen Haiiischen (Selachiern) erhalten sich nur die veutralen Abschnitte, an welchen seitlich die Extre- mitaten eingelenkt sind, ebenso bei den Teleosteern, wo sie verknochern. Bei den Amphibien und den hoheren Wirbeltieren tritt der Beckengiirtel mit der Wirbelsaule in Verbindung (mit einem oder mehreren Wirbeln, den Kreuzbein wirbeln). Der dorsale Teil des B., welcher die Verbin- dung mit der Wirbelsaule herstelit, ist das Darmbein (os ilei, Ileum). Der ven- trale Teil des B. gliedert sich in zwei Aste, einen vorderen Ast, das Schambein (Os pubis, Pubicum) und einen hinteren Ast, das Sitzbein (os ischii , Ischium). Bei den meisten Wirbeltieren treffen die beiden veutralen Aste zusammeu (doppelte Symphyse, Schambei n- fuge und Sitzbeinf uge), und zwischen den beiden Asteu bet'indet sich eine Dnrchbrechung oder ( )fl'- oung (Foramen obturatum), die groJBtenteils von einer Membra u (Membrana obturatoria) ver- schlossen ist. Bei den Vogeln, deren B. sonst vielfache Beziehun- gen zu dem der Reptilien aufwi-ist, gehen beide Symphysen fast all- gemein (Ausnahme nur die St ran He: 8truthio, Rhea und Dromaeus) ver- loren (offenes Becken); bei den Siingetieren dagegen h'nden sie sich wieder, in der Regel aber auf das Fig. 47. Mannliches Becken des Menschen von vnrn (nach , , . , c , r i Schambei n ( Scham fuge ) be- Heitzmann). / letxter Lendenwirbel , 2 Kreuzbein (os & sacrum), 3 Steifibein (os coccygis), 4 Darmbein (os ilei), selminkt, Fiir die Saugetiere ist 5 Schambein (os pubis), 6 Sitzbein (os ischii), 7 Symphyse t'erner charakteristisch, dalj die oder SchoBfuge, 8 Oberer Teil des Oberschenkels, < i setzenden Skelettstiicke zuar st-lli- standig angelegt werden und als solche anch einige Zeit bestehen, spiitt-r alier /.u einem ciu/igeu, massiven Kno- chen, dem Mii ft liein (Os coxae) ver- schmelzen (Fig. 47). bedeckte Kieinen Befruchtung G3 S-, Becken. cbrrj, Giir- tel. avfupvai?, Verbindung von avfJ-tpveiv, /usammenwachsen. os , ossis, Knochen. la%ior, Hiifte. pubes, Schamgegend. //<", die Weibchen. fora men, ( Hfnimg, verstopfen. membninu , Hautchen. Hiifte. bedeckte Kiemen, s. Kiemen. Befruchtung, die Vereinigung einer weib- lic-hen und einer mann- lichen Geschlechtszelle (Ei- und Samenzelle) bei Tieren und Pflaiizen, die im wesentlichen darin besteht, da(3 die Samenzelle ganz oder zum Teil in die Eizelle eindringt und sodann ihr Kern mit dem der Eizelle verschmilzt. Durch die B. wird der unmittelbare Anstofi zur Entwicklung der Eizelle gegeben, da- her folgt auf die B. die Furchung. Bei den Tie- ren kann die B. inner- halb des weiblichen Kor- pers nach voraufgegan- gener Begattung (s. d.) oder aufierhalb desselloen nach Entleerung der Ge- schlechtsprodukte ins Wasser (Fische und viele andere im Wasser leben- de Tiere) sich vollziehen ; dementsprechend unter- scheidet man eine i n - nere und eine a u fie re Befruchtung. Man- che Forscher nennen die Vereinigung der Samen- und Eizelle Besamung und bezeichuen nur die Vereinignng der Kerne der beiden Zellen als Befruchtung (B. im engeren Sinn). Die Befruchtung einer tierischen Eizelle vollzieht sich gewohnlich in folgender Weise (Fig. 48). Die Samenzelle (das Spermatozoon) nahert sich der Eizelle schwimmend und drinfft in dieselbe ein. Aus dem Kopfe dos Sperm atozoons gent ein Kern (Samenkern, mannlicher Vorkern) hcrvor, welchev anfangs kloin ist, aber oft ebenso grot} win! wit- der Kern in der Eizelle. !>!< Ix-idm Kerne (mann- licher mid weiblicher Vorkern) treten Fig ' 48- Schema des Befruchtungsprozesses des Eies eines Seeigels (nach O. Hertwig). Fig. I. Das reife Ei im Moment der Be- f ruc htung. Von zahlreichen Samenfaden ist einer in das Ei schon eingedrungen, an einer Stelle, die durch den Empfangnishiigel (e) gekennzeichnet ist. Am Samenfaden ist der Kopf (k), das Mittel- stiick ^ und der Endfaden zu unterscheiden. eik Eikern (weib- licher Vorkern). - - Fig. 2. Das befruchtete Ei hat wenige Minuten S pa t er eine Dotterhaut (M) (Membrana vitellina) ausgeschieden. Kopf und Mittelstiick haben sich vom Endfaden, der zugrunde g e ^ 11 ' abgelost und in den Samenkern (mannlichen Vorkern, sk) und das Centrosom (c) umgewandelt. Letzteres wird von einer Proto- , . . -,-.. -r^ r < i r* i plasmastrahlung umgeben. Die iLntiernung zwischen Samenkern ^^ und Eikern (eik) hat sich verringert. - - Fig. 3. Noch einige Minuten spater sind Ei- und Samenkern (eik und sk) naher zu- sammengeriickt. Das urspriinglich einfache Centrosom hat sich dl "" ch Teilun g in zwei vermehrt - Die Protoplasmastrahlung ist groBer geworden. Fig. 4. Ei- und Samenkern (eik und sk) liegen dicht bei einander und haben sich an der Beriihrungsflache abgeplattet. Die Centrosomen (c) sind an entgegengesetzten Seiten des Kernpaares angeordnet. Die Protoplasmastrahlung breitet sich iiber den ganzen Dotter aus. Zwischen den beiden Centrosomen wird nun eine Spindelfigur entstehen, wodurch die erste Furchungs- teilung eingeleitet wird. zusammen und verschmelzen. Darauf bil- det sich die erste Furchnngsspindel und folgt die erste Furchungsteilung. Die an den Polen der Furchungsspindel gelegenen Centrosoraeu stammen von der Samenzelle; 64 Begattung - - Beleraniliden sie entstehen dureh Teilung eines Centro- sonis, welches im Mittelstiick der Samen- zelle lag und bald nach dein Eindringen in die Eizelle eine kleinc Strahlung in der Niihe des mannlichen Kerns erzeugt. Begattung, Paarung, Copula, Co- p illation, die korperliche Vereinigung z \veier Individuen verschiedenen Geschlechts zwecks aktiver Ubertragung des Samens aus dem Geschlechtsapparat des Miinn- chens in die Geschlechtsorgane des Weib- ehens. Die B. der Tiere wird durch In- stinkte herbeiget'iihrt und geregelt. - Die B. 1st keinesvvegs eine notwendige Voraus- setzung der geschlechtlichen Fortpflanzung (Ainphigonie), sie findet sich vielmehr nur bfi der inneren Befruchtung (s. d.) regel- mafiig, wahrend sie bei der auBeren meist fohlt. - Beim Mensehen wird der Bcgat- tungsakt auch als Beischlaf oder Coitus bezeichnet. copnlare, verkniipfen, verbinden. coire, zu- sammengehen, sich paaren. Begattungsorgane, Copulations- organ e (Copulativa), Jiufiere Ge- schlechtsorgane (Genitalien), derje- nige Teil der Geschlechtsorgane der Tiere, welcher bei der Begattung (s. d.) die Uber- leitung des mannlichen Saniens in den weib- lichen Ki'irper vermittelt; iiber die B. der Wirbeltiere s. Geschlechtsorgane (Ubersicht). genitalis. zur Zeugung gehorig. Begattungstasche, s. Bursa copula- trix. behoste Beine (Pedes braccati), die mil lang herabhangenden Federn bedeck- len Beine vieler Vogel. />c.v, fr-dis, Full braccti, Pluderhose. Bein, urspriinglich soviel wie Knochen (daher noch die Bezeichnungen : Schien- l)cin, Nasenbein, Felsenbein etc.), dann die y.ur Fortbewegung auf dem Boden diencn- den GliedmaBen der Tiere. Beinhaut, s. Periost. Belagzellen, s. Labzellen. Belegknochen, Deck- oder Haut- knochen, sekundare Knochen, Kno- chen, welche ohne knorj)elige Grundlage im Bindegewebe entstehen. Phylogenetisch sind sie aus Verknocherungen in der Leder- haut (Cutis) abzuleiten (vgl. Hautskelett), welche, urspriinglich dem Achsenskelett vollkommen frenul, durch Verlagerung in tiel'ere Schichteu zu seiner Ergiinzung liei- tragen, besonders am Schiidel und an Stellen, wo aus Mangel an Knorpel keine primaren Knochen (knorpelig prat'ormierte Knochen, s. d.) entstehen konncn. Auch krankhafterweise konnen in einzelnen Fal- len B., sog. Parostosen, sich bilden. .Tao, neben. onreor, Knochen. Belegzellen, s. Labzellen. Belemnitiden, im Jura und Kreidc verbreitete Fam. der Tintenfische (Cephalo- poden), mitgeraden, kegelformigen, inneren Schalen (Donnerkeile, Belemniten), an wel- chen drei Teile zu unterscheiden sind: 1. ein solider, aus faserigem Kalksj)at bestehender Kegel (Rostru m), der gewohn- lich allein erhalten ist ; Fig. 49. Ein Bcleinnit (rekonstruiert). Links die Schale allein. 2. die gekammerte eigentliche Schale (Phragmocon), im Rostrum stcckend; 3. ein d tinner breiter Fortsatz der clor- salen Wand des Phragmocons (Proostra- Bellsches Geselz - Bilatcral-Platoden-Hypol.hese 65 cum genannt), der nnr schr selten erhal- ten ist. Decapoden, Dibranchiaten, Ce- phalopoden , Mollusken. fiehsfivov, GeschoB, Pfeil. (fgay/io-;, Kin- schliefiung. xajroi; , Kegel. .TOO, vor. QOTQCLXOV, Schale. rostrum, Schnabel. Bellsches Gesetz, s. Riickenmarks- nerven. Benthos, die am Meeresboden lebende, festgewaehsene iscssiles Benthos) udcr umlierkrieehende (vagiles Benthos) Tier- und Pflanzenwelt; Gegensatz Plancton. /?)'i9o^, foe, Tiefe, Meerestiefe. jri/V/v, sitzen. vugnre, umherschweifen. Beroiden, Melouenquallen, Fain, der Rippenquallen, tentakellos, (Fig. -Ill), weit verbreitet. Cte- nophoren, Cnida- rien. Be roe, Tochter des Adonis u. der Aphro- dite. Besamung,s. Be- fruchtung. Bettwanze, s. Acanthiaden. Beutel (Marsupi- uin), Bruttasche, bei den Beuteltieren (Marsupialiern ) in der unteren Bauchgc- r ig. 4<(- Beroe ovata (nach Clans). gend von einer Haut- i'alte gebildete, von den Beutelknochen (s. d.) gcstiitzte Taschc, welche die Zitzen der Milehdriiseii umschlidU und da/.n dient, die schon nach schr kurzer Tragezeit in viJllig hilflosem Zustande geborenen Jungen bis zu ihrer volligen Ausbildung aufzu- iichinen. Enie ahnliche, aber nur perio- disch zur Zeit der Fortpflanzung sich bil- dende Tasche (vgl. Mammartasche) win! auch bei den Monotremen und /war bei den Ameisenigeln (Echidniden) /uweilen gefunden. [taQOvmov, Beutel. Beuteljunge heifien die noch unans- gebildeten Jungen der Beuteltiere .(Mar- supialier) wiihrend ihres AufenthaKs im Beutel der Mutter. Beutelknochen, Mars u pi alk noch en (Ossa marsupialia), Epipubis, zwei den Scharabeinen desBeckcns (s. d.) aufsit/ende Knochen in der Bauchwand der Cloaken- Zoolosisfhfs T>exikon. und Beuteltiere (Monotremen und Mar- supialier), bei den letztcren zur Unter- stiitzung des Beutels dieneiid. exi, auf. pubes, Scliam (us pubis, Schain- bein). os, ossis, Knochen. Beuteltiere, s. Marsupialier. Bewegungsapparat, s. Motorium. Bewegungsnerven, s. Nerven. Biber, s. Castoriden. Bibergeildriisen, I ., s. Castoreum. Bibergeil, } Bibioniden, Musciformes, Haar- miicken, Fam. der Miieken, niit fliegen- ahnliehem Korper; Larven gesellig in Gartenerde und faulenden pflanzlichen Stoffen. Nemoceren, Dipteren, In- sc'kten. Gattungen : Bibio, Simulia. bibio, bei den Alten ein kleines, im Wein sich erzeugendes Insckt (von bibere, trinken). niusca, Fliege. forma, Gestalt. Biceps (Museulus biceps), der Beuge- niuskel des Vorderarmes der hoheren Wirbeltiere, der mit seinein Muskelbanch an der Vorderseite des Oberarmes liegt und mit zwei Sehnen (Kopfen) vom Schulter- blatt (Scapula) entspringt. biceps, z\veik<">pfig von bis, zweimal und caput, it is, Kopf. must ul us, Mauschen, Muskel, bicuspidalis, zwcispitzig, zweizipfelig, Valvula bicuspidalis (oder mitralis), die zweizipfelige Klappe an der linken Atrioventrikularoffnung des Menschen und der Siiugetiere. Bienen, s. Apiden u. Apis mellifica. Biesfliegen, s. Oestriden. Bifurcation, Gabelung, Spaltung cines Astes in zwei Aste (bei GetaBcn, Xerven u. dgi.). fnrca, Gabel. bilateral, s. bilateral -symmetrisch. Bilateral-Platoden-Hypothese, 1S72 von Haeckel aufgestellte Hypothese, nach welcher die niedersten Wiirmer (Platoden) direkt von bilateral gebauten Gastraeaden abstammen sollen ; im Gegensatz dazu wnrde 1884 von Selenka, Lang u. a. die U ad ial - Platoden - Hypothese aufge- stellt, welche die bilateralen Platoden mit den Zwischenstufen der Coeloplana und Ctenoplana (s. d.) von den Ctenophoren, somit von radial gebauten Formen ableitet. Platoden s. d. 5 6(3 bilateral-symmetriseh Bindesubstanzen bilateral-symmetrisch (abgekiirzt: bi- lateral), zweiseitig, symraetrisch, monosymmetrisch, dipleur, allopol, doppelt heteraxon, nennt man den Korper eines Tieres dann, \venn er aus zwei seitlicben (spiegelbildlich gleicben) Hiilften bostoht. Ein bilateraler Korper ist also nur durch eine einzige Ebene (Medianebene, Mittelebene) in zwei sym- metrische Hiilften teilbar. Er besitzt drei auf einander senkrecht stebende ungleich- wertige Achsen (s. Richtacbsen). bis, zweimal. lutits, cris, Seite. ai'/Liftsroo?, passend von avr, zusammen und/itTQoi', Mul J >. STKfjo;, ein anderer. ai;(or, Achse. akkog, em anderer. vTo'Aog, Achse. Bilateralien (Bilaterien), Zusammen- fassung der bilateral-symmetrisch gebauten Metazoen (W tinner, Mollusken, Arthro- poden, Wirbeltiere); vgl. aucb Protaxonier. Bildnerinnen, s. Plastiden. Bildungsdotter (ViteJlus formativus, Morpholecithua), der aktive, protoplasma- ti.-rhe, unmittelbar fiir den Auf ban des Embryos Verwendung findende Teil des Eies. Gegensatz: Nahrungsdotter. I'itcltns, Dotter. for ware, bilden. iiooffdr, bilden. A.SM&OG, Dotter. Bildungstrieb, s. Nisus formativus. Bilharzia, s. Distomum haemato- bium. Bimanen, Zweihander, s. Quadru- manen. Bindegewebe (Tela connect! va), das die Organ e mnhullende nnd verbindende Gewebe, welches zerstreute Zellen enthalt Fig. 50. Homogenes Bindegewebe (aus R. Heitwig, Lehrbuch). und eine rcichliche Zwischensubstanz, die gallertartig (Fig. 50) oder faserig (Fig. 51) ist. Vgl. Bindegewebsfibrillen. Das B. gehort zu der Gruppe der Bindesub- stanzen (s. d.i. Tela, Gewebe. coinnYtere, verbinden. Bindegewebsfasern,s. Bindegewebs- fibrillen. Bindegewebsfibrillen , Bin d ege- websfasern, in der Grundsnbstanz (Inter- cellularsubstanz) des faserigen Bindegewebes liegende wasserhelle Fascrn und Fiiden von oft auBerordentlicher Feinheit (Fig. 51); sie sind meist zu Biindeln vereinigt und in der Regel nicht verastelt; sie bestehen aus Glutin, quellcn bei Zusatz von Essig- sjiure und Kali auf und geben beim Kochen Leim, im Gegensatz zu den vielfach neben ihnen vorkonimenden elastischen Fasern (s. d.), die beim Kochen, sowie bei Zusatz der genannten Reagentien unverandert bleiben. fibra, Faser. Bindegewebszellen, s. Bindegewebe. Bindehaut 1. ides Auges), s. Conjunc- tiva. 2. kleine Hautsaume zwiscben den Wurzeln der einzelnen Zehen vieler Vogel. Bindesubstanzen i S t ii t z ge w e b e), Zu- sammenfassiing verschiedener Gewebe, die ihrem Ursprung und ihrem Ban nach zu- sanamengehoren. Die Bindesubstanzen gehen embryologisch aus dem jMesenchyin (s. d.) hervor und dienen zur Umhiillung und Verbindung oder zur Sttitze der an- deren Gewebe. Die Zellen der Bindesub- stanzen sind von spindelformiger oder stern- formiger Geslalt und zwischen denselben beh'ndet sich eine Zwischensubstanz (Inter- cellularsubstanz), welche meist die zelligen Bestandteile an Masse weit ubertrifft und Fiji- 51. Fibrilliires (faseriges) Bindegewebe eines Siuigetieres (nach Hatscheck). welche von gallertiger, faseriger oder knor- peliger Beschaffenheit oder verkalkt (ver- knochert) sein kann. Xach der Beschaffen- heit der Intercellularsubstanz unterscheidet man : 1. Lockeres oder zelliges Bindegewebe. B i o c o e n o s e - Biophoren 07 2. Homogenes Bindege \vebe (Gallert-, Schleimgewebe). Fig. 50. 3. Faseriges Bindegewebe (fibrillafes, elastisches B., Bindcgewebe s. str.). Fig. Til. 4. Knorpelgewebe. 5. Knochengewebe. Die Gewebe cles Blut- und LymphgefaS- systems sind den Bindesubstanzen nahe verwandt und werdrn oft denselben xu- gerechnet. Biocoenose, wortlich: Lebensgemein- schaft, eine Bezeichnnng fiir dasZusammen- leben von niehreren Tjerartcn oder von Tierarten mit Pflanzenarten. g, gemensam. Biodynatnik, nach Haeckel die Lehre von der allgemeinen Lebenstatigkeit; Phy- siologie ini weitesten Sinne. fllo?, Leben. SI'TUIII;, Kraft. biogenetisches Grundgesetz, ,,die Ontogenie ist eine abgekiirzte Re- kapitulation der Phylogenie" von Haeckel in dieserForm zusammengefalBter, prtignanter Ausdruck seiner, im AnschluB an die Darwin sehcn Theorien aufgestellten Lehre, ,,dafi die Kcilie von Entwicklungs- formen, welche ein Individuuni wahrend seiner Entwicklung von der Ei/elle an bis zu seineni aupgebildeten Zustande durch- lanft, eine kurze, gedriingte Wiederholung der langen Formenreihe ist, welche die Vorfahren desselben Organismus oder die Sfammformen seiner Art von den altesten Zeiten der sog. organischen Schi'ipfung an bis aiif die Gegenwart durchlaufen haben''. (Vgl. Palingenesis und Cenogenesis.) ysrsaig, Entstehung. Biogenie, Entwicklungsgeschichte der Lebeweseu iin weitesten Sinne, sowohl Onto- genie wie Phylogenie umfassend. ysred, Entstehung. Biokristallisation (Haeckel), der eigen- tiiniliche histologische Pro/of?, bei welcheni die anorganische Kristallisationskraft der Kalk- oder Kieselerde und die plastische Tatigkeit von Zellen (Scleroblasten) zu- sainmenwirken , uni die Skelett- Elemente der Mineral - Skelette vieler Metazoen (Schwainme, Stachelhauter etc.) zu bildcn. Biologic, ini allgemeinsten Sinne die Lehre von den belebten VVesen (Organis- men) iiberhaupt, also Anthropologie, Zoo- logie und Botauik ztisammengenommen, im Gegensatz zur Abiologie (s. Anorganologie); in engerem Sinne nur die Lehre von der Lebenstatigkeit und den Existenzbeding- ungeii der lebenden Wesen im Gegensatz zur Morphologie (s. d.), die sich mit dem Ban der Organ ismen und ihrer Zusammen- setzung beschaftigt; in neucster Zeit end- lich drittens auch vieltach, gleichbedeutend mit Oecologie (s. d.), die Lehre von der Lebensvveise der Organisnien (Nahrung, Wohnung, Brutpflege etc.). AJj'og, Wissenschaft. Biomer, s. Elementarorganismen. Bion (plur. Bionten) (Haeckel JSOCi), das physiologische Individuuni als sclbst- standiges Lebcwesen; s. Individuuni. /)'/<)), das Lebewesen von fiioi'r, leben. Bionomie, Lehre von den Gesetzen des organischen Lebens. vofios, Gesetz. biontische oder ontetische Entwick- lung nennt Haeckel die gesamte Reihe der Entwicklungszustande, die das einzelne physiologische Individuuni (Bion) wahrend der ganzen Zeit seiner Existcnz durch- la'uft; sic entspricht also der Ontogenie (s. d.) im weitesten Sinne. Biophoren (Xaegeli), Bioplasten, Plasome, Pangene, in verschiedenen Theorien (vgl. Pangenesis) angenoinmene kleinste, unsichtbare Lebenseinheiten , die das gauze Protoplasma zusanimensetzen und hier die Ti-Jiger aller Eigenschaften des Lebens bilden sollen. yoQsTi', tragen. XJMOI;;, Bildung von JI/MT- Tfir, bilden. aoj/ta, Kurper. Pangene s.. Pangenesis. Fig. 52. Bipinnaria (Larve eines Seesterns). b Mund, u After (aus Boas, Lelub.). 68 Bioplasten - - Blastococlon Bioplasten, s. Biophoren. Biorhiza aptera, P. Teras terminals. Bipinnarien, freischwimmende Larven vider Seesterne (Asteroideen ), init dop- pelter Wimperschuur, da das Feld iiber deni .Muiid von einer gesonderten Wimper- schjiur ninsanint ist (Fig. 52). bis, zweimal. pinna, Feeler, Flosse. bipolare Ganglienzellen, s. Gang- lienzellen. Birgus latro Herbst, KokosnuS- rjiuber, Art. der Einsiedlerkrebse, Ost- indien, in Erdlocherfi lebend, orniihrt sich besonders von abgefalleneu Kokosniisscn ; atnict init einein als Lunge fungierendeu Abschnitt der Kiemenhohle. Paguriden , Macruren , Decapoden, Podoph thai men, Malacostraken, Crustaceen. Rirgus, Eigenname. latro, Rauber. Bisani, s. Moschiden. biserial, zweireihig, zweizdlig. scrips, Keihe. biseriale Flosse, s. Archipterygium. Bison(tinen), Unt, Gatt. der Kinder; die klcinoii starkcn Homer sincl am Schti- dcl naeli vorn geriickt; Behaarung weich und lang, an St.irn, Kopf nnd Hals zu einer langen Miihne, am Kinn zu einem Bart verlangert. Bovinen, Cavicornirr, Ruiiiinantien , Artiodactylen , Ungtilaten, Placcntalicn, Mainmalien. Bison ainerican us Gin., ainerika- nischer Biiffel. Bewohnte einst fast ganz Nord-Amerika; Leute fast vollig ausgerottet und nur noch geschiitzt lebend nn ' Yellowstone-Gebiet. Bison europaeus O\v., europiii scher Biiffel, Wiscnt. (iruOtes Land tier Euro- ]>as; friiher wcit iiber Europa verbreitet, bcute wild nur noch iin Kauka.sus, ee- ' O schiitzt lebend iin Wald von Bialovvicza. Bison p rise us v. Mey, iin Diluvium und wahrscheinlich bis in die romisebe Zeit reiehend; alle lebenden Bisonten an Stiirke iiberragend. fllaior, ein nach den Bisonicrn (ihrakische Volkerschaft) benannter wilder Ochs. Bisulca, s. Ruminantien. Bivalven, s. Lamellibranchier. Bivium: bei inanehen irreguliiren See- igeln (Spatangiden) ist der (bei den regn- li'ircn Echinoideen in der Mitte der Baueb- seite gelegeiiei Mund an das Vorder-, der (rpgulsir in der Mittc der Dorsalseite ge- legeuc) After an das Hinterende der Bauch- seite verlagert; von den fiinf voin Mund zum After hingehenden Reihen von Am- bulacralfiiBchen (s. d.) konimen dabei xwei ganz auf die Ventralseite zu liegen, \v;'ih- rend die drei anderen uach vorn und oben verschoben sind; es werden daher auch nur die beiden wntralen FiiBehenreihen zur Fortbewegung ben utzt: das Tier ,,krieeht auf dem Bivimn". biTtitm, Doppelweg, zwcifacher (bis) Weg (ma). Blabera giganteaC., Riesenschabe, tropische Art der Schaben. Blattiden, Cursorien, Orthopteren, Insektcn. fihafiegos, schadlich. ;v;'f), Prostoma, Urmund, die Offniing der rrdarmhohle bei dor (Jastrula is. d.). Blastos iplur. Blasten), Sprofi. Blastosphaera, s. Blastula. Blastostyle (Alhnan), an den Polypcn- stocken der Hydroidpolypen vorkommende mund- und tentakellose Iiidividuen, \velche allein die Geschlechtsknospen fMeduscn. medusoide Gonophoren oder Sporosacs) tragen. Bei denjenigen Hydroidpolypen, deren Hydranthen von einer Pcriderm- Hiille (Hydrotheca) umgeben ist, haben die Blastostyle ebeufalls eine Periderm- Hiille (Gonotheca). In dicsein Falle wird der Blastostyl mit den Gesehleclitsknospen und der dieselben umgebcnden Gonotheca als Gonangium bezeichnet. , Pfeiler, Saule. j'o'coc, Geschlecht. Behaltnis, Kapsel. ily-'fTni', GefiiP). Blastozoiten (Lacaze-Duthiers), dim-h Knospung (s. d.) erzeugtc Iiidividuen. coor, Lebewesen, Tier. Blastula (Haeckel), Bias tosphaora (friiher auch Vesicula blastodcrmica gcnannt), Blasenlarve, Blasenkeim, K e i in b 1 a s e , K e i in h a u t b 1 a s e , En t wick- lungs-Stadium aller vielzelligen Tiere (Me- tazoen); in verschiedenen Modifikationen sich findend, ist cs in seiner typischen Ge- stalt eine kugelige, manchmal flimmernde Blase (Fig. 54 IV), die im Yerlauf der Ei- iurchuug dadurch entsteht, dal3 die aus der Eizelle hervorgegangenen Furchungszcllen (Blastomeren, s. d.) sich in einschichtiger Lage rings um einen grofieren od. kleineren Hohlraum anordneii; letzterer wird als K e i m - oder F u r c h u n g s h o hie ( B 1 a s t o- Iff Fig. 54. Aquale Furchung von Amphioxus lanceolatus (nach Hatscheck). I Zweiteilung (zwei Blastomeren), II Vierteilung (vier Blastomeren), III Achtteilung ( Aquatoriaifurche, die ~. und 8. Blastomere sind verdeckt), IV Blastula im optischen Durchschnitt ; cine einschichtige Zellenblase umgibt die Furchungshnhlc. In I, IT, II[ bezeichnet cin Uleincs Korpcrchcn (Richtungskorperchen) den animalen Pol. 70 Blatta - Blepharoblast co el, Cavum segment arium) bezeich- net, seine von den epithelartig angeordueten Furchungszellen ( daher auch K e i m h a u t - zellen, Cellulae blastodermicae ge- nannt) gebildete Wand als Keimhaut (Blastoderm a), OfpaTQa, Kugcl. f>ri>/tti. Haul. rrstcn/a, kleine Blase (Tes/ca). xolkos, hohl. CCITUS, hohl. st'gwi'n/urc, zerteilen. cellula, kl. Kammer, Zelle (cclla). Blatta, s. Blattiden. Blattermagen, Buch, Omasus, Psal- terium , die mil hohen, blattartigen Langs- Blatta germanica L., gemeine Kiichen- schabe, Russe; in Hausern, besonders in Kiicben vielfach las tig, hanfig jedoch be- reits durch die eingewanderte, gnillei'e Brotschabe (Periplaneta orientalis, J'ig. ."id) verdrangt. blatta, ein stinkendes Insekt, Schabe (bei Plinius). gcrmanicus, deutsch. kakkerlak, hollandischer Name des Tieres. Blattkiemen, die fur die meisten Mu- scbeln (daher Lamellibranchier genannt) typische Form der Kiemen (Branchien), die aus den Fadenkiemen (s. d.) durch Ver- falten ausgestattete dritte Abteilung des Magens der Wiederkjiuer (Ruminantien, s. d.) Fig. 55. omasum, Rinderkaldaunen (-eingeweide). ipafaijQiov, ein zitherartiges Saiteninstrument, davon lat. psalternnn, Psalmenbuch. Blattiden, Sehaben, Kakerlaken, Fam. der Gradfltigler; die meisten Arten Fig. 56. Periplaneta orientalis , Mannchen (nach Kiikenthal). sind Nachttiere und leben von allerlei pflanzliehen Abfallen. Die Fier werden in barton Knpscln abgelegt. Cursorien, Orthopteren, Insekten. ^'g- 55- Magen des Schafes (aus Leunis-Ludwig). a Speiserohre, b Diinndarm, c Klappe, welche die Speise aus der Speiserohre direkt in den zweiten Hauptab- schnitt des Magens iiberleitet. / Pansen, Rumen, 2 Netzmagen, Retikulum, j Blattermagen, Oma- sus, Psaiterium, 4 Labmagen, Abomasus. waehsnng der jeweils benachbarten Kiemen- faden zu durchbrochenen Lamellen hcrvor- geht. Blattlause, s. Aphiden. Blattminen, dureh Wegfressen des Blatlgriin.s von den Larven verschiedener Insekten an Pflanzenblattern hergestellte Defekte; je nach der Form der Frafi- stellen nnterscheidet man Platzminen (rundliche Flecke), Lochminen u. Gang- in i n e n . mine, franz. (mittellat. minera), Fundort von Metallen (Mineralien), unterirdischer Gang. Blattwespen, s. Tenthrediniden. Blendlinge, s. Bastarde. Blenniiden, Schleimfische, Fain. der Stachelflosser, mit nackter oder ntir mit rudimentaren Schuppen versehener, scbleimiger Haut. Acarithopteren, Teleosteer, Pisces. Gatt. Blennius, Zoarces. (ttsrra, Schleim. Blepharoblast heifit bei Protozocn ein kleines Korperchen, welches am Ursprung einer Geissel (eines Flagellums) gelegen ist und von dem vermutlich die Bildung der Geissel ausgeht. {fin/ hyse , Neben- nieren), welche aber nur dann BlutgefaB- driisen genannt werden diirfen, wenn in ihnen Blutzellen entstehen. BlutgefaBe (Vasa sangninis), die das Blut enthaltcnden und leitendcn Ro'hren. Die Blutgef;il5e entstehen aus dem Mesen- chym, und ihre Wandnng wird im ein- fachsten Falle nur von einer Lage flacher Mesenchymzellen gebildet; oft ist die Wan- dung verstiirkt durch Bindegewebe mit elastischen Fasern und sind ihr glatte Muskelfasern eingelagert. Wo ein Herz vorhanden ist (vgl. Blutgefafisystem, Uber- sicht), speziell bei den Wirbeltieren, unter- seheidet man 8 Arten von Get'iilirn, I'nls oder Schlagadern (Arterien, s. d.), Blut- 72 Blutgefafisystem - Blutinseln adern (Vencn, s. d.) und Haargefiifie (Capillaren, s. d.); erstere leiten das Blut vom Herzen zu den verschiedenen Organen hiu, wobei sie sich in immer feinere Aste verzweigen und schliefilich in die nur durch das Mikroskop erkennbaren Haargefafie auflosen; diese gehen wieder in die An- fange der Venen liber, welche das Blut zum Herzen zuriickfiihren und dadurch den Kreislauf (s. d.) desselben vollenden. z>as, Gefafi. sanguis, Blut. Bl utgef aB-System ( Yasculat, Vasoriura), die Summe der Organ e des Tierkorpers, die das Blut en thai ten und seine Bewegung vermitteln (Herz und Blutgefafie) ; man unterscheidet: 1. geschlossenes Bl. , bet deni das Blut stets in geschlossenen, mit eige- nen Wandungen ausgeriisteten Rohren fliefit. Ein geschlossenes Bl. haben die Wirbeltiere (s. Blutgefafisystem der Wirbeltiere), sodann die Echinodermen (ein Blutgefafiring mit radiaren Blut- gefafien)., ferner die Schnurwiirmer (Xemertinen) , die meisten Ringel- wiirmcr (Anneliden) und die Eichel- wiirmer (Enteropneusten). Bei den genannten Wiirmern besteht das Blut- gefafisystem im wesentlichen aus einem dorsalen Gefiifi (Riickengefafi) und einem ventralen Gefafi (Bauchgefafi). 2. offenes oder lacunares Bl., bei dem die Blutgefiifie nur fiir kurze Strecken den Charakter von Rohren besitzen, dann aber in Hohlra'ume der Leibeshohle ohne besondere Wand (Lac unen) iibergehen, aus \velchen das Blut durch seitliche Spaltcn wie- der in das Hauptblutgefafi oder Hcrz zuriick gelangt. Ein offenes Bl. be- sitzen die Arthropoden (deren Herz dorsal gelegen und gewohnlieh mehr- kammerig ist), die Tunicaten und die Mollusken. Letztere haben ein ein- kammeriges Herz mit einer oder zwei Vorkainmern. vasculum, kleines GefiiB (vas). lacuna, Vertiefung, Hoblung. BlutgefaBsystem der Wirbeltiere. Im Bl. d. W. sind folgende Stufen zu unterscheiden: I. Blutgefafisystem ohne Herz, mit kon- traktilen Gefafien (bei den Lcptucar- diern, Amphioxus). II. Blutgefafisystem mit ventral gele-en''in Herzen (bei alien anderen Wirbel- tieren i. a) cine Herzkammer und eine Vor- kammer (bei den Fischen und den Cycles to men); bjeine Herzkammer und zwei Vor- kammern (bei den Amphibien); c) zwei unvollkommen geschiedene Herzkammern und zwei Vorkam- mern (bei den Reptilien); d) zwei vollkommcn ireschiedene Herz- kammern und zwei Vorkammern (bei den Vogeln und den Saiiu'i-- tieren). Blutgerinnung: infolgc der Bildung des Fibrins (Blutfaserstoff, s. d.) gerinnt das Blut der Wirbeltiere bereits kurze Zeit, nachdem es dem Einflufi der lebenden ()c- fiifiwande entzogen ist; dabei erstarrt es, wenn man es in einem Gel'iisse rnhi t u' stehen lafit, zuerst (bereits nach ca. 2 1 ."> Minuten) zu einer weichen, roten Gallerte (Cruor san gu in is), durch deren gauze .Mae sich feine Fibrinfaden ausbreiten und die Blut- korperchen wie in einem Spinngewebenetz zusammen halten; spjiter (nach 12 bis 15 Stunden) jedoeh ziehen sich die Fascr- stoffiidon urn die Blutkorperchen engcr und enger zusammen, wobei sie das Blutwasser (Blutserum, s. d.) als eine helle klare Fliis- sigkeit aus dem (Jruor auspressen, with rend sic selbst mit den Blutkorperchen zusam- men schliefilich eine am Boden des Ge- fafies ruhende, mit dem Messer schneid- bare, feste, rote Masse (Bin tk nchcn . Placenta sanguinis oder Crassaiuni- tum sanguinis) bilden. cruor, das gerinnende, dickfliissige Blut. sa/iifitis, Blut. placenta, Kuchcn. crassamentnin, der dicke (t'russ/ts) Bodeii- satz einer Fliissigkei't. Blutgewebe, s. Lymphoidgewebe. Blutinseln, Blutpunkte, mehr oder minder intensiv bin trot gefiirl)te Flecken, die man an Embryonen derhiiheren Wirbel- tiere (Amnioten) innerhalb der Zonr dr> sp;itcren Gefafihofs (s. Fruchthofe der Wir- beltiere) wahrnimmt, wenn man die VOID 1 )dt- ter abgeloste Keimscheibein friihen Stadicn der Entwieklung betrachtet; diese Flecken erweisen sich bei genaiierer rnti'isiicliung als (wahrscheinlich aus dem Mesenchym Blutkorperchen - Bonellia viridis 7:5 herstammende) Zellenanhaufungen, welche die Bildungsherde der zelligen Bestandteile des Blutes (Blutkorperchen) sind. Blutkorperchen, s. Blut. Hole l>lnt- korperchen = = Erythrocyten (s. d.); \\-eilie Blutkorperchen == Leukocyten (s. d.i. Blutkreislauf, s. Kreislauf. Blutkuchen, s. Blutgerinnung. Bltitplasnia, s. Blut. Blutschande, s. Incest. Blutserum, lauch Serum schlechtweg), Blutwasser, die nach Gerinnung uud Ausscheidung des Blutfaserstoffs aus dem Blute (s. d.) und den Blutzellen derWirbel- tiere iibrig bleibende, eine wasserige, salz- haltige Eiweil31osung darstellende, in der Regel farblose, helle, klare Fliissigkeit. scrum, wassrige Fliissigkeit. Blutsinus, s. Pericard. Blutwasser, s. Blutserum. Blutzellen, s. Blut. Boa constrictor L., Abgott- oder Konigsschlange, Art der Riesenschlan- gen, m lang; unischlingt ihre Beute vor deni Verzehren. Pythonideh, Peropoden, Ophidier, Lepidosaurier, Reptilien. boo, eine Schlange (bei Plinius), welche sich gem an Rindern {bos, bovis, Rind) ansaugt. constringere^ zusammenschniiren, erwiirgen. Bockkafer, s. Cerambyciden. Bogengange, s. Canales semicircu- lares. Bojanussche Organe, die von L. H. Bojanns (177(j 1827) entdeckten Niereu der Muscheln (Laniellibranchier>, ein Paar jederscils am Riicken in der Niihe des An- satzes der Kiemen verlaufender, gelblich oder braunlich gefarbter Driisenschlauche, \vclchu bisweilen median zu eineni Organ verschmelzen konnen. Jedes der beiden B. O. besitzt eine innere Offnung, dnrch welche es mit der Perikardial-Hohle zn- samraenhangt, und eine a'uBere, welche in die Mantelhohle miindet. Bolinaceen (Haeekel 1S90), Lobatae (Agassiz I860), Ordn. der Rippenquallcn, mil zwei Mundlappen. Tentaculaten, Ctenophoren, Cnidarien. Bombinator igneus R<"s., Feuer- kro'te, Unke, Art der Knoblauchskroten, mit orangeroter, schwarzblau get'leckter Bauchhaut. Pelobatiden . Oxydactylcn, Anuren, Amphibien. bilms, BofifioG, dumpfer, ticfer Ton. /if/ti'tts, feuerfarbig (/V/7/.v, Feuer), wegen der Farbe des Bauches. Bombus, llu m in el n, Gatt. der Bienen, erzeugen bcim Fliegcn durcb \'ibriren be- sonderer Stimmbander in den Stigmm des Hinterleibc.s einen bruramenden Ton; gleich den Bienen Staaten l)ildend, aber der Staat geht im Herbst ziigriinde, nur die befriifhteten \Veibchen iiberwintern. Die Hutnmeln sind wichtig, weil sie die Be- t'ruehtung des Klees verniitteln und sind deshalb in Australien eiiiget'iihrt worden. Apiarien, Aculeaten, Hymenopteren, In- sektcn. Bombus terrestris L., Erdhumrael, baut ihr Nest in Erdloehern. ttrrcstris, auf oder in der Erde (tcrrti) lebend. Bombyciden, echte Spinner, Fain, der Spinner, mit einfach gekammten Fiih- lern in beiden Geschlechtern. Bombycinen, Lepiclopteren, Insekten. Bombyx mori L., Seidenspinner, Maul- beerspiuner; die Raupe, deren Kokons die Seide liefern (Seidenraupe, Seidenwurmi lebt auf Maulbeerbaumen; urspriinglich in China, seit dem If). Jahrhundert auch in Europa. fii'titpi'S, Seidenspinner (weil cr die ,,rau- schende Seide" [/?6///?oc] liefert). Bombycinen, Si> inner, U. O. der Schmetterlinge, mit borstenformigen, beini Miin nchen gekammten Fiihlern; deren Ranpen verpuppen sich in Gespinnsthiillen (Kokons). Im Seidenspinner weist die Fa- milie den einzigcn niitzlichen Schmetter- ling auf, andererseits entliiilt sie eine groBe Anzahl Schadlinge, besonders fiir dieObst- baume und den Wald. Lepidopteren, Insekten. Familien: Euprepiadcn, Lipariden, Noto- dontiden, Bombyciden, Saturniden, Psyehi- den, Zygaeniden, Cossiden. Bombyliiden , S < b w e b f 1 i e g e n , Hummelf liegen, Fain, der Zweifliigler. Tanystomen, Diptcren, Insekten. fiofiflvhos, summendes Inseki. Bombyx, s. Bombycinen. Bonellia viridis Ifol., Art der borsten- tragenden Stern wiirmer (Gephyrei chaeti- feri, nach Haeekel Spaniochaeten); liemer- k( nswcrt durch den auSerordentlichen Ge- 74 Bopyriden B o v i n e n schlechts-Dimorphismus : das griin gefarbte Weibchen besteht aus einem iin Sand oder Scblamm verborgenen 6 8 cm langeu Sack und einem 30 und mehr Zentimeter langen Kopflappen, der am Yorderende gegabelt 1st. Das etwa 1 mm lange Man ncberi, in Gestalt und Farbevom Weibcben vollig verscbieclen, schmarotzt im Anfangsdarm des Weibchens und wandert /ur Begattung in dessen Ge- scblecbtsgange. Cbaetiferen, Gepbyreen, Auneliden. Bone Ilia nach dem Zoologen Bonelli. Tiridis, griin. Bopyriden, dureh ihre parasitische Le- bensweise (auf anderen Krebsen) boeh- gradig degenerierte Fam. der Asseln. Iso- poden, Edriophthalmen , Malacostraken, Crustaceen. B o p y r u s s q u i 1 1 a r u m Latr. , Garneelen- assel, vorzugsweise in der Kiemenhoble der Steingarneelen (Palaemon serratus und squilla) schmarotzend. bopyrus, Name von dunkler Bedeutung (/3ovs, Ochse und JIVQO;, Weizen). squilla, oy.D.ka, eine Seekrebsart. serratus, gezahnt. Borsten (Setae) nennt man mit dicken Haarscbaften versehcne, steife Haare in der Haut einiger Sa'ugctiere (z. B. Scbweine), ferner starre haarformige Federn mancher Vogel; baarahnliche Borsten finden sicb ferner bei vielen Wirbellosen (vgl. aucb Chaetae). seta, Borste. Borstenwiirmer, s. Chaetopoden. Bos, s. Bovinen. Bostrychiden, Borkenkafer, Fam. der Ka'fer, bobren (besouders als Larven) in den Bast der Ba'ume zablreicbe, fiir jede Art charakteristische Giinge, daber aufierst forstscbadlicb. Tetrameren, Coleopteren, Insekten. Bostrychus typograpbus L., Buch- drucker, Ficbtenborkenkafer. fioaTQi'zoc;, Haarlocke, geschlangelte Win- dung. rr.Toj'o<7>o?, Buchdrucker von ivjiog, das Geprilgte, Letter und ygdysiv, schrei- ben. Botallischer Gang, s. Ductus arte- riosus Botalli. Botanik, Pf lanzenkunde, die \Yissen- scbaft von clen Pflanzen. flozdrT], Pflanze. Bothriocephaliden, Fam. der Band- wiirmer, mit z\vei scitlicben flacben Saug- gruben am Kopf; Gescblechtsporus auf der Mittcllinie der Glieder, ,,flachenstan- dig". Der gewundene Uterus liegt in der Mitte der (Jlicder. Cestoden, Platodi-n. Bothriocephalus latus Brems., brei- ter Band \\urm des Menschen. Erreieht eine Lange von 9 m, bei einer Proglottiden- zabl von 4000. Die Jugendformenleben im Hecht und in anderen Fischen. fioi)tr>ior, kleine Grube. Kf.fpak'f] , Kopf. (Bo- thriocefhahts - - Gru- benkopf.) latits, breit. Fig. 57. Bothriocepha- lus latus (seitliche An- sicht und Flachenansicht des Kopfes). Die Kopfe 6 mal, die Proglottiden I J / 2 mal vergn")P)ert (aus R. Hertwig). ' Botryllus violaceus Edw., Art der Seescheiden, in Kolonien, deren blauge- farbte Ein/.eltiere zu je 6 12 zu tranben- formigen Kosetten angeordnet sind. Synas- cidien, Tethyodeen, Tunicaten. fioTQi's , Weintraube. violacens, veilchen- farben, violett. Bovinen, Kinder, Unterfam. der Horntiere. Cavicornier, Ruminantien, Artiodactylen , Ungnlaten , Placentalien, Mammalien. Gatt. Bnbalns, Bison, Bos. Bos taurus L., Hausrind, Hausstier, zabmer Ocbs, bildet mit seinen verscbie- denen Rassen keine natiirliche Art, viel- mebr stammen dieselben bochst wabr- scheinlicb (durcb Kreuzung) von verschie- denen, ausgestorbenen, wilden Artm ab, deren man fiir die enropa'ischen Rinder- rassen folgende drei annimmt: B. primigenius Bojan., Anerochs, Ur, i Primigenius-Rasse). B. brachyceros Riitim., kurze unge- stielte Hornzaplen, scbmale Scbadelform ; in Scbottland und in der Scbweiz (Bracby- eeros-Rasse). B. frontosus Nilss., mit breiter Stirn, Skaiidinavicii (Frontosus-Rassc). /u den B. geboren ferner : Bowmansche Capseln - Brachyceren 75 B. i adieus L., Zebu, Buckelochs, niit cineni l)uckelartigen Fetthocker auf dcai Vbrderriicken, in Ostafrika uad Iiulicn. B. gru a aiens L., Grunzochse, Yak, in der Moagoloi uad den tibetanischea Hoch- landern. Iw.s, I>o7'/s, Ochse, Rind, taurus, Slier. pr/it!fc>i/its, urspriinglich, vorwcltlich von primus, dcr erstc und ffens, Geschlecht. longus, lang. frons, tt's } Stirn. frontosus, groGstirnig. gritnnire, grunzen. Zebu, }'aJt, vaterlandische Namen. Bowmansche Capseln, s. Malpighi- sche Korperchen. Brachhelminthen, s. Prosopygier. Brachialien, diejenigen Kalkplattea des Hautskeletts der Haarsterae (Crinoideen), welche die (deal Kelch uad zwar dea Ra- dialiea ansitzeaden) Anne stiitzca (vgl. Calyx). brac/i/niii, Arm. brachialis, zum Arm gehorig. Brachinus crepitans L. , Bombar- dierkafer, Art der Laufkafer, rait kurzea, abgestutztea Fliigeldecken, spritzea in Ge- fahr init eiaeai horbarea Knall 3 4 laal eiae dunstartige, atzende Fliissigkeit aus deai After aus. la Deutschland uater Steiaea. Carabidea, Pentameren, Coleo- pterea, lasektea. Brachiiins von j^axv?, knrz (?). crrp/farc, ein Gerausch (Knall) von sich geben. Brachiolarien, freischwimmende Lar- vea vieler Seesterae (Asteroideen), derea Scheitelfortsatz drei Arme mit Saugwarzcn zur Aaheftuag tragt. brachiolum., kleiner Arm (brachinni). Brachioniden, Fam. der Riidertierchen, mit festeni Paazer, zwei oder mehrfachera Raderorgan uad geringeltem Fufi. Ilota- toriea. Brachionus urceolaris Ehrbg., Wap- pentierchen, Art der Radertierchen, mit quergeriagelteai, zurtickziehbareai Fufi uad fester Haut, die uai dea zusammenge- driickten Korper eiaen topfformigen Panzer bildet, dessea Koaturea von vorne gesehea an die Gestalt eiaes Wappenschildes erin- nera. Rotatoriea. von pQa%uov, Arm (?), urceolus, kl. Krug (jirccits). Brachiopoden , 8 p i r o b r a a c h i e r , Armfiifier, Spiralkiemer, festsitzende Mccrestiere aiit cincr dorsalea und eiarr veatralea Schalenklappe ( Fig. TiS), in. langea, spiraligeingerollten Mundaraien und kompli- ziertcm BlutgefaSsystem. Die Ahnlichkeit dcr Brachiopoden mit den Muschela ist aur eiae iiufierliehe (da die letzterea eiae aadere Organisation uad seitliche 8chalea- klappen besitzea). Prosopygier. Die Haupt- entwickluag dieser formenreiehen Gruppe f;illt in friihere Erdperio- dea uad sie spielea des- halb unter dea Leitfossi- liea einebesonders wichtige Rolle. Fig. 58. Terebratula vul- garis (ein fossiler Brachio- pode) nach Karl Walthcr. I. Pleuropygier (Ecardiaes), Schalen ohne SchloBverbindung, Mageadarm seitlich mitadead, ohae Armgerust. 1. Liagulidea (Silur bis Jetztzeit). 2. Oboliden (Silur). 3. Disciniden (Si- lur bis Jetztzeit). 4. Trinierellideu (Silur). 5. Craaiaden (Silur bis Jetzt- zeit). II. Apygier (Testicardines), Schalea mit SchloBverbinduag, Dariakanal blind endigend, meist Armgerust vorhaadea. 1. Produetidea (palaeozoisch). 2. Or- thiden (palaeozoisch). 3. Spiriferen (palaeozoisch, bis Jura). 4. Atrypiden (palaeozoisch). 5. Rhynchoaellea (Si- lur bis Jetztzeit). 6. Thecidea (Trias bis Jetztzeit). 7. Terebratela (Silur bis Jetztzeit. Fig. 58). jiovg, jrodoc, FuB. ajTsTga, der Gewun- dene. figdyxia, Kienien. Brachycephalen, Kurzkopfe, aach iateraationaleai Ubereiakoaimea Measchea, bei deaea die Schiidelbreite SO uad aiehr Prozeat der Schiidelliiage betrjigt. Gegea- satz: Dolichocepbalen (s. d.). pouyv^, kurz. xsaAr], Kopf. Brachyceren (Kurzhorner) , Fliegen im weiteren Sinne. zusammenfassende Be- zeichnung der mit kurzea, meist aur drei- gliedrigea Fiihlera ausgeriistetea Taay- stomea und Mu scar iea zu eiaer Gruppe der Zweifliigler (Dipteren), im Gegensatz zu dea langfiihlerigen Miickea (Nemoceren). ?, Horn. 76 B r a c h y d e r e n - - Branchiopoden Brachyderen, s. Ichthyosaurier. Brachyelytren, s. Staphyliniden. brachyodont heifien Ziihne mit nied- riger Krone und wohlentwickelter Wurzel (die Mehrzahl der Ziihne der Saugetiere); Gegensatz: hypsodont (s. d.) oddvs, OTTO?, Zahn. Brachytarsen, .s. Lemuriden. Brachyuren, Krabben, kurzschwan- zige Decapoden , U. O. der zelmfiiPjigen Panzerkrcbse, mit kurzem Abdomen, das nach vorn unter den Thorax umgeschlagen und daher von oben nic-ht sichtbar ist. Decapoden, Podophthalmen , Malaco- straken, Crustaccen. Familieii : 1. Notopoden, Ruckenfufiler. 2. Oxystomen, Runclkrabben. 3. Oxyrhynchen, Dreieckskrabben. 4. Cyclometopen, Bogenkrabben. 5. Catometopen, Viereckskrabben. OVQO,, Schwanz. Brackwasser, Mischungen von Biifi- wasscr und Meerwasser, wie sie an der Munching von Fliissen in das Meer ent- stehen oder in Been, welehe mit dem Meer in Verbindung sincl und Fliisse oder Bache aufnchmen. Braconiden, Brackwespen, Fain, der Schlupfwespen ; schmarotzen als Larven in den Larven und Ranpen anderer und zwar meist der Landwirtschaffc schadlicher Insekten und verhindcrn, indem sie in der Regel den Tod ihrer Wirte verursachen, deren allzugroBe Ausbreitung. Eutomo- phagen, Hymenopteren, Insekten. Gatt. Bracon, Microgaster. Bracon, vielleicht von dcm deutschen brack, niederd. wrack, AusschuB (wracken = aus- sondern). Bracteen, s. Deckstiicke. Brady poden, Tardigraden, Faul- tiere, Fain, der Zahnliicker, pflanzent'res- sende, trage, anf Baumen lebende Tiere mit zwei- oder dreizehigen Vorderfiifien ; auf Siid-Amerika beschrankt. Bradytherien, Edentaten, Placentalien, Mammalien. Bradypus tridactylus, dreizehiges Faultier. finadvs, langsam, trage. -Tore, .TocWs, P'uB. tardus, langsam. -rni//', schreiten. TQI-, 3. ddxrvkoc;, Finger, Zehe. Bradytherien, Xenarthren, Eden- taten der iH'iien Welt (Siid-Aniei'ika), !'.<). der Zahnliicker, jiUimpe, triigc Tiere, ana- torn ischbemerkenswert durch dievariierende Anzahl (6 10) der Halswirbel (statt der t'iir die meisteu Saugetiere normalen Zahl von 7 Halswirbeln). Edentaten, Placen- talien, Mammalien. 1. Fam. Bradypoden, Faultiere. 2. Fam. Myrmecophagiden , Ameisen- ba'ren. 3. Fam. Cingulaten, Giirteltiere. &IJQIOV, Tier, ^srog, fremd, befremdend, auft'allend. aoSoor, Gelenk, Glied (wcgen der Halswirbelzahl). Branchialhohle, s. Kiemen. Branchialsackchen, Kiemensack- chen, s. Branchiopoden. Branchialsipho, s. Sipho (-) Branchiaten, 1. Ichthyonen, Ich- thyopsiden, K i e m e n w i r b e 1 1 i e r e , F i s c h t i e r e , Zusammenfassung d. dauernd oder wiihrend eines Teils ihres Lebens dnrch Kiemen atmenden Wirbeltiere: der Acra- nier, Cyclostoraeu, Fische und Amphibien, Gegensatz Abranchiaten. 2. s. Tracheaten. /?p;7/a, Kiemen. iz&vs, vo, Fisch. (Ti/Vs, Aussehen. Branchien, s. Kiemen. Branchiobdelliden, Fain, der Egel- wiirmer, mit einem Saughapf am Hinter- ende. Schlund ohne Riissel, aber mit zwei flachen Kiefern. Hirudineen, Anne- liden. Branchiobdella astaci, an den Kie- men und der auUeren Oberflaehe von FlnH- krebsen (Astacus fluviatilis) schmarotzend. {jody%ta, Kiemen. daray.og, erne Krebsart. fideM.a, Blutegel von fiddHeir, saugen. Branchiomerie, die metamere Gliede- rung (Segmentierung) des Kiemendarms ! der Embryonen aller Wirbeltiere infolge | der segmentalen Anlage der Kiemenbogen und -spalten (s. d.). m'ooc, Teil, Abteilung. sc^i/n'iituni, Ab- schnitt. Branchiopneusten nennt Haeckel die Articulaten mit Hautkiemeii (die Poly- cliaet'.-ii unter den Anneliden und die Crustaccen ). ttvsvotijs von .TCffo, atmen. Branchiopoden, Ki e m en tii H 1 cr , Ord. der Krebse, mit zweiiistigen, blatt- formig gestaltctcn SchwimmfiiBen, die an ihrer Basis naeh anlien je ein diinnhtiutiges K icmcnsiickchcn (B r a n c h i a 1 s ii c k c h c n) Branchiosaurus ambl vstom us - Bron t osaui us excclsus 77 tragen, aber auch zu Greifbeim-n umge- wandelt sein konnen. Yidfach \\erden die B. nur als Unterordnung betraehtet und die Ordnuug selbst win! dann als I'hyllo- poden bezeichnet. Entomostraken, Cr us ta- ceeu. 1. U. O. Phyllopoden, BlattfiiBler. 'J. U. O. Cladoceren, Wasserflohe. .TOl'v, .T wurden von ('miner fiber KM id Exemplare im Rotliegeuden des Plauenschen Grundes (bei Dresden) ge- fundcn. aaL'QOS, Eidechse. a/i/Wv, stumpf. mofta, Mund. Branchiostegalmembran, s. Oper- cularapparat. Branchiostegalstrahlen, die knik-hcr- nen Strahlen in der ventral an den Kiemen- deckel sich anschlieBenden Haut (Branchio- stegalmembran) dcr Knochenfische (vgl. Opercularapparat). Die B. sitzen auf clem Hyoidbogen. Branchiostoma, s. Amphioxus lan- ceolatus. Branchiotome, s. Kiemenspalten. Branchipodiden, Fam. der Kicmeu- tiiBerkrebsc, in SiiiBwassertumpeln. Brau- c h i o p o d e n , Entomostraken , Crusta cecn. Z. B. Branchipus stagnalis( Fig. .")'.). TOI'V, jrodoV, Ful). stagnum, Sumpf. Branchiuren, K i e m e n s c h \v a n z e, U.O. der RuderiuBer. kleinc, an Fi- scheu scbmarotzende Krebse, mit lap- pigen Anhangen am Abdomen (Furcal- plattcn) , die als Kiemen fuugieren. ^'. Copepoden, Entomostraken, Crusta- ceen. Eiuzige Familie: Arguliden (s. d.). OVQOL, Schwanz. Braula coeca Nitzsche, Bienenlaus, Art der Lausfliegen, augenlos, auf Honig- bienen (Apis mellifica) sehmarotzend. Pu- ])iparen, Dipteren, Insekten. fiQavia, Laus. coecits, blind. Brechites, s. Aspergillum. Bremsen, s. Tabaniden. Brevilinguien, U.O. der Eidechsen, mit kurzer, vorn etwas eingekerbter Zunge, daher zu den Fissilingim-n hiniiberleitend ; sehr haufig sind lu-i dieser T.O. die Glied- maBen verkiimmcrt udcr sc-lbst ganz ge- schwunden, wie z. B. bei der Blindschleiche (Anguis). Sauricr, Lepidosanrier, Rep- tilien. brev/s, kurz. //n^i/n, Zvinge. Brevirostren, s. Charadriformes. Brisingiden, Fain, dcr Sccstcruc, in ii'i-rilieren Meeresticfen lebend; durdi die abgesetzte Scheibe und die langen A nur an die Ophiuren erinnernd. Asteroideen, Echinodermen. Brising, in der nordischen Mythologie der Brustschmuck der Gottin Freya, den Loki stahl und ins Meer versenkte. Brissus unicolor Klein, Art der Herz- seeigel , gelblich-braun. Bpatangiden, Irregulares, Echinoideen, Echinodermen. O [tin'oaos, Seeigel (bei AristotelesJ. itmco/or, einfarbig. Bronchialdriisen, Lymphdriisen in der Umgebung dcr liniiichicn (s. d.) der Sange- tiere. />'iH)';7/. Luftrohrenaste von /igoyzos, Luf't- rohre. Bronchi, s. Trachea. Bronchien (Bronchia), die in die Lunge eintretenden und in ihr sich weiter ver- /weigenden Aste der Luftixihre (Trachea, s. d.); gehen mit ihren feinsten Endastchen (End bronchi en, Brouchioli) schlieB- 59. Branchipus stagnalis (nach Leunis-Lud- . a 1 erste, a- zweite Antennc, o Facettenauge, d Darm, c Hcrz. lich in die Alveolen dcr Lungensubstanz iiber. bronchiohts, kleiner Bronchus (fiQoyXOS, Luft- rohre). Bronchioli, s. Bronchien. Brontosaurus excelsus Marsh., t'os- sile (Jura) Art der Reptilien, zu den Dino- sauriern gehorig; eines der riesigsten Land- tiere, die je gelebt haben. (Bkelett ca. 18 m lang). In Nord-Amerika gefnnden. Pgoviar, donnern. oavQO?, Eidechse. , \celsits, erhaben, hoch, hervorragend. 78 Briichc Brustfell Briiche, | Bruchpforte, ; s. Hernien. Bruchsack, j Briicke, Him-, Varolsbriieke (Pons Varolii), aus dem Boden des sekundaren Hinterhirns (s. d.) der Wirbcltiere hervor- gehcnder und besonders hei den Sauge- tieren zu einem ansehnlichen, ventralen Vorsprung entwickelter Hirnteil, benannt nach dem italienischen Arzt Varolio (1543 bis 1575) ; die B. hat beim Menscben die Form eines queren Bandes, welcbes an der Unter- flache der Medulla oblongata die beiden Half ten des Kleinhirns verbindet. Briickenbeuge, mittlere Kopf- kr umm ting, die mittlere der 3 Hirn- beugen (s. d.), die bei den Embryonen der hoheren Wirbeltiere (Amnioten) infolge des starkeren Wachstums von Grofi- und Klein- birn auftreten; entstebt dadurcb, dafi die Hirnacbse in der Gegend der Briicke (Pons Varolii) mitten zwischen den beiden au- deren baucbwarts gerichteten Kopfkriim- mnngen (Nacken- und Scheitelbeuge) dor- salwiirts umbiegt. Brunnersche Driisen, kleine, acinose Driisen im An fang des Zwolffingerdarms (Duodenum) der Baugetiere. Brunst, auch Brunft nennt man den bei vielen Saugetieren periodisch, d. b. ma- in bestimmten Zeitintervallen eintretenden Zustand geschlechtlicher Erregung, wahrend dessen allein, und /war in der Regel erst nacb Ablaut' des Hohepunkts der Erre- gung, die Paarung der beiden Geschlechter erfolgt. Die Zeit, in welcber der Begat- tungstrieb eintritt, heifit Brunstzeit; sie kelirt bei vielen Tieren mebrmals des Jabres wieder, bei mancbeu immer sofort nacb erfolgter Geburt der Jungen, bei anderen, namentlich den grofieren Saugetieren, nur cinmal des Jabres. Brunstfeige, auf dem Kopfe der Geinsen (Antilope rupicapra) neben der Wurzel eines jeden Homes miindende Hautdriise, die zur Brunstzeit ein schroieriges, iibel- riechendes Sekret absondert. Brust (Tborax), der vordero Abschnitt des Rumpfes vieler Tiere; der Name ent- stammt der Anatomic des Menscben und der hoheren Wirbeltiere (Amnioten), wo er den die vorderen Extremitaten tragenden und von deu Rippen umschlossenenKorper- abschnitt bezeichnet (s. Brustfell und Brust- organe). Bei den iibrigen Tieren versteht man unter Brust im iibertragenen Sinnedie zwischen Kopf und Bauch (Abdomen) ge- legene Korperregion. - - Bei den Insekten ist der die drei Beinpaare und die Fliigel tragende Thorax (vgl. Pereion) in drei ring- form ige Abschnittc, Brust- oder Thora- calsegmente (Pro-, Meso- und Meta- thorax, s. d.) gegliedert. Bei den Krebs- tieren (Crustaceen) wird eine grofiere Zahl von beintragenden Segmenten als Brust- segmente bezeichnet. Bei manchen Krebsen sowie auch bei den Spinnentieren (Arach- noideen) sind alle oder einige Brustsegmente mit dem Kopf zu der einbeitlichen Kopf- brust (Cephalothorax) verschmolzen. $co>a, Brust. xecpalt] Kopf. Brust-Aorta, s. Aorta. Brustbein, s. Sternum. Brustdriise, s. Thymusdriise. Brustdriisen, I .. . } s. Milchdrusen. Bruste, ] Brustfell, Pleura, Name der die Brust- hohle der hoheren Wirbeltiere auskleiden- den und ein en Teil der in ihr gelegeneu Organe iiberziehenden serosen Haut. In- folge der gemeinsamen Abstammung von Brust- und Bauchhohle (s. d.) ist das Brustfell dem die Bauchhohle atiskleiden- deu Bauch fell sehr iihnlich. Wenn die Lungen bei ihrer Entwicklung in die Brust- hohle hineinwachsen, stiilpen sie das Brust- fell ein und werden folglich von eiuer I^age desselben iiberzogen; man unterscheidet also an dem Brustfell zwei Blatter, von den en das viscerale Blatt (Pleura pul- monalis) die Lungen, das parietale Blatt (Pleura parietalis) die Wandungen der Brusthohle iiberkleidet; letzteres iiberzieht dabei jederseits vorn und seitlich die Rippen (Pleura costalis), am Boden der Brust- hohle das Zwerchfell (Pleura diaphrag- matica) und beteiligt sich, indem es zu beiden Seiten der Wirbelsaule nach vorn umbiegt und von der hintereu Thoraxwand zur vorderen hiniibertritt, an der Bildung des Mediastinum (Pleura m e d i a s t i - n a 1 i s). Vergl. Brustorgane. Die zwischen don beiden Bh'ittern des Brust- felles gelegene Hohle, welche die Lunge umgibt, heilH Plcuiahohle (Cavitas pleu- rae). Den beiden Half ten der Lunge ent- Brustflosscn - Brutpflege 79 sprechend gibt es rechts and links eine Pleurahohle. Die Pleurahohlc ist ein schr schmaler Hohlraum. dcr aber in Krank- heitsfiillen durch Ansamnilung von Fliissig- kcit sich erweitern kann (auf Kosten des Raumes dor Lunge.) jihevQa, Seite. pultno, on/'s, Lunge, vis- cera, Eingeweide. paries, eft's, Wand, cosfa, \ Rippe. diaphragma , Zwerchfell (s. d.). nit diastinus von incdiits, d. mittlere. Brustflossen (Pinnae thoracicae, Pinnae pectorales), die den vorderen Extremitaten der h(")heren Wirbeltiere entsprechenden Flossen der Fische. pinna = penna, Feder, Flosse. Oo)Qa^ = pcctits, Brust. Brustflosser, s. Bauchflosser. Brustfortsatze der Rumpfhohle, s. Pleuralgange. BrustfiiBe, s. Pereiopoden. Brustgang (Milchbrustgang, Dnctus thoracicus, chyliferus, Truncns lymphaticus sinister), bei den Saugetieren ein langes Lymphgetafi, in welches die Lymphgefiifle der bin teren Extremitaten und der Becken- gegend sowie die CbylusgefaSe des Darmes niiinden, und welches auf der linken Brust- seite vor der Wirbelsaule verliiuft und in die linke Schliisselbeinvene (Vena subclavia sin ist ra) sich ergiefit. Brustgurtel, s. Schultergiirtel. Brusthohle, die vom Brustt'ell aus- gekleidete Hohle, welche die Lungen eut- hiilt und durch das Zwerchfell von der Bauchhohle getrennt ist (vgl. Brustfell). Brustorgane, die in der Brust enthal- tenen Organe. Bei den Saugetieren liegen in der Brust hauptsachlich folgende Organe: seitlich die beiden Pleurahohlen, welche die beiden Lungenfliigel enthalten; in dcr Mitte (im Mittelraum, Mediastinum) der Horzbeutel, welcher das Herz enthiilt, da- vor die Thymusdriise, dahinter die Luft- rohre (Trachea), die Speiserohre (Oeso- phagus), die Aorta und die iibrigen vom Herzen und zum Herzen gehenden Ge- fiiBe, die beiden Stamme des Nervus vagus und andere Nerven. Brustringe, s. Brust. Brustwarze, s. Milchdriisen. Brustwirbel, T h o r ac a 1 w i r b e 1 (Verte- brae thoracales), die Wirbel (s. d.) des Brustteiles der Wirbelsaule (beim Menschen 12), vor den iibrigen \Virbeln dadurch aus- gczeichnet, daB sie Eippen tragen und daher mit Gelenkflachen 1'iir diese versehen sind. Tcrtcbi-it, \Virhcl. Door, Tier. ^oAi'v , viel (wegen der Koloniebildung). Bubalis, Gatt. der Antilopen; Afrika. Antilopinen, Cavicornier, Ruminanticn, Artiodactylen , Ungulaten, Plaeentalien, Mam in alien. Bubal is caama, Ochsenantilope, Harte- beest. Siidafrika. Bubalus, Biiffel, U. Gatt. der Kinder; die Homer an der Wurzel unverhaltnis- m:il')ig verdiekt, glatt. Bo v in en, Cavi- cornier, Ruminantien, Artiodactylen, Ungu- laten, Plaeentalien, Mammalien. Bubal us buffelus L., asiatiseher Biiffel. Wild in Ostindien; geziihmt und von da naeh Jtalien und I'ngarn ein- gefiihrt; liebt sumpfige Niederungen. Bubalus caffer L., Kaffernbuffel. />(>/'/'/."-% Biiffel. biiffchts, latin, aus Btif- fel. caffer, Bewohner des Kaffernlandes (Siidafrika). Bubo maximus, Sibb., l T hu, groOte europjiisehe Eulenart; in waldigen Ge- birgcn. Strigiden, Noeturnen, Rapta- toren, Cai'inatrn, Avcs. l>it/i, Uhu. uia.viinns, d. grofite. Buccalganglien, ein Paar zur Inner- vicrung des Schlundkopfs beslimmter Ner- venknoten (Ganglien) derSchneeken (( Jastro- poden). bucca, Backe. ;rcs, Cannaten, Avis. fiovxsQfOc;, Ochsenhorner iragend von /VoiV. I >chse und y.foag, Horn. Buch (der Wicderkauer). s. Blatter- magen. Biicherlause, s. Psociden. Biicklinge (Biickinge), Bezeichnung der frisch geniiirherten, nic.ht ausge\veidrten Hcringe (Clupea harengusi. Buckling, ]\>cklin:f, Pockelhering, von pok- keln, pokeln, engl. pickle = einsalzen ; der Ausdruck pokeln witd von manchen von dem hollandischen Fischer Beukelsz al>- geleitet, der urn 1400 das Einsal/.'-n di i lleringe verbesserte. Buffel, s. Bubalus. Bufonaceen, Knitcn, (imppr der /alinloseii Froschlurche. Anureii, Ain- phibien. 1 . Bufonifonnon, Erdkn'Uen, olinc Haft- schoiben an den FiiSen. 2. Callulaeformen, Laubkn'iten niitHaft- .scheiben an den Fiilii-n. bitfo, Krote. forma, form, Gestall. cul- liiln cnlliiui. verhartete, dickc Haut. Bufoniden, Kru ten , Fam. der Frosch- lurche, mil warziger, driisenreicher Haut, gro!5en ( )hrdriisen und vollig eutwiekeltem Gehororgan ; ohne Sprungverniogen. Nacht- lii-he Landtiere, welehe das Wasscr nur 7,\\\ Laichzeit aufsuchen. Oxydactvlon, Anu- ren, Ainphibieii. I) u I o c a I a in i t a Lain 1 ., IJohrkrote, Kreuzkrote. JUiIo viridis Laur. (15. variabilis Pall.), Wechselkrote. IJufo vulgaris Laur., genieine Kn'ile, Feldkrote, Krdkrote. /////i), Krt'He. T/r/t/rx , griin. variubilis, wechselnd. vttlgaris, gemein, gr\\(i]inlich. xn/Miu'ri]; , im Rohricht, Kolir (y.a'/.nim;) lebend. Bulbillen, kleiue, kontraktile, lier/- abnliche Anschwellungen der Kieinen- artcricn des Ampbioxns, die an den Al>- gaiigsstellen der zu den Kiemcn aufstei- genden Gefafibogen (vgl. Aorta) liogcii. kleine Zwiebel (Inillni^ s. d.) Xooloj;isches I,exikon. Bulbus, in der Anatomic haufig zur Be/eielinuiig x.vviebel- nder knolleiifiinniger (Jebilde (Anschwellungen \on Organen etc.) uclirauchter Ausdruck; s. die i'olgeiideii Artikel. Inilhns, /.wiebcl, Knollcn. Bulbus arteriosus, Uulluis aortae, Aortenzwiebel, fiir die Knocbenfiscbe (Teleosteer)charakteristische,zwiebelformige Verdickung der Aorta an ilin-r Anstriils- slelle aus dein Her/en, ein inuskuli'ises Hilfsorgan des Herzens, das im Gegensatz zura Conus arteriosus (s. d.) der Jl;iic (Selachier), aus dein Aorteusiiel licrvor- gegaugcu, dahor mil glalteu .Muskclfascm versebenist(wiealleArterien); ohneKlappen- reihen. (Al)bildg. s. ('onus arteriosus.) Bulbus oculi, Augapfel, s. Augen. Bulbus olfactorius, s. Riechlappen. Bulliden, IMasenschnecken. Fam. der Bedecktkiemerscbnecken, init kugeliger Scbale. Tectibranchier, Opisthobran- chier, Gastrojiudcn. Mollusken. bnlla, Blase. bunodont nennt man Backzahne, deren Krone mebrere stumpf'o Hiieker triigt; bei omnivoren Siiiigetieren (s. Non-Ruminan- tien). /?o?'j'Os, Hiigel , Hocker. o^ojv , <''TO;. Zahn. Bunodontien, s. Non-Ruminantien. Bunotherien, von Cope aufgestellte und von Haeckel angenommene Gruppe fossiler (alttertiarer) Sangetierc; verschie- denartige, nicht x.usainmengehiirige Formen (Ictopsiden , Estbonychiden , Creodontier u. a.), in denen Haeckel die Slammfonnen der Insektivoren, Edentaten, Xager und Carnivoren siebt. .lodonfalls beweist die (iruppe der B. , da!5 die verschiedenen Saugetierordtmngeii in ihren iilteren Ver- tretern sehr enge Be/iehungen zu einander haben. Dijuioi', Tier. Buntsandstein, s. Triasformation. Buprestiden, Prachf kiiter, Fam. der Kiit'er, oft lebhaft getarl)t und nietallisch gliinzend: die Larven Icbeii im Hol/c und ahneln den Larven der liockkat'cr. Aleist tropisch. Pentamereii, Coleopteren, In- sekten. /Ini'.-rnijaTts, bei den Alton ein giftiger, im Grase lebender Kiifer, durch dessen Vei- schlucken < Jclisen (/?orc) anschwellen , aufblahen) solltt-n. 6 82 P>nrs;i cop u la tori a Bythotrephes long! man us Bursa (copulatoria), Begattungs- glockc. i^cbildet von zwei saumartig odcr tliigdartig vorspringenden Hautfalten, wel- che am Hintcrende mancher Xematoden (besonders der Strongyliden) neben der Geschlechtsoffnung dcs Mannchens stehen. bursn. Bcutel. cnpn/urt\ verbinden, vor- einigen, paaren. Bursa copulatrix, Bega 1 1 n n g.s- tascho, ein blindsackartiger Anhang der Soheide vieler Wiirmc-r. Insekten und Mol- lusken, der zur Aut'nahmc des mannlichen Gliedcs bei dcr Begattiing dicnt. Bursa Fabricii, ein blindsackartiger, in die Cloakc miiridender Anhang dcs Knd- danns dcr Yogel, mit driisiger Wand, von unbekanntcr Funktion. Bursal-Taschen (Bursae), eigentiim- liche Respirationsorgane der Schlangen- stcrnc, 10 diinnwandige Sackchen , die rings um den /cnlr.-dcn Magen liegen nnd auf der Mundseite durch 10 Bursalspalten nach anBen miindcn (an der Basis der Armei. Bei cinigen Schlangensternen die- nen die Bursae als Brntranme. Bursa omentalis, s. Netz. Bursae mucosae, ^ s. Schleim- Bursae synoviales, \ beutel. Bursariiden, Borsentierchen, Fain, der Wimperinfusorien, mir drehrunclem bis eiformigem K<">rpcr, mcist parasitiseh im Darin hobercr odcr nicdcrer Tierc lebend. Heterotricben, Cilia ten, Protozoen. Z. B. Bursaria truncatella Miill., bis i mm grofi, in Graben and Siimpfen. /iiirsn, Beutel, Taschc (monclislatein. von ftvoou. Fell, Leder). trim, uti/x, abgestutzt. Bursochelyer, H a n t schi Idkroten, Name, nnter dcm Hacckcl die mit weicbcr und bicgsamer Oberbaut ausgeriisteten Scbildkii'itcn (Athcca nnd Trionychiden) x.nsammenfalH. (icgcnsatx: Cerachelyer. /Jrgoa, Haul, Fell, Leder. ///.i^, Sdiild- krote. Biirzel, I' ropy gi n m . dec dcm Schwanz der iibrigen Wirbclticre entsprechende, sehr verkiirzte Teil dcs Hinterleibes del Vogel, der die Schwanzfedern trjigt. ni'ua, Sclnvan/.. -T'';''/> SteiB. Biirzeldriise, zwischen den Spulen der Schwanzfedern liegende, paarige Hautdriise der Vogel, die ein xnr Eintetlnng des (.-}e- fieders dienendes, olartiges Sekrci abson- derl und besonders bei den Scbwimm- vogeln (Natatoren) stark entwickelt ist. Biischelkuchen, s. Placenta cotyle- donaria. Busen, s. Sinus. Buteo vulgaris Bchst. , Bnssard, Mausebussard, Art der Tagraubvogel, mit spit/en Fliigvln. In Deutsehland Stand- und Sirielivogel. Unser niitxliehster Ranb- vogd, der von Clausen lebt. anch Kreuz- oitein I'rilit. Falcon iden, Di urn en, Rap- tatoreu (Pelargornithen), Carinaten, Aves. but fo. eine Falkenait. vulgaris, gewohn- licli. Buthus occitanus Amor., in den Mittel- meerlaudcni vorkommende Art der Scor- pione, wegen ihres Giftstarhels gefahrlich. Liinge 8,5cm. Scorpionideen, Arlbro- gast ren , A ra< -h 11 oideen . jlar;, < K-hse. &oo;, schnell, eindringend, gefahrlich. occi'fatit'i/s, abendlich, \vestlich. Byssus, >. Byssusdriise. Byssusdriise, ansehnliche Driise im Fnfi vieler Mnscbeln (Lamellibranchier), welche feino, seidenartige Fiiden (Byssus, Muscbclbart , -seide) einer klebrigen, schleimig-zahflussigen Substanz absondert, die im Wasser raseh erhartet. Mit den Byssustaden bet'ten sich die Muscheln an Fclsen, Pl'tihle nnd andere Gegenstande. //rofjoc. feines Gewebe aus Flachs oder Seide. Bythotrephes longimanus Leyd.. Tie f\v ass erf lob , langarniiger Tief- s e e s c h \v i m m e r , Art der Wassertlohc. kleine, in den Tiefen der grofien Binncn- seen lebende Krebse, mit sehr grofien Augen und shirk verlangertem erstem Beinpaar; die He-bale nmschliefit den Leib und die Beine nicht, sondern client nur als Brut- ranm. Polyphemiden, Cladoceren, Bran- cbiopoden. Entomostraken, Crustaceen. /ii'i>oTon/ i'/^, in der Tiefe (/)'r/>i'~) lebend I ruiij yoiliu. sich ernahren). A';/;'V/\, Inng. HHtnt/s, I land. ( ':icad ii - calcificieren 83 c. (Fehlendes s. unter K.) Cacadu, s. Plictolophus. Cachelot, s. Physeter. Cacospongien, zum Waschen niclit verwendbare Gruppe der Hornseh\v;iinme. Ceraospongien , Tetraxonier, Silieispon- gien, Spongien. xaxo;, schlecht. n.-n'^-'o^, Sclnvumm. Caducibranchier, s. Salamandrinen. Caeciliden Coeciliden. Caecilien Coecilien (s. Gymno- phionen). Caecum, der Blinddarm, s. Coecum. ('(tt'i'i/x, blind. Caenogenesis, Caenogenie, s. Ceno- genesis. xuu'o;, neu, noch nicht dagewesen. n'Kii;, Entstehung. caenolithisches Zeitalter, s. caeno- zoisches Z. Caenotherien, fossile (Tertiar) Gruppe der Anoplothorien , der Stammform dor Paarhufcr. Non-Buminantien, Artiodae- tylen, Ungidaten, Maiuiualien. OtjQiov, Tier. caenozoisches Zeitalter (Phillips 1841), caenolithisches, neozoisches oder neoli thisches Z., biogenetische Nenzeit, die auf das meso/oisrhe Zeit- altev oder die Sekundiirzeit folgende, jiingste der 4 grofien Hauptepochen der Erdgeschichte, in \velcher die et\va lOni.i m machtigen Sedimeute der Tertiar- und Quartar - Formation abgelagert \vunleii. Fauna und Flora des c. Z. sind ini ganzen von jener des mesozoischcn Zeitalters sehr verschioden, ohne jedoch der mannigfaltig- sten Ankniipfungspunkte zu entbehren. Vielo Tier- und Pflanzenformen verschwin- den ganz (Rudisten, Ammoniten, Beleni- niteJi; die Dino-, Hali-, Ptero- und j\Iosa- saurier) oder gehen doch stark zuriick (Crinoideen und Ganoiden); andere ent- falten eine reiche Mannigfaltigkeit (Paluien und Laubbaume; Nummuliten, Spatangi- den, Clypeastriden, Musehelu u. Schnecken). Die F^ische, Amphibien und Reptilien ent- wickeln sich allmahlich zu den gegen \viir- tigen Formen; am wichtigsten i.st die hohere Entwicklung und stulnnvcise t'orl- schreitende Differenaierung der Siiugetiore i\ul. noch Tertiar- u. Quartar-Formation). xr, 'Ii' i. /./iV<*s, Stein. Caimane, s. Alligatoriden. Calamajo, s. Loligo vulgaris. Calamistrum, s. Spinnapparat. Calamoichthys, den Flosselhechlen (Polypterus) nahe verwandte Fisehart; von langor rohrartiger Gestalt. Polypterideu, Crossopterygier, (Janoiden, Pisces. i;, Rohr. r/i)i';, fisch. Calamus, s. Federn. Calaniden, vonviegend ini Meer, in einigen Arten auch im Siiliwasser vor- kommende Ruderf ufikrebse mit zweiastigen hinteren Antennen. Eucopepoden, Co)>e- poden, Entomostraken, Crustaeeen. Ka^avog, griechischer Eigennaine. Calappa granulata L , Sehani- krabbe (weil die groMen Vorderbeine die Vorderseite des Kcirpers bedecken) , der besonders vorn init kleinen Hockern be- setzte Korper einer halben Kokosnuss ahnlich. Oxystomen, Brachyuren, Deca- poden , Podophthalmen , Malaco.straken, Crustaeeen. calappa. KokosnuH (indiscli). i;-i-(inii/um, Kornchen, Hockcrchen. Calcaneus, Fersenbein. das gro(5te Knochenstiiek in der FuBwurzel (Tarsus) der Siiugetiere, liir diese charakteristisch und durch einen, besonders bei den mit ganzer Sohle auftretenden Siiugetieren (Plantigraden) stark vorspringenden Fort- satz die Vorwolbung der Ferse (Calx) hervorrufend ; er entspricht dem Fibulare in der Fufiwurzel der iibrigen Wirbeltiere mit pentadactyler Extreiuitiit (Pentadacty- lien). Vgl. Tarsus. v//v, Ferse von en lea re, treten. Calcar avis, der Vogelsporn, eine ge- kriimmte Erhohung am Hinterhorn der Seitenventrikel des Grol5hirns. ealctir, Sporn. calcificieren, verkalken. 84 ralcinieren - - Calycophoriden calcinieren, verkalken, Entziehung der nrganischen Subi-tanz aus kalkhaltigcn Gebilden. Calcispongien (Blainville ISMi, C'al- carosen (Haeckel 189fi), Kalksch warn me, Klasse der Schwamme, dereii Skelett aus kohlensaurein Kalk hesteht. Spongien. oi'S, Fliigel. virgo, Jung- Fig. 61. Kalkspicula von Calcispongien, u Stabnadeln, b Dreistrahler, c Vierstraliler. 1. Asconcn (Wand diinn, durchlochert). 2. Syconen (Wand mit radia'r gestellten Kaniilen, Radialtuben). 3. Leuconen (Wand mit kompliziert ver- astelten Kanaleni. 4. Pharetronen. /(lan. Libellnliden, Amphibiotica, Arehipteren, Tnsekten. xa/.i?7r, schwimmend von n'jyFCiO Calycozoen, s. Stauromedusen. xiU.i'Z, Kclch. ,_V)or, Tier. Calymma (Haeckel), die stniktur- und tarblose (Jallerthiille, welche die Zentral- kapsel dci' Uadiolarien iimgibt; ein Teil des Extracapsulum (s. d.). xdlr/titii, Verhiillung, Decke. Calyx, Kelch, ciner der drei Haupt- tede des Korpers dcr Crinoideen (Stiel, Keich, Anne). Dcr C. bildct cine beeher- nder kugelformige Kapsel und best eh t aus eineiii unteren (dorsalen, abaktinalcn) Tcil, Dorsalkapsel genannt, und aus einer oberen (ventralen, aktinalcn) Kelchdecke (Epica- lyx). Er ist aus einzelnen Kalktafelchen zusamineiigcsetzt, die sich folgendermalScn verteilen : 1"''S' () 3- flatten dcs Kclches von Mursupites ornatus (aus Lang. vgl. Anatomic), cif Centro- dorsale, ib Infrabasalia, r Radialia, ba Basalia. I. Dorsalkapsel (Fig. UU). 1. Eine Zentralplatte, an welcher sich der Stiel ansetzt (Centrodorsale). 2. Daran anschliefiend ein Kranz von 5 perradialen Infrabasalien. 3. Kin Kranz von 5 interradialen Basalien (Parabasalien Job. Miiller;. Die Basis ist dieyclisch, wenn beide Basiskriinze vorhanden sind, mono- cycliseh, wenn nur einer. 1. Ein Kranz von 5 perradialen Ka- dialicu (Scapularien) , welche die Arinstiicke (Brachialien) tragen. /wischen ihnen konnen Interradi- alien (Sepalarien) auftretcn. Durch Gabelung der Badialien konnen woiterhin Disl.iclialifii und Pal- inai'icn entstehen. II. KcU-hdirki-. 1. Ein Kranz von ."> Oralicn. 2. Wcnigcr rcgclniallig angeordnete Interambulacralien und Anilmla- cralien. 1'icse Stiickc >iml abcr nicht iinincr allo vnrhanden. Konstant sind nur die Ra- dial ia und Basalia. Camaroten (Haeckd is'.i-l), Kaninier- sch \v;i mine; ^pongien , die in ihrem K'(">r[)tT zahlreichc ( Icisclkannnern ent- halten , die in ein iniichtig cntwirkcllo Coenenchym eingebettet sind; mit ccto- dermalen Einfuhrkanalen u. entodermalen Ausfuhrkanalen. Syconal- und Rhagonal- Typus (s. d.). xa^aga, Zimmer, Kammer. Cambrium (Sedgvvick is:!(i), zweitc Peri ode des palaeozoischen Zeitalters, in welcher die bis zti 300O in inachtigen Si-hichten der cambrischen Formation (Tonsehiefer, (Trainvacken und Sandstciii) gebildet wurden. Die pflaozlichen tlber- reste des C. sind kiimmerlich und zwcifel- haft (Phycodes circinnatus). Die Fauna ist verhaltnismafiig reich und besonders charakterisiert dnrch blinde Trilobiten (Ole- nellus, Paradoxides, Olenus, Agnostus) und hornscbalige Brachiopoden (Lingulella t'cr- ruginea, die Jilteste sichcr deutbare \\-r- steinerung, Lingula, Discina). AuBer diesen t'inden sich Spongien, Mcdusen, AViinner (Nereiten, s. d.), Pteropoden, ( Jastropoden (Belerophon), Ostracoden, Phyllocariden, Cephalopoden (Orthocerasformen). Fische, Siiliwasser- und Landtiere gibt es im C. noch njcht. So hoch auch diese iilteste bekannti' Tierwelt, fiir sich betrachtet, in ihrer Or- ganisation steht, so nun") sie doch, ver- glichen nut Tiertormen dcr jiingeren Pe- rioden , als eine primitive bezeichnet werden. ,,Die ein/.elncn Haiiptstiimine sind noch durcb niedrig organisicrtc und mit primitiven Merkmalcn ausgestattete Formen vertreten. die in den folgenden Formationen eine aufsteigende Kntwicklung erkennen lassen : eine der wichtigsten Bestatigungen der Abstammungslehre" (Nenmayr). L'unibrui, kekische Bezeicbnung fiir Wales. 86 Cam Hide n < 'am pod id en Cameliden, Tylopodt-n, Kameele, Schwielensohler, Faiu. der Paarhufer, deren Fiifie nicht mit den Zehenspitzen (Hufen), sondern mit einor die beidon Zehen in ihrcr ganzen Ausdehnung ver- binclendcn schwieligen Sohle auftreten. Die Entwickelungsreihen der Cameliden, \velchc bis in d;is altere Tertiar zuriickgehen, fin- den sich in Nord-Amerika und sind rela- tiv vollstandig bekannt geworden. Rumi- nantien, Artiodactylen, Ungulaten, Pla- centalien, Mammalien. Camelus bactrianus Erxl., zwei- hockeriges Kameel, Trampeltier. Zentral- Asien. Camelus dromedarius Erxl., ein- hockeriges Kameel, Dromedar. West-Asien 11 nd Afrika. Auchenia, s. d. xa.fMjA.OG, von semit. genual, Kamtel. TV'/.U;, Schwiele. jtovs, xoboc;, FuK. bacfr/aniis, in Baktrien lebend. dronu'darius, Schnell- laufer von dQOfj.dc;, laufend. Canielopardaliden, Gi raff en, mil Stirnhockern , die mit Haut iiberzogen sind. Zahne !j ','::;;. - Camelopardalis gi- raffa Schreb. Giraffe, bis 6 m hoch, Afrika. Sehr wichtig sind die tertiaren Vorlaufer der Giraffen (Helladotherium, Sivatherium), welche die Verwandtschaft mit den elch- artigen Cervicorniern erkennen lassen und heute noch einen Vertreter in der in Zen- tral-Afrika entdeckten Okapia John- ston! haben. Ruminantien, Artiodactylen, Ungulaten, Placentalien, Mammalien. xa/MjlojiaQdahs, Tier, zugleich dem Kameel (xdttfj.oz) und dem Panther (jtaQdahic;) ahn- lich, letzteres wegen der Zeichnung des I^ells. giraffa, verdorben aus dem arab. zorafeh, Langhals. Camelus, s. Cameliden. Campanarien , Glockenpolypen, Ord. der Hydropolypen , mit glockenformi- gen Hydrotheken , die auf geringelten Stielen sitzen. Hydropolypen, Cnida- rien. Fam. Campanulariden . campdiifi, Glocke. Campanula Halleri, s. Processus falciformis. Campanularia, s. Campanulariden. Campanulariden, Eucopiden, Fa- milie der Hydropolypen. Die einzelnen Hydranthen (Polypenkopf'chen) sind von einer glockenformigen Peridermhulle um- iieben. Die an den Campanulariden-Stqck- chen entstehendi'ii Medusen sind Lepto- medusen. Campan u larien, Hydrozoen, ( 'nidarien. (iiittungen: Campanularia, Gonothyraea u. a. campanula, kleine Glocke (campand). svttfo- -TOC, wohl berudert von ev, gut und XL Ruder. Campanulario-Leptomedusen,Vesi- cu la ten , Faltenqual le n , ( )rd. der Qual- lenpolypen mit glockenformigen Polypen (Campanulariden) und mit Leptomedusen. Hydrozoen, Cnidarien. 1. Fam. Campanulariden. 2. Fam. Sertulariden. 3. Fam. Plumulariden. 4. Fam. Aequoreiden. Aejrro'?, weich, zart. medusa, (Jualle. vesi- i'///a, kleine Blase (7v.sYlivlinn* i\mi ma'}.i], Traube) wegen der . \hnlichkeit init der Kafertamilie dcr Staphylinen. Canales semicirculares, halbkreis- formige Kaniile, Bogengange, iin (J< % - hororgan dcr Wirbeltieiv, drei vnni I'tri- se. aa 1YC cc Fig. 65. Das hautige Gehororgan (Labyrinth) der Wirbeltierc (Schema nach Wiedersheim). <7<7, ae, dp die Ampullen der halbzirkelformigen Kaniile (i~n , if, cp). ens C'analis utriculo- saccularis. de Ductus endolymphaticus. / An- lage der Schnecke (Lagena). s Sacculus, 11 Utriculus. culu.s des hiiutigen Labyrinths ausgehende Ktihren, die nach Beschreibung eines Halb- kreises init einer sacktiinnigen Aul'trdbung Fig. 66. Medianschnitt eines Ftoschembryn nach dcni Schlul! des Blastoporus I nach Morgan aus Ziegler, Lehrbuch). a Aftergrube, eh Chorda, en Canalis neurente- ricus, hh Hinterhirn, hv Hypo- physenanlage, / I.elieranlage, m/s Mittelhirn, ph Iviemendarm, r/t Vorderhirn. (Das Ectoderm ist schwarz.l (Ainpulle) wieder in ihn /uriickfiihren (Fig. ()5); s-io stehen in drei Ebenen /,u- einander senkrecht, indetn der autiere hori- zontal, die beiden anderen vertikal idcr vordere in einer Sagittal-, der hintere in einer Trans versalebene) verlaufen. Die beiden vertikalen Bogengange sind am nicht ampullaren Kndc verschtuolzen. Aus phy- sinlu^ischcii l-lxpcriiin'iiti'ii sclilicllt man, dad dif drei init Endolymphc aiisgct'iilllcn liniiviiiifin^c vcmiugr dcr in iliucii I'lilhal- l.cncn Sinni-ni-uaiir /.nr ( >ririitieruiii: iiln'r die Lai;c dc.- KTo-pcr- diciicn, aUu /.in Kr- haltung odcr \\'icdcrhcrstcllHiiu des (ileich- gewichts. niii/>!i//ir. baucliig' > < i' till'., i-iiinit/s, Riihre, I 'anal, semi (/}/'/), halb. c/rcn/m. Kreis. Canaliculi lacrymales, s. Tranen- drusen. Canaliferen, s. Muriciden. fi-rn-. tragen. Canalis auricularis, ohrkanal. schniirungsstelle x,\vi>chcn ^'(l^lll)l Kaniincr des embryniialen llcr/.cn.- huhercn \\'irbclticrc. ucrade iinlerhall) dcr Herzohren (Auriculae cord is i. ilharzia haematobia) dun-h Ein- rollen seiner Seitenrander nach der Yentral- seite bildet; /nr Aufnahme des Weil)chcn> bestiramt. \\'eili. until', traen. Kin- und der Canalis neurentericus, M ark-Darm- gang, Kanal , clurch \velehen wiihrend einer ge\vi>sen Zeit dcr Embryonalentwick- liing voriibergehend das hintere Knde des Riickenmarksrohres mit dem Darmkanal kommuniziert; rindet sieh nur bei den Lar- rcii n i en s ( 'apra \>\\^ ciliare) gelegen, als Lyinphraum die- nend. Canalis reuniens, s. Cochlea. Canalis spinalis, s. Wirbelkanal. Canalis urogenitalis, Harn- und Ge- sehlechtskaiial, s. Urogenitalsinus. Canalis vitello-intestinalis, s. Due- tus v. i. Cancer pagurus, Taschenkrebs. Cancer pagurus, L., Tasehenkrebs ( Fig. 67). B r a c h y u r e n , Decapod i -\ \ , Podophthalmen, Crustaceen. i'inii-1-r. Krebs. .-n'r-'imn;, Taschenkrebs, eigentlich ciner mil festeni Schwanz, von .Tf/.;voc, fest und orijd, Schwanz. Caniden, hundoart igc Kaubtiere; Fissipedier, Carnivoren, Placentalien, Mam- malien. Canis familiaris I,.. Iliind, Haus- hund. Canis lagopus, Mlaufuchs, Eisfuchs. Can is 1 u pus L.. Wolf. Canis vnlpes L., Fuchs. e-fin/x, Hund. funiilinris, zum \ lause (fa- in ilia] gehoriLj. ///pus. Wolf. Tit/pits, Fucbs. /.T Kiifer (Meldidcii) ; \vird insbesondere dnrch /crstan][)fen der Lytla vesica- loria. (der ,,spanischen Fliege") her- -'-tellt und zur P>ereitni;g von Bla- senpflastern ver\vejidet. Capillaren, HaargefalSe, fein>ic, aiilicrst diinnwandige Jilntgefalk-. . Sporenblasen. Capitatu in , C a r p a 1 e III , der grolite Knochen der Handwurxel (Carpus) der hoheren \\'irbeltierc (Pentadactylien), \\elcher den dritten Me- lacarpalknochen und da- ran den dritten Finger tragt und mit eineni ansehnlichrn Gelenk- kopf verschen ist. cdf>itatns , mit einem Ko[)t (rapitt) versehen. X.~T<>;, Handwurzel. Capitelliden, klein- kopfige Fam. der mari- uen Borstenwiirmer, auf- fallend durch Fehlen der Blutgefiilie. Tubicolen, I'olychaeten, Chaeto- poden, Anneliden. c<\\, Stcinbock (lici 1'linius). Caprella, s. Caprelliden. inprella, kleinc Ziege. Caprelliden (Z. B. Caprella lincaris L.), auf Bryo/oen uud Hydroidpolypen sehmaro- i/cnde, langgestreckte Flohkrebse (Fig. (isi. Laemodipoden , Amphipoden, Ivlri- opbthalmen, Malacostraken, Crustaccen. /nil t-/.\ , 1 i n ienf orm ig. Caprimulgiden, Nachtschwalbeu , Ziegenmelker; Schnahel an dor Wurxol sfihr broit. NaVht lie-he Vi>-el, von Jnsckteii lehend. (.'laniatoren , 1'asscrch (Coracor- nithen), Carinaten, Aves. ////< /<, nielken, \veil nacli alien Fabcln die Nachtschwalben Ziegen uncl Kiihen die AFilcli aussaugen. Capsula fibrosa bulbi, - Faserhaut des Augapfels. Capsula vasculosa bulbi, -. GefaB- haut des Augapfels. Capsula vasculosa corporis vitrei, GefaBkapsel des Glaskorpers do Auges. t\nlp:iter aher ver.-eh\\ iinlel : ein Teil von ihr verselilielil als Meinhrana pupillaris die I'upillo, .-u dall hei eiui^en Tieren, /.. 15. lluiideii, hei dener. die Linsen- kapsel ersl einitiC 7,ei( liaell del' (iehlirt verselnvindel . (lie Jiini;-en blind /ur Well kommen. /e/is, Linsc 1 . < /TV/'//// ////A, kristallen. Capsulae Malpighianae, s. Malpighi- sche Korperchen. Caput gallinaginis, s. Samenhiigel. Carabiden, Laufkafcr; init langen Laufbeinen, ovaleiu Kiirper, nieisl ini.-tal- lisch ulail/elldell Fliigeldeckeli; ellielie olllie Hatitfliigel. (Jleieh ihren Larven sich voin Raube nahrend. Pentaineren, C'oleopteren, Insekten. ^rxoa^oc, ein Kafer, von xf.ujKir, schneiden, xwicken (r), unscr ,,Krabbc". Carapax, Testa dfrsalis, Riteken- sehild, die dorsale S<-halo des Hautpan- /ers dor Sehildkroten (Choloiiien (Fig. l)!)i. /liyuS, Palisade, Befestigung. ^li-'io;, fesl. /c.s/<7, Schale. i/nrsiini, Riicken. Carassius, Karausrho, dein Karpfen verwandte Fischgattong. Cyprioniden, Phy- sostoinon, Teleosteor, J'isoes. Carassius vulgaris Nilss., Karausche. < 'arassius aural us L., Goldfisch, durch kiinstliche Ziichlung in China entstandene Spielart des vorigen. xiioai;, ein unbekanntcr Fisch, davon caran- .v//rf, Karausche abgeleitet. I'tt/gar/s, ge- uiein. aitratits, golden. Carbamid, s. Harnstoff. Carbon, s. Steinkohlenformation. carbonisch (Haeckel), Ho/eichnung des Fig. (19. Carapax (./) und Plastron { //) einer Schildkrote (7'estiulo gracca), iV Ncu- ralplatten, C Costalplatten , M Marginal- platlen, *\'/> Nuchalplatte, Pp Pygalpla-tten, Ep Epiplastron, E Entoplastron, Hy Hyo- plastron, lip Hypoplastron , \'i Xipho- plaslron, A' Kippen (aus Wiedersheini). R Capsula vasculosa lentis crystal- linae, gefafihaltige Linsenkapsel, aus dem Mesoderm entstehende, gctal!- reiche Meinbran, die bei den Embryonen der Saugetiere die Linse wahrend ihres kohlensaurehaUigen (sauerstof farraen) , ve- n ("is en Blutes. t'lirbo, Kohle. aciiinni carhonn inn, Kohlen- saure. Carcharias, s, Carchariden. 90 < ';i rchar iden ( 'ari n;i I en Carchariden N id i tan tcs, schonhaic, init Nickhaut am Auge; mit griiiim. dicken, dreieckigen , am Rande hiiufig gesagteii Zubnen. Fossil soil der Kreide. Squaliden, Selachicr, Piscc-,. Carcharias glaucus Rond., Blauhai, 4 5 m lang. xaoyiie Vertreter der Gattung in der Vorzeit (Tertian erreichten aulicr- ordentlicheGrofie (Carcharodon megalodon), mit Zahnen von 150 nun Lange und 120 nun Brcite, was auf einen Rachen von mehr als ] m Breite und eine Lange des Ticn-s von etwa 25 in hinweist. Lamniden, S|iialiden, Selachier, Pisces. Carcharodon Rondeleti M. H., ein- zige, noch lebende Art dieser Gattung. JO bis lo m lang. %dg%aQOS, scharf, spitzig. o^orc, ofVirro.:. Zahn. /ff'j'a^, groB. Rondelft. G. //-(/(', Tiirangel. Carettiden, s. Cheloniden. Carididen, s. Natantien i2i. Caridonier (Haeckel), Autostra'ken, Krel)stiere, Bezeichniuig der eigentlichen Crustaceen (Entomostraken, Malacostraken) im Gegensatz zu den Xiphosuren, Trilo- bitcn mid Gigantostraken, die als Aspi- donier /.usammengefaBt werden. /.uni;, /(V>,-, kleiner Seekrebs. UVTO;, selbsi. oarnnxor, Schale. Carina, 1. eine dorsal gelegene, im- |>aare, kabntormige Platte in der Scliale der Rankeiifiiljer (Cirripedieii). 2. --= Crista sterni, longitudinal auf der Vorderflache des Sternum der meisten Vogel verlaut'ender machtiger Knochen- kamm, zum Ansatz der kraftigen Flug- nutskulatur (Musculus pectoralis) dienend. ciiriiiii, Kiel, Kahn. cr/sfa, Kamm. \li-/-iuti, Brustbein. Carinariden (z. B. Carinaria mediler- ranea Per. und Les.), Fain, der Kiel- schnecken mit hiitchenformiger, kaum den Eingeweideknaueldeckender Schale (Fig. 70). Kf'irper last durchsichtig; pelagisch lebend. Hetcnipdden. Gastropoden, Molluskcn. nifilitfrrnni-ns. im Mittelmeer lebend. Carinaten, U. Kl. der Vogel, umlalli die Ordnungen, die einen Brustbeinkanim (Carina) besitzen, dessen Ausbildung mil dem meist hoch ausgebildeten Flugver- inogen dei Vogel dieser Gruppe zusammen- hangt. System der C. nach dem Sysicm vun Fiirbringer: 1. Ord. Pelargornithen, Wasservogel. 2. Ord. Charadriornithen, Stel/vt"gcl. :>. Ord. Alectorornithen , Hiihnervogel. I. Ord. Coracornithen, Baumvogel. Herkommlicbes System : 1. Ord. (iallinaceen, Hiihnervogel. ( 'a ri uel 1 id ru (.'a rpomcla 91 J. Ord. Columbineu. Tauben. !!. Onl. Xatatoren, Schwimmvogel. 1. Ord. Grallatoren, Watvo.uel. f). Ord. Scansoren, Kleltem'igel. (I. Ord. Passeres, Gangvogel. 7. Ord. Raptatoren, Raubvogel. Carinelliden (z. B. Cari- nclla annulata Mtg.), Fain, der Schuurwiirmer mit nach hinteu kielartig verdiinntem, rosa ge- iarbtem Korper mit weiDen Ringeln. Palaeonemertinen, Nemertinen. airiiia, Kiel, unnn-lits, King. Carmarina hastata, H., Medusenart von fleischroter Farbe, mit spiefiartig geformten Geschlechtsorganen. Geryoni- den, Trachomedusen, Cnidarien. flachlich verlanfend), die den Kopf und dn> Grliirn mil Blut vcism-^m, jc in cine (':inili> cxtenia u. C. interna sich spaltend. n;, liefcn Srlilal' (xdgos), Schlag- (durch HlutcrguCi ins (lehiin) verur- sachend. f.vti'riiiis, iiuHerlich, interims, innerlich. vcr- iii rniai'ina - - came iMeerfleisch, ligurischer Name fiir Medusen. hastatits, 7iiit einer Lan/e sell en. Carnassier (Hatrkd). Sarcotherien, Raubtiere im weiteren Sinne, Zusammen- fassung der mit vollstandigem Fleisch- fressergobifi ausgeriisteten Insectivoren, Creodonten, Chiropteren und Carnivoren. euro, carn/'s, Fleisch. odn^, xn;, Fleisch. /}>/r>i'<>r, Tier. carnivor, fleischfressend. TI< run-, verschlingen. Carnivoren, Fis.sipedier. Ferae, Fleischfresser, eigentliche Raub- tiere, vonviegend vom Fleisch mid Blut aiiden-r Wirbeltiere lebende Ord. der Sa'uge- tiere mit typischem RaubtiergebiB : kleine Schneideziihue, groBe, zu Fangzahnen aus- gebildete Eckzahne und scharfschneidende Backenzahne mit einem groBen ReiBzahn. Von den eocaenen Creodontien abstam- mend. Carnassier, Placentalien, Mam- m alien. 1. Caniden, Hunde. 2. Ursiden, Baren. 3. Procyoniden, Halbbaren. 4. Viverriden, Viverren. 5. Musteliden, Marder. (5. Hyaeniden, Hyanen. 7. Feliden, Katzen. fern, Bestie, wildes Tier. Carotiden, Kopfschlagadern, ein Paar Arterien (am Halse ziemlich ober- Fig. 70. Carinaria (nach Boas), f I-ull, v Saugnupl'. Carpale, s. Carpalia u. Carpus. Carpalia, 4 (urspriinglich "x Knocheu- stiirke (Tarpale I IV, resp. \'i, welche bei den Wirbeltieren mit pentadactyler Fx- tremitat die zweite Reihe der Handwurzel- knochen bilden ; im weiteren Sinne des \\'(irtes samtliohc Knochen der Hand- wurzel; s. Carpus. ^ao.To's, Handwurzel. Carpocapsa pomonella I-., Apfel- wickler, Obstmade, Schmetterlingsart, die ihre Eier an unreifen Apt'eln ablegt; die Raupe ist der sog. Wurm de^ Apfels: die Verpuppung erfolgt in den Risisen der Baumrinde. Tortriciden, Microlepidopteren, Lepidopteren , Insekten. O; , Frucht. XOUITELV , zuschnappen, gierig fressen. p<>/iniin, < )bstbauni, Obst. Carpome, Fortpflanzungskorper der Schleimpilze (Mycetozoeu ). %dojro)/.ia , Frucht von y.a.nrn'tnv , Frucht tragen. Carpomela nennt Haeckcl die vorde- ren Extremitaten der pentadactylen Wirbel- tiere wegen der charakteristischen Bildung ihrer Handwurzel. 1. Oberarm (Humerus). 'J. Unterarm. a) Speiche (Radius). b) Elle (Ulna). 3. Hand. a) Handwurzel (Carpus). Carpophage n ('as tor b) Mittelbnncl (Metacarpus). c) Finger (1 >igiti|. iii-'/.o;, Glied. Carpophagen, Friiebtebeu tier, die Familicn dor Beuteleichhornchen (Phal an - gistideii) uud Beutelbjiren (Phaseolan-- tiden) umfassend. Phytophagen, Mar.su- pialier, Mamm alien. rfayeTr, fresscn. Carpus (bei Insekien), s. Fliigelmal. Carpus, Handwurzel, zwei Reihen kleiner Knorb.cn im Handskelett dcr hohe- ren Wirbeltiere (Pentadactylien), welche die Metacarpalien und an diesen die Fin- ger tragen (Fig. 71); urspriinglich \vie an der FuBwurzel (Tarsus) zehn Knochenstiicke (so nocli bei den Amphibien), von denen beim Menscben noch sieben erbalten sind: Knochenstiicke der ersten (proximaleni Reihe. tirspriingiiehe 1. Radiale umgebildete ^^^^B = Scaphoideum (Na- viculare). 2. Intermedium == Lunatum. 3. Ulnare = Triquetruin. 4. 11. .'). ein oder /wci Centralia, beim Men- schcn ruckgebildet. Knochenstiicke der /weiten (distalen) Reibe. urspriingliche umgebildete 1. Carpale I Trapezium. 2. Carpale II Trapezoides. 3. Carpale III = Capitatum. \ beim Menseheu zuin 4. Carpale IV = I , > Hamatum A'cr- o. Carpale V schmolzen. Cartilage, Knorpel. i-in-///(-iifo, Knorpel. Cartilagines arytaenoideae, s. Kehl- kopfskelett. Cartilage cricoidea, s. Kehlkopf- skelett. Cartilage Meckelii, Meckelsrhrr Knor- pd, knorpeliger Unterkiefer, vgl. Mandi- bulare. Cartilage thyreoidea, s. Kehlkopf- skelett. Caryokinese, s. Karyokinese. Caryophyllaeiden (/.. B. Caryophyl- laeus niutabilis Uud.. Nelkenwurm) im 1 )arm von Karpf en f ischen (Cyprinoiden) schma- rot /.cnde Yam. der Bandvviinner. an < re- stalt dem Bliitenblatt einer Nelke ahnlich. Die C. vermitteln den Ubergang von den Saugwiirmern zu den Bandwiirmern. Cesto- darien, Cestoden, Platoden. %u<_>i'<>t/ /'/./or, Gewiirznelke. niutabilis, ver- anderlich. l 1 ':^. / I . Handwur/.cl ciner Eidecbse und einer SchildkriJte (nach Gegenbanr aus Boas, Lehrbuch). U unterer Teil der Ulna, R des Radius, n Ulnare, / Intermedium, r Radiale, c Ccntrale, / 5 Carpale No. / 5, s Erbsenbein, / FMittelhandknochen (Metacarpalien). Caryophyllaeus, s. Caryophyl- laeiden. Caryophyllia, (iattung der Stein- korallen, einzellebend , mit lilumen- koblartiger Oberfliiche und ziemlicb tiet'en Kelcheii. Sclerodermen, Hexacorallien, Anthozoen, Cnidarien. Z. B. Caryo- phyllia cyathus Lmx. xraOos, Becher. Cassiopeiden, Fam. der Wurzelquallen mit zahlreii-lien Nesselkolben an den vcr- Jistelten Mundarmen. Rbizostomen . Discomedusen, Scyphozoen, Cnidarien. - Z. B. Cassiopeia tuberculata Escli. /\ur,nii' i - Biber. Castration, Entmannung, Entt'er- nung der Geschlechtsdriisen, bcsonders bei Haustieren, um sic fetter, grower, /ahmer, ihr Flcisch zarter zu machen. castnire, rein (cnstus, griechisch xa&aQos), kcuscli machrn. casuarartige Vogel, Zusammenfassung der Kasuare (Casuariden) und Emus (Dro- maeiden) /u ciner U. O. der Yogel. Aves. Casuariden, Kasuare, Fain, der Lauf- vogel mit helmartigem Aufsatz auf der Stiru. Cursores, Ratiten, Aves. Z. B. Casuarius galeatus Vieill., Helmkasuar Neuguineas. casitfiriiis , Kasuar von dem malayischen Namen Kassmvaris. ga/la, Helm. Catallacten (Haeckel 1871),Mittlinge, Homoplastiden (Goette), den pflanz- lichen Volvocinen iihiiliclie Gruppc von Ko- lonieen bildenden Flagellaten. DieKolonie bildet ein kugoliges Coenobiiun (s. d.), in dessen Gallertniassc an der Oberflache Fig. 72. Eine CaLallacte. Magosphaera plamda Haeckel (aus Lang nach Haeckel). zahlreiche Einzeltiere sitzen, jedes mit einer oder niehreren Geiscln ausgeriistet (Fig. 72). Jedes Individuum ist am innercn Ende zu cinem (bisweilen kontraktilen) P'aden ver- langert, allc Fadcn sind im Xciitrum der Kugel vcrcinigl. I Mirch die Geiselbewe- gung \\(M'dcn die schwimmcndcn ('(tcnobien rotierend umhergetrieben. - Wegcn ihrer Ahnlichkeit mil der ontogenetischen Keim- I'orm der Blastula ki'dinen die ( 'atallacim als cine Stammgruppe der Gastraeaden und damit aller vicl/dli^cn r l'ierc (Mcfa- zocri) aut'gefallt \verdcn; sic verniitteln also den Ubergang von den Protozoen /u den Metazoen. xara^drTSiv, versohnen, verniitteln. I'IIH'I*. gleich. X)MOTI?, Bildnerin (= Zelle). Cataplasis, s. Anaplasis. Catarhinen, Eopitheci (Heopithcci), Schmaln ascn , Ostaffen, Affen der alten Welt, mit schmalem Septum intcr- nasalc (Nasenseptum), so da(5 die Nascn- oflnung nach unten gerichtet ist. Im (-Jc- bil> haben sie dieselbe Zahl der Zahne und dicselbe Zahnt'ormel vvie der Mcnscli. Pri- maten, Placentalien, Mammalien. y.ard, herab. yV, Qtro$, Nase, Nasenloch. /'ojc, Morgenrote, Osten. jiidijxoz, Affe. Catenal-Coenobium (Haeckel), vgl. Coenobium. Cathammen (Haeckel), die Scheide- \vande zwischen den Radial-Kan alen der Hydromedusen, die aus der Verwachsung der umbralen und subumbralen Wand ent- stehen. Im Innern enthalten die C. die sog. Cathammal-Platten , die entstanden sind aus der Yerschmelzung der beiden Ento- derm-Schichten der Umbrella und Subum- brella. Cathammata, Cathamnien, Name, unter dem Claus die Peromedusen und Cannostomen zusammeufaSt, bei denen sich noch als Septalknoten bezeichnete Reste der t'iir die iibrigen Scyphozoen charakteristischen Gastral fallen (s. d.) oder Septen erhalten haben, im Gcgensatz /,u den Acathamnien genannten beiden iib- rigen Gruppen der Scheibenquallen (Disco- medusen), den Semostomen und. Bhizo- stomen, bei denen sich auch diese Reste nicht mehr finden. xaDaiipa, Knoten. Catharten , Cathartidcn, West. - geier, Geier der ncuen Welt, niit/lich durch Vertilgung des Aases. Diurnen, Raptatoren (Pelagornithen), Carinaten, Aves. y.aDaortj?, Reiniger. Catocala, Ordensbander, Band- eulen, Gatt. der Eulcnschmetterlinue mil < atodon - Cavum tympani bandartig gefarbten Hinterfliigeln. Noc- tuinen, Lepidopteren, Insekten. Catocala fraxini I,., hlaues Ordens- band, Escheneide. C. nupta L., rotes Ordensband, Bach- weideneule. xaTO), unten. xaXog , schon. fraximis, Esche. inibere, heiraten. Catodon, s. Physeter. Catometopen, Quadrilatera, Vier- eckskrabben, Gruppe der Krabben mit viereckigem Korper und schief nach unten gerichteten Angcnhohlen. Brachyuren, Decapoden, Podophthalmen,Malacostraken, Crustaceen. Familien: Pinnotheriden, Gelasimiden, Gecarciniden. [iTJTI'/, Jilick). i/itin/r/ts, vierfach. tatus, Inter is, Seite. Cauda, Schwanz (s. d.). Cauda equina, die pferdeschweifartig im untersten Teil des Wirbelkanals nach ab warts verlaufenden Nervenstiimme, die von den letzten Nervenwurzeln des Riicken- marks ausgehen, welch letzteres selbst, da sein Wachstum mit dem der Wirbelsaulc nicht Schritt halt, die unteren Partien des Wirbelkanals nicht ausfiillt. eqmis, Pferd. caudal, am Schwanz oder im Schwanz gelegen. Oft auch in folgendem Sinne: naher nach dem Schwanz bin gelegen als andere Teile (Gegensatz: cranial). cnitdal, gegen das Schwan/.ende hin. Caudalkanal, Haemalkanal, in der Schwanzregion der Fische, vieler Amj>hi- bien, Reptilien und einiger Sjiu get i ere durch Vereinigung der beiderseitigen unteren \\'irbelbogen (s. Wirbel) ventral von der Chorda entstehender Kanal der Wirbel- siiule, in welchem die grofien Blutgelalic des Schwanzes verlaufen. ul/ia, Blut. catialis, Rohre. Caudalplatte, s. Pygalplatte. Caudalwirbel, s. Schwanz. Caudata, s. Urodelen. Causae efficientes, Werkursachen, werktatige, gesetzmaliig wirkende oder m<- chauische Ursachen (vgl. mechanische Welt- anschauung). Gegensatz: Causae finales, Zweckursachen, d. h. Zwecke als Ursachen gedacht. 7, Ursachc. efficere, ln-wirken. Causae finales, Zweckursachen, aus einem Zweck entspringende oder auf ein bestimmtes Endziel gerichtete Trsachcn, Zwecke als Ursachen gedacht (vgl. Toleo- logie und Dualismus). /hi is, Ende, Endziel. Causalnexus, ursachlicher Zusammen- hang zweier Dinge oder Geschehnis.se, die sich verhalten wie Ursache und Wirknng. H<:\-I/\, Verkniipfung. Cavia cobaya, Schreb., Meersch wei n- chen, Nagetier mit Hufen statt Krallon; urspriingliche Heimat Brasilien; ist abcr nur im ge/ahmten Zustande bekannt. \'rr- wandt mit dem Aperea (Cavia aperea) Brasilicns. Subungulaten , Hodcn t ion. Placcntalien, Mammalien. ~ brasilianische Namcn. Cavicornier, Horntiere, Fam. der Wiederkauer, mit bleibenden Hornern, die als hohle Scheiden einen knochernen Fort- satz des Stirnbeins umschliefien ; mit den Unterfamilien der Bovinen, Ovinen und Antilopinen. Ruminantien, Artiodac- tylcn, Ungnlaten, Placentalien, Mammalien. (int/tx, hohl. conni, Horn. Cavitas peritonei, Peritonealhohle, s. Bauchhohle. Cavitas pleurae, Pleurahohle, vergl. Brustfell. Cavum nasi, s. Nasenhohle. Cavum oris, s. Mundhohle. Cavum perilymphaticum, s Laby- rinth. Cavum pharyngis, Schlundhohle, der Hohlraum des Schltmdkopfs (Pharynx i der \Virbeltiere. '/ dgvyf, Schlund. Cavum segmentarium, Furchungs- hohle, s. Blast ul a. Cavum thoracis, s. Brusthohle. Cavum tympani, Pan ken ho hie , Trommelhohle, kleine im Felsenbein (Petrosum), bei den hoheren Saugetieren (Placentaliern i/um groBerenTeilim Pauken- bein (Tyrapanicum, s. d.) gelegene, lul't- erfiillte Hohle des Gehororgans bei den anuren Amphibien und den hoheren Wirbel- tieren. Die Paukenhohle ist nach aufien abgeschlossen durch das Trommelfell (Mem- brana tympani) und steht mit der Mund- hohle oder Rachenhohle durch die ()hr- ( Vhiden - Cel I ulariidrn trompete (Tuba Eustachii) in Vcrbindnng (P'ig. 7'5). Sie entsteht ontogenetisch aus der rrstrii Kiemenspaltc (s. Spritzloch). Bei ilcn Amphibien, Reptilien nnd Yujrclii enthalt die Paukenhohle das Sanlc-lien (('<>- nnd ahnliche Mifibildungen erx.eugen und hierdurch an viclcn Pflan/en schadlich sind. X riiim-iM-rn . 1 Uptrivn, Insckten. (Vcidomyia destructor Say., Eessenfliege, Weizenverwiister, in Nordamerika angeb- I" 'S- 73- tvni/Hjiii Gang, /' hohle, biigel), s Schnitt durch den iiuReren Gehorgang und die Paukenhohle (Cai'iti)t i) des Menschen. Schema, a Arnboll b Bogengang, f Schneckengang, f Etistachischer /' (lessen Einmiindung in den Schlund, ^ aulierer Geh<")rgang, h Hammer, hj Schadel- // Gehcirnerv, ; rundes Fenster (oberhalb desselben das ovale Fenster mit dem Steig- Sacculus, n Utriculus (s -\~ 11 Vorhof), XT Schlund, / Schlafenbein, th Trommclfell. tr Paukenhohle (nach Boas). lumella), bei den 8augetieren die drei (4e- horknochelchen (Arabofi, Hammer n. Stei^- biiirel). ( 'ni'iiiii, Hohle. Pauke. Cebiden, Aneturen, Labidocerken, Rollaffen, Greif schwanze, Fam. dcr Plattnasen, mit langeni, einrollbarem (in-it'- schwan/. In Siidamerika. Platyrhinen, I'l'i'matcn, Placenta! ien, Mam m alien. (ilatt. (Vl)iis, Mycetos. Z. B. (\>bus capueinus L., Kapiizineraff'c. xriftog , eine Affenart. ovod = xroxo;, Schwanx. avszeos, entspannbar, nach- gc-bend. /.aftis, ido, Griff, Henkel. caf>n- I'iu/ts, Kapu/iner. Cecidomyia s. Cecidomyiden. Cecidomyiden, Gall icolen , Gall- m iick en, Fam. der Miicken, deren Larven an don verschiedensten Pt'lan/.cn ({alien lieh von den 1<76 dorthin verkauften, IK >-ischen Soldaten eingeschleppt. Gallapfel. [ivTa, alla, Miicke. bewohnen. Ji'stnifn; venviisten. Celleus, s. Zellenleib. Cellula, s. Zelle. Cellulae blastodermicae, Blastoderm- zcllen, Furchungszellen , Keimhautzellen (vgl. Blastula). Cellulae ethmoidales, s. Sinus eth- moidales. cellulaer (oder cellular), /ellentormig, aus Zellen zusammengesetzt, Zellen be- treffend. Cellular-Divergenz, Diffcron/ieruno;. Sonderung der einzelnen Zellen des Korpers in bezug anf ihre Funktionen. tlircrgere, auseinanderweichen. Cellulariiden, Fam. der Moostierchen. Stelmatopoden , Ectoprocten, Bryo/ocn. Cellularpathologie -- Centralorgan Cellularpathologie, jetzr herrschende, mm Virchow begriindete) Lehre, die das \\Vsen und die Entstehung der Krankheiten von der Tiitigkeit der Zellen und Hirer pathologi sober) Veranderung herleitet. xatlu;, Krankheit. /.o'j'O?, Lehre. Cellular-Selektion, AuswahlderZellen, Zuchtwahl der Zellen. Vgl. Selektion. sclectio, Auswahl. Cement, Substantia ossea, Zahn- kitt, aus Knochengewebe bestehende Sub- stanz, die bei den Siuigetieren als diinner I'berzug die Wnrzel der Zahne (Denies, s. d.) umgibt oder die Schmelzfalten der zusammengesetzten Zahne ausfiillt. ci'iiifiitnm (<'l>erste Stielglied der Crinoideen, welches zuwcilen eineziem- liche GroBe erreicht und das Grundstiick dcs Kelches (Calyx) bildet; insbesondere bei den Comatididen (s. Antedoin, \\elche im ausgebildeten Zustand keinen Stiel niehr haben. Yergl. Calyx. dorsnin, Riicken. centrolecithale Eier (Balt'our), peri- blastische Eier, Eizellen (vgl. meroblastische Eier), bei den en der Bildungs- dotter als gleichmafiige, di'u me Rindenschicht den massigen, im Iniieni gelege- nen (mittelstandigen) Nah- rungsdotter umgibt, bei de- ren Furchung is. Eifiir- chung) daber aucb nur diese oberfliichlicbe 8cbicbt in /fllen zerfiillt, wiibrend der centralo Dotter ungeteilt bleibt (O b e r f 1 a e ben- oder superficielle Fur- chung, Segmentatiu superficialis); vorherr- scliend bei den Arthrcj)oden (Fig. 74). A.sxi'd'OS, Dotter. .T, C O/, uni. /)'/.aoroc, Keim. segmenltitii superficies, Oberfliiclic. Centroplana (Haeckel), vgl. Promor- phologie. Centrosomen, Central-, 1'olkor- perchen, zwei kleine Kiigelchen einer scbwer farbbaren Bubstanz, wel<-he in der ruhenden Zelle neben dem Kern liegen und in der sich teilenden Zelle (s. Karyokinese, Mitose) die Pole der Kernspindel und die Mittelpunkte der Slrablung im Proto- plasma darstellen. Nach Boveris Definition (1888 u. 1001) ist das C. ein ,,selbstiindiges Ziearler, Zoolosrisohes Lexikon. daucrndcs Xellorgan, das sich, gerade wie die chromatischen Elemente. (lurch Teilung ant' die Toehterzellen vererbt. F^s repr:i- scntiert das dynamische Cenlriim der /elle; dureh seine Teilung werdcn die beiden t 'entren der zu bildeiiden Toehterzellen geschafFen, um die sich nun alle itbrigen Zellbestandteile syrametrisch gruppieren" (s. .Alit.ose). Die Substanz des Centrosoraa nennt Boveri Centroplasina, das kleine, in Ein- oder Zweizahl vorbandene Ivorn in der Mitte des C. Centriol (C'entral- korn). Das indifferente Aquivalent des C. ist das Cytocentrum (E. van Beneden). Als Reparation des C. bezeicbnet Bo- veri die Bildung eines Centrosoms aus einem diffusen Cytocentrum; ist eine solches an der Bildung nicht beteiligt, so spricht er von Regeneration des C. Unter der kinetischen Periode des Centrosoms Fig. 74. Superficielle Furchung eines cenlrolecithalen Eies eincr dustacee (nach Haeckel). II Nahningsdotter, ek Ectoderm, en Entnclenn. /> Urmund. Zerteilutig. endlieh versteht er den Zeitpunkt, in dem das C. imstande ist, eine zu karyokiue- tischer Wirkung befahigte Sphare zu er- zeugen. - Van Beneden (1887) bezeich- nete das Centrosom als Corpuseule cen- tral, den Hof, welcher in manchen Eiern das Centrosom umgibt, als Sphere attrac- tive (Attraktionssphare). otoiia, Korper. Centrostigmen (Haeckel), vgl. Pro- morphologie. Cephalaspiden, Fam. der fossilen Panzerfische (ob. Silnr, Devon), mitgrofiem, 98 Cephalochordaten Ceratiocariden halbmondformigem Kopfschild. Placo- dermen, Pisces. y.fif H/.I'/. Kopf. UO.T/C, fdo?j Schild. Cephalochordaten, s. Chordonier. Cephalogaster, s. Kopfdarm. yaoTriQ, Bauch. Cephalopoden (( 'uvier 1 798), Ten tbo- den, Kopl 'I ii (>lcr, Kraken, Tinten- fische, Kl. der Weichtiere, deren hochst organisierte Gruppe sie darstellen (frolic, rauberische Meerestiere mit symmetriscliem Kiirper und hohern Eingeweidesack. Kopf groH, mit kraftigen Hornkicfern und starker Radula; urn den Mund herum ein Kranx von Ton take! n oder Armen (Fig. 75), die cbeiixi. \vic das eigentiindiche Srbwinnn- organ, der Trichter, aus Teilen des Fu(5es entstanden sind. In der Mantelhohle 2 oder 4 Kammkiemen (Ctenidien): Her/, mit Fig. 75. Lotion A'obi'i'iis/s, ein Cephalopoda (aus Hertxvig, Lehrbuch), von der Bauchseite betrachtet. 2 oder 4 Vorkammern ; "2 oder 4 Nieven. Die unpaare Geschlechtsdriise bat oinen unpaaren oder paarigen Ausluhrungsgang; stets getrennt-geschlechtlich. Die 8innes- organe, bcsondei's die Augen, sind hodi entwickelt. Schalc meist vielkammerig, oft riiekgeliildet. Ein meist vorhandt-nrr T i n t e n b e u t e 1 sondert ein brau nsebwarzes, wie Tinte aussehendes Sekret (Sepia) ab, durch dessen Ausspritzen die Tiere das U'jtsscr sell war/ fiirben und sich ihren Ver- folgern unsicbtliar machen. Mollusken. Ctegcnwartig herrschende Einteilung: 1. Ord.: 'l'etr;il)r;inclii:itcii (Nautilus). '_'. Ord.: Dibranchiateu. 1. U. O. : Decapoden. 2. r. O.: Octopoden. Das System Haeckels (1890) ist: I. U. Kl. : Tomochonien: 1. Ord.: Archo- lenen. 2. Ord. : Teutholenen. 3. Ord.: Xautolenen. II. I'. Kl.: Gamochonien: 4. Ord.: Oc-to- Iciien. o. Ord.: Decolenen. .-roi'^, .-rot)<'i^. J-'uli. 7-,'?'(9(c, eine TinU-nfisch- art. Fiftoc:, Aussehen. Cephalophoren, ~. Gastropoden. '/ nijfii'. tragen. Cephalothorax, Kopfbruststtick , s. Brust. Cephalotrocha, Monotrocha, Lo- vi'nscbe Larve, Larvcntorm der zu den mnrincn Borstenwiirmern (Polyehaeten) ge- hiirendeii Polynoiden, mit einem Winiper- kranz in der Xabe des vordereu Korperendes oberhalb des Mundes (vgl. Trochophora). Tuayo;, Kreis, Kranz. iioros, einer. Sven Ludvig I .oven, 1809 1895, schwed. Zoologe. cephalotroche Larve Cephalo- trocha. Cera, s. Wachshaut. Cerachelyer, H o rn s cb i Idkroten, Name, unter dem Haeckel die mit festem Panzer ausgcriisteten Scbi Idkroten (Pleuro- deren und Cryptoderen) zusammenlalit. (legensatz : Bursochelyer. *q>,-, Horn, /f/.i'^, Schildkrote. Cerambyciden, Long i corn ie-r,Boe k- ka'fer, Fain, der Kafer, mit langen, ge- bogenen Fiihlern; ihre im Holz bobrenden Larven sind den Waldungen scbadlieh. Tetrameren, Coleopteren, Insekten. - /. B. Cerambyx heros L., grofier Eichenbock. "i", eine Kaferart mit langen Hor- nern (yjou;). //eros, Held. Cerambyx, s. Cerambyciden. Ceraospongien , Malthospongien , Horn-, Korkseb wamme, Sebwamme (Spongien), welcbe ein elastisehes horn- artiges (leriisl aus Sponginfasern (siebr Spongin ) besitzen. Sie stammen von Kiesel- scbwammen ab und besitzen zum Teil nodi Kieselnadeln. Sil icispongien . IWileren, Spongien. iiu)j)a, \Vachs. onoyyid, Schwamm. Ceratiocariden, fossile (palaeozoisdie) KrebsfamiliemitbeweglichenSeitenstacheln. Malariistraken, ( 'nistaceen. Ceratium - Cerebellum 99 xegdtTOV, klcin. Horn \xi-on^\, Seekrebs. Ceratium, Gatt. der Geifielinfusorien, mit einem Panzer, der in mebrere honier- artige Fortsatzc auslaul't. Dinollagpllaien. F 1 a g e 1 1 a t e n , Protozoi 'i i . Fig. 76. Ceratium cornutiini, apo vorderes Horn mit Offnung, rs/i rechtes, uah hinteres Horn, //" Liingsfurche (Mundplatte), g Geifiel, gs GeilJelspalte, ?' Yakuole, / Rautenplatte (nach Btitschli, aus Hertwig, Lehrbuch). Ceratium eorimtum Ehrbu'., ini Siiliwasser (Fig. 70). (Vratium tripos Ebrbg., im Meer. con/n/iis, gehiirnt. TQI'JIOVS, dreifiil'iig. Ceratodontes, H orn/ahn e (Haeckel), aus Epidermiszelleu der Mundhohle hervor- gegangeneHorngebilde,welche dieKnoclien- /ahno der \\'irl)eltiere ersetxen, \v<> diese t'ohleii (bei Cyclostomen, Ornithorhynchus, Hhytina, ileu Bartenwalen). Ceratodus Forsteri Krefft. , einzige noch (in Australian) lebende Form der Lurchfische niit eiucm Lungensack, mil sum Leichhardli \\urdc durcli Soraon richtiggestellt (Fig. 77). Monopneumones, Dipneusten. XSQas, Hum. ofs, peilis, Fuli. committcre, verbinden. cerebrospinal, /.um centralen Nerven- system der Wirbeltiere (Gehirn- u. Riicken- mark) gehorig. spinal s. d. Cerebrospinal- Fliissigkeit i Liquor cerebrospinalis), die im Innern der Hohl- riiume do ( Jentralnervensysteius der Wirbel- tiere (Ventrikel des Gchirns und Central- kanal des Riickenmarks) befindliche, sowie die in dem Subarachnoidealraum enthaltene klare, wiissrige Fliissigkeit. liquor, Fliissigkeit. spinalis, zum Riicken- mark gehorig. Cerebrospinalnerven tXervi cerebro- spinales), Zusammenfassunii'der Hirnnerven is. d.) und der Riickenmarks- oder Spinal- nerven (s. d.) der Wirbeltiere. Cerebrovisceral-Connective i Cere- brovisceral-Commissuren), die Ner- venstriinge (Connective) zwischeu deJi Ce- rebal- und Viseeralganglien der Weichtiere i Mollusken). 7vsv (;(/, Eingeweide. cotnmittere, verbinden. Cerebrum, (iehirn (vergl. centrales N'erven-vslein ): insbesondere das (ii'ol'i- hirn der Wirbeltiere, welches aus dem (sekundaren) Vorderhirn hervorgeht und aus zwei Hemispharen besteht (Fig. 7!*i. I"ig- 79- Gehirn (Cerebrum) eines Hiihner- hundrs, K.ol Riechlappen, Bo, Bo^ Bogen- furchen, Fip Mantelspalle, VH Vordeihirn, HH. HH^ Seitenteile (Hemispharen) des Klein- liirns, I [~n mittlererTeildes Kleinliirns (Wurm), \H Nachliirn (aus Wiedersheim). Ceriantheen (z. B. Cerianthus mem- branaceus H.) Gatt. der Seerosen; der grofite Teil des langen Korpers steckt in einem aus Schleim und verklebten Fremd- korpern gebildeten Futteral. Malacodermen, Hexacorallien, Anthozoen, Cnidarien. x^ij!tn\ Wachs. n9os, Blume. niembni- Hiiceiis, liiiutig. Cerianthus, s. Ceriantheen. Cerithiiden, Schneckenfamilie mit lang gewundener horna'hnlicher Schale. Taenio- glossen, Azygobranehier, Prosobranchier, Gastropoden. XFijiitmr von y.roa^, Horn. Cerodermis iHaeckeli. vgl. Kpider- mis. Ceroma, s. Wachshaut. Certhiaden, s. Certhiiden. %r;, cin Yogcl, Baumlaufer. Certhiiden (Certhiaden). Kleitor- meisen, Baumlaufer, Gatt. der Sing- vogel. Oscines, Passeres (Coracornithen), Carinaten, Aves. Cerumen - Cestoden L01 Cerumen, s. Ohrenschmalzdrusen. cervical, /inn Xaeken, /urn Halse ire- . ( iirat'finen, Giraffen. <>;?'/, Hirsch. t'oriiii, Horn. Cerviden, Hirsche. Mil <;e\veih. Kuininantieii, Artiodactylen, Ungulaten, L'lacentalien, Mammalien. Cervus alees (Alt-es palniatus Klein) L., Elch, Elentier. Cervus capreolus L., Keh. Cervus elaphus L., Edelhirsch. Cervus Dama, Damhirsch. Cervus I a rand us, Renntier. Cervus megaceros, RiesenLirsch (aus- gestorben). (iTvits, Hirsch. n I. Ce>it>darirn oder Monocestoden iKorper nicht gegbediTt 1. 1. (.'aryophvllaeideii. II. (Ystodinien. (Ysioden im ongeren Sinn udcr Syncestoden iKorpcr g 1. Liguliden. 2. Tetrarhynchiden. .'?. Bothriocephaliden. 4. Taeiiiadcn. Cestodinien, toden im Sinn, Syncest mini , Gruppc der Band- wiinncr; mit auBerer Gliederung des Kor- pers, die jedoebder Riickbildungunterliegeu kann und dann nur nils den inehr- odrr vielfacb vorhandenon Geschlechtsorganen /u erkennen ist. Cestoden. Platnden. Cestracioniden, Fain, dor Haifiscbe, besonders ini palaeozoischen nnd meso- zoischen Zeitalter verbreitet ; gegomvarlig nur ciiu' einzige (-Jattung: Cestracion. Squalaceen, Selachier, Pisces. yJmou, Pfrieme, ein nicin niihcr bekannler Seefisch tier Alti'ii. Cestus, s. Cestiden. Cetacean, Wai I ien-. ha- Wort \\ird fiir die Cetoniorphen (s. d. i oder nur fur die Wale s. stz. (Zahnwale u. Bartemvale) gebraucht. XIJTO;, ^i'i>|'i(.'s Meertier, Walfisch. Cetochilus septentrionalis GOIM|>, in ungeheuren Mengen sic-b vermehrende, dadurch das .Mcci oft auf \veitc Stivrki-ii rot farbcndc kli-inc Krdoari, cine wichtigc Nahrungsquelle dcr \\'ale und ain-b vcr- scbiedcnrr Fische bildcud. Calaniden, ( 'o pr pod i-ii , Entomostraken, y.i~IT<>;, \\';iHisch. /'/-'-, Flitter, Norden. Cetomorphen, AN'aliicrc. vollkom- men deni Leben ini \\'as-cr angepaIHe, daber in ibroin gan/cn \\-A\\ don Fischun aufierordentlich ahnlidi gcwordono Ord. der SJiugetiere. Obne hintrrr ( Hii'dniaf)en. Mit wagereehter S<-b\vanzflossr. Plaecn- talien, Mammalien. 1. U. O. Sirenen, Srckiilic. 2. U. O. Dentiretrn, Xabinvali.-. :;. I'. (). Mysticeti-n, Harten\val<-. IKKJI/ >'/. Gestalt. Chaetae, inannigfnltig gotaltcte haar-, faden-, nadcl-, sicbol-, pfeil-, niesser- oder spatolfonnigc Bor.st-ii in der Haut der danach beuannten Borstenwiirmer (Cbaeto- poden). /_"-/'TIJ, Haar, Borste. re / Chaetiferen, Echiuroiden iGepliy- i;n i chaetifcri), Ord. der Sterinviinncr. mil 2 starken Hakenbor- sien an dcr Baut-b- M^^jh--"' seite; vgl. Spaniocb- aclcn. Gephyreen, Anncliden. 1. l-'ani. Iv-biiiriden. a) Echiurus. In Uonellia. /(tirij, Haar, Borste. /'/'/-//, tragen. /'/,'/;. haben. oupct, Schwanz. Chaetoderma, ( Jattnng 7' I )var, iini Oviduct, h Hoden, si Sann n- leiter, s Spermatozoen, sl> Samenblase, n After, dis Scheidewand /wi- schen Rumpf- und Sch\vanzhohle. ?. ' Schei- dewand in letzterer. bewegliche, zur Fort- bewegungdienende Borsten tragt;Blutgefa3e u. Ncphridiengutentwickelt. Auneliden. Chaetopteriden Charadriiden 103 Ord. I'nl yrhaot on. Die IWston sind zahlreieh und steckon in I'ara- podien (BorstenfiiSen); an jedem Seg- ment sind jederscits zwei Parapodien oder nur cin Parapodium vorhanden (Fiji-. 82 A C). A I) Fig. S2. Scheniatische Oucrschnitte verschic- dener Borstenwiirmer. In /.' sincl tier obere und untere Bors'tenf nil vcnvachsen, in C ist der obere (mil Ausnahme des Cirrus) ru- dimentiir, in D (Regenwurm) sind die Borsten- I'iil'ie nur durch je zwei Borsten reprasemiert. a Sttitznadel, c RiicUen- , c Bauchcirrus, g Kieme (aus Boas, Lehrbuch). 2. Ord.Oligochaeten. DicHorsten siud in der Korpenvand befestigt ( Fig. 82 D). .Tfx's, _TO(5o s -, Ful). .TO//V, viel. oAi'j'o?, wenig. Chaetopteriden, iin Mittelmeerlebende Fum. der Rohrenwurraer, deren Korper in mehrere ungieichartige Regionen gesondert ist. Bauen sich pergamentartige Rohren. T u b i c o 1 e n , Pol ychaeten , (.'haetopoden , Anneliden. jiTSQor, Ruder, Flosse. chagrinartig, aussehend \vie Chagrin (Riesel-, Reibleder), cine aus der Haut am Riifkeu de.s Pferde.s and E*els hergestellte lr Ledcrart : Bezeichnung ilcr Haitischhaut, wegeii ilnvr dieht an- emandergefugten, ntt schr tVinen 1'Iacoid- schuppen. /;';/, liirkisch Pferderiicken. Clialazen, Hagelschniire, 2 an.- In- sondrrs dichtcr l^i\vrir)snl)stan/, spiralig aufgcrolltc, vom Dotler xn den beiden Eipolen hinziehende Strangr in drm konzentrisch mn den holler gelagerten Eiwei(S der Vogeleier, die dadureb xn-laiide kommen, dal! das Ei den Eileiler, in dein die Eiweifiauflagerung ert'olgt, nnter l>e- standiger Drebung nni seine La'ngf-aeli.-e passiert. Vergl. Ei. //u.u'tt., Hagel. Chalicodoma muraria, ^Imi el hi en e, Art der Bienen ; bant ihr Nest ans Sand- kornchen an Felsen, Manern und dergl. A pi den, Aculeateu, Hymenopteren , In- sekten. Challenger-Expedition, \\issensi lia It Hebe Expedition der Korvetle ..Challenger- in den Jahren 1872 bis ]87(i nnter Fiihrnng des ('apt. Sir G. Nares, hauptsachlich zur Erforsehung der Tiefsee. Chamaeleontiden (Chamaeleon vnl- garis Daud.), SchiHereidechsen , Cha- maeleone, Fam. der Eidecbsen, atich als besondere V. 0. ders. nnter dem Nanien Ver m il i n g u i e n /usaniniengefalit, niit langer, wnrniforiniger, an der Spitze ver- diekter Znnge, die weit vorscliuellbar ist und xnm Insektenfangdient; die Fiifie sind < Jreif- fiilie, indem die .1 Zehen in 2 Gruppen sich gegeniiber stehen. Sfhwauz einrollbar, znin Greii'en gescbiekt. Die Ch. sind be- kanut durch den Farben \vecbsel ihrer Haut, \velcher durch verschiedene Kontraktions- zustiinde der Pignientzellen (Chromat<>- phoren, s. d.) bedingt ist, die unter deiu Einflnl! des Nerven systems stehen. La- certilier (Saurier), Lepidosanrier, Reptilien. yanii.i/.tair. Name des Tieres bei . \iistote- Ics, cigentiich Erdlowe, \'. ( h e 1 o n e i m b r i c a t a L. (Thalassochelys caret t a Karettschildkrote) , liet'ert in don dachziegelartig angeordneten Riickensohil- clern ihros Panzers das ochte Schildpatt: ihr Fleisoh ist ungenielibar (Fig. 86). Chelone mydas I .air., Snppenschild- krote, mil sehr sehmackhaflem Fleisch. /F./.o'n'>i, fV.iV, Schildkrote. imber^ Dach- ziegel. i)d).a.oaa, Meer. caret, franzosisch. Name des Tieres. fti'das, Meerschildkrote von iii'ddfir, naB sein. ( 'lielonier Cli i a> I mien rie 105 Chelonier, Tot udi naten, Sehild- kroten, Ordn. del Ivriechtiere; mil - Paar knr/.en und kraftigeii (Tliedmalien, zahn- losen Kiefern (init Hornscheiden) und star- ken Hautknochen, die. von hornigcn Sehil- dern (Schildpatt) iiberdeckt, cine Riieken- und Bauchschale bilden (Fig. (59 u. Fig. Sli). Land-, Fluli- u nd Meerfonnen. Die Abstain- mung der Schildkroten isl unbe- kannt, weist aber mehr auf Land- als auf Wassertiere bin. Alton Landschildkroten im Keuper. Die wichtigsten Familien sind 1). Haeckels Einteilung ist: I. Bursochelyer. 1. Dermochelyer \ , . } I. Athecomer. 2. Diacostalier | II. Cerachelyer. .'!. Crvptoderen I ...' II. Lhecophoren. A. Pleuroderen I lro|)i>iuii> cine auf ehemischeii Kei/ bin ert'olgende Stelluiigsandening eines Pt'lnn- zenteils, Chemotaxis cine aul eineii die- iniselieii llcix. hin ert'olgende I'lrweguni; eines Orgaiiismns licdeiitel . deren Rieh- Chelotherien, s. Ungulaten. Cheluriden (z. B. Chelnra tL-rcbrans Phil. I marine, holznagende, daher den Pfahl- bautt-M schadliche Krebsforra. (Jrevettinen, Amphipoden, Edriophthalmen, Malaco- slraken, Crustaceen. ~/_i)"'-i]i Scherc. orou, Sch\van/. terebnti-f, durchbohren. Chelys fimbriata Schn., Malamala, Schildkrofcenform init mehreren xerspalte- nen Anha'ngen unter dem Kinn und der Keble. Siidamerika. Pleuroderen, Che- lonier, Hydrosaurier, Reptilien. ///./s, Schildkrote. tinifiriutiis, befranst. Chemotaxis, s. Chemotropismus. /i//in'a, Chemie von y^nr, gieHen, rdnofir, aufstcllen, ordnen. Chemotropismus (Chemotaxis), durch ehemisehe Reize vermittelte Bewegung von Organismen und Zellen, /. B. bei Geschlechtszellen (erotischer Chemotropis- mus, die gegeuseitige Anziehung zwisehen Sperma- und Eizelle). In der Botanik ist zwischen Chemotropismus und Chemotaxis zn unterscheiden, iu der Art, dafi Chemo- ('Ii(-li>ne aus J Icrlwig, I ,ehrl>uch). tung dureh den ehemiseheii Uei/, bestimml \vird. im-'^fir, drehen, wenden, auf i-t\\ as hinlenken. f'oroc, Licbe. r^tc, Stellung, Anordnung. Chermetiden, Rindenlanse, U. O. der lUattlause, den Pflanzen aulierordenl- lieh sehadlicb. Aphiden, Phytophthiren, Homopteren, Rhynchoten, Insekten. (iatt. Chermes, Phylloxera. ('/i>-rii-\ \on Linne aus keniti-si larab.) Kermesbeere gebildet. Chernetiden, Fam. der Af terskorpioue, Psetidoscorpion ideen . Arthrogastren. . \raehnoideen. Gatt. Chernes, Chelifer (Fig. 85). XSQvr/S, Handarbeiter. Chersiden, s. Testudiniden. Chiasma(nervorum k die I\reuzung d. opticorum), Sehnerven, s. Chiasma opticum, I Nerv.opticus. Chiastoneuren, Zusammenfassung der Schnecken (Gastropodeu) mil chiasto- neurem Xervensyslem. S. Chiastoneurie. 1. Prosobranchier. L\ Heteropoden. s. u. Chiastoneurie. Chiastoneurie, S t r c p t o n e u r i e , ehiasto-, si reptoneures Xerveu- system. Form des Nervensystems bei vielen Schnecken (Gastropoden) , speziell bei den meisteii Prosobranchiern, bei \vel- chen die Connective, welclie die Pleural- ganglien mit den Parietalganglien und Visceralganglien verbinden, sehr lang sind und infolge der Drehnng des Eingeweidc- sackcs sich iiberkreuzen (Fig. 87); das Parietalganglion der rechten Seite ist iiber den Dariu heriiber (daher auch Ganglion supraintestinale genanntj nach links, Ch i ludon Chirorayiden das linke dagegen miter doin Darme hin- (daher (J. subintestinale) nach verlagert (Gegensal/, Orthoneurie). ' gekreuzt (wie ein /). r,TOtr, NVtv. t'f l " l '/.inr, Nerven- knolen. snpru, iil)er. sub, iintcr. nnui. Dann. $7 Schema der Chiastoneurie (nach Lang, vergleich. Anatomie). nrct (urspriinglich rcchte) linke Kieme, uect (urspriinglich linke) rechtc Kieme, ulvc urspriinglich linkes und nri'c urspriinglich rechtes Pleuroparietalcon- nectiv, tiros linkes und nox rechtes Osphra- dium, nrpa linkes und it.fptt rechtes Parietal- ganglion, a After, re Herzkammer, ula rechler Vorhof des Herzens, v Visceralganglion. Chilodon (/.. B. Chilodon cucullus Khrbg.). Gait. dcr Wimperinfusdrien, rr- ])aii7A'rt; der init einein lippenartigen Deckel \ci-schcnc Xcllnuuid (Cytostoin) mit siali- liirniigcn Zahnchen bewat'fuct. Hypo- Irichen, Ciliaten, Protozoen. i]i)ni^, i'ii'T<>;, Zahn. cucul- Leibesringen. Raubtiere mit dementspre- chend eiugerichteten Mundteilen. Myrin- poden. 1. Fam. Geophiliden. 2. Fani. Bcolopendriden (Fig. 88). :. F'ani. Scutigeriden. mug, rrodo;, Full. Chilostomata (Chilostonaen), Untcrord. der Moustiorchcn , bei dencn die in der Kctoc.yste befindliche Oeffnung tiir das 1'ulypid durch einen lippenahnlichen, be- \veulichen Deckel verschlossen werden kann. Stehnatopoden, Ectoprocten, I-Jryo- /, U (! II . ciT('>ii, (Jffnung, Mund. Chimaeraceen, s. Chimaeriden. /liianju, fabelhaftes Ungeheuer, vorn L6\\ i . in der Mitte Ziege, hinten Drache. Chimaeriden, Seekatzen, Fain, der Kat/.enfische mit sehr groOen Brustflossen und kraftigem Stachel vor der Riicken- I'ld-se (Fig. 80). Die 4 Kiemcn jederseit> sind unter einer Hautfalte versteckt, die nur einen Spall als Ausgang dcr Kieinen- liolile frei la'fit. Holocephalen, Selachier, Pisces. Chimaera inunstrosa. mit abenteucr- lich gestaltetem Kopf. Der Korpcr vcr- jiingt sich alliniihlich in einen feineii Schwamfaden (Fig. SO). An den eurn- paischen und japanischen Kiisten und am Kap der guten Hofhiung. ( 'allorhy nchus, in den Meeren dcr siidlichen Hemisphare. itto/isfrostts, seltsain, abenteuerlich. xu/.<>; (in der Zusammenset/ung mil verdoppeltem /.i. sch<"m. ?'"7c, Schnau/' . Chiromyiden iChiromys madagas- cariensis Desm. Fingertier) Faui. der Halb- at'ten mit selir verliingcrten, h'ngerartigcn Zelien an bciden Extremit;it Archipterygium. Chirotes canaliculatus Cuv., Hand- \viihle, Ringelechsenart, bei dor das Ster- num mid kleino ~> t'iinfzehigc Vorderbeine erhalten sind. Annulaten, Sauricr, Lepidosaurier, Reptilien. /Fii>i'>n^ , mil Hiinden versehcn. ainnli- t-it/itti/s, mil einer Rinne versehcu. Chitin, stiokstoffhaltige, gegeu Sauron und Alkalion sehr widerstandsfahige Sub- stanz, die den verschiedenen hautigen und schalenartigen Cuticularbildungen der Wiir- mcr, GliederiiilUM- und anderer Tiere die Festigkeit verleiht. In der Schale inaiu-her Tiere (/,. B. der meisten Krebstiere) ist das Chitin mit Kalk gemischt, wodureh cine sehr grol-5e Hiirte der Schale erreicht wird. yi-rinr, Unterklcid, Hiille. Chitinogenmembran,s. Hypodermis. chitinos, aus Chitin bestehend. Chitinpanzer, Chitinschicht, sehr feste, aus Chitin bestehende, von der Epidermis (,, Hypodermis") ais (Juticula , aullcro Hanlsehiclit dor Arthropoden. Chiton, (i.iii. dei- Chitoniden. Chitoniden, Placophoren, Ka'l'er- Tu nionstrosa ^ (aus Boas, Lehrbuch). sohnook(Mi, Plattenschnecken, Faiu. der Urmollusken (Amphineuren), mit einer aus 8 dachziegelartig sich deckenden Plat ton bestehendeii Sehale (/. 1>. Chiton squaino- sus L. (Fig. (MM. I'lacoplioren . Ainphi- n e u ve n , Mollusken. si/itumosits, schuppig. k, Plattc. traen. 1^'ig. 90. Chiton squitnmsiis, voni Riicken gesehen, links gauzes Tier, rechts c-in Tier nach Entfcrnung der Schale und der Eingc- weide. C Him, /' Pedalstrang, PI Pleuio- visceralstrang des Nervensystems, K Kiemen, o j\Iund, After (aus Hertwig, Lehrbuch i. Chlamydoconcha, < iatt. der Muscheln, bei denen die Mantellappen allseitig die Sehale mmvachsen. 1 , a, in elli b ran e h i er . Mollusken. yjMiiv^, 'VV>c, Mantel. x<>y/i], Schale. Chlamydoselachus anguineus, Gar man , 1884 im Japanischen Meere ent- 108 Chlorophyll - Chondropterygier dirkter aalformiger Haifisrh (^elachier) aus der ( Jruppe der Xotidaniden, mil. <> Kinnriitasrhen (Fig. !)1). Erscheint als einer der altesten dei - lebenden Fische und mit (Jladodus (vgl. Pleuropterygier) als cine Gallengang, \velcher durch die Yereinigung des von der Leber kommenden Ductus hepaticiis mil deni von der Gallenblase kommenden Ductus ryticus enlsteht und \velcher in das Duodeiiuni (den /wolf- ig. 91. Chlamydoselaclms anguineus (nacli Dean). Ubergangsforni von den Proselachiern xu den Plagiostomen. u if it ine its, aalformig. Chlorophyll, Blat tgriin, Farbstot'f, der die griine Farbe der Pflanzen bedingt. Das Ch. ist an die in den Zellen liegenden Chlorophyllkorner gebunden. Es ist in chemischer Hinsicht f'iir die Pflanze von der groBten Bedeutung, da es unter deni EinfluB des Lichtes die Assimilation (Auf- nahine von Kohlensaure , Bildung von Stiirke etc.) vermittelt. %A.6JQds, blaHgriin. '/ i<).Xor, Blatt. Choanen, die beiden Offnungen, durch welche die Nasenhijhle der Wirbeltiere mit dem Schlund (Pharynx) kommuniziert, also die inneren Nasenoffnungen der Amphi- bien, Reptilien, Vogel und Siiugetiere. //>(''>), Trichter von /inr, gieHen, weil sich durch diese Offnungen Schleim in den Pharynx ergiefit. Choanoflagellaten , KeleligeilUer, (iruppe der Geh^elinfusorien, deren GeiBel an ihrer Basis von einera trichterformigen Kragen (Collare) ningeben ist ( Abl>ildung siehe unter Flagellaten (('>)). Flagellaten, Protozoen . flagelhini) Gcilld. Choeromorphen illaeckti isiiiii, s. Nonruminantien. choledochus, (Jalle aufnehmend. - I hictus choledochus beim Menschen der fingerdarm) miindet. //>/>'/, (Jallt-. 8e%ofj,ai, aufnehmen. Cholenteron, s. Rumpfdarm. /n/.i], Galle. n>T?.Qnr, Darin. Choloepus didactylus III , /\\ei zehenfaul tier, Unau, mit xwei/ehige.n Vorderfiifien. Bradypoden, Brady therien, Edenlatcn, Placentalien, Mammalien. yin/.i'i;, lahni, hinkend. -Tore, Full. /)/',- i\rn, xwci. bnxrr/.o;. Finger. Unau, brasilian. Name des Tieres. Chondracanthiden /.. 15 Chondra- canthus cornutus O. Fr. Mull.), Fain, der Ruderfufikrebse, mit stiletiormigem Ober- kiet'er. Die Weibchen schmarotzen auf Fischen und Mollusken, die Miinnchen sitzen auf den Weibchen. Copepoden, Entomostraken, Crustacccn. /_<'-t)i><>;, Knorpel. uy.uri'tu, Stachel. cornntus, gehornt. Chondrilla, s. Chondrosiden. Chondrocranium, vgl. Cranium. chondrogene Schadelknochen, Pri mordialknochen oder Knorpelkno- cheii, diejenigen Knoclien des Schiidds, die durch Verknocherung von Knorpel- teilrn entstehen: Occipitalia, Sphenoidea, Otica, Ethmoidea, Quadratiim und Arti- culare (s. d.). ^ r gl. desmogene Schadel- knochen. Chondropterygier, >. Selachier. Chondrosiden Chordascheiden 109 Chondrosiden, Gummineen , Kaut- schuk-, Lederschwamme, friscli von kautschuk- bis knorpelartiger, gctrocknet von lederartiger Konsistenz. Monactinel- liden, Silieispongien, Spongien. Chondrilla nucnln <). Schm. platt nuBformig. Ohondrosia r en i form i s Nardo., kiiollen-, initunter nierenformig. ^iiiniiin.'i. Gummi. nucnla. kleinc Xull (nu.\\. re. Nit-re. /'<>r//ia, Gestalt. Chondrosteen, Knorpel ganoid en , r. O. diT Schmelzschupper , Fische niit, iiberwiegend knorpligem Ske&ett, aber niit starken Hautverknocherungen an TCumpf mid Schadel. Ganoidon, Pisco. 1. Fain. Acipenseriden, Store. 2. Fain. Spatulariden, Loffelstore. /(')}<)(><>;, Knorpel. ooifor, Knochen. Chonium, s. Trichter (2). Chorda, s. Chorda dorsalis. Chorda dorsalis, Chorda, Noto- c h o r d, A chs ens tab, Axen s tran g, Riik- kensaite, Wirbelsaite, ein unter dein Medullarrohr verlaufender Stab YOJI knor- pelahnlicher Festigkeit, welcher phylogene- tisch nnd ontogenetisch die Grundlage der Wirbelsaule bildet. Die Chorda entsteht embryonal aus dcni inneren Keimblatl (Entoderm); sic findet sich im Tierreich zuerst bei den Ascidienlarven ; bei den Acraniern (Araphioxus Fig. 21) und Cyclo- stoinen dient siedauernd als Grundlage ties Achsenskeletts (s. d.) und bildet auch bei Ion Embryonen aller Wirbeltiere die erste Anlage desselben; wircl aber allmahlich durch die in ihrem I'mkreis entstehende, knocherne Wirbelsaule mehr und mehr verdrangt; vgl. Chordascheiden. Xoodi'j, Darmsaite. i/orsnm, ra>Tog, Riicken. Chorda tympani, s. Glasersche Spalte. Chorda-Entoblast, s. Chordaplatte. Chordae tendineae, s. Atrio-ventri- cularklappen. Chordaea (Hauckel), hypothetische Ahnenfonn der Chordonier (Tunicaten und Vertebraten ), angenommen auf Grund dcs gemeinsamen Entwicklungsstadiums der Chordula is. d.). Die nach Art der Chordula gebauten hypothetischen Ver- ti-eter dieser alten Stammform der Chorda- tiere halx-n nach Haeekcl cincn. von ihni als Chordarien oder Prochordonier ( Trochoi (laten , Urchordat iere ) be- zeichneten Zweig der ungegliederten Wiir- mer (Vcnualien) Chordalarve, s. Chordula. Chordaplatte, Chorda-Entoblast, der mediant? Tcil der l\iiok(-ii\vaiid dos IV darnas (Archenteron) der Wirbeltiere, aus dem der Achsenstab (Chorda dorsalis) hervorgeht. fihaazos, SjiroH. Chordarien, s. Chordaea. Chordarinne, Entwicklungsstadium der Chortla l)ci den Wirbeltieren, in welchem die Chordaplatte so get'altet 1st, da II M'<> eine ventrahvarts geoffnete Rinnc begrou/t. Chordascheiden lieiBen die Hiillen, die bei den Wirbeltieren die Chorda dor- salis (s. d.) umgeben: urspriinglieh findet sich um die Chorda nur eine von ihren Zellen selbst abgeschiedene und ihr dicht anliegende, glashelle, strukturlose in id elastische Mem bran (primare Chorda- scheide, Chordolemma); in dem sich aber unter dieser eine zweite, iniichtigere, anfangs ebenfalls homogene, dann aber taserig zerfalleude Sehicht (sekund;'ire Chordascheide) einschiebt, wird sie von der Chorda mehr oder weniger weit ab- gehoben und alsdann, falls sie nicht vollig riickgebildet wird, im Gegensatz zu der sekundaren, faserigen, inneren Chor- dascheide auch als Elastica externa bezeichnet. - Um diese beiden von der Chorda selbst (also aus dem Entoderm) abzuleitenden Scheklen bildet dann eine aus dem Mesoderm hervorgehende Binde- gewebsschicht eine dritte, Perichorda oder JiuBere Chordascheide genannte Umhiillung, die darum besondere Beach- tung verdient, weil in ihr weiterhin die Knorpel- und Knochensubstanz ties sp;i- teren Achsenskeletts (Wirbelsaule und Schadel) entstehen; die Perichorda heifit daher auch skelettogene oder skelett- bildende Sehicht (vgl. Skelettplatte). Die Reihenfolge der 3 Scheiden von der Chorda aus nach auBen veranschaulicht folgende LIbersicht: 1. innere Chordascheide, se- kundare, faserige Ch. 2. Elastica externa, primare, homog. Ch., Chordolemma. aus tier Chorda hervorg. (entoder- mal). 110 Chordaten - - Chordula I iiufiere Chordascheide, iVrichorda , skeletoo-ene \ [ dermal. Schicht. Rinde, Schale. srcimtlns, d. erste. rrffii, um. />r/>/i/ts, d. zwcite. i:\tfriius, d. auficre. clasticits, neulat., beweglich v. rAai'tvir , in Bewegung setzen. Skelett. j p 'f, Erzeugung. 2. Uber der Chorda liegt bei alien Chor- doniern das /entral - Nervensystem : bei den Tnnicatcn ein einfaeher X erven - knoten (als Uberrest ernes Xerven- rohres), bei den Vertebraten fin Xerven- rohr. 3. Unter der Chorda liegt. das Herz, ><>- d.a, Fig. 92. Entwicklung der Chordascheiden (Schema nacli Wiedersheim). - - A. Erstes Stadium, in- Chordazellen, sh* primare Chordascheide, sk/ umgebendes mesodermales Gewebe (Perichorda). - B. Spiiteres Stadium (bei Cyclostomen u. Ganoiden). Die zentralen Chordazellen (nc] sind in Riickbildung begriffen; die peripheren Chordazellen zeigen eine epithelartige Anordnung (nc.ep.'), sh 2 sekundiire Chordascheide. In deni umgebenden raesodermalen Gewebe werden ventrale und dorsale Wirbelbogen (T.U und d.n) angelegt. - - C. Das Knorpelgewebe hat die primare Chordascheide durchbrochen und ist in die sekundiire Chordascheide eingedrungen (bei Selachiern und Dipnoern). Chordaten, s. Chordonier. Chorda tympani, Paukcnsaite, Ast des siebenten Hirnnerven (Facialis), der die Paukenhohle (Cavum tympani) pas- siert, diese durch die Glasersehe Spalte (s. d.) verliiBt und die Zunge mit sensiblen und Geschmacksfasern und z\vei der gnillcii Speicheldriisen der Mundhohle (Glandiila snlilingnalis und Gl. submaxillaris) mit inotorischen (sekretorischen) Fasern versioht. Pauke. Chordonier, Chordaten, Chorda- tier e, zusammenfassende Bezeichnung der Tnnieaten und Vertebraten aiif Grund ihres Korperbaues und besonders ihrer Ent- wicklung: 1. A lie Chordonier besitzcn eine Chorda dorsalis; bei den meisten Tunicaten verschwindet sie wahrend der Weiter- entwicklung; bei den niederstenWirbel- ticren bleibt sic zeitlebens erhalten; bei den hoheren Wirbcltiercn win! sie allmiihlich dinrh die knorpclige ndcr kin"icht'mc \Virlielsiinlc verdrangt. \vie das Darmrohr, desscn vorderer Teil von Kiemenspalten durchbrochen ist. Man unterscheidet sodann: die Tunicaten als Urochordaton (Chorda nur im Schwanzabschnitt), die Leptocardier (Amphioxus) als Ce- phalochordaten (Chorda durch den ganzen Korper), die iibrigen Wirbeltiere (Cranioten) :ds Vertebraten s. str. nroi'i, Schwanz. xEfpafa'i, Kopf. Chordoskeleton, s. Axenskelett. Chordotonalorgane, bei einigen In- sckten vorkommende Sinnesorgane, be- stehend aus mehreren saitenartig ausgc- spannten Sinneszellen, welche kleine Stiib- chen iStiflo enthalten: als Gehororgane gedeutet. spannen. Chordula, (' h o r d a 1 ar v c, nennt Haeckel dasjenigeEntwicklungsstadium der Manlel- und Wirbeltiere (Tunicaten und \'ertrlir;itrin, auf dein die Churda bereits Chorial en - ( 'hroin osom en 111 gebildet, die Gliedernng in die Crscgniento ( Vertchraten) aber noch iiirlit eingetreten ist; vgl. auch Chordaea. Choriaten, s. Placentalien. Choriocapillaris uMembrana eh.), nacli innon (nach dcr Retina zin die Chorioidea iiberziehemle Membian, in dcr die IMnt- gelatieein engmaschiges Kapillarnct/ hilden. y/>(ior, Hunt, Hiillc. en pi I Inns , haar- (cn pi 1 1 its) f <">im i. Chorioidea, Aderhant, Hanptteil der GefaShaut des Anises, z\visehen Sclera nnd Retina gelegene, bindegewebige, pigment- und blutgefaSreiche Hiille des Anges. die an der Gren/.e von Sclera nnd Cornea .in die Regenbogenhaut(Iris) fibers 'lit (Fig. :>7|. XOQiosidtf? von y/Hjinr , Haul, Eihaut und rMoc, Ausschen, wegen der Ahnlichkeit mit dem ebenfalls blutgefaSreichen Chorion (s. Placenta). Cliorioidealdriise, vornehndich aus HlntgefalJen und von ihnen gebildeten Wundernetzen bestehendes Organ , neben der Eintrittsstelle des Options ini Ange einiger Knocheutisebe (Teleosteer) gelegen; von unbekannter Funktion. Chorioidealspalte, der nntere Teil der Augenspalte (s. Augenentwicklung) am embryonalen Augapfel der Wirbeltiere, dnrch welchen die Anlage des GlaskrirjH'i-s zwischen Linse nnd Retina von nnten her ins Innere desselben hineingewachsen i>t ; die Stelle der Cb. bleibt noch langere Zeit nach deni Schlnl) der eigentliohen Spalte selbst als ein heller, unpigmentierter Strei- fen an der nnteren, inneren Heitc dcr Xetz- haut kenntlich, den man friiher, als man noch fjilschlich das Pigmentepithel der Retina (Tapetuni nigrum) zur Chorioidea hinzurechnete, fiir einen Defekt, in der Cho- rioidea (daher ,. Chorioidealspalte") ansah. Choriomalli, s. Placenta. Chorion, 1. als cuticulare Bildung vom Eierstockepithel (Follikelepithel) ausge- sehicdene, hartschalige Hiille inn die Eier vieler Insekten. 2. Die bei den Eiern mancher Wirbel- tiere, insbesondere der Hiiugetierc, vom Follikelepithel abgeschiedene Eihaut, bei den Saugetieren gewohnlich als Xona pel- lucida bezeichnet (s. d.). 3. Zottenhaut, bei den Siingetieren die vom Ectoderm nnd deni aiilieren Illallc dcs MeMidrrm- (Senisa) geliildcle anl'ien- Hiille de- I'Jllliryo. welcbc meislens Zollcn besii/t, die iii die Schleirahaul des I'tenis sich cinseiikcii nnd so die Placenta (s. d.) liildcn. //unity. Haul, Kihaul. Chorion frondosum, \ Chorion laeve, ! s. Placenta. Chorionzotten, Chorologie (Haeckel isiiiii, Vcrbrei- t n ngs leb re, die Lehre von der geogra- phischen nnd topographischen X'erltreilnng dcr ( >rgaiiismen anf der Krde, cine Teil- disziplin von Haeckels I'crilogie i Physio- logic der licziehungen); vgl. Ticr^cogra- phie. y/ntu. Kami], Land, /.t'r'ti;. I. due. Chromatellen, Farbkorncr in Zellen iwie /.. H. (lie Chlorophyllkorner der Pllan- zen). yii^tim, ros, l^albe. Chromatin (Flemming ISTlli, der mit Karminfarben intensiv fiirbbare Bestandteil des Zellkernes, seiner chemist-hen Nainr nach zn den Nnclei'nen gehorig. Das ( '. bildet \viihrend der Mitose (indirekten Kern- teilung) eine fiir jede Spezies bestimmte Anzahl von Stiicken (Chromosomcii) von kugeliger, stabchenformiger odor hufeisen- t'ormiger Gestalt; im ruhcnden Kern i>i das Chromatin in Form von Kornchen im Kerngeriist verteilt (vgl. Achromatin). Chromatinschleifen, schleifenformige Chromosomen (s. d.) in der Kernteilnngs- figur (s. Mitose). Chromatophoren, Farben t ra'ger. pigmentreiche Zellen der Haul vieler Tiere. die dnrch vom Nervensystem geregelte P.cwegnngen (Zusammenballnng, Ansbrei- tung) ihres farbstoffhaltigen Protoplasmas in kurzer Zeit mannigfache Veranderungen in der Hautfarbung hervorrnten konnen; licsonders bckannt sind dnrch die Fahig- keit raschen Farben wechsels die Tintcn- li-ehe (Cephalopoden) nnd das Chamaleon ; vgl. Pigment. Chromocyten, Pigraentzellen (s. d.i chromogen, eine Farbo bervorriifend, Pigment l)ildend. Chromosomen (Waldeyer), Kern- segmente (<). Hertwig), fiir jede Tierart konstaiile /abl von Alisehnitten , in die 112 Chromosom en-Thcorio Cicadarien sich dor Chromatinfaden cler Zellkerne bei der Mitose (indirekten Kernteilung) spaltet, liald wie Schleifen (Kernschleifen) oder Haken , bald \vio Stabchen odor Korner aussehend. Die Oil. tcilen sich in der Fig. 93. Teilung einer Zelle in der Haul von Salct- mandrn maciilosa. Die Chromosomcn sind schwarz gehalten. die Teilstiicke riicken uiii die Tochterkerne zu Spindelf igur , und nach den Polen, bilden (Fig. !)3). nwiia. Korper. srgnit-ittiiiii. Abschnitt. Chromosomen -Theorie der Ver- erbung, die Erkliirung von Vererbungs- erscheinungen aus dem Verhalten der Chromosomen (s. d.). Nach O. Hertwig, StraBbnrger, Weisraann, Boveri u. a. werden die Chromosomen als die Trager der Ver- erbung angesehen. Chrysalis, Chrysalide, die mit golcl- gliinzenden Flecken gezierte Puppe ge- nvxvissrr Tagschmetterlinge , im weiteren Sinne soviel wie Puppe (s. d.) schlechtweg. ZQvocMc, goldfarbige Schmetterlingspuppe von %QVGog, Gold. Chrysididen (z. B. Ghrysis ignita L.j, (ioldwespen. Der blau, violett, griin oder rotgefarbteKorper rnitlebhaftem Goldglanz. Ihre beinlosen Larven schmarotzen in den Nestern anderer Hymenopteren. Aculeaten, Hymcnopteren, Insekten. ^oroos, Gold, i^iiitnx, feuerfarbig. Chrysomeliden,Bla) tkafer. Fain. der Kiifer, die cbenso wie ihre Larven durch Abfressen der Blatter schiidlich sind; nui-t mctalliseh gefiirbt. Tetrameren , Coleo- ptrren, ft Apfel, danach/oi'Go/a/Ao/o')'(9>/, Gold- kafer. Chrysomitren, die praehtig getarbten Geschlechtstiere der zu den Rohrenquallen (Siphonophoren) gehorenden Disconanthen (z. B. Velella) nach ihrer erfolgten Loslosung vom Hauptstamm; sic stellen alsdann kleinc Anthomr- dusen dar. niitrn. die hohe Kopfbedeckung eines Bischofs; die Gestalt der Chrysomitren ist einer Bischofs- miitze iihnlich. Chrysomonadinen,lu;iunlich- gelbe Farbstoffkornchen enthal- tende GeiBelinfusorien. Autoflagel- Jaten, Flagellaten, Protozoen. /(orris, i'i.i)<>* , Einheit, einzelliges Wesen. Chrysopa perla, Perlen- auge; Insekt mit wnndervoll griin- goldig glanzenden Augen. Fliigel sehr zart und irisierend. In Deutschland verbreitet. Die Larven ernahren sich von Blattlausen. Planipennieii. Xeuropteren. Insekten. ZQvaco.-ro; , mit goldenen Augen. per/a, Perle. Chylogaster, s. Mitteldarm. Chylus, die von den Lymphgefafien des Dannes und des Gekroses (Chylus- gefaBen) gelief'erte, fetthaltige Lymphe, die zur Zeit der Verdauung von weifilicher Farbung ist, int'olge der zahlreichcn in ihr suspendierten Fettkiigelchen. /t'/oV, Saft, Nahrungssaft. Chylusdarm, 1. s. Mitteldarm. 2. im engeren Sinne der entodermale Mitteldarm (Magen) der Insekten. ChylusgefaBe, die den Chylus ent- haltenden Lymphgefafie des Darmcs und des ( it'kr(">ses. Chymus, Speisebrei, die im Mittel- darm durch den /utritt der Verdauungs- siitte in einen breiartigen Zustand verset/le Xahrung. Saft. Cicada, s. Cicadiden. Cicadarien, Xi rpen, Gruppeder( Jleich- fliigler. Moinoptoren, Rhynchotcn, In- sekten. 1. Fain. Stridulantien (Cicadiden), Sing- zirpen. 2. Fain. Fiilgorinen. Leuchtzirpen. Cicadiden Ciliatcn 113 3. Fani. Membraciden, Buckelzirpen. 4. Fani. Cicadelliden, Kleinzirpen. cicudti, Zirpe, Zikade. Cicadiden, Stridulantien, Sing- x.irpen. Fain, der Zirpen , deren Miinn- chen an der Unterseite des Hinti-rleibes trommelartige Tonapparato (/irp- oder Strid ulation sapparate) besit/en, mil welchen sie laute zirpendo Tone liervor- bringen. ( 'lead ari en , Homopteren, Kliyn- choten, Insektpn. I' i^ r - ( )-|. ('ii'infn orui (aus Hertwig, Lelirb.). Cicada orni L., Mannazikade (Fig. 94), aul Eschen lebend, \vo sie dnrch Ansteehen der Blatter und jungen Triebc das Aus- Hielien pines sich verdiokendcn , siiMen Saftes, des sog. Manna, bewirkt. Cicada pldieja I.., die Sing/ikade Siideuropas. stridulare, schwirren, zirpen. omits, Kerg- esc-lie. plt-bejus, gcmein. Cicatricu la , E i n a r b e , N a r l> e , Hahnen t rit 1 , kleine weifiliche Stelle an der Oberflache der gelben Dotterkjigel ini Yogelei, der Keimscheibe enfcsprechend (welchebeim frischgelegten HiiLmeivi schon in cine An/ahl von Furchungszellen /er- li'.iii ist). I'icatn'cula, kleine Xarbe [cicatrix], Cicindela, s. Cicindeliden. cicindela, Leuchtkafer (unser Lavnpyris) bei 1'iinius, von iitndt'la, Licllt? Cicindeliden, Sand kat'er, Fauiilieder Kaler, an sonnigen, sandigen 1'la'tzcn sich aufhaltend; die Larven Jauern in Roliren an sandigen Boschungen aut Raub. Penta- ineren, C'oleopteren, Insekten. l( 'icindcla canipestris L., Feldsandkafer). CIIIH/X -slr/'s, auf dem Felde (rniiif>/i^) li'- bend. Ciconia, s. Ciconiiden. cit'onia, Storcli. Ciconiformes, stort-hartige Vogel, (Ti-uppe der Watvogel (Pelargornithen), Grallatoren, Carinaten, A VPS. Ziesler, Zoologisches Lexikon. 1. Fam. Ardeiden, Reiher. -. Fam. Ciconiiden. Storche. forma, Gestalt. Ciconiiden, IVlargi, St"n-clie, Fain, der Watviigpl; mil laiigen Stcl/.beinen. Ncstbocker. ( 'icdiiitunncs. Grallatoren, ('arinaten, Avo. Ciconia alba L., \veiI5er 8 torch. Ciconia nigra L., sehwar/.er Slorcb. ,7. i 7.r/.o;'/),-, Storcli, eigontl. schwar/ |JT^/.C,I -weili (o;'0s). n//nis, \vcil'.. iiigrr, schwar/.. Cidariden, Turbanigel, Fain, der re- "iilaren Seeigel, mit sehr scbmalen Ambn- lacren und breiten [nterambulacralplatten ; auf diesen grolie Staclichvar/.en und grollr Stacbpln. (Dcsino>tii i lien , Auteebinidein Rpgulares, Echinoideen, Echinodermen. xt'daois, Turban. Cidaronien, s Desmostichen. Ciliarfortsatze, s. Corpus ciliare. Ciliarkorper, s. Corpus ciliare. Ciliarmuskel, s. Corpus ciliare. Ciliaten (Perty 1S">^), Infusorien im engeren Sinnc, A nt'gnlUierchen , \Viin- pprin f usorien , I'roto/.oen in. y.ahlreichen Fig. 95. Zwei Ciliaten. Links Sfrnti>r polvmor- /. Ord. Suctorien, Acinctincn. cilia, iiriiiii, Augenwimpern. hineingieBen. Cilien, Wi in pern, 1. die Haare am liande dcr Augenlider, Augenwimpern; 2. die Bewegungsorganellen der ciliaten Infusorien; kur/e und meist in groBer Zahl vorhandene Fortsatze der Pellicula (s. el.), die entweder getrennt, gleichartig fein und kurz bleiben iSericilien, Seidenwimpern) oder zu Membranellen und Cirren ver- schmcl/cn konnen; 3. die Bewegungsorgane an den Flimmer- zellei 1 . dcr Metazoen, an der Oberflache cincs Kpithels stehend, wobei jecle einzelne Zelle Cilien tiiigt. Cilioflagellaten, B. Dinoflagellaten. Cimex lectularius, Bettwanze, siehe Acanthia lectnlaria. Cincliden, IWcn in den Seitenwauden fMaiicrhlatii vieler Korallenpolypen (Antho- zoen), durch welchc die Leibeshohle mil der Umgebung in Verbindung steht. y.r/x/.i^, ibo*, Gitter. Cingulaten, Giirtcltiere, U. O. der anaerikanischen Edentaten; Riicken mit einem Panzer beeleekt, \velcher in der Mitte aus beweglichen Knochengiirtelu gebildet wird. Brady therien, Edentaten, Placen- talien, Mammalien. Fain. Dasypudidcn. Fossile ( iiirtclticrc sind die Glyptodonten, mit unbeweglichem 1'anzcr, von welchcii cnorm grollc Artcn cxistiert haben. c/iix'nlnHii Giirtcl. Cione intestinalis, Art dcr Sccscheiden i .\Hcidicn), einem ausGedarmen verfertigten Sack iihnclnd. Monasridien, Thethyo- deen , Tunicaten. y.lcn', Snule. ( ( 'liione, Tochter des Dada- lusr). inti-stinu, Eingeweide. Cionocranier, s. Kionocranier. Circulation, Kreislauf desBlutes, dcr Siit'tc im ticri.-dicn KTirpcr. circnlit!,) Kreis. Circulationsapparat, ) s. GefaB- Circulationsorgane, \ system. Circumpolarregionen, s. Tiergeo- graphie. Cirratuliden, Fam. der rohrenbewoh- nenden Borstenwiirmer mit langen, faden- formigen Kiemen (verlangerten Cirren) an den meisten Korpersegmenten. Tubi- colen, Polychaeten, Chaetopoden, Anne- lidcn. cirrus, Ranke, Locke. Cirren, rankenartige Korperanhange ver- .schicdcner Tiere. 1. Bewegungsorganellen der hypotrichen Inlusorien (s. d.); griffel- oder lnnslcii- artige Gebilde, die wie Extremitiitcn be- wegt werden. Sie sind aus verschmolzenen Cilien entstanden. 2. Cirren der Borstenwiirmer (Chaeto- poden), am Mundsegment und an den Para- podien der folgendeu Segmentc (Fig. SL?I, als Tastorgane d ien end. 3. Cirren der Crinoideen, an den Glic- dcrn des Stieles oder am Centrodorsale der Comatuliden ansitzend, zur Anheftung dienend (Fig. 24). 4. Cirren (cirrhi), die Barteln der Fisehe und die rankenartig frei vorstehenden Flossenstrahlen mancher Fisehe oder ranken- artige Liippchen an der Hant mancher Fisehe. c/rrns, Locke, Ranke. Cirrhen, s. Cirren. Cirripedien, Pectostraken, Ean- kentii filer, Haftkrebse, fcstsit/ende, meist hermaphroditische Krebse mit un- deutlich geglie- dertem KOrper, dcssen ]\Ianicl vielfadi <'in schii- tzendcs Kalkge- hiinsc absondert. Fiilic ((] 1'aare oder wcniger) mit gcringclten, dicht behaarten Innen- und Aullciiastcn i Bankenfufie), xnm Herbeistru- deln derNahrnng diciicnd i Fig. !)!>i. Die Lai veil sind freischwimmend. Im Meer. Entomostrakcii. Crust acccn. 1. F. Onl. Lepadiden. i'. I'. Orel. Balaniden. 3. U. Ord. Rhizocephaliden. Fig. 96. Lfpas anatifera. (Cirripcdia) (aus R. Hert- \vi^, Lehrbucli). c Carina, t Tergum, s Scutum. Cirrobranchiaten -- Clepsidrina blattarn m 115 J. U. Orel. Abdominalien. 5. U. Ord. Apoden. PCS, pcdis, Full. o'ffT(jnx<- , Sch.-il' 1 . atjxzos , fest angeheftet, von ^n/^rrrtu, befestigen. Cirrobranchiaten (Blainville. ISL'II, Ordnnng dor Gastropoden, s. DIMM. a.- liuiu. cirrus, Locke, Franse. fiQayyia, Kiemen. Cirrus, 1. dor gokriinimte, oft audi mil Widerhaken l)o\vat'fnete Penis dcr Platt- wiirmer (Plathelminthen). '_'. s. (Mr re n. Cirrusbeutel, Tasebe, in dor dor Cirrus (Ponis) dor Plattwiirmer (Plathelminthen) gewohnlich liegt, aus der or boi der Be- gattung vorgestiilpt wird. Citigraden, Laufspinnen, schnoll laufend. Vagabunden, Dipneumones, Ara- neen, Sphaerogastres, Arachnoideen. Fam.: Lycosiden. dins, schnell. -r(nii, schreiten. Cladoceren, \Vasserflohe, U. O. dcr Blattf u/Bkrebse , mit wenigon, undeutlich abgesetzten Korpersegmenten mit grofien Ruderantennen und zweiklappiger Schalo, die meist den ganzen Korper mit Aus- nahme dcs Kopfes einschlielH. Die Fa- cettenaugeii verschmelzen in der Mittel- linie zu cinein grofien Stirnauge. In Tei- chen, Seen und Fliissen, auch im Meer. Phyllopoden, Entomostraken, Crustaceen. Familien: Daphnideii (Daphnia), Poly- phemiden (Leptodora). Alibildung s. Daphniden. x/.u8o$, Zweig. xroas, Horn, Fiihler. Cladocora caespitosa E. H., Koral- lonart mil rasentormigen Stocken und raittelgrofien Kclchon. Hexacorallien, An- thozoen, Cnidarien. xroooc, Becher (davon vielleicht y.ona/Mir, Koraile?). caespes, Rasen. Cladom ( Haeckel ), S tam mast, Hau pt- klasse, von Haeckel in die Systnnatik eingefiihrte /wisohonstufo zwisohen Stannn und Klassc. fe^ddog, Zweig, Ast. Cladoselache, s. Pleuropterygier. Clamatoren, Schreivogel, U. (.). der Sperlingsvogel, ohne besondercn Singap pa- rat. Passeres (Coracornithen), Carinatcn, Arcs. Familien : Cotingidon . Tyranniden, Mcmiridon i Leierschwanze). cliiniiiri, schreicn. Classis, s. Klasse. Clathrutina, (iattunp- del- Sonnonti/- />i/s, von der Gestnlt (/\ioiil oil Hanfig hangen zwei Individuen zusammen mid eriimeni so an eine Wassernhr. (-Jre- isii iiiarien, Sporozoen, Protozoen. X/.FI/ i'C>offnung gleichsam durchstiehlt [x/Jjnrtr, stehlen]). blatta, Scliabe. Clepsine, (-Jatt. der Riisselegel niit. l)reiteni, flachem, einrollbarem Korper; ini siil'icii Wasser lebend. Die Jungen \\erden voiu Mnttertier am Ranch gctragen. Rhynchobdelleen, Hinidineen, Anne- liden. /. R. Olepsine coinplanata Lav. x/j.-rrrir. stehlen. cotiipli' die Geschlechtsfunktionen /u eririsrhcn pt'legen tea. das 44. 48. Jahr). x'/.iiiax.T)'iQ, Stufe, 'Absatx, Lebensabschnitt. Clio borealis, Walfischaas, in nn- gchcnrcn Mcngen in den nordischen Mceren vorkoinrnende Fliigelschnecken - An, die Hauptnahrung der Wale bildend. Ptero- podon, (lastropoden, Mollnsken. ('//, K/.n'i'i, Muse der Geschichte, auch Xame einer Nymphe. />oreeits, Schild. Clisiocatnpa neustria(=Gastropacha neustria). Ri ngelspi nnor, ini Obstgarten sehr scluidlich. Das Woibchen legt die rindcnfarbenen P^ier, zu cinom Ring zu- ziisammen gekittet, nni diinnc Aste. Die Ranpcn leben in einein (icspinst. l.oiu- li\ cidcn, L(']iido|)lercn, Insckten. Clitellum, Sattel, Verdickung einiger S( "iiicnlc in der N;ihc der Mttndungen der C Geschlechtsorgane bei den Oligochaeten (/,. R. dein Regemvnrm), hervorgernfen dnrch Einlagerung von Driisenzellen in dieHant, die bei der Regattung klebrige Bander ans- scheiden, welche die Korper der kopulierlon Ticro verbinden. arum, Sattel. Clitoris, Ki t/ler , ans dein Geschlechts- hocker (Phallus) hervorgehendes, dein Penis des Mannes entsprechendes, aber klein bleibendes weibliclies Geschlechtsglied bei Saugetieren nnd beiin Menschen, welches. Endausbreitungen der Geschlechtsnerven (Nervi pudendi) en thai t. ^/fvroo/c, Kit/ler. Cloakalrohre, Pseudogasler, der rohrentonnige innere Hohlrauni eincs Bchwammes (s. Spongien), welcher niit dein ( )>cnlnin nach auHen inundet nnd dnrch welchen das Wasser ausstromt. cloaca, Abzugskanal von clue re, reinigcn. il>iI, Raupe. processio, feierlicher Aufzug. Cnidae, Nematocysten, Nessel- ka)>seln, zur Verteidigung und /nm Fang der Beute dienende Apparate, \velcbe fiir die C'liidarien cbarakreristisch sind und in auderen Tierstammen nur ausiiahmsweise vorkommeu (bei einigen Protozoeu n. Tur- bellarien). Sie sind kleine Blascben, die an dem einen Ende in einen langen, diin- nen (oft mit Widerbaken beset/ten) schlaucb- formigen Fortsatz (Nesselfaden) auslaufen, der im Ruhe/ustand im lunern der Kapsel spiralig aufgerollt ist. Die Nesselkapseln entsteben in Zellen (Cnidoblasten, Nesselkapselzellen), welcbe an der Oberflacbe ein Tasthaar (Cnidocil) tragen. Auf einen Reiz, z. B. bei Beriihrung, \vird der Nesselfaden ausgescbnellt und hiingt sieb an den . \ngreiler oder das BriilHiiT an; dahei \vird ails dnn Inhall des l'>l;i>- I-IL;. ') Nesselfaden . aus der Nesselkapsel hervoi^e- schleudert, an del' Basis 6 mit Widerhaken l>e- \v;ilTnct. c Klebzellcn finer < 'tenophore (aus I .ang). cbens eine stark wirkeiide d)reiinende, ne>- selnde, kleine Tiere lahraende) Fliissigkeil, entleert. xri<)>], Nessel. jl/.uorn;, Keiin, /elle. i-r/iin. Kaden. X/'OT/C, Blase, cilia, \\'iinpern. Cnidarien, Nematophoren, Xessel- tiere, (Iritter Stamm der Mela/.oen, mit langen Tasi- und Greiforganen (Tentakeln) und mit Xesselkapseln iCnidae). Der K(ii-per der Cnidarien bestebt aus x\vei Zell- schiohten: Kctoderm und P^ntoderm; /wisehen beiden eine strukturlose Stiit/,- lamelle (Fulcrum), eine stniklurldx- ( Jailer! - sebicbte oder ein bindegewebiges Mcsoderm. In mauchen Systemen werden die ( 'nidarieii mit den Spongieu als Coelenteraten zusam- mengefalH, in anderen unter Au-scbluli der Spongien als Coelenteraten bezeichnet. I. Hydroxoeii. 1. Hydropolypen. '_'. Hydromeduseii (Craspedoten). '.\. Siphonophoren. II. Scyphozoen. 1. Scyphomedusen (Acraspedenj. 2. Antbo/oen (Korallen). III. Ctenophoren. fi/iin, Faden. i/uni-ir. Iragen. Cnidoblasten, s. Cnidae. Cnidocil, s. Cnidae. Coadaption, s. korrelative Anpas- sung. Coagulation, (i( rinnung. coagiilare,ziisammenziehen,gerinnen inachen. Coccen, s. Micrococcen. Cocciden , Sch i Idlanse; .Maniicben gefiiigelt, in ({estalt tihnlich den Blatl- laiisen (Aphiden): Weibchen nngcfltigelt, schildahnlich den Pflanzen aufsitzend. Phytophthiren, Rbyucboten, In>ekten. 118 Coccidiarien - - Cochlea Coccus cacti L., Cochcnillelaus, auf einer Cactcenart lebend, blutrot, liefert eiuen Farbstoff, Cochenillerot, aus deni man Carmin and fast alle Scharlach- und Purpurfarben bcreitet. Coccus lacca Fabr., Gummilack- Schildlaus, bringl durch Anstechen einer ostindischen Ban mart (Finis religiosa) ein das Rohmaterial zum Schellack lieferndes Harz hervor. xd^^oc, Kern, Scbarlachbeere, daber coc- c/'/ifi/s, scharlachrot, daraus spanisch : cochi- nil/a. y.axro;, stachelige Pflanzenart. laccn, Lack. Coccidiarien, Coccidien, ei- odor kugelformige Sporentierchen; schmarotzen ini lunern von Zellen, z. B. Coccidium oviforme Leuck. in den Zellen der Leber des Kaninchens. Vormchren sich durch Sporen, in welchen Sporozoiten eutstehen, die wieder in die Zellen eindringen. Bei manchen Coccidien ist ein Generations- wcchsel nachgewiesen in der Art, daf> eine a b c d -F'?- 99- Coccidinin oTi'foruic aus der Leber des Kaninchens (Rich. Hertwig, Lehrbuch). a und b in Epithelzellen der Gallengange eingeschlossene junge Coccidien (im oberen Forlsatz der Wirtszellen liegt der Zellkern), c eingekapseltes Exemplar, il, c Zusammenziehung des Protoplasmas zur Kugel, g, /i, /, Sporenlnldung, k reife Spore mit 2 Keimen (Sporozoiten) u. einem Restkorper (starker vergroPjert.) Vermehniiii;- durch niulliple Teilung (Schi- zogonie) stattfindet und dann Macroga- meten und ]\Iicrugameten gebildet werden, welche zur Copulalimi kommen, worauf die Einkapsclung und die Sporenbildung (Sporogonie) folgt. Sporozoen, Protozoen. ovzts, Ei. forma, Gestalt. Coccinelliden, Marienkaferchen, Sonnenkafer, Blattlauskafer, Fain, der Kiifer mit scharlachroten, schwarzpunk- tierten Fliigeldecken ; nahren sich, wie auch ihre Larven, von Blattlausen. Tri- meren, Coleopteren, Insekten. Coccinella septempunctata L. , Sieben- punkt. cocci ad la, kleinc Scharlachbeere. scptcni. ~ . pioictatus, mit Punkten versehen. Coccolithen, kleine Scheibchen oder Kiigelchen aus kohlensaurem Kalk, welche sich in grolSen Mengen in der Kreide und im Tiefseeschlamm finden, wahrscheinlich organ ischen Ursprunges, vielleicht Ab- scheidungen von Meeresalgen. xbxxcx;, Kern, Beere. M&o<;, Stein. Coccus, s. Cocciden. Coccyges, s. Cuculi. xby.y.t'^, Kuckuck. Coccygeum, s. Os coccygis. Coccygomorphen, s. Cuculiformen. ,nijf/ ij, Gestalt. Coccyx, s. Os coccygis. xoxxv^, Kuckucksbein, SteiHbcin. Cochlea, 1. die Schalo der Schnecken (Gastropoden ). 2. Schnecke, der das Cortische Organ (s. d.), die wichtigste Endigung des Hornerven (Nervusacusticus, s. d.), enthaltende Abschnitt des hautigen La- byrinths der Saugetiere; geht aus einer Ausstiilpung des Saccultis (s. Laby- rinth) hervor, die sichbei den Fischen, Amphibien und den meisten Reptilien als kurzer, flaschenformiger Blindsack (Lagena) danernd erhalt (Fig. 65), bei den Krokodilen und Vogeln be- reits eine leichte Kriinunung zeigt und bei den Baugetieren schliefilich zu einem schneckenhausartig in i! liis ."> Spiral touren aufgewundenen , blind- endigenden Gang auswachst (Fig. 7.'!), der nur durch ein feines Kanalchcn (Canalis rcuniens) mit clem Saccu- lus in Zusammenhang bleibt. Diescr vom Sacculus aus gebildete und mit Fpithel ausgekleidete Teil des Gehororgans heillt Ductus cochlearis oder Canalis cochlearis. Er ist von der knochernen Schnecke umschlossen, deren von Peri- lymphe orfiillter Hohlraum in z\vei die Windungen der knochernen Schnecke her- Cochliden - - Coclcnteron 1 I'.i auffiihrende Abteilungen (Treppen, Sca- lae) getoilt 1st, welche iiber uncl miter dem Ductus cochlearis sich befinden (Fig. 1(>0). Die obere Treppe, die Vorhof st reppe (Scala vestibuli), kommuni/icrt unteii m it dem Vorhof dcs knodienien Labyrinths (Vestibulum labyrinthi, s. d.) und stdit mil der Paukenhohle durch das ovule Fcnstcr (fenestra ovalis) in Beriilming; die untere. die Paukentrcppe (Scala tympani) ist unten durch das an die Paukenhohle an- grenzende runde Fenster (fenestra rotunda) abgeschlossen. Am Ende der knocherneii Schneckenwindungen , der sogen. Kuppel (C u p u 1 a t e r m i n a 1 i s) , gehen beid e Trep- Fig. IOO. Schcma- Jc tischer Querschnitt c der knochernen Schnecke des Men- schen. ST Scala vestibuli , .\7 Scala tympani, dc Ductus cochlearis, c Corti- sches Organ , ;/ Nervus cochlearis. AT' - - - st- pen durch eine gemeinsame Of fining (He- licotrema) in einauder iiber. Die kno- cherne Schnecke umschliefit also ;! Hohl- raumsysteme: die von Endolymphe erfiillte hautige Schnecke (Ductus cochlearis, Schnecke s. str.) uml die beiden perilym- phatischen Raume (Scala vestibuli und Scala tympani) (Fig. 100). cochlea, Schnecke. lagcna, /aj'/yroc, FlasHie. canalis, Canal, renn/n-, \vieder vereinigen. iluctus, Gang, sea la, Leiter, Treppe. i>esti- bnlitw, Vorhof. ri'ii.-Tai'nr, Pauke. eitpulu, Becher, Kuppel. terminarc, begrenzen. t'/.iE,, Schnecke. rijT/iia, Loch. Cochliden, s. Gastropoden. Cocon, seidenartiges Gespinst, mit dem sich vielfach die Puppen der Insekten um- hiillen. coco/!, ftanzosisch von coyur, Eierschale, Gehiiuse. Codonocladium umbellatum St.. Geiielinf usorienart , bei der /ahlreiche, glockenformige Finzeltierchen an doklen- frrmig vi-rastelten Stielen sitzen. Choano- flagellaten, Flagellaten, Protozoen. xr, Glocke. x&ddiov, kleiner Zweig. innhella, Dolde. Coeciliden (Caeciliden), Fain, der Blind- \vuhlen; kleine, schlangeuahiiliche Tiere, dfidi Ki'p'iiwiirmern in der Krde lebond. Gym no phi on en , Amphibicn. Coecilia lunibricoides Duud. Ichtliyo- phis ghitino-.i. . i cae< us, blind. liinibn\-us, Kcen\vurni. Coecilien, s. Gymnophionen. Coecum, r l'y])hlnn. Ill inddarm, der blindsackformige Anfanirstcil dcs Mud- oder Dickdanncs der Suugetirrc. der in dn- I \\'\\v> der Bauhinschen KIaj)pe( Yulvularoli) indni Orimmdurm (Colon i iibcr-vlii . I''>r gcl.-mgl beim .Mciisdien nur in seincm obcn-n Ab- schnitl zur volligen Ausbildnng, \\jihrcnd das untere, mehr als die Hulftr der urspriing- lichen LangeurafassendeEndstiickdesselben eng bleibt, so da6 es sich sddielSlich als ein Anhiingsel dcs underen Stiickes (Itlind- darni im engereii Sinno) darstdlt und dahcr als Appendix, seiner Gestalt \\cgcn auch als Wiirm fortsat /, (Proccs.- us ver- miformis) bezeichnet wird (Fig. 101). coccus, Tri//.n^, l)lind. appendix, \\\\\\\\v^~' \. processiis, Fortsatx. Terntifonitis, \vunn- formig. Coelenteraten(Lcuckart), Zoophy t en, Phytozoen, Pflan/en t icrc (\vcil sic friiher t'iir Pflanzen gehaltcn wurdeni, nied- rig^tcr Stamm der viel/.elligen r ricrc (Meta- zoen), dadurch charakterisiert, dali sic in ihrem Korper nur ein eiii/iges Hohlraum- system, das Coelenteron (s. d.) enthalicn. 1. Spongien, Schwaminc. -. Cnidarien, Xcssdtiere. Von manchen Forschern \\crdcn die Cni- darien allein als Coelenteraten bezcichm-t. y.nT/.o;, liohl. rrTronr, das Innere, Ein- geweicle. '^><>r. Tier. -, nhne. <'>-. Niere, j'o'roc, Geburt, Er/eugung. panes, eft's, Wand, xaobla, Hetz. .ifol, um. Pleuras s. d. Peritoneum, s. d. yaorrJQ, Magen, Baucb. Coelomaea (Haeckel), hypothetische Stammform der Coelointiere ((-oelomarien). Coelomarien (Haeckel), Enterocoe- Her, T e t r a b 1 a s t i c a , H a e in a t a r i e n , Obertiere, Zusammenfassung aller mit den 4 sekundaren Keimblattern (s. d.) au>- geriisteten Metazoen, die eine echte Leibes- hohle (Coelom) und auch meist ein Blut- gefa'Bsystem, sowie einen After besitzen. 1. Coelhelminthen, Leibeshohlenwiirmer. '_'. Echinodermen, Stachelhauter. o. jVIollusken, Weichtiere. 4. Arthropoden, GliederfiiSler. 5. Tunicaten, Manteltiere. 6. Vertebraten, Wirbeltiere. Enterocofl s. d. aiiia, aro^, Blut. if inn-. 4, I-I/.KOTI'^, Keim. Coelomaten, s. Coelhelminthen. Coelomation, der \ T organg der Bildung des Coeloms in der Tierentwicklung. Coelomdeckengewebe, s. Coelom- epithel. forlorn epi I hr I Col a Cleric n ll'l Coelomepithel, Curl OHM Ice ken ge- \\elte i Epithelium codomalc | Harekd |). das aus dem Mesoderm hervorgehende e|iiihe- liale Gewebe, welches die Auskleidung der Leibeshohle (serosrs Coelomepithel) sowie das davon abzuleitende Keimepithel iger- minales ('.) und das Epithel der Nien-n irenales (j.) liefert. Vergl. Coeloin. I'.pithcl s. d. seros s. d. ^mnt'ii, ///ix, Keim. re/i, is, Niere. Coelomlarve, s. Coelomula. Coelompolzellen , s. Urmesoderm- zellen. Coelomsacke, Coeloiutaschen, zwei durch Ausstiilpung vom Urdarm ent- stehendc Sacke oder Taschen, die sich voni Urdann abschniiren und deren Hohlraiun die Leibeshohle (das Coeloin) bildet. Vgl. Enterocoel. Coelomstreifen, diinno, blatttormige Mesoderm - Streifen , in welchen bei den cranioten Wirbeltieren das Coeloin entsteht; sie entsprechen den blaschenformigen Coe- lomlaschen der Acranier (des Aniphioxus). Coelotntheorie, vonden ( Jebriidern ( )sk. u. Kich. Her! wig 1 1SS1 ) ant'gestellte Theorie yjir Erkh'irung des inittleren Keiinblattes, nachwelcher das Mesoderm und die Leibes- hohle durch Ausstiilpung voin Darnablatt I Eiitodenn) aus entstehen soil. Nach dieser Theorif 1st das Coelom stets als Kntero- coel aufxutassen, d. h. durch Divertikel- bildung voin Urdann abzuleiten. Coelomula, Coelomlarve, Taschcn- larve nennt Haeckel das auf die Gastrula- slufc folgende Entwicklungsstadiura der hoheren Tiere (Coelomarien), in welchem die Leibeshohle (da> Coeloin) angelegt ist. Coeloplana Metschnikowi, kleine, an kriechende Lebensweise angepallle Rippen- (|iialle, init den Anfangen bilateraler Sym- metrie. Ctenophoren. plamis, platt, Hach. Coeloseptum ( Hacckeh, M yox-pt u m , liei Aniphioxus die Scheidewand /wischen dorsalem und ventralem Coeloin. septum, Gehege. iir;, iiri'i;. Muskd. Coenenchym, s. Coenosark. Coenobionten (Haeckel), Prolisten, welc-he im entwickeltcn Zustand ein (Joeno- bium bilden (s. d.). Coenobium (Haeckel), Ze 11 horde, Zellgemeinde, Zcllverein, Zellkolo- n ie, lockerc odcr engrrc Vrrciiiigniig von nielirereii oder vielen ji'leichari i.iri'ii Zellni. wie sir bri Iliailchell rin/rlli.irell rilail/.ell und Tiereii li'.~trlit. ,Ie nacli der Anord iiuiiLi der riii/.rliicn Zelleii nnt( ischeidri 1 lan-kel : 1. (in-gal Coenobien , Zellhorden von kii^rligtr, ru ndl icher oder imliext jmiul mas- siger Form. Die ein/.elllell ZelltMl lichen in einer Liallerligeu Masse alli-nllialbrn /.>}- streut. '2. Sphaeral-Coenobien, Zellhorden von kugeligcr. ellipsoider odrr /.ylindrisclu i (Jestalt. Die Zellen liegen an del ( )ber- I'h'iche einer Gallertmasse. '.'>. Arboral-Coenobien, Zdlhordm von liauin- oder strauchartiget I-'orm. 4. Catena! -Coenobieu . Zellhorden, deren ein/elne Zellen kettenformig angeord- uet. sind. xoiro;. ^eineinsiini. fiiiivr, leben. ;-w\v, o-fi'^/.'i, Horde, Haufcn. rn/ni'm.. Kugel. arbor, Bauni. catrna, Keltr. Coenoecium, s. Zooecien. Coenosark, Coenenchym, Sareo- som, bei stockbildenden Cnidarif-n diejr- nigen Teile des Stockes, wddie die ein- xelnen Individuen verliinden, oder die ge- meinschaftliche ( mindmasse, in \velche die Einxeltiere eingept'lanzt erseheinen. nan:, yj'i; , l-'leisch. ?'yy_i'ii(t, das Ein- gcgossene, Gewebe. r,a>n|iro>M'ii la'lit. \\'iditig ist der ( 'oenuru.s cerrbralis (s. d.). Coenurus cerebralis, <^nese, Dreb \vur in, die /inn Quesenbandwurni de.- Hundes (Taenia <-oenunis) p'hrn'i^x; Finne, im Gehirn der Schafe, Kinder und andeivr Hnttiere leliend und bei ihnen die soge- nannte Drehkrankheit cr/riigriid. Taenia- ti- Fig. 101. Coecum (c), Wurmfortsatz (w), Colon ascendens (as), Colon transversum (tr), Colon descendens ( Coraraensalismus 123 Colossochelys Atlas, groUte aller be- kannten Landsdiildkroten, fossil in den Sivalik-Schichten am Fiil5o dos Himalaya (Miocaen), mit einom Panzer von I in Lunge, 2,6m Breite and 2m Hohe. xoAoaaog, KoloK. At/as, nacli dem sagen- haften Riesen Atlas, der an den Saulen des Herkules (Gibraltar) die Welt auf scinen Schultern tragen sollte. Colostrum, s. Milch (1). Colpoda, Gattung der ganz bewimperten Infusorien, eiformig. Paramaeden, Ho- lotrichen, Ciliaten, Protozoen. /. B. Colpoda cucullus Ehrbg. xoLn(b8r)s, busenartig von xoJjtog, Busen. cncn! /its, Klappe. Coluber, s. Colubriden. Colubriden, Nattern, ungiftig; Kopf regelmafiig beschildert; untere Sehwanz- schildcr zweireihig. Aglyphen, Colubri- formien, Ophidier, Reptilien. Gattungen: Coluber (C.longissimusLaur., Askulapschlange), Tropidonotus (T. natrix, Kingelnatter), Coronella (C. laevis, glatte Natter) u. a. coluber, Natter, longissimiis, Superlativ von longiis, lang. Aescntap, Gott der Heil- kunde, dem die Schlange heilig. rgo.T/'c, Kiel. MOTO*, Riicken. imtrix, Schwim- merin. laevis, glatt. Colubriformien, As i n oph idier, Natternartige Hchlangen ohne Gift- ziihne und -Driisen. Ophidier, Lepido- saurier, Reptilien. 1. Aglyphodonten (Aglyphen), Nattern. 2. Opisthoglyphen, Trugnattern. forma, Gestalt. Columba, s. Columbiden. Columbiden, Familie dor Taid)envogd. Dazu gehort z. B. C'olumba livia L., blau- graue P^elstaube, Stammform der zahl- reichen Haustaubenrassen (Darwin). Co- lumbinen, Carinaten, Aves. columba, Taube. /t'rhts, blaugrau. Columbinen, Gyranten, Tauben, Girrvogel. Carinaten, Aves. 1. Columbiden, eigentliche Tauben. 2. Didunculiden, Zabntauben. 3. Dicliden, Dronten. 4. Pterocliden, Steppenhiihner. gvrans, im Kreise fliegend. Columella. 1. bei den Schleimtieren (Mycetozoen) eine spindelartige Vcrliinge- rung der die Sporenblasen (s. d.) tragen- den Stiele. '2. Kalks'iiilrhrii im Skdclt vielcr Ko- ralli'iiiicrc (Anthozoen), in tier .Mine |rd<-> Individuums aul'slcigi-nd; s. Polypar. '.\. Schalenspindel, feste Kalkspindd in der Mitlc dcr Scliiicckcnsclialcn , urn \vclclic sidi die sjirali<;-eii I ' mi/lin^e der Schalenwindungen herunnvinden. I. eill l;ilii;-|ielier siildeli lonniger K liodleil im miltleren ( >hr mtiiidier Wirbdtiere ( Amphibien , Keptilien, \'i"it:;eli, bald ein- lieiilich, bald in eine Reihe von Absdinitten geii'liedert, einerseits am Trommelfell an- sil/end, andrerseils mit einer Platle in das rnnde Fenster (Fenestra ovalis) der Laby- rintbwand eingdassen. Die C. iiberlriigt die Schwingungen des Trommelfells auf das hautige J^abyrinth. 5. niir bei den Edisen iSauriern) vor- komraender, schlanker, vom Pterygoid senk- recht zum Parietale aufsteigender Schadel- knochen (vgl. Kionocranier). coluiiiell/i. kleinc Siiule, Pfeiler. Columna vertebralis, Wirbelsiiulc (s. d.). Colymbiden (Colymbus arcticus L., Polarseetaucher), Seetaucher, Fam. der Tauchervogel. Colymbit'onnen, U r i n a I o - reu, Natatoren (Pelargornithen), Carinaten, Aves. xo/.i'itfio;, Taucher, Schwimmer. dny.ny.6s;, nordlich. Colymbiformen, Pygopoden, Stei li- fiiHer, Gruppe der Tauchervogel , mit Bch \vimni- oder mit Spallschwimrafiifien. Urinatoren, Natatoren (Pelargornithen), ( 'arinaten, Aves. forma, Gestalt. x>'">'/, Steil'i. .Tors, rrof><>;, Fu6. Colymbus, s. Colymbiden. Comatula mediterranea, s. Antedon rosacea. Comatuliden, Fam. der Haarsterne; in der Jugend gestielt und festsitzend, spiiter ungestielt und freischwimmend. Vgl. Antedon (Fig. 24). Neocrinoideen, Crinoideen, Klehinodermen. <-t>/>Hi//ts, behaart von ct>i/r, Haupthaar. Comedonen, Mitesser, s. Demodi- ciden. cum, mit. fi/cn\ essen. Commensalismus, Tisdi^emeinschafl, Zusammenleben eines Tieres mit eineni anderen, in oder am Korper des letzteren, ('mil in iss u reu - Oondylus ucci pi I a I i .- \\nl.ei ersleres Tier den Ki'irper des letx- irrcn nicht sehadigf, sondern p.ur die N ali- ning mitgenielSl. I'lini, mil. UK-HSU. Tisch. Commissuren, Nervenfaserstrange, die iin Zentralnervensystem allcrTiere einxelne 'IVilc desselben miter einander verbinden. caiiiiii/xsi/ru, Verbindung von . omiiiittcr, . i'tiiir.\-/ii]diing fx. 15. /.wise-hen xwei Blutger'alien/. i ommunicare. mitteilen. communis, gemeinsam. compact, gedrungen, rest, dicht. canipactus, von conipingcrc , zusaninicn- schlagen, fcst zusammenfiigen. Compacta, s. Knochen. Complementar-Mannchen, s. Zwerg- Mannchen. Compsognathus longipes A. Wagn.. lo^sile (Jura) Art dcr Drachen, init auf- tallcnd kleincin, xicrlichein Scluidel nnd stark verlangerten, vogelahidichen Hinter- lieineii, die als Springbeine ausgebildet sind. Theropoden, Di nosaurier, Draconen, Reptilien. xofj,if>6g, zierlich. /n'u'ln^. Kiefcr. /oiigiu. lang. pcs. Full. Conaria immite \Voltereek (1!)04) die vi ni ihni gefundene kugelige Larve von Yelella, in weicher iin Innern ein rotlich gelarbter Kcgel auffallt, weicher durch das Knloderni dor Anlage des Pneumatophors hervorgebrachl ist. Conarium, s. Epiphysis. i'i>//ifs, Kegel, Zapfen. Conception, Kin pf iingn is, Begin n der Entwicklung eines Kindes iin miitterliehen Kftrper (also Bet'ruchtung eines Eies); hanpt- saehlich voni Menselien gebraucht. Concha, die Sdmle dor \\'eiehtiere (]\Iol- Inskeii). Urspriinglich lioaHen alle 3Iol- Insken cine Schale; die jelxt lebenden uackten Weic-btiere slaininen also von be- sc-halten all. x<'r/-/i/, Muschelschale. Concha aim's, s Ohrmuschel. Conchaden, s. Lamellibranchier. Conchae nasi, s. Nasenmuscheln. Conchiolin (( 'oneliyolin), init kolilen- sanrein Kalk iinpragnierte, organisehe .^ul)- stanx in den Sclialen der \\'eiebtierc (Mollusken). Bei inanchen Mollusken (z. B. den Muscbein) bildet das (_'. als diinnes Hautchen di(- olierste Sebicbtc der Schale. fio^//'Lfir, Muschel, Muschelschale. Conchylie, die Scbale der \V r eiehtierc i Mollusken). Conchylien, s. Mollusken. Concrement Concretion, dimh Niederschlage aus Fliissigkeiten de> Kiir- |iers gebildete feste Massen, \vii.- die <)io- lithen vieler Nesseltiere, Molluskeii u. a. cmici'i-xcrrt', zusaramenwachsen. Concrescenz, das Zusammenwachsen. concrescentia von cancrcsccrr, /iisaiinncn- wachsen. Concrescenz-Theorie, von His aufge- stellte Theorie, uac-h der sieh der einbryo- uale Korjier voni Kopf an dadureh bilden soil, dal! die Seitenhalften des Keimringes (Urmuud, Prostmua) von vorn begiimend nach der Medianebene zusammenriicken und als syniiiietrisehe Kitrperhalften vcr- wachsen. Concretion, s. Concrement. Condylarthren, Prot u ngulal en, l"r- huftiere, tossile (Eocaen) Ordnung der Huftiere (I'ngulatcii) , deren altesle und primitivste Gruppe sie darstellen; init fi'mi- xehigen Extremitaten und vollstandigeni (iel)il!. Die ( '. xeigen Merkinale der Un- paarhufer und 1'aarhnrer vcreinigt, und steben iin (Jebil! und Schadelbau sogar den Carnivoren nabe; sie diirften eber omnivoren Ratibtieren als Hufticren ahn- lich gewesen sein. Von der am beslen bekannten Art Pbenacodus aus dem iilte- sten Tertitir Nord-Amerikas lassen sicb so- wobl die Staniinfonnen der Pferde als aueli der Xashorner und Tapire ableiten. l T n- gulaten, Placentalien, Maniinalien. xovdvhoe, Knochengelenk. al)n<>r, (ielenk. .-rnivrii? . der erste. intgit/ii, llul. i/ frn- y.i^nr, tiiuschen, betriigcn. oAo/'c, oYrn/'i'r~,'a, Wasserfaden, Wassriai^'iiaii von conft-ri'i-re, zusammensieden, -heilen, we^.-ii ihrer angeblichen zusammenziehenden lleil- kraft. Configuration, Bildung, (icsialtnng. i-i>n_/itfitnir<\ nach etwas bilden. Congeraceen, s. Apoden. Coniden, Kegelschnecken. To\<>- trlossen , Monotocardier , Prosobranchier, Gastropoden. riuis , Kegel. medi 'ten 'a lit -it \ . ini Mittcl- meer lebend. Conirostren, Kegelschnabler, I". (). der Sperlingsvogel (1'asseres), /u welcher vielfach folgende, clurch ihren kraftigen, kegelforraigenSchnabelausgezeichnete Kam. derselben vereinigt \verden: 1. Alaudidcn, Lerchen. 2. Fringilliden, Finken. il Ploceiden, Weber. conns, Kegel. rostrum, Schnabel. Conjugation, auch Sy/ygio oder Zy- gose genannt, die voriibergehende Zu- sanamenlegung zweier einzelliger Individuen 7-uni /week des Austausches von Kernen. Die C. findet sieh bei den ciliaten In- f u so vie n (s. d.); diese onthalten /weierlei Kerne, den (iroUkern (Macronucleus) in id >lation;iren Kernes mid des Wanderkerne- enlstandeiien Kern ^elil naeh mehreren Teilnngen dcr blcibemle .Micionneleiis inxl ein iieuer Macronucleus hervor. Dies -e- x-liieht aluT erst, naehdein die beiden Indi- viduen sic-h \\ieder voneinander getrennt lialien. Der Voru-ang isi in etwas verein- taeliier Art in deih Sdieina l-'ii:. lU'J dar- Lie-tellt. - .Manelle Korschcr /.iellell den 1'ico-rit'f der Copulation is. d.i mil deni l!e- griff der Konjii^ation /nsaininen , da die heiden Vorgiiiiii'e miteinander verwandt sind. couju}fa1io, Verbindung. ni'^i'yin, /.usain- menjochung, Verbindung MIII nrr, /usammen und LTcj'O)', Joch. Conjunctiva, llindehaiit des Anges. trot/ ihrer Abstaramung voin Ketoderin schleirahautahnliche, diinnc Haut, wolc.he die Innenflache der Augenlider (Palpebrae), sowie einen Teil der Sclera und die Horn- baut (Cornea) des Wirbeltierauges iiber- zieht, an der man dalier xwei Abschnitte: Conjunctiva palpebrarum und Con- junctiva bnlbi unterscheidet. />/r//>i-bra, Augenlid. hit lint* , Augapfel. < onjitn^ri-t'. verbinden. Connective, 1. die festen Bindegewebe: Knorpel- u. Knochengewebe, Stiitxgcvvcbc. 2. bei den Mollusken die Nervcnstrange, \\elche die Ganglien verschiedener Art mil a b c Fig. 102. Vereinfachtes Schema der Conjugation der ciliaten Infusorien. Original. Macronucleus, ;;/ Micronucleus. Bei '"<, Kill!. Conops, s. Conopiden. conservative Vererbung, s. Verer- bung. den Kleinkern (Micronucleus) (Fig. Wahrond der Konjugation xertallt der Macronucleus u. verschwindet. Der Micro- nucleus aber teilt sich zweimal, so daP> vier Kleinkerne entstehen; in jodem Indi- vidiunn teilt sich einer dieser Kleinkerne nochmals und bildet so zwei Kerne, den stationaren Kern und den Wander- kern. Letzterer geht in den Korpcr des anliegenden anderen Individuums fiber und vcrsehmil/.t dort mit deni dortip-n statio- naren Kern. Dies geschieht weclisclseiiig. An* deni dnrch die Verschinel/.ung 126 Conservierung - - Convergenz Conservierung, Erhaltung der leicht verderblichen tierischen Praparate und Schutz derselben gegen Faulnis, Pilze, schiidliche Tiere usw. Balge von Vogeln und Saugetieren werden meistens durch Arsenik konserviert. Bei kleineren Tieren ist die Aufbewahrung in starkem Alkohol (70 95 prozent.) oder Formol (4 10 pro- zent.) tiblich. Bei der Konservierung fiir histologische oder embryologische Zweeke ist eine rasche Abtotung der Gewebe (Fi- xierung) notig, welche erreicht wird durch Sublimat (5 proz. wasserige Losung) oder durch Siiuren (z. B. das Flemmingsche Chrom-Osmiuru-Essigsaure-Gemisch). i-ii/iserTfire, erhalten. contagios, ansteckend, s. Contagium. Contagium, Austeckungsstoff, der die Ubertragung ansteckender Krankheiten von eincm Individuum auf das andere ver- mittelt, meist durch in ihin enthaltene Mikroorganismen. Vgl. Bakterien. contagium, Beriihrung. continuierliche Vererbung, s. Ver- erbung. Fig. 103. Verschiedene Herzformen der Fische, im Sagittalschnitt halbschematisch dargestellt. A Herzform der Haie und der meisten Ganoiden, K von Aniia, C eines Knochenfisches, s Venensinus, a Vorhof , r Kammer, c Conns arteriosus, k Klappen desselben, / Arterienstiel, b Bulbus arteriosus (s. d.) (nach Boas). Continuitat des Keimplasmas, s. Keimplasma-Theorie. Conturfedern, s. Federarten der Vogel. Conturhaare, s. Stichelhaare. contractile Faserzellen, s. Muskel- gewebe. contractile Vacuole, pulsierende V., ein rhythmisch sich kontrahierendes BlJischen , welches als Respirations- und Excretionsorgan bei den meisten Siifiwasser- protozoen sich vorfindet. Die c. V. stellt sich dar als ein Fliissigkeitstropfchen, das an bestimmter (fiir ein und dieselbe Art konstanter) Stelle im Protoplasma der Zelle auftritt, sich vergroBert und schlicfilich, wenn es das Maximum seines Volumens erreicht hat, durch Kontraktion des um- gebenden , bisweilen verdichteten Proto- plasmas nach aufien' entleert wird. An Stelle der verschwundenen c. V. bildet sich eine neue, wobei hiiufig kleinere Bildungs- vakuolen oder zufiihrcnde Kaniile beteiligt sind. Ein persistenter Excretions-Poms kann vorhanden sein oder auch fehlen. Die c. V. trcten in der Regel in der Ein- zahl auf, seltener in der Mehrzahl (Dif- flugia, Actinosphaerium, holotriche und heterotriche Infusorien, Suctorien). Die niarinen Protozoen scheinen eine c. V. nicht zu besitzen ; ebenso fehlt sie den endo- parasitischen Opalinen und den Sporozoen. contrnhcrc, xusammenziehen. Tacuus, leer. pithai-e, schlagen. ornm/.i'i. Zusammenziehung. Contractilitat, die Fahigkeit, sich zusammenzuziehen, zu kontrahieren. Contraction , Zusammenziehung. Conus, Kegelschnecke, s Co- niden. comts, Kegel. Conus arteriosus, bei den Se- lachiern und den meisten Ganoiden besonders ausgebildeter Endabschnitt des Herzens vor dem Begin n des Arterienstieles, meistens mehrere Klap- penreihen enthaltend , nniskuloses Hilfsorgan des Herzens, mit querge- streiftcn Muskelfasern (vgl. Fig. 10!! i. conns, Kegel. uorijoia, Schlagader. Convergenz nemit man das Ahn- lichwerden urspriinglich uugleich- artiger Organe oder Organismen. In der phylogenetischen Entwicklung zweier Abteilungen des Tierreiches konncn ur- spriinglich ganz verschiedenartige Organe, wenn sie dieselbe Funktion erf ii Hen, in Anpassung an diese Funktion einander iihnlich werden. Convergenz ist also die sekundare Ahnlichkeit, \\elche in- Convoluta salieus - Coraciden 127 folge gleiehartiger Anpassungen entstan- den ist. com't'rgt'rt-, zusammen neigen. Convoluta saliens Graft', zu den darm- losen Plattwvirmern gchorige Art, mit inohr oder weniger bauch warts einfaltbaron Seiten- randern. Acoelen, Turbellarien, Platoden. conroliititi;, zusammengerollt v. convolvere. .w/X/v, springen. Copelaten, s. Appendicularien. Copepoden, Ruder fiifiler, meist. wohlgegliederte Krebse, mit typischen Spalt- ruderfiilien am Thorax; ohne Kiemcn. Fig. 104. Ein SiiBwasser-Copepode Cyclops corontiiiis in ventraler Ansicht (aus Hertwig, Lehrbuch). / V die 5 Thoracal- u. weitrr- hin die 5 Abdominalsegmente , /' Furca, / erste, 2 zweite Antenne, j Mandibel, 4 Ma- xille, 5 Pedes maxillares, 6 p die ersten 4 Spaltfutte, wiihrend der rudhnentare fiinfte SpaltfuB verdeckt ist. an Auge, o Obcrlippe, e Eiersackchen. 10 1 1. Vide C. sind in Anpussung an parasitische Lebensweise stark iim^vliildci. Kntomo- strakcn. ( 'rustacccn. 1. IT. Ord. I'liicopciiodcn. a) ( 'yclopidcn ( Kig. I)) Calaniden. c) ( 'nrycarldrn. d) Notodelphiden. J. U. Ord. Parasitica. a) Lernaeiden. b) J.rniai'dpodidcn ( '.'>. F. Ord. Branehinrcn. a) Argulidcn. TOlVl's, Fill'). 7). Coprolithen, Kotsteinc, versteinerle Tierexkremente; wohl meist von Selachiern herriihrend (zuin Teil vielleicht von Ich- thyosauriern) ; zeichnen sich dnrch hohen Gehalt an Phosphorsaure aus nnd werden deshalb als Phosphat verwendet. Zuweilen sind noch die Eindriicke der Spiralklappe des Darmes deutlich sichtbar. >c6jiQO, Koth. }.ido$, Stein. Copula, 1. s. Begattung. 2. s. Visceralskelett. Copula hyoidea, ^ s. Hyoid- Copula lingualis, J bogen. Copulation, 1. Verschmelzung zweier einzelliger Individnen und Vereinigung ihrer Kerne. So wird die Vereinigung der Samenzelle mit der reit'en Eizelle als C. bezeichnet. Ferner konimt die C. bei vielen Protozoen vor. Sind die verschmel- zendeu Zelleu verschieden in der Grofie, so werden die kleinen (mannlichen) Zellen als Mierogameten , Microsporen oder Zoosporen, diegrofien (weiblichen) Zellen als Macrogameten, Macrosporen oder Oosporen bezeichnet. Vgl. auch Con- jugation. 2. bei hoheren Tieren = = Begattung (s. dort). OJIOQOI; , Same, Keim. fiaxoo^ , groB. [iiXQOS, klein. 100)', Tier, wot', Ei. Copulationsorgane, 1 s. Begattungs- Copulativa, j organe. Cor, Her/ is. d.) Coracias, s. Coraciden. Coraciden . Coracias garrula L., Blauracke, Mandolkriihe), Raeken. Cla- matoren, Pas.-cri's i( 'nraeoriiiihen i, Cari- naten, Aves. u.y.<>;, Rabe. gumtlus, geschwatzig. 128 Coraciformen -- Coregonus Coraciformen, s Cypselomorphen. Coracoid iO> coracoideum), Raben- bcin, der hinterr di-r ventralen Aste des Schultergiirtels (s. d.i der Wirbeltiere; 1st besonders bei den Ainphibien (Fig. l<.~i|, Reptilien und A'ogeln ein sehr ansehn- licher Knochen, tinter den Saugetieren da- gegen mit Ausnahme der Monotremen iiberall stark riickgebildet und als Rudi- ment nur noch in einem besonders fiir sich ossiflzierenden Fortsatz des Schulter- blattes (Scapula), deni Rabenschnabel- inrtsatx (Processus coracoideus) erhalten. os, oss/s . Knochen. prcn -f suits , Fortsatz. Corallenpolypen, die Polypen (s. d. der Korallentiere (Antho/oen). \ Polypar. Corallgeriist, Corallgewebe, I Corallium (Corallium rubrum Lam., Edelkorallei, Gattung der Korallentiere; mit massivem roren Aehsenskelett und einer mit Kalkkorpern durehsetxten rot en Rindenschieht, in welche die \\eifien Po- lypen eingebettet sind. Die xu Schmuck- \\aren verarbeiteten Edelkorallen stammen meist aus dem Mittelmeer. Gorgoniaceen. ( irioeorallien. Anthoxoen, Cnidarien. Koralle. riihnts, rot. Corbulae, korhalm- liche Umhiillungen um Grnppen von medusoi- den Gonophoren bei mane-hen Plumulariden. kleiner Korb. Fig. 105. Venlraler Teil des Schultergiirtels von Rana esc it fGriiner Teichfrosch). Cl Clavicula, Co Coracoid, (i Gelenkpfanne des Oberarmknochens (Humerus), ^ Scapula (Schulterblatt), A'C. f\'n, Co t knorpelige verbindencle Teiie, .S7 Sternum (Brustbein), < >IH Omosternum, Fr Fensterbildung /wisclien Coracoid und Clavicula (aus Wiedersheim). Corbuliden, Korb- muscheln, Gatt. der Klappmuscheln, mit un- gleichklappiger, stark ausgehohlter Schale. My id en , Sinupalliaten, Heteroconchen, Lamelli- branchier. Cordula (Cordylai, junge P'ischlarven bei Strabo und Plinius. corditlu (fordylcf)^ Fisch- brut. Coracornithen, Rabenvogel, Don- drornithen, Baumvogel, Ordnung der \'i")gel (vgl. Aves). Den grofiten Teil der Klettervogel (Scansores) und Gangv("igd iPasseresi umfassend. Nesthocker, meisl mit langen Fliigeln und kurzen Beinen. 'o)7s, iilo;, Vogel. dfrbooi', Baum. Corallen, die ein Kalkgertist bildenden Anthozoen, in>be-oii(lere diejenigen, welche (birch ihre Kalkskelette (iesteinsmassen bilden (Korallenriffe). Ygl. Sclerodermen. Die bekannte-ii' Koralie ist die Kdelkoralle (s. Corallium). Cordylien. Eorkolb- chen, modifi/ierte Ten- takeln vieler Medusen, wahrscheinlich ( h'gaii' 1 des Gehorsinnes. Keule. Kolben. Cordylophora lacustris Allm., Hyilro- zoenart, mit reich ver/weigten Stockchen, an \\elehen keulenformige Gonophoren ent- steben; urspri'uiglich im Brack\vasser, dann aber anch im SiilUvassor und hier mit Hydra der einzige Vcrlrdrr der Cnidarien. Tubularien, Hydrozoen, Cnidarien. xoniM'/.ij, Keule. ; tragen. tacnstns, in Seen \/ensccii 1 teiil-clilands Corium - - Cornacuspongien 129 and cler Schweiz. Ausgesprochen pela- gische Fische, welche stets im t'roien \Vas- ser leben und sich von kleinen Krebstieren nahren, denen nachgehend sie teils in dcr Tiefe, teils mehr an der Oberf Hit-he lei KM i. Hochgeschiitzte Speisef ische. S a 1 m o 1 1 i - den, Physostomen, Teleosteer, Pisces. Coregonus Wartmanni Bl., Blaut'clchrn, Renke. Coregonus hiemalis Inr., Kileh (Laich- zeit im Winter). Goregonus maraena Bl., Marane. xoQtj, Pupille. ;'W, Winkel. hiemalis, winterlich. Corium, Cut is, Hypodermis, Le- derhaut, Untcrhaut, die unter del- Epidermis gelegene, bindegewebige Haut- schicht der Wirbeltiere (Fig. 100). Das ('. Fig. 1 06. Schnitt durch die Haut des Men- schen (aus Wiedersheim). Sc Stratum cor- neum, SM Stratum Malpighii, Co Corium, F subkutanes Fett, AT 3 Nervenpapillen, GP Ge- faSpapillen, A^und G Nerven und Gefafie des Corium, SD SchweiBdrusen , SD 1 Ausfiihr- giinge derselben, H Haar mit Talgdriisen I). des Menschen und der Saugetiere zerfallt in eine papillenbildende, obere Faserschicht (Cutis s. str. , Papillarkorper der Haut, Corpus oder Stratum papillare) und in eine untere, Muskelfasern, Nerven, Blut- und LymphgefaSe fiihrende Schicht (Sub- cutis, Unterhaut- oder subkutanes Binde- gewebe, Stratum reticulare), die durch reichliche Eiulagerung vou Fettzellen auf weite Strecken sich zu dem sog. Fett- polster der Haut (Panniculu* adiposus) gestaltet. - - Aus dem C. des Rindes und anderer Saugetiere wird Leder bereitet, Ziecrler, Z carium, Haut, Fell, Leder (weil sie durch Einwirkung von Gerbsiiure in Leder verwan- delt wird). I-H//S, Haut. Ius, Korper. stratum^ Lager. rt-licnlmn, NcUwerk. paniiicnlitx, Ul. l,a])pcn f fxtnnnit). adi'ps, ip/'s, Fett. Gormen, Slockc. auf festem, orga- nischem Zusammenhang der Korper be- ruhendc Vereinigungeu einer Anzahl von Individuen zu dauernder Lebensgemein- schat't, wie sich solche im Pflanzenreich vveit verbreitet, im Tierreich (Tierstocke) auch vielfach finden (Coelenteraten, Bryo- zoen, Salpen); als IVsachc ihrer Kntstehung (Stockbildung, Cormogenie, Cor- mosis) ist im allgemeinen unvollkommene Teilung oder Knospung (in der Regel nur die Jetztere) anzusehen , insofern als oft bei Individuen, welche die Fahigkeit un- geschlechtlicher Vermehrung (Monogonie) besitzen, die erzeugten Individuen nicht zur Ablosung gelangen, sondern mit dem Muttertier und untereinander test ver- bunden bleiben; sie werden alsdann viel- fach, weil ihnen die eigentliche ,,Indivi- dualitat" fehlt, nicht mehr als Individuen, sondern als Person en des Tierstockes be- zeiehnet. xoQ[ioc;, Klotz, BIoclc. j.*W, Entstehung. persona, eigentlich die Maske, Personlichkeit. Cormidium heiBt bei den Siphono- phoren eine am Stamm sitzende Gruppe von zusammengehorigen Individuen, ge- wohnlich bestehend aus einem FreBpolypen mit Fangl'aden, einem Taster und mann- lichen und weiblichen Gonophoren; zu- weilen gehort noch ein Deckblatt dazu. Cormocorallen, Stookkorallen, stockbildende Korallen. Cormogenie, s. Cormen. Cormoran, s. Phalacrocorax carbo. Cormosis, Stockbildung, vgl. Cor- men. Cormus, Stock, s. Cormen. Cornacuspongien, Halichondrien, Kieselhornschwam m e , Kiesel- schwamme, deren Kieselnadeln durch Hornsubstanz (Spongin) zu einem Geriist verklebt werden. Monactinelliden, Silici- spongien, Spongien. Vergl. Cornu- spongien. cornit , Horn. IICHS, Nadel. ajioyyior, kleiner Schwamm. 7 S -, dlo?, Meer. /or- i)nii>f, Knorpel. L30 ('or n oil - ('orpora ea vern Cornea, Hornhaut, der durchsichtige, starker gekriimmte, vorderste Abschnitt der Kasi-rhaut (s. d.) des Auges der Wirbel- tiere, die Fortsetzung der iSclera bildend und in diese \vie ein Uhrglas eingelassni i l''ig. i'>7), wobei der Ubergang von der undurchsichtigen Selera zur klaren Cornea dadnreh bewerkstelligt wird, dal! die Selera- I'asern an der Ubergangsstelle allmahlich durchscheinend werden und eine andere Anordnting (vgl. Sclera) zeigen. Auf ihrer auBercn Flache wird die Cornea von der durchsichtigenBindehaut (Conjunctiva, s.d.) itberzogen, nach innen von einem homo- genen, glashellen, eine Cutieularbildung darstellenden Hautchen, der Deseemet- schen Mem bran (Me in bran a Desce- ineti, Wasserbant). Im \veiteren Sinne bezeichnet man als Cornea auch den durchsichtigen Abschnitt des Auges vieler Wirbelloser. mciubrauu, Hautchen. /can />i'Si -i-inci, Arzt y.u Paris, I73 2 bis "1810. Cornu Ammonis, s. Ammonshorn. cornu, Horn. Amman, Beiname des mit einem Widder- kopf dargestellten Jupiter. Cornuspongien , C e r a t o s e n oder Ceratinen, Hornschwamme , Spongien mit einem Hornskelett, das aus Hornfasern besteht, die von besondereu Spongoblasten (Hornbildungszellen) abgeschieden werden. cornu, Horn. rj.Toj'j'/or, kleiner Schwamm. /.: ( m^ . rtToc, Horn. Corona ciliaris, s. Corpus ciliare. Corona radiata, 1. s. weifie 8ubstanz (des Gehirns). 2. zwei bis drei Schichten radiar ge- stellter Zellen (Follikelzellen), die den Siiuge- tiereiern nacb ihrer Entfernung aus den Graafschen Follikeln (s. d.) eine Zeitlang noch anhaften. , uninn, Kranz. nui/nli/s, sliahlenformig v. nnliifi, Strahl. Coronella austriaca Lain., glatte Natter, osterreichisehc Natter, mit diinklcr Ruckenzeichnung, Schuppen ohne Kiel (daber glatte Natter). In Deutsch- land verbreitet; nicht giftig, frifit Eidechsen. Aglyphen,Colubriformien,Ophidier,Lepido- sanrier, Reptilieu. , iirnndld, kleiner Kranz (corona). nits/ riacns, in ( tsterreich lebcnd. Coronoideum, os c., Kronenbein, einer der den Unterkiefer der Fische, Rep- tilien und Vogel bildenden Belegknocben ; besitzt oft einen kriiftigen, nach oben ge- richteten Fortsatz ( Kronenfortsatz) zwischen hrntale und Supraangulare. y.i'inon'o;, gekriimmt. ftdos, Aussehen. Coronula balaenaris L. , Krebsart, deren Sebalen einen unbeweglichen , den Ki'irner umgebenden Kranz bilden , nnd von der Haut der Walfische , auf denen sieb die Tiere ansiedeln, bis zuin Miindungs- rand umwachsen werden. Balaniden, Cirripedien. Entomostraken, Crustaceen. coronnla , Uleincr Kranz. balaentiris, auf Walfischcn (Inilnrna} lebend. Corophium longicorne Latr., nut langen Fiiblcrn versehene Flohkrebsart, an den Kiisten der Nordsee. Crevcttinen, A mphipoden, Edriophthalmen , Malaco- straken, C'rustaceen. Corophimn, vom franz. Namen des Tieres coropliic. longits, lung, corini, Horn. -VII .Mil Fig. 107. Gehirn des Kaninchens (nach Wie- dersheim). /?. ol Bulbus olfactorius (Riech- lappen") ; Pi. p Fissura pallii (Mantelspalte, trennt die beiden Hemispiiren des GroRhirns) ; VH Vorderhirn (Grofihirn); G. p. Glandula pinealis (Zirbel); MH Alittelhirn (Corpora quadrigeniina, Vierhiigel); HH Hinterhirn (Kleinhirn, Cerebellum); Jl'n AVurm des Klein- hirns; AY/ Nachbirn (verlangertes Mark). Corpora cavernosa, Sch wel 1 k or per, von weiten Ycnenrannion durch/.ogenc Ge- Corpus olivaria -- Corpus hyoideum bilde an den Geschlechtsorganen der Siiuge- tiere (am Penis beim g, an der Clitoris beim 9), die sich anf Xcrvenreiz strot/cnd mit Blut fiillen. Sie bringen am Penis die zum Kopulationsakt notige Erektion hcrvor. t-i>r/>!ts, Korper. cm't-riinsiis, roller Hoh- lungen. Corpora olivaria, s. Olive. olh'arnts, oliven. Corpora pyramidalia, s. Pyramiden. Corpora quadrigemina, Vicrhiigel, das Dach des Aquaeductus Sylvii im Mittel- hirn der Saugetiere, das dnrch eine quere Furche in zwei Halften (vorderes und hin- teres Corpus bigeminurn) geteilt wird, die beide wieder durch eine Langsfurche hal- biert werden, so dalS vier Erhebungen zu- standekommen (Fig. 107 u. 108). Bei niederen Wirbeltieren bcsit/t die Oberflache des Mittelhirns nicht vier, sondern nur Fig. 108. Gehirn des Menschen, Medianschnitt (nach Wiedersheim). MH Mittelhirn (Corpora quadrige- mina, Vierhiige]); fi Corpus callo- sum, Balken; I'H Vorderhirn; HH Hintcrhirn (Kieinhirn, Cerebellum); XH Nachhirn ( Verlangertes Mark, Medulla oblongata); R Rtickenmark. - G Gewolbe ; Teh Tela chorioidea ; Z Zirbel ; fjf Foramen Monroi ; ca vordere Commissur; / Riechnerv (Nervus olfactorius); 7/Sehnerv (Ner- vus opticus); H Hypophyse; Aq Aquaeductus Sylvii ; Cm mittlere Com- missur; To Thalamus opticus (Seh- htigel); T Trichter (Infundibulum); Cp hintere Commissur; P Pons Va- roli (Briicke). FM' zwei hiigelige Erhebungen, die reclits und links liegen. qttadrus von qua t nor, vier. bis, zweimal. geinhnts, doppelt. Corpora restiformia, S tran gkorper, Kleinhirnstiele, vom Nachhirn (Medulla oblongata) zum Kieinhirn (Cerebellum) ziehende Hirnbahn. resits, Seil, Strang. for/na, Gestalt. Corpora striata, Streifenhiigel, eine Anschwellung rechts und links am Bod en der Seitenventrikel des Grofihirns (Vorderhirn). striare, furchen, kerben. Corpus adiposum, s. Fettkorper. Corpus bigeminum, s. Corpora qua- drigemina. Corpus callosum, Balken, quere Hauptverbindung ((.'ommissur) zuischen den beiden Grofihirnhemispharen (Fig. ln.S). cnllii.'iiis^ harthautig. Corpus ciliare, Cil i ark or per, Strah- lenkorper, der vorderste, muskulos ver- dickte Abschnitt der Chorioidea im Auge der Wirbeltierc (Fig. '.\~> \, gcgcn die (ibrige Chorioidea durch eine gezackt erschei- nende Grenzlinie (Ora serrata) abge- .setzt, deren Zahnelung dadurch zustande kdinint, dafi sich die Chorioidea hier in feine Falten legt. Nach vorne zu verei- n i gen sich jevveils inehrere solcher Faltchen zu stiirkeren Vorspriingen (Ciliarfort- satze, Processus ciliares, beim Men- schen ca. 70 SO); diesc umgeben, radiiir zur Liuse gestellt, dieselbe als sog. Fal- tcn- oder Strahlenkranz (Corona ciliaris) und erhalten sie durch Ycr- MH - -JfU mi ttlung feiner, von der sie iiberziehenden Retina abgegebener, in ihrer Gesamtheit als Zonula Zinnii (Zon. ciliaris) be- zeichneter Fasern in ihrer Lage. Mit Hilfe des im Ciliarkorper gelegenen Ci- liarmuskels (Musculus ciliaris) spannen oder eiitspannen sie ferner die Linse, je nachdem die Accomodation (s. d.) des Auges es erfordert. cilia, ontin , Augenwimpcrn. prwssits, Vorsprung. ora , Rand, Saum. serrafu^, gezackt von serru , Siige. corona, Kranz. zomila, kleiner (iiirtel (cbvr/). Corpuscula[renis] Malpighii, s. Mai- pighische Korperchen. Corpus hyoideum, Zungenbein- k or per, das die Zungenbeinhi truer tra- il 1 ;il> Corpus luleuni Costae gende inittlere Stiick des Zungenbeins (Hyoid), einem nrspriinglicb selbstandigen Knoeben ini Visceralskelett der Wirbel- liere. dcr Copula byoidea, entspreeheiid. (W/fVv, das Zungenbein I \vegen seiner ypsilonformigen (iestah ). Corpus luteum, gelber Korper, cine < ic\vebsmac von gelber Farbe, im Eierstoek der Saugetiere naeh dem Aus- trilt eines Eies ans don Graat'scben Follikel entstehciid dnn-li Wucberung des umgebenden Gewebes in den Follikel. lull-its, geiblich. Corpus papillareder Haut.s. Corium. Corpus sterni, s. Sternum. Corpus uteri, s. Uterus. Corpus vitreum, G laskorper, das den grofien Hoblrauni / \vischen Linse und Net/haut iin Wirbeltierauge erfiillendc, ans einer glashelleu wassenviehen Gallert- masse bestehende Gebildc, das /usammen niit der Hornhaut (Cornea) mid der Linse (Lens cr\ stallina) den lichtleitenden Appa- rat des Wirbeltierauges bildet Fig. '.'>7 j. Im \\eiteren Sinne anch der liebtlcitcnde Ajtparat des Auges vieler \Yirbelloser. I'/tri'its, glasern. Correlation derTeile, Wechselvvirkung der Teile , das Abhangigkeitsverhaltnis /wiseben den ( )rganen eines und desselben Tieres, derail, dali Verauderimgen an einem ( )rgan des Korpers aucb xu Veriinderungen an anderen fiihren. J)iese Correlation be- stebt sowohl physiologisch (in den Iwli- viduen), als aueh phylogenetisch (in der Stammesentwicklungi. rorrflatio, neulat., Wecbselbeziehung. correlative Anpassung, s korrela- tive Anpassung. Corrodentien, l".<). der Urfliigler, Insekten, die mil ihren beil'x'iiden Mund- gliedern das Innere vieler Gegenstande (namentlieb Holzteile) /ernageii. Arehi- pteren, Insekten. 1. Termiten, weilie Ameiscu. 2. Psociden , Holzla'use, Staub- und Biicherlause. )!. Mallophagen, Pelxfresser. i-orrodt'i-c, zernagen. cortical, die Einde (cortex) betreffend. Cortisebes Organ, ein Streifen koinpli- y.it-rt gebauten Sinnesepithels, der im Duc- lus eocblearis der Sehneeke (Cochlea s. d.) dcr Saugetiere in der ganzen Lange ihrer Windungen verla'nft und in Verbindung niit der Endausbreitung des Hornerven (Xervus acusticus s. d.) den funktionell (d. h. t'iir die Vennittlung der ^chall- empfindungen) wichtigsten Teil des Gehor- organs darstellt. Miirctu'Si- Alfonso L'or//, ital. Anatom. Corviden, Habon, Fani. der Sing- vogel. Oscines, Passeres (Coracornithen), Carinaten, Aves. Corvus eorax L.. Kolkrabf (in Dentsch- land fast verschwunden). C. eorone Kaup, Krahe. C. cornix L., Xebelkrahe. C. frugilegus L.. Saatkrahe. C. monedula L., Dohle. corr/is, y.i'int^, Rabe. 3tood)vrj, Krahe. Corvus, s. Corviden. Corycaeiden , Ruderf u B-Krebse, \velehe den Ubergang zn den echt para- sitiscben Ruderfufilern vermitteln; iin mannl. Geschleeht freilebend , ini weibl. auf Seesebeiden (Aseidien) scbmarotzend. Eueope}>oilen , Copepoden, Entonio- straken, Crustaceen. xwpvuos, Sack. Corymorpha nutans Sars, Polypeuart niit einfachem Stamni und baufig abwarts liaiigendeni Ki'ipfchcn, niit doppeltem Ten- takelkran/., imierbalb dessen im Sommer gloekentormige Geschlechtsindividuen ent- springen, die sieb spater losiosen und als freibewegliche Anthotnedusen umber- scbwiininen. Die .Mcdusen sind unter dem Nainen Steenstrupia galanthus (Haeckel) be- kannt. Tubularien, Hydrozoen, Cnidarien. xooi'v, Haube, Glocke. foofp/j, Gestalt. iin tans, nickencl. s?(i Ian f hits, Schneeglock- clien. Steenstrup, beriilimter Zoologe (geb. 1813 in Norwegcn). Cossiden, Hol/bohrer, Sehmetter- liiigsfannlie, deren Raupen das Holz von Laubholzern nacb alien Richtungcn durch- bobren. Bombyeinen, Lepidopteren , In- sekten. Z. B. Cossus ligniperda Fabr.. grolier Holzbohrer. cossi/s, erne schadl. Holzlaive bei IMinius. lignum, Holz. f-nier<\ xerstorcn. Cossus, s. Cossiden. Costae, 1. s. Rippen. 2. (bei Antbo/.oen), s. Polypar. Costae falsae - ( 'rani in 1 3;! I Placenta. Costae falsae, Costae spuriae, s. Rippen Costae verae, COStal, nach den Rippen zu gelegen. rippen warts. Costalplatten, die mil den IJippen ver- schmolzenen, seitlichen Flatten des Cara- pax der Schildkroten (Chelonien Fig. Hit. Cotingiden, Fruchtvogel, zu der vonviegcnd in Siidamerika ent \\iekelten Gruppe der Schreivogel gehorig. Clama- toren, Passeres, Carinaten, Aves. cot/Hga, brasilianischei Name. Cottus gobio L. , Kan Ik opt, in Baehen y.wiseben Steinen sich verbcrgen- der kleiner Fisch, bekannt durcli die Brut- pHege des Mannchens, das die Eier be- wacht, die das Weibchen in eine niit dein Schwanze hergerichtete Vertiefung am Boden des Gewassers ablegt. Triglidcn, Acanthopteren, Teleosteer, Pisces. jtorivs, Grofikopfj ein Fisch der Allen von xmri], Kopf. *O>/?AO',-, ein Fisch der Allen. Cotyledonen, \ Cotyloplacenta, | Cotylorhiza tuberculata L. Ag.; Scheibenquallenart niit acht wurzelartig gefiederten Annen , die niit /ahlreichen Sau gna'p fen besetzt sind. Rhizostoraen, Discerned usen , Scyphozoen, Gnidarien. y.orv).)], Saugnapf. ia, Wurzel. tnbercii- tatus, mil Hockerchen (tuberculum) besetzt. Cowpersche Driisen (Glandulae C'o\\- peri, Bulbo-urethraldriisen), 1 4 Paar in die niannliche Harnruhre inancher Sa'uge- tiere niiindende accessorische Driisen des Geschlechtsapparates ; den Duvernoyschen Driisen des \veiblichen Geschlechtes (beim MeiisL-hen Bartholinische Driisen geiiannt) entsprechend. Coxa, 1. Hiit'tglied, das erste, in eine Art Ptanne (Acetabulum) eingefugte Glied der Beine der Insekten. '2. Hiifte, bei den Saiigctien>n die (.legend voin ObeiTand und Vorderrand des Huftbeins bis zum Oberschenkel. co.va, Hiifte. Coxaldruse, am r>. Gliedmafienpaar j unger Pfeilscbwanze (Xiphosuren) niiin- dende Driise, als Exkretionsorgan (Nepliri- diumj gedeutet. Crangoniden, Sandgarneelen. Na- tautien, Macruren, Decapoden, Podophthal- meu, Malacostrakeu, Crustaceen. Crangun vnlgaris Kabr.. gemeine Sandgarneele, in den europaischen Meeren gemein. y.iHi^ii'n- , Seekrebs, (ia :le. .-it/gun's, gewohnlicli. Craniiden, Kam. der Anntiilller, mil nngleichklappiger Scliale, deivn Innenseite eine gewisse Ahnlichkeit niit einem Toten- kopf zeigt. Die (iattnng Crania vom Silnr bis x.ur Gegenwart. Ecardines, Brachiopoden. cranium, Schadel. cranial iim Wirbeltierkorper), niihcr am Seliiidel oder niiher am vordf.Tcn Kt'irper- ende gelegen als andere 1'eile. Gegensatz: caudal. Craniologie, die l.ehre vom Srha'dd. XQaviov, Himschadel. A';VJ,-, I. dm, \\'issen- schaft. craniote Wirbeltiere, ('ran ioi i n . Pachycardier, Schadel tie re, Zen- traJherzcn, Znsammenfassung aller niit einem Schadel (Cranium I und einem mus- knlosen Herzen versehenen Wirbeltiere, d. h. aller Vertebraten niit Ansnahme des Am- phioxus, der fiir sich allein die Gruppe der Acranier oder Leptocardier (Schiidel- lose ocler Rohrenherzen) bildet. .TORI'S, dick, fesl. xaobiu, Herz. Cranioten, s craniote Wirbeltiere. Cranium, Schadel, Kopfabschnitt des Achsenskeletts der Wirbeltiere (niit Aus- nahme des Amphioxusi, insbesondere die knorpelige oder knocherne Kapsel. \\elche das Gehirn umschlielit, und an welcher sich Hohhingeii fiir das Geruchsorgan, das Auge und das Gehiirorgan befinden. Es sind drei Entwicklungszustande zu unterscheiden : 1. hautiges Primordialcraiiium (Blasen- sehadel, Desmocranium), nnr im em- bryonalen Leben. 2. knorpeliges Primordialcranium (Knor- pelschadel. Cliondrocraninm), daiiernd nodi bei Selachiern und Chondrosteeii. .'!. knochernes Cranium (Knoehenschadel, Oateocranium), entstanden teils durch Verkni'icherung von Teilen des Ivnor- pelschadels, teils durch AnHagerung von Deckknochen (Belegknochen). Die in ersterer Weise entstandeneii Kno- chen heilJen auch prim tire Knochen des Scha'dels, die letzteren sekiiudare. 1 34 Craspedon -- Crinoideen Medusen. Die Ganoiden und Amphibien haben Knorpelschadel mit teilweiser Yerknocherung und mit Deckknochen, die Knochenfische, Reptilien, Vogel and Saugetiere haben in der Embryo- nalzeit Knorpelschadel, im ausgebil- deten Zustand ganz knocherne Schadel. og, Band. %ov8QOs, Knorpel. oon-nr, Knochen. Craspedon, j AA j craspedote Medusen, Crassamentum sanguinis, s. Blut- gerinnung. Crassilinguien, U. O. der Eidechsen, mit dicker, fleischiger, aus dem Munde kaum vorstreckbarer Zunge. Saurier, Lepidosaurier, Reptilien. 1. Fam. Iguaniden, Leguane. 2. Fam. A gam id en. crassus, dick, lingua, Zunge. Cremaster imusculus), der im Samen- strang zum Hoden laufende Muskel (beim Menschen und bei Saugetieren). XQe/iiaoTij(), der Aufhanger. Crenilabrus pavo Briinn., Pfauen- lippfisch, bunt gefarbte Lippfischart mit eigen turn lichen Kerben am Praeopercular- knochen . L a b r i d e n , Pharyngognathen , Teleosteer, Pisces. crena, Kerbe. labriis von /.aj-Joo;, gefraBig. Fischname i /'/in ins), pavo, Pfaii. Creodontien, Procarnivoren, Ur- raubtiere, fossile (Eocaen) Stammgruppe der Baubtiere (Carnivoren) und Robben (Pinnipedier), aber auch den Insekten- fressern (Insectivoren) nahestehend; mit sehr kleinem, schwach gefurchtem Gehirn, stets vollzahligem Fleischfresser- Gebifi, schlankem Ban, Ian gem Schwanz, fiinf- zehigem Ful5 mit meist gespaltenen End- phalangen. Placentalien, Mammalien. xQeag, Fleisch. 6t)oi';, I'irro;, Zahn. pro, vor. caro, curnis, Fleisch. rorarc, fressen. Cretinismus, Verkiimmerung der kor- perlichen Entwicklung, welche bei den davon Betroffenen (Cretins, Trotteln) eine eigentiimliche MiHgestaltung und meist auch einen sehr hohen Grad. geistiger Schwache zur Folge hat. cretin, franz., deutsch: Kreidling von <;>/i(>i,, crex, nach dem von ihm ausgestoBe- nen Tone) Sumpfhuhn. pratensis, auf "\Viesen (pr/tfnm) lebend. Cribrellum, s. Spinnapparat. Cricetiden, Hamster, Fam. der Nage- tiere, mit Backentaschen. Myomorphen, Rodentien, Placentalien, Mammalien. C r i c e t u s frumentarius Pall., Hamster. Crinoideen, Pelmatozocn, Haar- sterne, 8eelilien, Kl. der Stachelhauter, meist am Meeresboden mit langen ^tielen festgewachsen, dio den kelchformigen, oft lilienahnlichen Korper tragen (Fig. KI'.M, an dessen oberem Rande 5 10 bewegliche meist verastelte Arme sitzen (Fig. 24); der Alter befindet sich oben neben dem Munde. Die Geschlechtsprodukte reiten in den ein- fachen Endastchen der Anne (Pinnulae). Echinodermen. Uber den Ban des Kelches siehe den Artikel Calyx (p. 85). Als zwei Gruppen der Crinoideen unter- schied Joh. Mtiller die Articulaten und Tesselaten (nebst den Costaten), die im wesentlichen den Palaeocrinoideen und Neo- crinoideen (Palacriniden und Neocriuideo Haeckeli entsprechen. l.Ord. Palaeocrinoideen, Tes- sellaten, Tafellilien , niir fossil (palaeozoisch); das Skelett ihres Kelches von unbeweglich an ein- andergefiigten Kalkplatten gebildet. 2. Ord. Neocrinoideen, Articu- laten, Gliederlilien, v. mesozoischen /eitalter an in einigen Familien bis in die Jetztzeit erhalten; die Flatten ihres Kelchskeletts xum Teil durch Gelenke miteinander verbunden. Die Hauptentwicklung der Crinoideen fallt in die palaeozoische Periode, doch werdeu auch h eutc noch durch die Tief- seeforschung zahlreiche Arten aufget'nnden, die mit I'ossilen Formen nahe verxvandt sind. Die beiclen genannten Ordnungen werden als Eucrinoideen zusammengefafit. Zu den Crinoideen (im \veiteren Sinne des werden gewohnlich noch folgende Cristae acnsticae - Crotaliden 135 Gruppen fo.ssiler Echinodermen rcchnol , welcbe wahrscheinlich die ur- spriinglichsten (phylogenetisch altcsieni Foriiicn allcr Echinodermen sind: 1. Amphorid een , i-Veimien (Cain- brium). 2. Cystoideen, SceaplVl 1. Fan i. ( Ynrodiliden , eigcntliche Krokodile. 2. Fain. Alligaturiden, Kaimaiie. 3. Fain. Gavialiden, ( laviale. Crocodilus, s. Crocodiliden. Crossopterygier, Quastenflosser, ,'!. Blastoideen, Seeknospen (Carbon). l', LillC. ;-7iVu-, (ieslalt. .i:7./ni, To s -, Stiel. uwoi 1 . Tier. , i r, echt. .-rail an;, alt. tesselltt, Mosaikplatte. ) r fV, neu. artj'culus, Gelenk. Cristae acusticae, s. Horlei- sten. Crista stern i, Urustbein- k a in in (s. Carina). cr/sftt, die Leiste, eigentlich der Kamm bei Vugeln. sternum. Brustbein. Cristatella (Cristatclla inuccdo C'.), Gattung der Moostierchen, bei welcher die Einzeltierehen in klei- nen biischelarligen Kolonien, die durch eine Gallertt. 1 /usanimen- hiingen, an Steineu und Pflanxen sitzen. Die Kolonie als solche isl der ein/ige Fall unter den Moostierchen - beweglich, indeui sie langsam an den Pfianzen- stengeln und sonstigen Unterlagen hinkriecht. Lophopoden , Ecto- procten, Bryozoen. cristatella , klein. Federbusch. Kamm (cristn}. ////trci/n, Schlcim. Crocodiliden, t-igentliehe Kro- kodile. Crocodilier, Saurier, Reptilien. Z. B. Crocodilus niloticus L., Nilkrokodil. xnoy.odsdo; , Krokodil. n/lot/cns, im Xil lebend. Crocodilier, Krokodile, V. Kl. der Reptilien, niit getafeltem Knocheni)anzer und thekodontein Gebifi. Hydrosaurier, Saurier, Reptilien. I. Protosuchicr, rrkrokoilile. 1. Parasuchier. 2. Pseudosuchier. II. Typusuchier, Hauptkrokodile. 3. Mesosuchier. 1. Eusuchier. In der Jetztzeit leben nur "> Faiuilien: Fig. 109. /i') und moist clten- solcbcn Bauchflossen. In der palaeozoi- schen Zeit in vielen ( iattnngcii und Arlcn, in der ( iegemvart nur noch durch zwei < rat- I linden vertreten: Polypterus und Cala- moiehthys. Vielleicht die Stainini:rupiie der Dipiieiisien. y.i>nnr,i'>;, Fran/,c, Oua^le. -n:-nr5, Flosse. Crotaliden, (i rubenut tern, Fam. der Git'tsclilanp-n mit einer tielei' (Jrubc jederseits zwischen Auge und Nasenloeli: am Selnvan/ cine An/ahl raschelnder Hurn- anhtinge (Klai>per). Solemnly phen, Ophi- dier, Reptilien. 13(5 ('riior Minguinis ( ' r yst allkegel Z. B. Crotalus durissus L. , Klapper- schlange, in Nordamerika. i; Klapper. (flints, hart. "ISa Fig. 1 10. Brustflosse von Polypterus (aus Wiedersheim, Vergl. Anal.). Ra Radien, Pr und Mt knocherne Randstrahlen , Oss Ossi- fikationsherd, NL Nervenlocher, FS hornige Flossenstrahlen. Cruor sanguinis, s. Blutgerinnung. Crura cerebri, s. Pedunculi cerebri. cms, Schenkel. cerebrum, Gehirn. crti- ralis, zum Unterschenkel gehorig. Crustaceen, Krustenticre, Krebs- tiere, durch Kiemen atmende Glieder- fiifier in it ungleichmafiig gegliedertem Korper und zahlreichen Gliediuafieo, die alle der Anlage nach gabelastige Spalt- fiifie darstellen (mit Protopodit, Exo- und Endopodit, s. d.). Chitinpanzer oft init Kalksalzen impragniert. Entwicklung raeist durch Metamorphose (Larvenformcn: Nau- plius, Zoea u. a.). Arthropoden. I. Entomostraken, Gliederschalcr. Niedere Krebse.. 1. Copepoden, Ruderfufier. 2. Branchiopoden, Kiemenfiilier. 3. Ostracoden, Muschelkrebse. 4. Cirripedien, RankenfiiSer. II. Trilobiten (nur fossil). III. Merostomata. 1. Xiphosuren (Pfeilschwanze). 2. Gigantostraken, Riesenkrebse(nur fossil, palaeozoisch). IV. Malacostraken, Weichschali-r. Ho- here Krebse. 1 . Leptostraken. 2. Leg. Edriophthalmen . Arthro- straken, Ringelkrebse. 1 . Ord. Amphipoden, Flohkrebse. 2. Ord. Isopodcn, Asseln. 3. Leg. Podophthahuen , Thoraco- straken, Panzerkrebse. 1. Ord. Schizopoden, Spaltt'iilSer. 2. Ord.Stomatopden .Mundfiifier. ::. Ord. Decapoden. i rust oden, Malacostraken, Crustaceen. Z. B. Cryptoniscus pygmaeus F. M tiller; schraarotzt an Peltogaster paguri, einem parasitischen RankeufuBer (Cirri ped), der am Einsiedlerkrebs (Pagurus) schmarotzt. on/sens, Assel. pygmaeus, winzig. Cryptopentameren, s. Tetrameren. .Tf'iTE, 5. fifQog, Teil. Cryptotetrameren, s. Trimeren. rfToa = TfonaQa, 4. Crypturen, D r omaeognathen, SteiBhiihner, Fain, der Hiihnervogel, mit langeni Lauf, ohne Steuer-(Schwanz-) federn. Gallinaceen, Carinaten, Aves. OVQU, Schwanz. dgo/iaTog, laufend. yrd&os, Kinnbacken. Crystallkegel , vollig durchsichtiger, kegelfo'rmiger Korper, der bei den meisten Crysiallin.se - ' 'I em.phoren 137 Gliederfiifilern (Arthropodenl in den Fa- cettenaugen , in jeder Facetto nnter der Linse gelegen ist nnd von don 4 jedesm.-d den sog. Glaskorper zusaminciisel/enden Zellen der einzelnen Angenkeile aiisge- schiedeu \vird; der C. fehlt bei cinzplnen Insekren, z. B. bei den Miicken iN'emo- ceren) vollstandig oder wird, wic bei den Flit-gen (Muscarien), dnrch cine Fliissigkeit ersetzt; man unterscheidet daher die einen ( '. besitzenden Augen als encone vro;, Kegel. fr, echt, gut. i/^rAo,-. Tauschung. Crystallinse, s. Linse. Crystallstiel, von einein Magenblind- sack vieler Muscheln (Lamellibranchier) ausgeschiedenes gallertiges Gebildc. Ctenidien, echte Kiemen der Gastro- podcn, urspriinglich paarige u. synimetriseh angeordnete Fortsatze der Leibeswand, welche in die Mantelhohle ragen. Sie besitzen die Form einer Feder mil zahl- reichen zweizeilig aiigeordneten Seiten- fiederchen, und sincl von Wimper-P^pithel ubcrzogcn. An dcr Basis cines jeden C. oder in der Nahe desselben liegt meistens ein als Geruchsorgan gcdeutetes Sinnes- organ, das sog. Osphradium (Fig. 87). XTKI'S, XT)-6;, Kamm. Cteniza caementaria Latr. . Minir- spinne, baut in die Erde rohrige .Stollen, die sie mil einem genau kreistormigen, Falltiir-artig angebrachten Deckel schlieBt, den sie anBerdem noch fest anziehen kann, inclem sie mit ihren kammformigen Vor- derklaucn in kleine Henkel dcs Deckels t'afit; Sudwest-Europa. Mygaliden, Tetra- puenmonen , Araneen, Sphaerogastres, Arachnoideen. Ktevlfeiv, kammen (wegen der Vorderklauen). caementarius, Maurer. Ctenobranchier, s. Azygobranchier. xrf/V, xtfros, Kamm. /j'i?";'/""', Kiemen. Ctenodinen, fossile (palaeozoisch)Gatt. der Lurchfische; Zahne mit zahlreichen Radialkammen. Ctenodipterinen , Di- pne nsten. Pisces. *mV, HTSVOS, Kamm. odor; Zahn. Ctenodipneusten , s. Ctenodipte- rinen. Ctenodipterinen, Ctenodipneusten, tu.-sile (palaeozoisch) Ord. der Lurchfische, ans den beiden Fain, der Ctenodinen nnd Dipterinen /nsamiiK-ngcsctzt, mit L* Kiickcn- t'li)s>en. Dipueusten, Pisces. xrti;, xtevog, Kamm. (V.Tr.'-ooc, zweifliiglig. Dif>iit-/ist<-ii s. d. Ctenoid sell up pc 11, Kammschuppen, Schuppen in der Haul vieler Fix-he, deren Hinlerrand mil kleineii Zackcn oder /iihnen kammartigbesetzl ist. \'-l. Kisclix/huppcn. :ii\n^, Gestali. Ctenophoren, Rippen<| mil leu, Kl. der Xesseltiere, Cnidarien (/inveilen als besonderer, den Spongien nnd Cnidarien gleichwertiger Kreis der Coelenleraten bc- trachtet). Zarte Meeres-Organismen, von mcist rnndlicher (melon enformiger) Gcstall und gallertartiger Konsisten/.. mit S meri- Fig. ill. Eine Cteno- phore (Hormiphoru plu- mosa) (nach Chun uus Heriwig, Lehrbuch). dional verlaufenden Streifen verdickten Epithels (Meridianstreifen, Rippeni, welche die znr Fortbewegnng dienendcn, durch Verschmelzung von \\'impern entstandenen Schwimm- oder Ruderplattchen tragen (Fig. 1 1 1). Mit ectodermalern .Schlund (,,Magen'-| u. entodermalem Magen (,,Trich- ter"). Vom Trichtcr ans /weigt sich ein Kanal-System ab: Rippengefafie, Trichler- liefiiP), Schlundkanale nnd Tentakclkanalc. Am aboralen Pol ein Gleichgewichts-Organ. Entwicklung direkt. Der Korper der C. ist bisymmetrisch (zweistrahlig symmetric -In o-cbant. d. h. er wird durch y.wei anfeinander senkrecht stehende Ebenen in symmetrische Halften geteilt, 1. durch die Schlundebene (Sagit- 138 Ctenoplana Kowalewski -- Cucumaria talebene), 2. durck dieTentakelebenefTrans- versalebenc). Nach clem Vorhandensein oiler Fehlen von Tentakeln teilt man die ('. ein in Tenta- culata und Nuda. Haecke) unterscheidet Cannoctenien (mit einfachen Rippenkanalen) und Dendroctenien (mit baumartig ver- iistelten Rippenkanalen). - - Zu den Nuda und zugleich zu den Dentroctenien gehort die Gattung Beroc (Fig. 4!M. . Met.i- tarsusknochen tragende, annahernd wiirfel- formige Knochenstiick der FuBwurzel (Tar- sus) der hoheren Wirbeltiere (Pentadac- tylien). xr/)Y>s, Wiirfel. FuPnvurzel. Cu homed usen, Wiirt'elqiialleii,()rd. der Scyphomedusen (= Acraspeden) mit hochgewolbtem, vierkantigem Schirm, mit vier interradialen Tentakeln und vier per- radialen Sinneskolben. Vier Paar l>latt- formige Geschlechtsdriisen in den Magen- taschen. Scyphomedusen, Cnidarien. Z, B. Charybdeiden (s. d.i. culms, Wiirfel. medusa, Oualle. Cuculi, Coccyges, Kuckucke, nach ihrem Rut' benannte Gattung der Kletter- vogel. Cuculiformen, Scansoren (Cora- cornithen), Carinaten, Aves. ID Fig. 112. / Vorderfliigel von Lyda ( BlatUvespe), // V. von Pompilus (Raubwespe), /// V. von Vespa (Gem. Wespe), //' V. von Formica (Ameise). r Radialzellen, c Cubitalzellen, m Mittelfeklzellen, g Grundzelle, s Schulterzellen. Cubitalzellen werden einige fiir die Bestimmung der Familien und Gattungen der Hautfliigler wichtige fielder des Vorder- tliigels der Hymenopteren genannt. Der Vorderfliigel wird von seinen Adern geteilt in ein Radialfeld, ein Cubitalfeld, ein Mittel- feld und ein Hinterrandfeld, wiihrend an der Insertionsregion des Fliigels ein Sehul- terfeld liegt. Diese Felder zerfallen in ein- zelne Zellen, und man unterscheidet Radial- zellen, Cubitalzellen, Mittelzelleu, Grund- Cueulns eanorus L., Kuckuck. cncnliis = y.oxy.o^, Kuckuck. Ton. Cuculiformen == Coccygomorphen, Kuckucksvogel, Gruppe der Kletter- vogel. Seansoren (Coracornithen), Cari- naten, Aves. forma /noo(fi'/, Gestall. Cucumaria, Meergurke, (.Tattung der Seewalzen mit fiinf regelmaJSigen FiiBchen- reihen und verastelten Tentakelu (Fig. 11. " . rulcila. roriacea -- Cursorcn I HO Dendrochiroten, Actinopodcn, Holothu- rien, Echinodermen. cucitmis, Gurke (\vcgen ihiet (icstalt). Fig. 113. Cnciiinarin PI and (aus Hertwig, Lehrbuch), von dcr Bauchseite gesehen, b Fiifi- chen des Triviums, a verastelte Tentakein. Culcita coriacea M. Tr., Seesternart, dor Korper einem dicken , fiinfeckigen Kissen init abgestumpften Ecken ahnlich. Pen taceron tiden , Asteroideen, Echino- dermen. culcita, Polster, Matratze. ciir/aceus, aus Leder (cortuiu). Culex, s. Culiciden. Culiciden,Schnaken,Stechm iicken, empfindlich stecheiid, beim Fliegen einen srharfen, pfeifenden Ton erzeugend; mir die Weibchen stechen; die Mannchen haben fedcrbuschartige Taster. Larven ira stehen- den Wasser. Nemoceren, Dipteren, In- sekten. Culex pipiens L., gemeine Stechmiicke, culcx, ids, Miicke (Plinius). pipir?, piepen. Culm, s. Steinkohlenformation. Culinen, s. Schnabel. Culturzeit ncnnt Haeckel (1806) den letzten Abschnitt des anthropozoischen Zeitalters der Erdgeschichte. Cumaceen, Krebstiere, die, obvvohl ohne gestielte Augcn, die Anfange zur Bildung ( Vphalotkorax /eigen, somitcin Mitlel- darstellen /wischen den Edriophthal- mcn (Arthrostraken) ohno gestielte Augen und Cephalothorax und den Thoracostra- kcii mit Cephalothorax und mil gcsticlten Augen. Crustaceen. - Gattung: I>i;t- stylis (s. d.). ('ill/in^ Sprofi? Cumulation, cumulative Anpassung, s. Anpassung. ciinnilurc, anhiiufen. Cumulus ovigerus, s. Graafscbe Fol- likel. Cuneiformia, Keilbeine, 3 annahernd keilforinige Knochenstucke (Cuneifornie I bis III) in der Fufiwurzel (Tarsus) der Saugetiere, den Tarsalia I III (s. d.) der iibrigen Wirbeltiere entsprechend. Vgl. Tarsus. czinens, Keil. fonna, Gestalt. Cunina parasitica Metschn., eine Me- dusenart, welche in den Jugendstadien an anderen Medusen schmarotzt. A egi n iden , Trachomedusen, Hydrozoen, Cnidarien. Cunina, Gi'Htin der Wiege. parasilicns, schmarotzend. Cunnus, s. Scheide. Cupressocrinus, fossile (Devon) 8ee- liliengattung. Palaeocrinoideen , Echino- dermen. cnflressus, Cypresse. ttQiror, Lilie. crassns. dick. Cupula, eiue becberartige Hiille (z. B. die Napfchen, in denen die Eicheln be- festigt sind). ciipula, Becher von cupa, Kufe, Tonne. Cupula terminalis, s. Cochlea. Curculioniden, Riisselkafer, P^aiu. der Kcat'er, init riisselartig verlangertem Kopf und ineist geknickten Fiihlern. Die itiiidenartigen Larven sind wie die Kafer selbst ptlanzenfressend und oft sehadlich. Tetrameren. Coleopteren, Insekten. /. I'.. Balaninus nucuin, Haselnufibohrer. Hylobius abietis, Kiefernriisselkafer. Calandra granaria, schwarzer Kormvurm. cttrcnlio, Kornwurm, schadliches Insekt. Cursoren, Ratiten, Laufvogel, U. Kl. und Ord. der Vogel, mit sehr kriit- tigen Laufbeiuen , dagegen zum Fliegen untaitglichen Fliigeln; das Brustbein stellt daber eine breite, wenig gewolbte Platte ohne Brustbeinkamm (Kiel, Carina s. d.i dar. Aves. 140 ('ur-uricn -- < 'y a t hophyl lidcn 1. U. Orel. StrauSartige Vogel (Struthiu- morphcn i. '_'. I'. Orel. Casuarartige Vogel. o. L". Orel. Apteryxartige Vogel (Apte- rygier). i'1/rsor. Laufer. nitis . Floll (\\x-gen ties kiellosen Brustbeins). Cursorien, V. O. der Gradfliigler, (mi- die Familie der Schaben (Blattiden) um- t'assend. mit ma'liig langen. zuni raschen Laut gceigneten Beinen. Orthopteren, lusekten. - Vgl. Blattiden. Cuticula, 1. Pellicula, die niit Wim- pern besetzte. gegen die innere Sarkode niehr oder n)inder detitlich abgesetzte, auI5erste Protoplasmaschicht bei Inhtsorien (Ciliaten). 2. eine von den einzeluen Zellen der niristen einschichtigeu Epithelien gemein- sam abgeschiedene, strukturlose erhar- t e n d e Su b s ta n z (C u tic u 1 ar s u b s t an z), in vielen Fallen als clunnes Hautchen die Oberflache d. ausscheidenden Epithelsehicht i Matrix i iiberziehend, in anderen Fallen inehr und niehr verdickt, selbst bis zu einer die Matrix an Miichtigkeit weit iiber- treffenden Lage. Vgl. Epithel. c/iticK/a, Hautchen von ciifi*. Haul, pel/is, Fall. Cuticularbildungen, aus der Cuticula hervorgehende Gebikle, durch uiassenhafte Ausscheidung von Cuticularsubstanz an der Oberfla'che von Epithelien entsteheud. ineist durch ihren Chitingehalt oder durch Kalkeinlagerung sehr test und tle.shalb zuni ^chutze der Epithelien und des ganzen Organisinus geeignet, z. B. die Hartteile der GliederfiiSler, die Borsten und Kiet'er der Borstenwiirmer, die Kiefer der Schnek- ken, die Conchiolinschichte an den Schalcn der Muscheln und der Schnecken. Cuticularsubstanz, -. Cuticula. Cutis, s. Corium. CH//'S, Haul. Cutisblatt, s. Cutisplatte. Cutispapillen, Vorspriinge der Ledcr- haut ((.'orium. Cutis) der Wirbeltiere an ihrer der Epidermis zugekehrten Flache Fig. 106). papilla, Warze. Cutisplatte, Cutisblatt, Dernial- platte, Lederplatte (Lamella coriaris), bei den Embryonen der Wirbeltiere die aulier.-te. dem Ectoderm zunachst gelegene Schichte (parietales Mesodermi der Ur- segmente is. d.i, die den Ausgangspunkt fiir die me^'dermale Schicht der Haut. namlich die Lederhaut i Cutis. Derma. Co- riuni) bildet. t'lttis . f)eonu, Haut. cor in in, Leder. la- nit'l/a. kleines Blatt (lamina). Cuvierismus, die Lehre von Georges ( 'uvii-r 1 17*i!< ls:>2i. \velcher glaubte, daB die Arten unveranderlich seien. und dafi im La life der geologischen Entwickelung mehrmals eine vollstandige Vernichtung und vollstandige Neuschopfung der Tier- welt stattgefunden habe (Katastrophen- theorie). Cuviersche Organe, mit den Wasser- lungen is. d.i zusammen in den Enddarm einmlindende, driisige Anhangsgebilde vieler Seewalzen (Holothuriem. welche morpho- logisch als besonders ditferenzierte Teile der Wasserlnngen , physiologisch bald als Exkretious-, bald als Verteidigungsorgane aut'gefaBt \verden. Cuvier scber Gang, Ductus Cuvieri. am Herzen der Fische jeilevscit^ eiu in den Sinus \enosus miindender Venen- Mamni. welcher durch die Vereiuigung der aus dem Kopf kommenden Jugular- vene und der au< dem Korper kommenden Kardinalvene eutsteht. Vgl. Venenent- wirkluug. (hi c tin, Gany. Cyamiden, \Valtischlau.-e, in der Haul 'von Walti.-chen iCVtaceen) schma- rotzende Flohkrebse. Laemodipoden. Amphipoden, Edriophthalraen, Malaco- straken, Crustaceen. ( 'yamus ccti L., gemeine \Valfischlaus. x/'vu/oc. Boh IK-. cetns. \Valhsch. Cyamus, s. Cyamiden. Cyaneiden, Fam. der Scheibenquallen von prachtvoller Farbung. Rhizostomen, Discomedusen. Seyphozoen, Cnidarien. Cyanea arctica, grofite bekannte Meduse, erreicht eine Sehirmbreite von fiber 2 in und eine Tentakellange von iiber 40 m. xi-di-Ft>;. dunkelblau. arcticits. nordlich. Cyathophylliden, fossile (palacozische) Korallenfamilie . mit zahlreichen . tiet'en Kelchen an deu Stocken. Tetracorallien, Anthozoen, Cnidarien. Becher. yi'/./.or. Blatt. Cycladiden -- Cyclost onion 141 Cycladiden, Kugelmusf holn, SiiPi- wassermuscheln mit kleiner, diinnwandiger, hornf arbiger , kreisrunder l>is eiformiger Schale. Elatobranchier, Lamellibranchier. /. B. Cydas cornea I-., in Teiehen mid Fliissen. xi'xAdi, kreisformig von %i'%).i/./<, der einiiugige Cyclop. i-i>n>>infns, mit einem Kran/ (<'<>/-i>inil ver- sehen. qiHidrn'onus, vierhornig. Cyclops, s. Cy